Natalie und Jennie

Joined September 2017
  • Day14

    Abschied nehmen

    October 7 in Croatia

    Heute war es so weit. Mit schwerem Herzen mussten wir langsam unseren Weg Richtung Heimat, also Norden, antreten. Unsere Insel wollte uns aber nicht so recht gehen lassen, denn jedes Mal, wenn wir versuchten das Zelt abzubauen, fing es an in Strömen zu regnen. Unsere Platznachbarn waren innerhalb kürzester Zeit sehr amüsiert von unsere Situation. Dies schlug nach einer Stunde und vier Anläufen aber in Mitleid um, sodass sie tatsächlich ihr Wohnwagen-Vorzelt räumten damit wir unser Zelt darunter stellen konnten und halfen uns dann sogar beim Abbau. Ruckzuck war es dann so weit, Abschied nehmen vom Friedhof, Abschied nehmen von der Halbinsel Pelješac.

    Durch Platzregen (Auswirkungen des Medicane) steuerten wir die Insel Pag an. Unterwegs machten wir Halt in einem Supermarkt, kauften viel zu viel ein und frühstückten hungrig im Auto, da uns morgens das Essen ausgegangen war. Leider waren die Sandwiches eher ein Reinfall, wir wünschten uns ins Restaurant nach Ston zurück.
    Jennie war zwischendurch maximal verzweifelt. Hunger müde Hunger. Ich wusste mir und ihr nicht mehr zu helfen.

    Nachmittags kamen wir in Rtina an, einem Örtchen direkt vor der Insel Pag. Hier gab es noch einen geöffneten Campingplatz. Leider brechend voll mit anderen deutschen Familien, aber immerhin ein Plätzchen für unser Zelt. Und wir wurden mit einem wirklich schönen Sonnenuntergang begrüßt.

    Morgen wollen wir nochmal einen Tag am Strand der Insel Pag genießen, ehe es Dienstag in aller Frühe weitergeht.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day13

    Bis ans Ende der Welt (Teil 2)

    October 6 in Montenegro

    Auf dem Weg nach unten beschlossen wir doch noch einmal am Eingang der Festung vorbeizuschauen und uns diese eine Fensteröffnung in der Mauer genauer anschauen. Da wir uns ohne große Probleme am Fenster hochziehen konnten, gelangten wir dann doch noch in die Festung hinein. Obwohl hier jemand laut Infotafel irgendwann mal große Pläne hatte (Café, Restaurant, Weinkeller und Museum), war die Festung leider kaum noch begehbar. Umso spannender aber für uns.

    Auf dem Rückweg zu unserem Zeltplatz kamen wir an zwei schwarzen Hundewelpen vorbei, die am Straßenrand saßen. Es war eine sehr, sehr schwere Entscheidung nicht anzuhalten und sie mitzunehmen.
    Zum Abschluss aßen wir noch einmal in Ston und entkamen dabei einem massiven Regenguss.
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  • Day13

    Bis ans Ende der Welt (Teil 1)

    October 6 in Montenegro

    Heute morgen ging es recht früh los, denn wir hatten eine Mission! Bis ans äußerste südlichste Ende Kroatiens wollten wir fahren. Das waren etwa 3 Stunden von unserem Zeltplatz aus.

    Doch davor wollten wir an einen kleinen Stand in Mali Ston fahren, der berühmt dafür ist, super leckere und wirklich ganz, ganz frische Austern zu haben. Und wo, wenn nicht hier, wo überall das Meer vor der Tür liegt, sollte Natalie das erste Mal Austern essen?
    Wir hielten also an besagtem kleinen Stand direkt gegenüber der Meeresbucht und Natalie aß ihre allerersten Austern. Ich saß dabei, hab immer mal wieder eine angefasst und mich freute mich unglaublich mit Natalie. Später kaufte ich dort noch en Glas selbstgemachten Ayvars. Das wird aber erst Zuhause probiert.

    Je weiter wir dann Richtung Süden fuhren, desto einsamer wurde es rechts und links von uns. Die letzte Straße war gerade noch breit genug für ein einziges Auto. Links ging’s direkt die Steinküste runter und rechts verlief teilweise eine Art Graben. Wir schickten Stoßgebete gen Himmel, dass uns bitte bloß niemand entgegenkommt!
    Am Ende dieser Ministraße kamen wir an einer alten Festung an. Die Türen hinein waren leider alle verschlossen, deshalb liefen wir einfach weiter durch die Wildnis den Hügel hinauf. Dort ganz oben entdeckten wir einen kleinen verlassenen Leuchtturm bzw. ein Leuchtturmstahlgestell auf das wir selbstverständlich bis nach oben kletterten. Die Aussicht war wundervoll. Meer bis ans Ende der Welt, ein paar kleine Inseln und links auch schon Montenegro.

    (Teil 2 folgt.)
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  • Day12

    Medicane und Dubrovnik

    October 5 in Croatia

    Für heute war starker Regen hier bei uns in der Region angesagt. Besser gesagt ein Medicane, ein tropensturm-ähnliches Sturmtief im Mittelmeerraum, der aus Italien herziehen sollte. Wir entschlossen uns einen Tagesausflug nach Dubrovnik zu machen und machten unser Zelt wieder mal ein bisschen regenfester bevor wir losfuhren.
    Auf den etwa 1,5 Stunden schüttete es aus Eimern und wir hielten sogar zweimal an kleinen Parkplätzen an, bis der Regen wieder etwas weniger wurde. Zwischenzeitlich sahen wir vor lauter grauem Himmel nicht einmal mehr wo der Himmel anfing und das Meer aufhörte. Alles war eine graublaue Wand. Ich war mir bis dahin schon sicher, dass unser Zelt Unterwasser stehen würde, wenn wir später nach Hause kämen. Falls es nicht direkt weggeschwemmt worden wäre. ;)

    In Dubrovnik, einer Stadt mit sehr steilen Straßen, angekommen haben wir per Zufall direkt einen kostenlosen Parkplatz gefunden. Von dort aus brauchten wir etwa 10 Minuten zu Fuß zur Altstadt. Kurz vor der Altstadt nahmen die Tourimassen auch schon zu und am Eingang waren es so viele, wie ich in meinem Leben noch nie auf einem Haufen gesehen habe.

    Kaum waren wir durch den Torbogen der Stadt, kam
    Natalie nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ich hörte nur noch „Wooow!“ und „Schau mal hier!“. Wie ein kleines Kind an Weihnachten lief sie mit offenem Mund und riesigen glitzernden Augen umher.
    Wie ich dann lernte, war die Altstadt Drehort von „Game of Thrones“ und „Star Wars“. Kein Wunder also, dass die Masse an Menschen, die diese Stadt besuchen wollen auch im Oktober noch so riesengroß ist.
    Von einem deutschsprachigen Stadtführer schnappte ich auf, dass die Stadt mehrfach angegriffen wurde und niederbrannte, so dass irgendwann nur noch aus Stein gebaut werden durfte.
    Die Altstadt Dubrovnik’s besteht aus wunderschönen alten Steingebäuden und winzigen, steilen Gassen rechts und links des Zentrums. Drum herum verläuft eine hohe Stadtmauer, auf der man in etwa zwei Stunden rundherum spazieren kann.
    Wir schauten uns alle Straßen und Winkel dieser pompösen Altstadt an und landeten am Ende noch in einer kleinen Bar draußen auf den Felsen der Küste und tranken dort das teuerste Bier unseres Lebens. Umgerechnet etwa 7,50€ für eine kleine Flasche. Aber der Ausblick war wunderschön und wir saßen locker eine Stunde da und schauten uns an wie das Meer gegen die Felsen preschte.

    Als wir am Zeltplatz ankamen traute ich meinen Augen kaum. Es schien tatsächlich fast gar nicht geregnet zu haben und unser Zelt war tipptopp trocken. Ein Glück, ich hatte nämlich keine Lust auf eine Nacht im Auto. ;)
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  • Day11

    Beautiful Beach und Ston

    October 4 in Croatia

    Ich, Natalie, wachte ein wenig verkatert auf und musste jedoch feststellen, dass ich Dank der fehlenden Sulfide in Dominiks Wein keine Kopfschmerzen hatte. Wir ließen uns morgens besonders viel Zeit und saugten die pralle Sonne ein. Bei so einem Wetter gab es nur ein Ziel: Beautiful Beach. Und genau den fanden wir mit der Hilfe von Google Maps. Auf dem Weg dorthin fiel uns plötzlich auf, dass die Motorkontrollleuchte nicht mehr leuchtet und auch sonst keine Warnmeldungen auftauchten, also beschlossen wir mutig auf Gas umzuschalten. Und einfach so von heute auf morgen schien sich unser wundervolles Auto von ganz allein repariert zu haben. Verrückt.

    Angekommen am Beautiful Beach begrüßte uns ein leerer Strand mit türkisfarbenem Wasser und saftig grünen Bergen drumherum. Ein prächtiges Farbenspiel für die Augen. Wir sonnten uns, schwammen, staunten über das glasklare Wasser, schnorchelten. Irgendwann kamen ein paar weitere Menschen dazu und wir konnten einem älteren Mann beim Angeln zuschauen.

    Gegen Nachmittag beschlossen wir nach Ston zu fahren, eine mittelalterliche Kleinstadt auf unserer Insel mit der längsten Steinmauer Europas (5,5 km lang). Dort meldeten sich zunächst unsere Mägen. Wir hatten, wie so oft in diesem Urlaub, Hunger. Also wählten wir eines der kleineren Restaurants und bestellten Grüne Nudeln mit Gemüse für Jennie und Muschelrisotto für mich. Als das Essen kam staunten wir über die riesigen Portionen und freuten uns darüber wie lecker und üppig beides war.

    Danach spazierten wir noch durch das Städtchen und bewunderten die alten Häuser und die ewig lange Mauer, auf der man auch wandern durfte - dazu waren wir heute aber nicht mehr in der Lage. Wir fuhren zurück zu unserem Zelt und fielen erschöpft in unsere Schlafsäcke.
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  • Day10

    Heute war wieder einmal Weiterreisen angesagt.
    Innerhalb weniger Minuten sank die Nadel unserer Tankanzeige stark ab, wenig später leuchtete auch schon das Warnlicht. Wir nehmen dieses Mal anscheinend alles an Warnlichtern und kleineren und größeren Autoproblemchen mit.
    Trotz fast leerem Tank kamen wir an der nächsten Tankstelle an und konnten unsere fünfstündige Reise die Serpentinen rauf und runter nun entspannt genießen.
    Unser Ziel war ein kleiner schöner Campingplatz direkt am Meer auf der Halbinsel Pelješac. Der Weg dorthin führt ein Stück durch Bosnien Herzegowina, was uns bis kurz vor der Grenze gar nicht richtig bewusst war. Da ich keinen Reisepass besitze und wir überhaupt kein Geld in der Landeswährung hatten (und nicht wussten, wie genau die Einreisebestimmungen aussehen) wurde es an der Grenze ziemlich spannend. Tatsächlich hat sich aber niemand großartig für uns interessiert. ;)

    Auf der Halbinsel angekommen waren wir erstmal platt aufgrund der schönen Natur. Meer und Weinberge auf der einen Seite und grüne Berge und Felsen auf der anderen. Schlagartig änderte sich allerdings der Anblick. Rechts und links karge Landschaft mit Bäumen ohne Blätter und kurz darauf waren es nur noch verbrannte Bäume, Büsche, selbst die Straßenschilder waren verschmort. Noch nie haben wir so etwas aus nächster Nähe gesehen.

    Nach kurzer Zeit (und einem kleinen Umweg, weil wir uns etwas verfahren hatten) kamen wir schließlich an unserem Zielcampingplatz an. Allerdings wurde uns dort von einem Arbeiter gesagt, dass er zu sei, obwohl auf deren Website stand, sie hätten noch zwei Wochen geöffnet. Drum herum befanden sich noch zwei weitere Campingplätze, die wir abklapperten, aber auch diese waren zu. Aufgrund der großen Waldbrandes vor 10 Tagen mussten alle evakuiert werden und alle Campingplätze in der direkten Umgebung waren deshalb frühzeitig geschlossen.
    Es folgte eine ermüdende Suche nach einem Platz, der noch geöffnet war und keine überteuerten Preise verlangte. Ich suchte, Natalie telefonierte alle ab. Schließlich fanden wir ein. Und zwar den einen, den Natalie von Anfang an von unserer Liste strich, da er für sie nicht in Frage kam. Er lag nämlich direkt an bzw. um einen FRIEDHOF herum!

    Nach weiteren 45 Minuten wieder in die Richtung, aus der wir kamen, waren wir endlich da. Am Campingplatz am Friedhof.
    Der Betreiber, Domenik, begrüßte uns sofort sehr freundlich und lud uns zu einem Glas Wein auf seiner Terrasse ein. Wie wir im Gespräch mit ihm erfuhren, gehörte ihm nicht nur der kleine Campingplatz, der zB Warmwasser über Solarzellen bereitstellte und überall 100 Jahre alte Olivenbäume stehe hatte (aus den Oliven macht er natürlich Olivenöl), sondern auch ein Weinberg.
    Als wir bei ihm auf der Terrasse saßen durften wir zuerst seinen neustes Wein probieren und bekamen anschließend noch mal ein Glas Wein. Mittlerweile hatten sich weitere Gäste zu uns an den Tisch gesetzt. Lustiger Weise war darunter ein schwäbisches Pärchen bzw. kam die Frau ursprünglich sogar aus Polen, so dass nicht nur ich Schwäbisch schwätzen, sondern Natalie auch Polnisch sprechen konnte. Wie klein die Welt doch sein kann.
    Der Abend endete nach einer großen leeren, ehemals randvoll gefüllten, Flasche Wein und einer Probe des selbstgemachten Likörs.
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  • Day9

    Geburtstagszelt

    October 2 in Croatia

    Das Gewitter hatte sich mittlerweile verzogen, der stürmische Wind blieb uns jedoch erhalten und schüttelte unser Zelt weiterhin ziemlich stark hin und her.

    Ursprünglich wollte Natalie draußen vor unserem Zelt dekorieren, um meinen Geburtstag dort zu feiern. Bei diesem Sturm musste sie allerdings auf Plan B ausweichen und hat unser kleines Zelt wunderwunderschön und mit ganz vielen Details geschmückt. Als ich hinein durfte, schossen mir direkt die Tränen in die Augen SO schön und liebevoll sah alles aus. Goldglitzer-Wimpelketten, ein goldenes „J“, Kuchen, Kerzen, Geschenke, Popcorn, klebe Tattoos und als Geburtstagsdrink ein Getränk aus unserer Jugend: Smirnoff Ice. Mega!

    Nach diesem wundervollen Geburtstagsmorgen machten wir uns auf in die kleine Stadt Zadar.
    Auch Zadar ist eine sehr schöne Altstadt direkt am glasklaren Meer, mit hellen Steingebäuden und kleinen verwinkelten Gassen. Wir holten uns beim Bäcker kleine (sehr, sehr leckere) Snacks auf die Hand und erkundeten die Stadt.

    Am Abend saßen wir lange an der berühmten Meeresorgel und hörten dem Meer zu. Das war ziemlich beeindruckend. Je höher die Wellen, umso lauter, fast schon ohrenbetäubend, die Töne.
    Danach gingen wir noch gemütlich Essen und fielen anschließend müde und sehr, sehr glücklich in unser Zelt.
    (Der Sturm war mittlerweile vorbei und wir sollten eine ruhige Nacht haben.)
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  • Day8

    Stadt, Land, Wasserfall

    October 1 in Croatia

    Nach einem entspannten Frühstück in der Sonne vor unserem Zelt, machten wir uns auf zum Nationalpark Krka, der etwa 20 Minuten von uns entfernt lag.
    Um in den Nationalpark zu gelangen mussten wir in Skradin, einem kleinen wirklich hübschen Örtchen, auf ein Boot steigen, das uns in einer viertel Stunde zum Park brachte.
    Bereits als wir auf das Boot stiegen machten wir uns kurz Sorgen, dass das gleich ein mega Touri-Ding wird, waren uns dann aber schnell sicher, dass sich die Gruppe an Menschen sowieso vor Ort verlaufen würde. So wie immer.

    Am Steg im Nationalpark angekommen fiel uns die Kinnlade auf den Holzboden. Alles - ALLES voller Menschenmassen! Schlangen hier, Schlangen da, Souvenirstand hier, Souvenirstand da. Vor der Hauptattraktion, dem Wasserfall, mussten wir uns einen Weg durch Selfiestangen und Gruppenfotos erkämpfen, um überhaupt nah ran zu kommen.
    Ein Holzsteg führte uns in einem ca. zweistündigen Spaziergang um den Großen und um kleinere Wasserfälle herum. Aus Naturschutzgründen war es nicht erlaubt den Steg zu verlassen und die nähere Umgebung der Wasserfälle zu erkunden. Dafür aber konnte man durch eine uralte steinerne Wassermühle hindurch laufen und ein bisschen was darüber lernen, wie sowas genau funktioniert. Auch schön.
    Über uns braute sich langsam das bereits vorhergesagte Gewitter zusammen, weshalb wir uns auch zügig auf den Rückweg begaben.
    Währenddessen machte sich ausgewachsene Angst vor dieser Gewitternacht in unserem Zelt breit und wir ergoogelten schon mal, wie man sich am besten vor Blitzeinschlägen im Zelt schützen kann. Wie sich recht schnell herausstellte bietet ein Zelt GAR keinen Schutz. Deshalb wollten wir später unser Autolein nah am Zelteingang parken, um im Falle des Falles aus dem Zelt ins Auto springen zu können.

    Da sich das Wetter dann aber doch noch hielt, fuhren wir in die nahegelegenen Küstenstadt Šibenik und erkundeten diese schöne Altstadt voller kleiner Gassen und rutschig, glattem Steinboden. Gegessen haben wir in einem ganz kleinen Lokal, das von außen sehr schäbig aussah, in dem aber ausschließlich Einheimische saßen und aßen oder auch nur zum Weintrinken vorbei kamen. Das Essen war tatsächlich auch richtig, richtig gut und Natalie freute sich ungemein über ihren gegrillten Oktopus.

    Zurück am Zeltplatz angekommen, machten wir unser Zelt noch ein bisschen wetterfester und räumten Unnötiges raus. Währenddessen begann es auch schon zu regnen. Wir machten es uns erstmal im Zelt gemütlich und lasen (unsere unglaublich guten Urlaubsbücher „Unorthodox“ und „Ein wenig Leben“!). Jedoch ließen die ersten sehr nahen Blitze nicht lange auf sich warten und wir retteten uns schnell ins Auto. Nach etwa einer Stunde krochen wir zurück ins Zelt, das mittlerweile ziemlich stark hin- und hergepustet wurde vom Sturm. Nachts wachten wir mehrfach auf. Manchmal, weil wir dachten, wir würden gleich davon fliegen, manchmal, weil wir zwischen Blitz und Donner zählen mussten, um herauszufinden, ob wir wieder zurück ins Auto springen sollten. Mussten wir dann aber nicht. So eine stürmische Nacht im Zelt war auf jeden Fall ein ganz schön abenteuerliches neues Erlebnis für uns.
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  • Day7

    Warnmeldungen

    September 30 in Croatia

    Morgens frühstückten wir in aller Ruhe an unserem wunderschönen Zeltplatz. Natürlich nicht ohne den Besuch der kleinen Katze, die immer angerannt kommt, sobald irgendeine Essensverpackung raschelt und sich auch schon mehrfach ins Auto geschlichen hatte. Natalie war natürlich davon überzeugt, dass es echte Zuneigung sei und hoffte bei der Abreise, dass sie sich irgendwo im Auto verstecken und wir sie mit nach Hause nehmen könnten.

    Als wir auschecken wollten, war Marta trotz der gestrigen Absprache nicht in der Rezeption. Kein Problem, wir hatten ja ihre Handynummer bekommen. Natalie telefoniert mit ihr während ich neben dran den Abwasch erledigte. Ich wunderte mich schon sehr, dass Marta total vergessen zu haben schien, dass wir abfahren wollten und auch, dass sie noch einen Ausweis von uns hatte. Es folgten weitere sehr verwirrende Telefonate und plötzlich stand Marta da. Aber nicht, weil Natalie mit ihr telefoniert hatte, sondern weil sie uns aus dem Fenster ihres Hauses gesehen hatte.
    Wie sich herausstellte, drückte meine liebe Natalie einfach blindlings auf Wahlwiederholung und landet nicht bei Marta, sondern bei der Tochter des Besitzers unseres nächsten Campingplatzes, welche mindestens genauso verwirrt war wie wir.

    Wir setzten dann jedenfalls unsere Reise fort, um nach wenigen Metern bereits maximal von unserer Gasanlage genervt zu sein, da sie ohne Pause piepte, obwohl wir eben den Gastank komplett vollgetankt haben. Nach gefühlten 12.000 Versuchen schalteten wir sie endgültig aus.
    Aber Obacht! Den anderen Teilen unseres Autos schien diese Entscheidung absolut nicht zu passen. Mitten auf den engen Serpentinen, links und rechts der Straße nichts anderes als Felsen, Geröll oder tiefer Abgrund, blinkte die Motorkontrollleuchte auf und eine Sekunde später erhielten wir eine lange Warnmeldung. Kurzfassung: Ein Totalausfall sei eher unwahrscheinlich, besser wäre es jedoch höhere Geschwindigkeiten zu vermeiden und die nächste Werkstatt aufzusuchen. Mega Nachricht.

    Es folgte eine für mich sehr angespannte Autofahrt, weil ich mir sicher war, dass wir in jeder nächsten Kurve liegen bleiben würden. Natalie versicherte mir jedoch alle 10 Minuten, dass alles in Ordnung sei und gut gehen würde.
    Tatsächlich kamen wir nach etwa vier Stunden ohne weitere Zwischenfälle an unserem Ziel an - leider ohne Katze im Kofferraum.

    Vor Ort trafen wir erstmal nur einen Bauarbeiter, der kein Deutsch oder Englisch sprach. Er war aber sehr hilfsbereit und rief den Besitzer an, der dann auch in fünf Minuten da war.
    Ein super netter und hilfsbereiter Mann, mit dem wir uns durch ein paar Brocken Deutsch, die er kannte, unterhalten konnten. Als wir ihn nach Werkzeug für unser Auto fragten, kam er direkt mit, um sich den Motor mal anzuschauen. Leider hat das Abtrennen der Autobatterie nichts am Problem geändert.

    Anschließend haben wir unser Zelt auf dem Grundstück, auf dem wir übrigens die einzigen Gäste waren, aufgebaut und den restlichen Abend über in der Sonne gelesen.

    Nachts, als wir zum Zähneputzen noch mal aus dem Zelt krochen, haben wir ungelogen den allerschönsten Sternenhimmel jemals gesehen! Und nicht nur das: Ganz deutlich war die Milchstraße direkt über uns zu sehen. Vollkommene Stille und Nacht um uns herum. Nur die Grillen zirpten und der Wind wehte durch die Bäume. Der Himmel übersät mit abertausend funkelnden Sternen und durchzogen von der Milchstraße. Unfassbar! Und das Ganze wurde sogar noch mal um einen kleinen Moment getoppt. Natalie entdeckte eine Sternschnuppe. Wie schön kann das Leben bitte sein.
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  • Day6

    Heute wollten wir eigentlich ausschlafen, waren dann aber doch bereits zur üblichen Zeit wach:
    7:30 Uhr.
    Dadurch konnten wir jedoch ausgiebig unter unseren Olivenbäumen frühstücken und den Morgen mit türkischem Kaffee in unseren neuen kroatischen Kitschtassen genießen.

    Anschließend machten wir uns langsam fertig und fuhren mit dem Auto in die Stadt Krk.
    Die Stadt ist umgeben von einer Mauer, mehrere Tore führen hinein. Vor der Mauer liegt ein großer Hafen. Die Altstadt war letztlich doch so klein, dass wir nach 1,5 Stunden bereits alles erkundet hatten. Wir fuhren daher mit dem Auto weiter Richtung Baška, einer weiteren Stadt auf der Insel Krk. Dort waren wir besonders von den stürmischen Wellen begeistert.

    Und dann folgte endlich der Tagespunkt, auf den wir uns am meisten freuten:
    Auf, auf zu einer der geheimen Buchten, die Marta uns empfohlen hatte.

    Wir mussten von der Hauptstraße auf einen kaum sichtbaren engen Kiesweg einbiegen, diesem bis zu einem alten rostigen Tor folgen, welches Jennie öffnen und direkt wieder schließen musste damit keine Schafe aus dem Gebiet abhauen konnten.
    Wir parkten unser Auto halb im Gebüsch und legten einen 25 minütigen Fußmarsch auf unebenem Weg hin. Unterwegs begegneten wir lediglich wilden Schafen, die sich ein wenig über unsere Anwesenheit zu wundern schienen.
    Am Ende gelangten wir auf einem noch schmaleren Weg zu einer völlig abgelegenen einsamen Bucht mit wunderschönem klaren türkisfarbenem Wasser.
    Weit und breit kein Mensch. Nur das Meer, die Natur und wir.
    Ich wagte mich erneut ins Wasser und ging Schnorcheln, Jennie sonnte sich.
    Wir lasen danach noch unsere Urlaubslektüren und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses schönen Fleck Erdes. Noch einmal die Insel einsaugen bevor es uns morgen wieder weiter zieht.
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