• Der letzte Tag in meiner Bubble

    Yesterday in India ⋅ ☁️ 29 °C

    Der letzte Tag ist angebrochen. Morgen werde ich diese kleine Bubble verlassen und den nächsten Reiseabschnitt beginnen.

    Im Hintergrund rauscht das Meer, und während ich hier sitze, ist sehr viel Wehmut dabei, dieses kleine Paradies zu verlassen.

    So viele Menschen kümmern sich hier um alles: um den wunderschönen Garten, das Essen, die Wäsche und natürlich – in erster Linie – um die Behandlungen.

    Mit einer unendlichen Geduld sitzen die Frauen auf dem Rasen und zupfen jedes noch so kleine Unkräutchen heraus. Und trotzdem sind sie fröhlich, lachen und rufen einem immerzu ein herzliches „Namaste“ zu. Es sind diese kleinen Begegnungen, die diesen Ort so besonders machen.

    Die tägliche Behandlung dauert zwei Stunden und beginnt mit einem Ritual. Die Therapeutin streut zunächst ein Puder auf meinen Kopf, betet und beginnt anschließend mit der Kopfmassage. Öl wird in den Händen verrieben und dann wird die Kopfhaut kräftig und ausgiebig massiert.

    Danach folgt die Rückenmassage. Anschließend werde ich auf die Liege gebeten und zwei Therapeutinnen massieren mit vier Händen gleichzeitig. Je nach Behandlung ist es eine Pudermassage, eine Ölmassage oder manchmal auch eine Reismassage. Dabei werden Reis und Milch miteinander vermischt und anschließend auf dem Körper verrieben.

    Ein ganz besonderes Highlight ist der Stirnguss – dieses Gefühl, wenn warmes Öl ganz gleichmäßig über die Stirn fließt und man einfach nur noch loslassen kann.

    Jetzt, am letzten Tag, fühle ich mich tatsächlich so, als wären meine Batterien wieder aufgeladen.

    Und genau das ist es vielleicht, was ich aus dieser Zeit mitnehme: Ruhe, neue Energie und das Gefühl, wieder bereit zu sein für das, was als Nächstes kommt.
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