Tag 14 – Babyboom am Strand
February 28 in Sri Lanka
Also wirklich. Wer braucht schon einen Wecker, wenn man Tarkan hat?
Um 0:14 Uhr – und ich meine wirklich NULL UHR VIERZEHN – klopfte es plötzlich an unserer Haustür. Wir saßen senkrecht im Bett. Puls bei 180. Gedanken zwischen „Feuer?“ und „Zombie-Apokalypse?“.
Aber nein. Es war Tarkan. Mit den wohl schönsten Worten, die man mitten in der Nacht hören kann:
„Riesenschildkröte am Strand. Sie legt Eier.“
Und da wir ja inzwischen absolute Schildkröteneltern im Geiste sind – dank unserer kleinen Babys – war natürlich klar: Wir. Müssen. Da. Hin.
Also raus aus dem Bett, rein in irgendwas halbwegs Anziehbares und ab an den Strand. Und da saß sie. Eine riesige Meeresschildkröte – vermutlich eine Grüne Meeresschildkröte – und machte einfach ihr Ding. Ganz ruhig. Ganz majestätisch. Und wir mittendrin.
Wir haben alles mitbekommen:
vom Eierlegen
übers sorgfältige Verbuddelen
bis hin zum Tarnen des Nests.
Und Spoiler für später: Wir sollten sogar noch beim großen „Ab ins Meer“-Moment dabei sein. Aber dazu gleich mehr.
Müdigkeit? Kennen wir nicht. (Doch. Sehr sogar.)
Der Tag startete also… sagen wir… überschaubar ausgeschlafen.
Für mich hieß es nämlich um 8 Uhr: Tauchschule.
Zwei Tauchgänge standen an. Wracktauchen. Wieder. Und ich liebe es.
Der erste Tauchgang ging runter auf knapp 30 Meter – und holy moly, das war der Wahnsinn. Fischschwärme ohne Ende. Überall. Um mich herum. Neben mir. Über mir. Unter mir. Ich kam mir vor wie in einer Unterwasserdoku. Nur in echt. Und mit Pressluftflasche.
Der zweite Tauchgang war auch schön – so bei 25 Metern – aber der erste? Nicht zu toppen. Ganz klarer Sieger des Tages.
Danach war ich allerdings durch. Komplett. Also erstmal ein Eis 🍦 in die Figur geschoben. Man muss ja Prioritäten setzen.
Währenddessen am Turtle-Hauptquartier…😂
Janine schrieb mir während meiner Tauchgänge im Minutentakt Nachrichten.
Und sie war… emotional investiert.
Aus fünf kleinen Schildkröten wurden plötzlich 27.
SIEBENUNDZWANZIG.
Alle paar Minuten schob sich ein weiteres Mini-Schildi aus dem Sand. Diese winzigen, tapsigen Dinger mit ihren viel zu großen Flossen. Es war einfach zuckersüß. Und ja, Janine entwickelte definitiv Muttergefühle. Ich sag’s nur.
Am Ende durften wir die ersten vier kleinen Kämpfer feierlich ins Meer entlassen.
Dieser Moment, wenn sie loswatscheln Richtung Wasser…
Ach. Mein Herz. Wirklich.
Was Tarkan da macht, ist einfach großartig. Er sammelt die frisch gelegten Eier ein, schützt sie vor Ratten, Hunden und allem, was da sonst so rumkreucht, und vergräbt sie sicher wieder. Und wir durften die nachts gelegten Eier sogar selbst feierlich verbuddeln.
In zwei Monaten bekommen wir Bilder von „unseren“ Babys.
Ich sag’s euch: Wir haben jetzt offiziell Patenschildkröten.
Abschied & Neuanfang in Unawatuna
Und dann hieß es leider: Auszug bei Tarkan.
Ein bisschen Wehmut war dabei. Aber wir haben uns ja entschieden, noch zwei Tage in Unawatuna zu bleiben – einfach weil der Vibe hier so unfassbar cool ist.
Unser neues Zuhause: The Wave.
Und was sollen wir sagen?
Richtig schön!
Es gab sogar eine kleine Beachtasche mit Hüten und Handtüchern. Ich meine – wie cute ist das bitte? Schönes Zimmer, bequemes Bett, alles richtig gemütlich.
Abends noch schnell ins Restaurant, eine Kleinigkeit essen – eine richtig gute Super Bowl (also die Essens-Variante, nicht Football 😉). Mega lecker.
Und dann kam noch mein Dive Buddy Laura aus Kanada vorbei – ihr letzter Abend. Also haben wir noch einen Drink zusammen genommen, ein bisschen Revue passieren lassen, wie cool die Tauchgänge waren… und dann war auch bei uns langsam der Akku leer.
Fazit des Tages:
• Mitten in der Nacht von einer Riesenschildkröte geweckt worden.
• Zwei richtig starke Wracktauchgänge.
• 27 Turtlebabys live schlüpfen sehen.
• Vier davon persönlich ins Meer verabschiedet.
• Neue Unterkunft mit Beachtasche bezogen.
• Mit Laura angestoßen.
• Geschlafen wie Steine.
Manche Tage sind einfach… besonders.
Und dieser hier hatte eindeutig Panzer. 🐢💛Read more
























