Abschied von Sri Lanka
September 23 in Sri Lanka ⋅ 🌬 29 °C
Galle hat mich vor allem mit Regen begrüßt und verabschiedet.
Nun geht es auf der Schnellstraße Richtung Flughafen. Ein ungewohntes Bild für Sri Lanka: freie Fahrt, kaum Verkehr – keine Tuk-Tuks, keine Busse, kein hektisches Überholen.
Am Flughafen angekommen, fahre ich wieder zu dem Hotel, in dem ich schon meine erste Nacht verbracht habe. Diesmal wirkt alles ganz anders: Sonnenschein und Tageslicht statt Dunkelheit – und so kann ich das Hotel und seine Umgebung zum ersten Mal richtig sehen.
Ich habe noch viel Zeit und mache mich zu Fuß auf den Weg zum Strand. Die Sonne steht inzwischen hoch, eine leichte Brise kommt vom Meer herüber, und mit jedem Schritt entfernt sich der Trubel der Straße. Vor mir tauchen die Fischerboote am Ufer auf – und damit auch der kleine Fischmarkt, auf dem im Morgengrauen die Fischauktionen stattfinden.
Jetzt, um diese Uhrzeit, ist es dort allerdings fast still. Nur zwei Verkäufer bieten noch ihren Fang an. Ganz anders als am frühen Morgen, wenn hier das Leben tobt.
Auf dem Weg zurück werde ich von einer älteren Frau angesprochen. Sie spricht erstaunlich gut Englisch und kommt schnell mit mir ins Gespräch. Schließlich lädt sie mich sogar ein, mit zu ihr nach Hause zu kommen. Eine freundliche, unerwartete Begegnung, die mir noch einmal zeigt, wie offen und herzlich die Menschen hier sein können.
Ganz ohne Hintergedanken hat sie mich vermutlich jedoch nicht angesprochen. Sie erzählt mir, dass ihr Mann verstorben sei und sie nun mit ihrer Schwiegertochter und den kleinen Kindern allein lebe. Außerdem habe die Familie nur wenig Geld.
Also :
Tue was auf dein Karmakonto und schenke ihnen ein paar Rupien. Sie freuen sich sehr – und mir tun die paar Euro nicht weh.
Am späten Nachmittag füllt sich der Strand wieder. Zum Sonnenuntergang kommen viele Menschen ans Meer, Familien treffen sich, und einige Kinder lassen bunte Drachen steigen. Langsam sammelt sich alles am Strand – ein schöner, lebendiger Abschluss meines letzten Tages in Sri Lanka.
Zum Abschied gönne ich mir noch einen Teller Prawns in einem kleinen Fischrestaurant direkt am Strand. Während ich aufs Meer schaue, lasse ich die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.
Doch morgen beginnt ein neuer Abschnitt meiner Reise: Am Flughafen in Delhi treffe ich meine liebe Freundin Ines, und von dort aus geht es gemeinsam weiter.
Ein neues Abenteuer beginnt.Read more





















