• Maritta Wulf-Bauer
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Kerala und Sri Lanka

Weils so schön war, nochmal.... Read more
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    🇮🇳 Thalikulam, Indien

    Der letzte Tag in meiner Bubble

    Yesterday in India ⋅ ☁️ 29 °C

    Der letzte Tag ist angebrochen. Morgen werde ich diese kleine Bubble verlassen und den nächsten Reiseabschnitt beginnen.

    Im Hintergrund rauscht das Meer, und während ich hier sitze, ist sehr viel Wehmut dabei, dieses kleine Paradies zu verlassen.

    So viele Menschen kümmern sich hier um alles: um den wunderschönen Garten, das Essen, die Wäsche und natürlich – in erster Linie – um die Behandlungen.

    Mit einer unendlichen Geduld sitzen die Frauen auf dem Rasen und zupfen jedes noch so kleine Unkräutchen heraus. Und trotzdem sind sie fröhlich, lachen und rufen einem immerzu ein herzliches „Namaste“ zu. Es sind diese kleinen Begegnungen, die diesen Ort so besonders machen.

    Die tägliche Behandlung dauert zwei Stunden und beginnt mit einem Ritual. Die Therapeutin streut zunächst ein Puder auf meinen Kopf, betet und beginnt anschließend mit der Kopfmassage. Öl wird in den Händen verrieben und dann wird die Kopfhaut kräftig und ausgiebig massiert.

    Danach folgt die Rückenmassage. Anschließend werde ich auf die Liege gebeten und zwei Therapeutinnen massieren mit vier Händen gleichzeitig. Je nach Behandlung ist es eine Pudermassage, eine Ölmassage oder manchmal auch eine Reismassage. Dabei werden Reis und Milch miteinander vermischt und anschließend auf dem Körper verrieben.

    Ein ganz besonderes Highlight ist der Stirnguss – dieses Gefühl, wenn warmes Öl ganz gleichmäßig über die Stirn fließt und man einfach nur noch loslassen kann.

    Jetzt, am letzten Tag, fühle ich mich tatsächlich so, als wären meine Batterien wieder aufgeladen.

    Und genau das ist es vielleicht, was ich aus dieser Zeit mitnehme: Ruhe, neue Energie und das Gefühl, wieder bereit zu sein für das, was als Nächstes kommt.
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  • Auf zur Chempilly Hängebrücke

    September 8 in India ⋅ ⛅ 29 °C

    Eigentlich wollten wir ein Paddelboot mieten, aber ein Missverständnis des Tuktukfahrers hat uns ein solarbetriebenes größeres Boot beschert. Im Nachhinein waren wir froh, nicht in der Hitze paddeln zu müssen, von der Sonne gebraten. So hatten wir ein großes Boot für uns allein. Schattig und geräuschlos, außerdem wären wir so weit nicht gekommen.
    Heute ging es hinaus aufs Wasser. Schon nach wenigen Minuten war klar, warum diese Landschaft so besonders ist: überall Palmen, sattes Grün und kleine Boote, die hier ganz selbstverständlich zum Alltag gehören. Das Leben findet am Wasser statt. Wäsche waschen gehört auch hier einfach zum Leben. Ebenso die körperliche Reinigung. Fischer zeigen uns stolz das Netz mit ihrem Fang.
    Nur Wasser, Palmen und immer wieder kleine Einblicke in das Leben direkt am Ufer. Einer der Momente, die man nicht groß erklären muss – man schaut einfach und genießt.
    Ein Kingfisher fliegt vorbei, große Greifvögel ziehen ihre Kreise. Weißkopfadler oder Brahminenweihe, nicht gut zu erkennen.
    Und dann entdecken wir tatsächlich Ronaldo, Messi und Neymar mitten im Wasser. Offensichtlich sind die Inder große Fans von den Spielern.
    Eine große Detonation. Lucie und ich schrecken zusammen. Wir schippern gerade an einem Tempel vorbei und der Bootsführer erklärt, zu Ehren der Götter werden Böller gezündet.
    Die Fahrt geht zurück bis zur Hängebrücke. Die Sonne steht schon tief und zaubert ein wunderschönes Licht auf das Wasser.
    Am Abend dann Lucies, Brigittes und Tonys Abschiedsessen. Es ist schon ein komisches Gefühl, nach all den gemeinsamen Tagen Abschied zu nehmen. Auf unserem Tisch steht passend dazu:
    „WE WILL MISS U“
    Und genau so ist es auch.
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  • Nichtstun

    August 30 in India ⋅ ☁️ 28 °C

    Nichtstun ist anstrengend.
    Die Tage gehen trotzdem erstaunlich schnell vorbei.
    Na ja – bis auf die drei Fastentage. Die ziehen sich dann doch ein kleines bisschen länger. Morgens gibt es Reiswasser, mittags Reiswasser und abends, als kulinarisches Highlight, ein Reissüppchen. Aber was macht man nicht alles für die Gesundheit! Und ehrlich gesagt: Ich bereue keinen einzigen Tag. Auch diese drei Tage gehen irgendwann vorbei – und danach schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.
    Gott sei Dank wird es uns an den übrigen Tagen direkt an den Tisch gebracht. So sind wir wenigstens nicht der Versuchung ausgesetzt, am Buffet völlig hemmungslos zuzuschlagen. Eine durchaus wichtige Vorsichtsmaßnahme!
    Von 10 bis 12 Uhr finden die Anwendungen statt. Vorher geht es noch kurz zu den Ärzten, um den aktuellen Befindlichkeitsstatus durchzugeben. Schließlich soll auch während der Behandlung alles genau beobachtet und gegebenenfalls angepasst werden.
    Bei meinen Anwendungen begleiten mich zwei Frauen durch die gesamte Ayurveda-Zeit – und zwar immer dieselben. Das schafft schnell eine gewisse Vertrautheit. Sie kennen jeden Handgriff und wissen genau, was als Nächstes kommt.
    Für jeden von uns gibt es einen genauen Behandlungsplan, der bereits bei der Erstuntersuchung festgelegt wurde. Nichts geschieht zufällig, alles hat seinen Platz und seine Zeit.
    Viyajakumari, die Ältere der beiden, beginnt jedes Mal mit demselben Ritual. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass allein diese ersten Handgriffe schon ausreichen, um meinen Körper darauf einzustimmen: Jetzt beginnt die Entspannung.
    Danach folgt eine intensive Kopfmassage. Anschließend wird mir ein Tuch um den Kopf gebunden und ich werde auf die Behandlungsliege gebeten.
    Und dann passiert etwas Eigenartiges: Kaum liege ich dort, beginnt eigentlich schon der Dämmerschlaf. Eine tiefe, fast schwebende Entspannung breitet sich aus. Man bekommt kaum noch mit, was um einen herum geschieht.
    Dann beginnen die eigentlichen Anwendungen. Zu zweit, eine auf jeder Seite, arbeiten die beiden gleichzeitig und erstaunlich synchron. Mal ist es eine Pulvermassage, dann kommen Pulverstempel zum Einsatz, anschließend warme Reisstempel oder eine ausgiebige Ölmassage.
    Man muss nichts tun. Nichts denken. Nichts organisieren.
    Nur daliegen, loslassen und sich behandeln lassen.
    Und genau das ist vielleicht das Schwierigste an der ganzen Ayurveda-Kur: wirklich nichts zu tun.
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  • Pulikali - tanzende Tiger

    Aug 28–30 in India ⋅ ☁️ 30 °C

    Ausflug nach Thrissur, um Pulikali zu sehen. Wir kommen einen Tag eher, weil am Feiertag kein Durchkommen mehr möglich sein wird.
    Ein Tuktuk bringt uns zuerst zu einem von mehreren Orten, wo die Männer angemalt werden. 450 Teilnehmer sind es. Etliche Männer sind mit pinseln und ansprühen beschäftigt. Es riecht stark nach Lösungsmitteln. Gesund ist das bestimmt nicht.
    Auch futtern sich viele Männer einen ordentlichen Bauch an, umschönen damit wackeln zu können.
    Wir werden durch die Absperrung durchgewunken und müssen uns nicht anstellen.
    Da hat es Vorteile, in der Menge aufzufallen.
    Die Männer können sich mit Stöcken abstützen, bis die Farbe trocken ist. Offensichtlich dauert es auch sehr lange.
    Nachmittags dann der Umzug.
    Menschenmassen drängen sich. Wir dürfen auf einer Zuschauertribüne Platz nehmen. Überblicken das Treiben und sitzen ganz bequehm, bekommen sogar noch Tee und Wasser.
    Irgendwann wollen wir aber dann doch mitten ins Geschehen und die Tigermänner aus nächster Nähe sehen. Dann allerdings entstehen Riesengedränge, Polizei und Helfer halten an Seilen und drängen die Menschen zurück, um den tanzenden Tigern Platz zu schaffen. Wir versuchen, da raus zu kommen, allerdings nicht so einfach. Man wird durch die Menge einfach mitgezogen. Da kann ganz schnell Panik entstehen, und wir sind sehr erleichtert, da heile wieder raus zu kommen. Wir laufen dann in die entgegen gesetzte Richtung zum Anfang des Zuges.
    Hier wird es ganz entspannt, kein Geschubse und Gedränge und wir können in Ruhe den Zug zu Ende schauen.
    Sehr beeindruckend, annähernd vergleichbar mit den deutschen Karnevalszügen, wenngleich auch weniger zivilisiert.
    Toll, das gesehen zu haben.
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  • Thalikulam

    August 24 in India ⋅ ☁️ 28 °C

    Das Warten habe ich zwangsweise ausgiebig genutzt.
     Wetterturbulenzen haben meine Ankunft im Nattika Resort bis in den späten Abend verzögert.
    Nur noch todmüde ins Bett gefallen.

     Geplant war, wieder zu „Onam“ hier zu sein.
    Das indische Erntedankfest wird hier eine ganze Woche gefeiert.
    Tanzveranstaltungen und diverse Vorführungen.

     Heute findet auch der Wettbewerb um das schönste florale Onam-Zeichen statt.

    Teilweise bis tief in die Nacht haben die Angestellten daran gearbeitet.
    Der erste Platz wurde an das Ayurvedazentrum vergeben.
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  • Trip start
    August 23, 2026