• Hitze-Hatscher

    15. juni, Spanien ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem kurzen Boxenstopp werde ich von Annika eingeholt, die unfreiwillig einen Schäferhund im Schlepptau hat. Das Tier ist absolut friedfertig und trottet wie selbstverständlich vor ihr her.

    Kurz darauf kommen wir zu einem Schild: "Café 156m". Und tatsächlich gibt es in einem Gartenhäusschen nicht nur Kaffee, sondern auch Tarta de Santiago (Mandelkuchen), Snacks und einen Stempel. Wir essen in aller Ruhe und ich nehme mir noch Müsliriegel mit, da mein Snackvorrat nach dem Nicht-Frühstück unangenehm geschrumpft ist. Die Besitzerin kennt den Schäferhund und scheucht ihn davon, da ihr eigener Hund nicht gut auf ihn zu sprechen ist.

    6km weiter gibt es kurz vor Miráz eine private Herberge mit Bar. Ich gönne mir noch ein pan con tomate und etwas zu trinken, da es nach Miráz wohl nichts mehr gibt. Annika beschließt, hier zu übernachten, aber ich habe eine Reservierung in Roxica, bis dahin sind es nochmal 16km.

    Und die ziehen sich! Denn mittlerweile ist es verdammt heiß und kaum noch Schatten auf dem Weg! Der führt nach und nach immer weiter bergan, der Eukalyptus weicht Kiefern und Eichen und auf den Hügelkuppen wachsen Wacholder und Heidekraut. Der Asphalt ist an manchen Stellen so heiß, dass meine Schuhe ihr Profil hineinstempeln und die Gummistopper der Wanderstöcke darin kleben bleiben. 🥵
    Zweimal mache ich im Schatten eine Pause, setze mich hin und ziehe die Schuhe aus. Die Wasserflasche leert sich immer mehr.
    Wenn man in Miráz übernachtet und diese Strecke morgens im Kühlen gehen kann, ist es bestimmt wunderschön!

    Was mich jetzt noch am Laufen hält, ist mein Hörbuch, das ich mir in die Ohren stopfe. Aber am Ende habe ich es geschafft und checke in der Herberge ein. Hier gibt es später Abendessen und morgen Frühstück! 😊🍽
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