• Val d‘ Orcia/Radicofani

    May 9 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Auf der Suche nach dem richtigen Belvedere

    Der Tag begann erst einmal gemütlich, denn draußen hatte der Nebel bis etwa 8:30 Uhr alles fest im Griff. Statt hektisch loszustürmen, saßen wir kurz vor 9 Uhr ganz entspannt beim Frühstück und warteten darauf, dass sich die Landschaft endlich zeigt. Irgendwann hatte der Nebel dann wohl Feierabend und machte Platz für blauen Himmel und die typischen Toskana-Hügel.

    Danach ging es los Richtung Podere Belvedere – zumindest war das der Plan. Dass es in dieser Gegend gefühlt mehr Podere Belvederes als Bäckereien gibt, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Also standen wir erst einmal am falschen Ort und durften eine kleine Zusatzrunde drehen. Nicht dramatisch, man sieht ja immerhin unterwegs auch hübsche Straßen.

    Am Ende fanden wir natürlich doch noch das richtige Podere Belvedere bei San Quirico d’Orcia – inklusive der berühmten Zypressenallee und genau dieser Bilderbuchkulisse, für die hier vermutlich täglich tausend Kameras gezückt werden.

    Nach so viel Landschaft wurde es erst einmal ganz praktisch: einkaufen, Mittagspause und Kaffee. Die wichtigen Dinge des Lebens eben.

    Erst gegen 18:00 Uhr fuhren wir weiter nach Radicofani, der sogenannten „verlassenen Stadt“. Ganz verlassen ist sie natürlich nicht, aber sie wirkt herrlich ruhig und ein bisschen so, als hätte hier jemand die Zeit auf halbe Geschwindigkeit gestellt. Alte Gassen, viel Naturstein und eine besondere Atmosphäre machten den Ort zu einem schönen Abschluss für den Tag.

    Fazit: erst Nebel, dann Verwirrung, später Kaffee und am Ende doch alles genau richtig. So darf Urlaub ruhig aussehen.
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