• Cabinda—>Soyo ⛴️

    Feb 16–17 in Angola ⋅ ☁️ 28 °C

    Jakob und Malte setzen uns morgens um 7.30Uhr am Terminal des Fährhafens ab. Wieso trennen wir uns überhaupt?
    Wir wollen Visa Kosten sparen. So haben nur Malte und Jakob das Demokratische Republik Kongo 🇨🇩 Visum (200€ p.P.)
    Das ganze für ein Land welches auf Platz vier der gefährlichsten Länder der Welt liegt. Ein Land welches man nach 24 Stunden wieder verlässt. Die 400€ nehmen wir mit, denn es fährt auch eine Personenfähre von der Exklave ins main Land. Diese kostet 20€ p.P.

    Malte, Jakob und Henning machen sich also auf Richtung Grenze zur DRC 🇨🇩. Der Plan: wir treffen uns Morgen in Angola 🇦🇴.

    Manuel und ich kümmern uns um Tickets. Zuvor haben wir schon häufig gelesen das es sehr schwer sei Tickets für den selben Tag zu bekommen. Wir probieren es natürlich trotzdem. Schnell wird uns klar einfach wird es nicht. Wir kämpfen mit einer großen Menschenmenge dafür heute noch Tickets zu bekommen. Zufällig geraten wir an eine Reihenfolge von Leuten die wissen wo und wie wir wir noch an Tickets kommen. Sie wissen einfach nach welchen Namen wir fragen müssen.
    Zu gute kommt uns bei den ganzen Diskussionen und Konversationen mit den Menschen hier auf jeden Fall das viele englische sprechen. Obwohl die Amtssprache Angolas Portugiesisch ist. Was auch immer wieder hilft ist das Manuel einige Wörter und Sätze Spanisch spricht, das ähnelt sich auch immer wieder.
    Wir sitzen also plötzlich im Arschkalt klimatisierten Büro vom Chef des ganzen Fähranlegers. Wer denkt das, das der Jackpot ist und es von hier an schnell geht, liegt nicht ganz richtig.
    Erstmal sitzen wir hier 90 Minuten ohne jegliche Information. Danach werden wir vom Chef der ein bisschen wie ein mexikanischer Cartell Chef mit Goldkette aussieht zur Ticket Chefin gebracht.
    Dann geht es auf einmal ganz schnell und um 11 Uhr haben wir unseren Tickets in der Hand und das ohne etwas für die extra Behandlung zu zahlen.

    Nach Plan soll das Boarding um 13 Uhr los gehen und die Fähre um 14 Uhr los fahren. Natürlich klappt das Afrika typisch nicht so ganz. Nach viel warten und noch mehr Gedrängel in dem sich die Leute einfach immer wieder anschreien und sich zu Tode diskutieren geht es irgendwann auf die Fähre. Mit nur 3h 30min Verspätung legen wir um 17.30 Uhr ab. Von den Einheimischen erfahren wir das die Fähre täglich so spät erst fährt.😂

    Wir haben während der Wartezeit und auch auf der Fähre immer mehr oder wenig englisch sprachige Gesellschaft. Irgendwie spricht sich schnell rum das wir deutsch sind und englisch sprechen und so versucht das halbe Boot mit uns zu sprechen. Viele können nur ein paar Worte oder Sätze und mit anderen spreche ich länger. Viele Leute hier arbeiten auf den Offshore Bohrinseln. Ich habe mein Spaß und spreche mit ein paar Leuten. Währenddessen ist Manuel im Konzentrationsmodus, denn er wird schnell seekrank. Ganz schön schwierig für Manuel nicht zu kotzen wenn um einen rum alle kotzen…
    Dann mittlerweile ist es dunkel und ordentlich wellig und Schaukelich. Viele hier kommen damit nicht klar, so werden um mich herum rollenweise Kotztüten verteilt. Gott bin ich froh das ich keine Probleme damit habe.
    Nach drei Stunden kommen wir in Soyo an. (Kotz frei)😂😂
    Hier suchen wir uns ein Hotel raus, trinken noch etwas in einer Local Kneipe und gehen geschafft ins Bett. Wir merken langsam das Lebensmittel und Getränke hier scheinbar nicht teuer sind. So zahlen wir für 7 Getränke in der Kneipe 2,80€, ganz ok würde ich sagen.

    Die anderer sind übrigens mittlerweile an der Grenze zu Angola angekommen. Sie verbringen eine Nacht im Hotel in der DRC bevor es morgen über die Grenze geht und sie uns wieder einsammeln. Die Route der anderen veranschauliche ich in einem der Bilder.
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