• Male, Malediven

    February 15 on the Maldives ⋅ ☁️ 27 °C

    Malé – ein zweiter Blick

    Heute liegen wir wieder vor Malé vor Anker. Einen Inselausflug wollten wir nie, also machen wir uns nach dem Tendern erneut zu Fuß auf den Weg. Wir wissen inzwischen, was uns erwartet – und vielleicht schauen wir diesmal etwas genauer hin.

    Am Fisch- und Obstmarkt herrscht dichtes Gedränge. Frischer Fisch, reifes Obst, geschäftige Händler – alles läuft routiniert, schnell, ohne viel Schnickschnack. Wir schieben uns Schritt für Schritt durch die Reihen. Es ist laut, es riecht intensiv, und man merkt sofort: Hier wird gearbeitet, nicht flaniert.

    Auch in den Straßen rund ums Zentrum bleibt es eng. Roller, Autos, hupende Motoren – dazu die Hitze, die zwischen den Häusern steht. Viele Ecken wirken wenig gepflegt, hier und da liegt Müll, und das Stadtbild erscheint uns rauer, als wir es mögen. Auffällig ist auch, dass fast ausschließlich Männer unterwegs sind – in Gruppen, auf Rollern, vor Geschäften.

    Wir versuchen, offen zu bleiben, schauen uns Moscheen und kleine Plätze an und beobachten das Treiben um uns herum. Doch der Funke will einfach nicht überspringen. Malé wirkt auf uns eher hektisch und zweckmäßig als wirklich einladend.

    Am Stadtstrand wird es ruhiger. Mit einem Kaffee im Schatten legen wir eine kleine Pause ein – und alles fühlt sich für einen Moment leichter an.

    Auf dem Rückweg schlendern wir noch ein Stück am Hafen entlang, beobachten die Boote und das geschäftige Treiben, bevor uns das Tenderboot wieder zum Schiff zurück bringt.

    Im Bordrestaurant ist zum Glück noch geöffnet, also stärken wir uns mit einer Kleinigkeit und lassen den ereignisreichen, aber durchaus anstrengenden Landgang in aller Ruhe ausklingen.

    Danach heißt es: Füße hoch und durchatmen. Später zieht es uns noch zum Konzert von Chrsto – ein stimmungsvoller Abschluss für diesen langen Tag.

    Nächste Etappe 1.266 Seemeilen (2.345 km) bis Mahé, Seychellen 🇸🇨.

    Ahoichen 🚢
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