Tag 9 - der Wind ruft uns zurück
October 9, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C
Logbuch des Käpt’ns – Eintrag vom Tage, an dem Wind, Wellen und Möwen uns prüften
Da die weite Müritz von morgen bis zum Sonnentag gesperrt sein soll, hissten wir schon heut in aller Herrgottsfrühe die Segel und lichteten den Anker. Nach einem kräftigen Mahl mit fröhlicher Mannschaft und vollem Magen stachen wir bei bestem Wetter und aufkommendem Wind in See. 💨
Kaum hatten wir den Hafen verlassen, da heulten Wind und Wellen ihr wildes Lied. Manche Landratten an Bord, noch ungeübt im Schwanken des Schiffs, fragten bang: „Sind wir schon wieder auf Grund gelaufen?“ Arrr, wär’s so, dann hätt’ der Käpt’n’s wohl gemerkt, sag ich euch!
Nach kurzer Fahrt legten wir wieder an bei Kells Scheune, einem alten Handelsposten in Klink – Rum, Proviant, Klimbim und gute Laune gab’s dort zuhauf. Dann ging’s weiter gen Röbel, einer hübschen Stadt am Wasser. Doch die Anlegeplätze dort sind nur was für kleine Nussschalen bis zwölf Meter Länge – unser stolzer Cruiser Liner mit 13,5 Metern musste draußen bleiben. 🤷🏻♂️
Aber wir Piraten lassen uns den Wind nicht aus den Segeln nehmen! Also Kurs geändert, rüber über die ganze Müritz, bis wir wieder in Rechlin festmachen konnten.
Die Zeit, die uns der Wind geschenkt hat, nutzten wir für eine Landexpedition – auf eisernen Pferden (die Eingeborenen nennen sie „Fahrräder“) traten wir in die Pedale und erkundeten Wald, Wiese und Hinterland. 🌲🚴♂️
So kamen wir wieder ans geliebte Hafendorf Rechlin, ein Ort voller Erinnerungen an alte Zeiten. Hier haben wir schon viele Sommer verbracht – mit Familie, Freunden und jeder Menge Sonnenschein im Herzen. 🌞
Viele Nächte wurde hier gefeiert, gelacht und in den Sonnenuntergang geblickt, während Möwen kreisten und der Duft von Grillgut über dem Wasser lag. Es war, als rufe der alte Hafen: „Willkommen zurück, ihr wettergegerbten Seebären!“
Doch während der Tour ereilte uns ein finstrer Schlag des Schicksals:
Walburga, treue Gefährtin und tapfere Seele, wurde Opfer einer feindlichen Attacke wilder Himmelsungeheuer – kackender Möwen! 🕊️💩
Ein gezielter Sturzflug, zwei Ladungen aus den Wolken – und das Schicksal nahm seinen Lauf.
Sie nahm es mit Fassung, die tapfere Walburga, wischte sich den „Segen des Himmels“ von der Schulter und sprach nur: „Das war wohl kein Glücksbringer, arrr!“
Die Mannschaft schwieg ehrfürchtig… und hob den Rumbecher auf ihre unbeugsame Tapferkeit. 🥃
Doch siehe da – ein zorniger Wettergott warf uns einen mächtigen Baum in den Weg, groß genug, um vier stolze Masten daraus zu bauen! Aber kein echter Seemann kehrt um – wir hielten uns an die alte Weisheit unserer motorisierten Zweirad Kameraden: „Füße auf die Rasten, raus aus der Komfortzone und durch!“ 😇
So erreichten wir, leicht verschwitzt und mit müden Knochen, doch frohen Mutes wieder unser Schiff. Zur Belohnung gab’s einen steifen Grog auf dem Oberdeck – die Drinks gingen aufs Haus, und das Seemannsgarn gab es als Zugabe.
In der örtlichen italienischen Hafenspelunke wurde dann gespeist wie Könige – feinste Kost und ein Absacker für die Ladies inklusive. Nun sitzen wir beisammen, schauen auf die Wellen 🌊 und lassen die vergangenen Tage an uns vorüberziehen. Der Wind heult, die See tost, und die Nacht wird wohl unruhig – doch was soll’s, morgen ist ein neuer Tag, und Fortuna lacht dem, der sich traut! 🍀
So schließt das Logbuch für heute – Wind aus West, Rum im Blut und Hoffnung im Herzen. Over and out. 🏴☠️⚓️Read more































Traveler👍👍👍
TravelerIch bin begeistert, vorallem von der tapferen Walburga, was wärt ihr ohne sie.