• Seetag 64

    March 21 in France ⋅ 🌬 11 °C

    Zum Frühstück erwartet uns eine ganz besondere Überraschung: Unsere lieb gewonnenen Kellner haben uns eine Abschiedskarte geschrieben. Wir bleiben heute ein wenig länger sitzen, lesen jede Zeile in Ruhe – und spüren, wie viel uns diese kleine Geste bedeutet.

    Um 10:00 Uhr treffen wir den Staff-Kapitän Jörn Harwatta sowie den Security Officer Stefan Deisenroth. Auch das ist noch einmal ein besonderer Moment auf den letzten Etappen dieser Weltreise.

    Ein Blick auf die aktuellen Daten macht es schließlich ganz greifbar: Noch 1.232 Kilometer bis Hamburg. Der Wind kommt aus Nord-Ost mit Stärke 5, die See bleibt ruhig. 11 Grad Luft, 12 Grad Wassertemperatur – kühl, klar und irgendwie passend.

    Später nehmen wir uns ganz bewusst Zeit für diesen Seetag. Nicht nur, um die Koffer zu packen, sondern auch, um die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen. Während wir so zusammensitzen, wird uns nach und nach klar, wie viele Eindrücke sich angesammelt haben.

    Ab 13:00 Uhr läuft im Theater der vierstündige Reisefilm. Hafen für Hafen zieht noch einmal an uns vorbei – und wir sitzen da und staunen, was wir in dieser Zeit alles erlebt haben Wir sind an der Freiheitsstatue vorbeigefahren, haben den Panamakanal durchquert und standen staunend in Cabo San Lucas. Wir haben uns unter der Golden Gate Bridge hindurchdrehen lassen und Silvester auf Hawaii gefeiert – ein Moment, der sich tief eingeprägt hat.

    Wir haben die japanische Kultur kennengelernt, wurden herzlich in Hongkong empfangen und hatten in Singapur das Gefühl, schon ein Stück in die Zukunft zu blicken. Sri Lanka hat uns überrascht, und Namibia hat uns mit seinen weiten Dünen verabschiedet.

    Ganz leise schleichen sich irgendwann die ersten Tränen ein. Europa kommt näher – und mit ihm das Ende dieser Reise, die sich längst wie ein eigenes kleines Leben anfühlt.

    Mit jedem Kilometer rückt nun das Ziel näher, und gleichzeitig möchten wir diese besonderen Tage noch ein wenig festhalten. Das Meer zeigt sich heute ruhig – fast so, als würde es uns den Abschied ein wenig leichter machen.

    Noch einmal läuft die Prime Time, Wayne Morris tritt zum 2. Mal auf und sorgt mit seiner Musik für vertraute Stimmung.

    Ahoichen 🚢
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