Heute zeigt sich das Meer von seiner gemächlichen Seite. Kaum Wind, doch das Schiff hebt und senkt sich stetig. Ohne große Absprache passen wir unseren Schritt diesem sanften Auf und Ab an – von außen betrachtet vermutlich eine Mischung aus Balanceakt und elegantem Schlingern.
Um 10:30 Uhr steht die Seenotrettungsübung an. Diesmal ohne Rettungsweste, was sich fast ungewohnt anfühlt. Wir lauschen aufmerksam den Erklärungen und sind uns still einig, dass wir dieses Wissen lieber nie praktisch anwenden müssen.
Später sorgen die Gästefakten für Gesprächsstoff: Durchschnittsalter 61 – wir liegen gut im Mittelfeld. Maria, Elisabeth und Ursula führen bei den Damen, Peter, Hans und Michael bei den Herren. Ein lautes „Hans!“ dürfte also halbe Deckreihen in Bewegung setzen. Die meisten kommen aus Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz.
Zwischendurch schießen fliegende Fische wie silbrige Pfeile über das Wasser. Natürlich zücken wir die Kamera – in der Hoffnung, wenigstens einen davon zu erwischen.
In der Hafenlounge geht der Blick schon voraus nach Durban. AIDA Scout Sandra und Lektor Michael Cornély stimmen uns auf das Ziel ein. Noch 1.432 Seemeilen liegen vor uns – eine ordentliche Strecke.