• Halong Bay/Cái Lân, Vietnam

    January 29 in Vietnam ⋅ ☁️ 20 °C

    Hanoi – Zwischen Geschichte und Gegenwart

    Früh am Morgen geht’s los nach Hanoi. Zwei Stunden Busfahrt, David unser Reiseleiter, und draußen rauscht alles vorbei: Reisfelder, Häuser, Straßenszenen – wie ein Film, bei dem ständig etwas Neues ins Bild springt.
    Erster Halt: das Hoa-Lo-

    Gefängnismuseum. Schwer auszuhalten, eindrucksvoll, nachdenklich machend – aber ein wichtiger Blick in Vietnams Geschichte. Wir schieben uns durch die Räume, lesen, schauen, schlucken.

    Danach der Literaturtempel, über tausend Jahre alt und heute voller Schulklassen, Reisegruppen und Kameras. Zwischen kunstvollen Toren und Innenhöfen versuchen wir uns vorzustellen, wie hier einst Vietnams klügste Köpfe lernten – gar nicht so einfach, wenn man mitten im Besucherstrom mitschwimmt.

    Am Ba-Dinh-Platz wirkt plötzlich alles weit und offen. Vor dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum erleben wir den letzten Teil der Wachablösung – feierlich in dieser ungewohnten Weite.

    Das Mittagessen ist fest im Plan: ein paar Minuten Sitzen, neue Aromen probieren, bevor es weitergeht ins alte Viertel.

    Enge Gassen, unzählige Läden, Motorroller von allen Seiten – eigentlich unmöglich, dass das funktioniert, und doch tut es. Wir schlängeln uns durch, stoppen kurz, springen aus der Lücke, weiter geht’s.

    Zum krönenden Abschluss: der Hoàn-Kiếm-See. Spaziergänger, Fotografen, Straßenverkäufer – und wir mittendrin. Über die rote Brücke zum Ngoc-Son-Tempel, Schritt für Schritt im dichten Besucherstrom. Viel Bewegung, viele Menschen, wenig Platz – aber genau das macht den Reiz aus.

    Und dann noch ein winziges Café, weil wir nicht anders können. Der Kaffee sieht aus wie ein Gemälde in der Tasse und landet sofort auf Platz eins unserer bisherigen Reise-Kaffee-Rangliste.

    Um 15:30 Uhr fahren wir zurück zum Schiff. Müde, voller Eindrücke, ordentlich durchgerüttelt – aber auf die beste Art. Hanoi hat seine ruhigen, geschichtsträchtigen Seiten ebenso gezeigt wie das pulsierende Leben. Wir waren mittendrin – und haben jeden Moment mitgenommen.
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