Heute war ein ruhiger Seetag, einer von denen, die mehr zwischen den Zeilen passieren als auf dem Plan.
Am Vormittag stand für uns alle die Seenotrettungsübung an. Pflichtprogramm und trotzdem dieses stille Gefühl von Sicherheit, weil man weiß: Falls es nötig wäre, wüssten wir, was zu tun ist. Danach wirkte das Schiff fast ein wenig gelöster, als hätte es einmal tief durchgeatmet.
Dazwischen lief der Tag in seinem eigenen, sanften Rhythmus weiter. Wir waren viel draußen, ließen den Blick über das Meer wandern. Nicht laut, eher leise.
Am Abend dann ein kleiner, aber besonderer Moment: Wir liefen in Honolulu ein. Kein langer Aufenthalt, eher ein Zwischenstopp mit praktischer Mission – der Müll durfte von Bord. Klingt unspektakulär, fühlt sich aber irgendwie nach Ankommen an, auch wenn wir gleich weiterfahren. Ein Hauch von Lichtern, ein bisschen Landgeruch, und schon heißt es wieder: Leinen los Richtung Kauai.
So endet dieser Tag – ruhig, ein wenig wehmütig, aber getragen von dem Wissen, dass wir unterwegs sind, zusammen, und dass genau das im Moment zählt.Read more