• Abidjan

    29 dic–2 gen 2026, Costa d’Avorio ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir verlassen die Industrie Lagerhalle mit einem schön trocken zusammengepackten Dachzelt. Wir sind sehr früh dran und kommen super durch den Verkehr von Abidjan. Die Stadt ist die modernste bis jetzt das macht sich auch auf den Straßen und im Verkehr extrem bemerkbar. Vielleicht sind wir mittlerweile auch einfach etwas abgehärtet, das wir diese Stadt gut und Ordentlich finden. Zu vergleichen mit einer Europäischen Großstadt ist es trotzdem nicht. Wir frühstücken in einer Bäckerei und sind glücklich über richtigen Kaffe und Gebäck welches gut schmeckt.
    Danach geht es für uns in die Ghana Botschaft welche sich schnell als die schlimmste bisher herausstellt. Pro Person mussten zuvor 15 Dokumente online hochgeladen werden. Diese Dokumente haben wir alle nochmal ausdrucken und mitgebracht, auch wenn es nirgendwo genau so stand halten die Botschafter es für selbstverständlich.
    Zusammen mit sämtlichen anderen Reisenden kämpfen wir uns durch die Anforderungen durch, gehen immer wieder aus der Botschaft raus um weitere Dokumente auszudrucken. Gut das wir einen Drucker dabei haben. Aber auch unser Mobiles Büro auf der Motorhaube ist keine perfekte Lösung. Heute ist es so warm das der Laptop und der Drucker überhitzen. Also setzt sich Malte mit beidem ins Auto mit Klimaanlage und so funktioniert es dann auch. Während wir immer wieder im Wartebereich Platz nehmen wird uns beim letzten Mal schon gesagt das sie in 15 Minuten schließen. Das ganze obwohl wir einen Termin haben und die Öffnungszeiten eigentlich deutlich länger sind.
    Wir schaffen es trotzdem noch dran zu kommen und zahlen extra 120€ pro Person für den Fast way. Schon jetzt wird uns aber gesagt das sie die 24h Bearbeitung nicht einhalten können und wir bis zum 31ten (48Stunden) warten müssen.
    Naja eine gute Sache hat der Termin bei der Botschaft wir lernen viele neue Reisende kennen unter anderem eine ganze Familie. Dani und Christian mit ihren drei Jungs Collin(9), Basti(13), Cedric(15) und Hund im großen Mercedes LKW.
    Wir verstehen uns sehr gut und so verabreden wir uns noch für den selben Abend in einem Restaurant.
    Wir lassen den Abend zusammen ausklingen und führen nette Gespräche, denn es ist sehr interessant wie so eine Reise mit Kindern und der Schule möglich ist. Anschließende gehen wir zusammen zu unserem Airbnb zurück. Denn wir haben es geschafft mit den Parkwächtern auszuhandeln das die Familie im LKW so wie ein weiteres Deutsch französisch Pärchen auf dem Parkplatz übernachten können.

    Da wir in unserem Airbnb Kakerlaken und Mäuseschiss haben beschweren wir uns nach der ersten Nacht und bekommen diese umsonst. Zudem werden wir ohne Aufpreis in eine bessere Unterkunft umgebucht. Für uns ein paar Stunden Aufwand für den Umzug aber das ist es wert. Mit so einem Service haben wir hier nicht gerechnet, so sind wir positiv überrascht.
    Wir gönnen uns hier in der Stadt jeden Tag essen aus einem Restaurant da wir im Airbnb keine richtige Kochmöglichkeit haben.
    Am 31ten sind wir dann zur ausgemachten Uhrzeit an der Botschaft um unser Visum abzuholen. Wir werden aber vor bereits geschlossenen Türen von der Security angeschrien das alle schon längst weg sind. Telefonische ist auch keiner mehr zu erreichen. Für uns eine Katastrophe, wir wollten eigentlich morgen am ersten Januar weiter. Also heißt es für uns aufgrund des feiertags Airbnb verlängern und bis zum zweiten Januar bleiben… Nervig.
    Am Abend wollen wir etwas Silvester feiern und fahren mit einem Taxi zu einer Art Restaurant/Bar. Hier schauen wir mit den Einheimischen ein Fußballspiel des gerade stattfindenden Afrika Cup, essen etwas und trinken ein paar Bier.
    Danach geht es weiter wir wollen ans Wasser in eine Bar von der wir Feuerwerk beobachten können. 20minuten Taxifahrt dauern aufgrund von sämtlichen gesperrten Straßen 50 min. Und dann das noch die Bar ist voll und uns will keiner rein lassen.
    15 Minuten vor null sitzen wir wieder im Taxi auf dem Weg zu einem Platz wo wir das Feuerwerk sehen können. Der Verkehr ist so dicht das wir uns entschieden auszusteigen und zu fuß auf die nächste Brücke zu laufen. Das obwohl uns der Taxifahrer aufgrund der unsicheren Gegend davon abrät. Aber auf Silvester im Taxi hatte keiner von uns Lust. Wir kaufen noch schnell 4 Bier und gehen Richtung Brücke. Die Polizei lässt uns nicht drauf, ich hab es schon kommen sehen das schlimmste Silvester was ich je hatte und dann nicht mal ein Feuerwerk.
    Es kommen immer mehr einheimische Leute die auch drauf wollen und irgendwann gehen einfach alle los und wir schließen uns an.
    Auf der Brücke befinden sich mehr Polizisten als normal Zivilisten es hat den Eindruck als wären wir nicht ganz legal hier gelandet. Da aber hier keiner so wirklich weiß was er macht besonders auch die Polizei, ist das denke ich ok.
    Jetzt muss das Feuerwerk nur noch stattfinden denn nachdem wir um null anstoßen passiert erstmal nichts bis auf kleinerer private Feuerwerke in der Ferne.
    Ich hab es schon als das schlechteste Silvester abgeschrieben als um 00:25 immer noch nichts passiert ist. Wir wollen schon gehen aber ein Einheimischer hält uns auf, wir sollen bis 00:30 warten. Wieso auch immer ein Feuerwerk um diese Uhrzeit starten sollte aber wir hören auf ihn und warten, denn es würde ja schließlich zu Afrika passen denn nicht alles muss hier einen Sinn haben.
    Natürlich passiert aber auch um 00:30 nichts und wir fangen schon an uns lustig zu machen und plötzlich werden wir um 00:38 mit einer halben Stunde Feuerwerk inklusive Drohnen Show überrascht. Das krasseste Feuerwerk was ich je erlebt habe. So ist aus dem „schlimmsten“ Silvester dann doch noch was echt cooles geworden.

    Am zweiten Januar wollen wir dann endlich unser Visum für Ghana abholen. Um 9 Uhr stehen wir morgens vor der Botschaft… keiner da. 🤬
    Security teilt uns mit das die Botschaft erst am Montag den fünften aufmacht 🫠. Wir sind sauer aber so richtig, weil Montag hätten wir das Visum ja auch auf normalem Wege ohne Fast way für 60€ bekommen können und wir wollen nicht noch mehr Zeit in der Stadt verbringen. Wir klopfen also immer wieder an der Tür und fordern den Security Mann auf jemanden anzurufen. Etwa eine Stunde stehen wir vor verschlossener Tür bis plötzlich eine Botschafterin mit dem Auto vorbeikommt, scheinbar durch Zufall. So bekommen wir unsere Pässe dann doch endlich wieder mit Visum zurück.
    Was eine Scheiße…
    Leggi altro