Nordperu 🙄 und Kultur 🤗
Aug 28–30 in Peru ⋅ ☁️ 27 °C
Wir sind erstmal ziemlich - ehrlich gesagt - abgetörnt von Nord-Peru 🫤.
Nach der Grenze sind die Straßen wieder Million-Pothole-Pisten, es ist unglaublich viel Müll und Bauschutt an den Straßenrändern abgeladen, wir fahren an der verwüsteten ... nein ... wüstenhaften Küste entlang, es ist windig und unglaublich staubig, ständige Windböen wirbeln immer noch mehr Staub auf und verteilen den leichten Plastikabfall in der Landschaft, Zäune, Bäume und Büsche sind behangen mit Plastiktütenfetzen, des öfteren wird aus dem vorausfahrenden Auto eine Plastikflasche oder Chipstüte aus dem Fenster "entsorgt" ...
Aber natürlich gibt es auch die andere Seite: Swiss Wassi und auch die Walsichtungen in Los Organos waren echte Highlights, ebenso haben wir in den Werkstätten in Tumbes und Piura äußerst hilfsbereite und kompetente Unterstützung gefunden!
Und dann entdecken wir zwei Kulturstätten, die uns ganz schön beeindrucken.
Zuerst das Museo Tumbas Reales de Sipán in Lambayeque, ein überraschen modern anmutender, kräftig roter pyramidenartiger Bau ... hebt sich architektonisch extrem von der umgebenden Stadt ab und ist wohl der damaligen Grabgestaltung nachempfunden.
Eine angemessene Stätte für die Schätze, die sie birgt - Beigaben für eine offensichtlich sehr hoch angesehene Persönlichkeit, den "Herrn von Sipán", und weitere Gräber und Keramiken der Moche-Kultur, die der Inka-Kultur lange vorausging. Über 2.000 Stücke aus Gold, Silber und Halbedelsteinen konnten vor bereits aktiv gewordenen Grabräubern gesichert werden. Die unglaubliche Feinheit der Goldschmiedearbeiten aus einer Zeit um 200 bis 700 n. Chr. ist echt mehr als beeindruckend.
Die wenigen Fotos geben nur einen kleinen Eindruck ... der sehr bedeutsame Fund ist im Netz bestens dokumentiert, über die Site des Kulturministeriums steht eine ausführliche virtuelle Tour zur Verfügung - allerdings auf Spanisch.
Und auch die danach besuchte Stätte beeindruckt - das spuckt die KI aus:
"Chan Chan bei Trujillo ist die größte präkolumbianische Lehmziegelstadt des amerikanischen Kontinents und gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Um das Jahr 850 bis 1300 n. Chr. umfasste sie als Hauptstadt des Chimú-Reiches in ihrer Blütezeit rund 28 km² und hatte schätzungsweise 60.000 Einwohner. Sie besteht komplett aus Lehm (Adobe) mit filigranen Reliefs von Fischen, Wellen und Vögeln."
... aus Lehm! ... und steht in weiten Teilen noch immer!Read more









































