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PanAmericana

Juhu , wir gehen auf große Reise. Für geplant 2 Jahre verlassen wir Freiburg und wollen durch 16 Länder von Alaska bis nach Feuerland mit unserem Wohnmobil 'Seven' reisen. Read more
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    🇪🇨 Cuenca, Ecuador

    Galapagos #noch was Schönes zum Schluss

    July 28 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    In diesem letzten Footprint zur Galapagos Cruise wollen wir euch noch zwei Video-Highlights zeigen, das eine hat uns die liebe Mitreisende Isabell zur Verfügung gestellt - unsere GoPro ging ja erst am letzten Tag wieder - und das andere hat unser wunderbarer Guide Wilo als Zusammenfassung erstellt - ganz lieben Dank!! ❤️Read more

  • GALAPAGOS #7

    July 27 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Und schon beginnt der letzte der wunderbaren sieben Tage ... und zwar mit einem Besuch von Lobos Island, der San Cristóbal Insel vorgelagert, noch vor dem Frühstück um 6:00 Uhr 😳. Der Besuch ist nur bis 8:00 Uhr erlaubt und morgens ist außerdem die ideale Zeit für Tierbeobachtung!!

    Wir sehen zahlreiche köstliche blue-footed boobies (Blaufußtölpel - die sind sooo knuffig 😍), Seelöwen, Fregattvögel und Meeresleguane.
    Dann folgt noch ein Highlight: Schnorcheln mit Seelöwen 💥, der totale Hammer 🦭!

    Danach zurück aufs Boot und ein letztes gemeinsames Frühstück genießen, danach mit dem Boot zum Puerto Baquerizo Moreno, San Cristóbal Island und weiter zum Flughafen.

    Eine Reise, die sich keine:r im Vorfeld so spektakulär hatte vorstellen können, geht zu Ende. Selbst heute, ca. 14 Tage später, bin ich, Micha, noch beim Schreiben der Zeilen sehr berührt. Es war die beste Entscheidung, diese Reise zu buchen und erleben zu dürfen.
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  • GALAPAGOS #6

    July 26 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Sonntag, schon der vorletzte Tag dieser wahrlich wundervollen Reise 😥
    Wir landen auf der Isla Santa Cruz an, wo wir anfangs mit dem Flieger gelandet sind. Insgesamt zählen etwa 19 größere und kleinere benannte Inseln zum Galapagos Archipel, dann gibt es noch ein paar kleine Felsen und Inselchen...

    Ein Spaziergang durch den größten Ort Puerto Ayora (ca. 12.000 Einwohner, Seelöwen nicht mitgezählt 😏) führt uns zur Charles Darwin Forschungsstation. Hier wird u.a. Nachhaltigkeit gelehrt und natürlich die Evolutionstheorie vertieft wie auch eine weitere Spezies von Riesenschildkröten geschützt aufgezogen. Wir erfahren, dass es auch die ganz seltenen Pink Iguanas gibt, aber nur an den Hängen des Wolf Vulcano auf der Isla Wolf, und dass sich die Färbung zum Teil durch transparente Haut erklären lässt, durch die die Blutgefäße durchscheinen 🤔.

    Beeindruckend waren wieder die mächtigen Riesenschildkröten! Eine ganz besondere wurde nach ihrem Ableben sogar konserviert und ausgestellt: Lonesome George.
    Obwohl er der letzte seiner Art war (spezielle Subspezies Pinta-Riesenschildkröte) und trotz intensiver und aufwendiger Bemühungen nicht mehr zur Fortpflanzung ermuntert werden konnte, gilt er doch als Symbol der Hoffnung. Gerade durch sein Aussterben wurde die Gefährdung deutlich und zahlreiche Rettungsprogramme für die anderen Riesenschildkröten-Arten auf Galapagos ins Leben gerufen ... mit Erfolg konnte weiteres Artensterben gestoppt werden.

    Zum Abschluss dieses Tages unternehmen wir noch eine kleine Wanderung zum Tortuga Strand ... der feinste weiße Sand, den ich jemals unter den Füßen gespürt habe ... vor lauter Badespaß keine Fotos geschossen 😑

    Am Abend verabschiedet sich die Crew - Schichtwechsel - mit einem Abschlusscocktail - das Ende der Reise rückt näher 🥲
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  • GALAPAGOS #5

    July 25 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Am Samstag heißt es früh aufstehn (Frühstück um 6:15 🥱), damit wir das reichhaltige Tagesprogramm schaffen 😁.

    Zuerst geht es zu einer der Las Tintoreras Inseln, kleine der großen Isla Isabela vorgelagerte Lavaflecken, auf denen wir vor allem junge Leguane, einen Seelöwen-Kindergarten und gleich nebenan eine Paradiesbucht für Seelöwen beobachten dürfen. Die häufig hier anzutreffenden Riffhaie haben sich heute leider versteckt 😏.

    Dann fahren wir - zurück auf der Isabela Insel - mit dem Bus ein Stück bergan, um auf den Vulkan Sierra Negra (1.124 m) zu wandern. Er ist der aktivste der vielen Galapagos-Vulkane - die letzte Eruption war 2018 - und hat eine der größten Calderen weltweit aufzuweisen, um die 10 km in die eine, um die 9 km in die andere Richtung. Der Caldera-Boden ist vollständig mit Lava bedeckt, wir wandern ein Stück auf dem Rand entlang und genießen die weite Aussicht bis zum Ozean.

    Nach dem wie immer köstlichen Mittagessen geht's noch zum Giant Tortoise Breeding Center, also zum Aufzuchtzentrum für Riesenschildkröten und wir sind alle ganz schön beeindruckt, wie viele Schildkröten hier bis zur Freilassung in die Wildnis gehegt und gepflegt werden. Das Ziel ist natürlich, dass die Population auch ohne menschliche Unterstützung stabilisiert wird, aber es sind noch zu viele eingeschleppte Fressfeinde vor allem für Eier und Jungtiere im Umlauf, so z.B. Ratten, Katzen, Hunde und auch verwilderte Schweine.

    Unser Weg führt uns dann noch ins Städtle, nach Puerto Villamil, wo die so schön gefärbten Flamingos ganz stadtnah nach Futter suchen. Wir lassen den Tag und die vielen Eindrücke bei einem Getränk der Wahl ausklingen ...
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  • GALAPAGOS #4

    July 24 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach nicht ganz so, aber immer noch bewegter Nacht auf See ankern wir in der Elizabeth Bay, an der Westseite von Isabela Island. Heute steht unsere erste (und einzige 😏) Kanutour auf dem Programm, die frühe Gruppe (zu der wir uns gemeldet haben) startet schon um 6!!

    Fast lautlos gleiten wir an einem verzweigten Mangrovenwald entlang, friedliche Stille, Reiher, Fregattvögel, Kormorane, glasklares Wasser, durch das wir bunte Fische und vor allem wieder Meeresschildkröten im warmen Morgenlicht beobachten dürfen 🥰.

    Nach der Kanufahrt geht's nochmal mit dem Zodiac los, Wilo kennt einfach die besten Stellen ... Pinguine kreuzen unseren Weg, ein Seelöwe hat sich ein schattiges Schlafplätzchen gesucht.
    Auf dem Rückweg zur Letty erwartet uns dann der Höhepunkt des Morgens ... ein Orca taucht ganz nah am Boot auf ... wir sind alle total geflasht von dieser sehr seltenen Sichtung 🤩.

    Während der Mittagszeit schippern wir zum nächsten Ankerplatz an der Isla Isabela Westseite, zur Punta Moreno, wo der Landgang über pittoreske Lavaformationen führt, die von grün bewachsenen Teichen wie Oasen unterbrochen werden.
    Hier begegnen uns Pinguine, Kormorane und sich sonnende Meeresleguane. In einer kleinen Lagune können wir Flamingos bei der Futtersuche beobachten.

    Ein letztes Bild dieses herrlichen Tages: Pinguine vor einer Leguan-Kolonie warten an ihrem Lieblingsplatz auf den Sonnenuntergang 🥰.
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  • GALAPAGOS #3

    July 23 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C

    Die fast 10stündige Nachtfahrt bei sehr (!) unruhigem Seegang hat mein Magen dank Pille überstanden, aber die Bewegungen des Schiffes haben einen ruhigen Schlaf trotzdem unmöglich gemacht 🫩 ... Micha ist super-seefest, hat einfach durchgeratzt 😴.

    Aber was für ein Wildlife-Tag!!
    Am Vormittag ankern wir vor dem Fernandina Island, das als eines der ursprünglichsten des gesamten Archipels gilt, Punta Espinoza Visitor Site ist der erlaubte Inselbereich.

    Bei Ankunft erwartet uns gleich eine Gruppe von Meeresleguanen, die auf den Mangrovenstämmen zum Aufwärmen regelrecht "abhängen" 😉, und um diejenigen auf den Wegen müssen wir aufmerksamst drumrumnavigieren.
    Am weiteren Küstenverlauf sind ganze Kolonien der Meeresechsen zu beobachten, die als einzige Echse der Welt schwimmen und tauchen gelernt hat. Als Kaltblüter müssen sie nach den kalten Tauchgängen schnell wieder aufwärmen, ihre schwarze Farbe und das schwarze Lavagestein sind da optimal.

    Die Insel ist auch äußerst beliebt bei den Galapagos-Seelöwen, wir begegnen ganz Kleinen, Müttern mit Kleinen und Jungspunden 🥰.
    Auch die Galapagos-Pinguine treffen sich hier gerne zum Landgang, sie sind die am nördlichsten lebenden Pinguine 🥰.
    Der flugunfähige Kormoran (auch endemisch) hat sich ebenfalls auf das Schwimmen und Tauchen verlegt, im Wasser gab es einfach mehr zu essen. Nach dem Beutegang muss sorgfältig getrocknet und geputzt werden. Und ein Amerikanischer Austernfischer (auch endemisch) läuft uns auch noch vor die Linse 🥰.
    Leider keine Bilder 😥 vom wunderbaren Schnorchelgang (mit Meeresschildkröten geschwommen 🤩👌).

    Die Mittagspause wird für das Übersetzen zur Urbina Bay Visitor Site auf der Isla Isabela genutzt, wo wir beim Landgang nicht nur einen schmausenden Landleguan sondern sogar eine Riesenschildkröte in freier Wildbahn entdecken können 🥰🥰.

    Was für ein herrlicher Tag!!
    Und zu guter Letzt entdecken wir abends noch nette Handtuchgestalten in unsrer Kajüte ... von der allerbesten Crew 👍😂.
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  • GALAPAGOS #2

    July 22 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Über Nacht schippern wir zur nächsten Insel, mit einer prophylaktischen Reisetablette schaffe ich es ganz gut, Micha hat keine Probleme mit dem (noch) leichten Geschaukel ...

    Ziel ist am heutigen Mittwoch die an der Isla Santiago gelegene Bahía Bucanero, Buccaneer Cove, die Piratenbucht, in der in früheren Zeiten tatsächlich Piraten, Freibeuter und Walfänger gerne anlandeten. Die Bucht ist gut vor Wind und Seegang geschützt, Süßwasser gibt's in der Nähe und außerdem wurden die zahlreich vorhandenen Riesenschildkröten als lebender Nahrungsvorrat auf die Schiffe geschleppt 🥺😱😡.

    Wir dagegen können - nach Ausgabe der Schnorchelausrüstung - den Ausflug mit dem Beiboot genießen und die spektakulären Feldformationen der Küste bewundern. Folgende Tiere kommen uns vom Boot aus und auf dem folgenden Landgang vor die Linse: Lavareiher, Blaufußtölpel, Galápagos-Seelöwen, Meeresleguane, Landleguane (alle endemisch), Pelikane und ganz viele Rote Klippenkrabben 🦀.

    Auch die Klippen und Lavaformationen sind einmalig, besonders bekannt ist der vulkanische Felsturm "Monk".

    UND, NICE TO KNOW:
    In dieser Bucht ging Charles Darwin im Oktober 1835 an Land und schlug für neun Tage sein Lager auf. Gestartet war die HMS Beagle 1831, Charles war da 21 Jahre alt (what an adventure 😳), September und Oktober 1835 hat er sich auf dem Archipel aufgehalten.

    Unser erster Schnorchelgang - vom Beiboot aus - findet hier an diesem historischen Plätzchen statt - einfach nur herrlich 🤩.
    ABER: So ein Sch... Bei ihrem ersten Einsatz schluckt unsere neue GoPro Wasser 🫣😱😡.
    Wilo spült sie gleich mit Süßwasser aus und verordnet 3 bis 4 Tage Trocknung ... zum Glück hat das am Ende geholfen, immerhin konnten wir noch am letzten Tag unter Wasser filmen 😮‍💨.
    Die wunderschöne Unterwasserwelt müsst ihr euch daher auf anderem Wege zu Gemüte führen ... Besonders zu empfehlen: eine Galapagos-Doku von dem genialen David Attenborough!! Eine der bekanntesten Land-Szenen: der dramatische Wettlauf eines jungen Landleguans gegen eine ganze Schlangen-Horde (YouTube: Attenborough Galapagos snakes) 😵‍💫.
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  • GALAPAGOS #1

    July 21 in Ecuador ⋅ 🌬 27 °C

    Ga-la-pa-gos - wir gönnen uns einen Galapagos Cruise Trip für 7 Tage und 6 Nächte auf der Letty - einfach nur herrlich 🤩. Die außerordentliche und einmalige Flora und vor allem Fauna der Inselgruppe gehören zum Weltnaturerbe der UNESCO und sind als Nationalpark geschützt. Etwa 97% der Inselfläche und 99% der umgebenden Gewässer stehen unter strengem Naturschutz, d.h. nur 3% sind besiedelt.
    Der Artenreichtum auf den und rund um die Galapagosinseln ist so faszinierend. Rund 40% der Arten sind endemisch, d.h. kommen nur dort, nirgendwo sonst auf der Erde vor.

    Ein Leben auf Galapagos heißt auch, mit Limits und strengen Regeln zu leben. Die Anzahl der Schiffe wie auch die Einfuhr von Waren ist beschränkt, dafür eine saubere Umgebung, kein herumliegender Müll (!) und eine stabile bzw. wachsende Artenvielfalt. Einer der beiden Airports ist sogar der erste klimaneutral zertifizierte Flughafen der Welt (nachhaltige Baustoffe, fast 100% erneuerbare Energie, durchdachtes Ressourcenmanagement).

    Der Trip mit 6 anderen Reisenden und dem witzigen und erfahrenen Guide Wilo, einer aufmerksamen Schiffscrew, leckerem Essen und abwechslungsreichen Aktivitäten (Wandern, Schnorcheln, Kajak fahren) und Anlegestellen ist ein absolutes Highlight
    👍🥰.

    Nach dem Flug (mit schönen Ausblicken auf die Vulkane Cotopaxi - 5.897 m, zweithöchster - und Chimborazo - 6.268 m, höchster) geht's gleich aufs Schiff, wir legen am Cerro Dragón an und begegnen erster Fauna - Landleguan, Galapagos-Meeresleguan (weltweit einzige Echsenart, die gelernt hat, ihre Nahrung im Meer zu suchen), Rote Klippenkrabbe (sally lightfood crab), farbenprächtig und kann sich in alle vier Richtungen ganz schön schnell bewegen - wie auch typischer Flora in vulkanischer Landschaft - der Feigenkaktus (prickly pear cactus) und der Balsambaum (Palo Santo tree), dem vielfältige Heilwirkungen nachgesagt werden.

    Nach dem ereignisreichen Tag stellt sich abends die Crew bei einem Willkommenscocktail vor - in Vorzeige-Uniform 🫡.
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  • Am und auf dem Äquator

    July 15 in Ecuador ⋅ ☀️ 20 °C

    Ein Tagesausflug führt uns von der Finca aus Richtung Cayambe, Stadt der Rosen, vorbei am Vulkan Cayambe, der mit seinen 5.790 m der dritthöchste Berg Ecuadors ist - sogar mit Gletscher, der sich für uns aber meist in Wolken hüllt.

    Unser Ziel ist das Museo Solar ...
    "Das Sonnenmuseum in Cayambe, das sich genau auf dem Breitengrad 0º 0′ 0″ am Äquator befindet, ist das erste Museum, das die wahre Bedeutung des Äquators in der Mitte der Welt vermittelt. (...) eine Sonnenuhr mit 54 m Durchmesser, 10 m hoher Pfosten in der Mitte. Der Pfosten wirft Schatten und dieser zeigt einerseits die Uhrzeit und andererseits die Monate an.
    Das Denkmal funktioniert gleichzeitig wie ein Kalender und wie eine Sonnenuhr und ist somit der beste Ort der Welt, um die scheinbare Bewegung der Sonne zu verstehen. (...) Verschiedene Aspekte der Geographie und der Astronomie werden veranschaulicht und machen aus diesem Ort "Die Mitte der Welt"".

    Wir genießen eine höchst interessante Führung, die unsere Vorstellung davon, dass Nord-Süd doch irgendwie was mit Oben und Unten zu tun hat, gründlichst durcheinanderwirbelt! Wer sich näher informieren möchte:
    https://quitsato.org und dort v.a.:
    https://quitsato.org/cosmovision-andina-ecuator…

    Die Sonnenuhr ist außerdem noch von einem herrlichen Agaven- und Kakteengarten umgeben, um die 110 verschiedene Arten sind zu bewundern 🤩
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  • Ecuador - Finca Sommerwind

    Jul 11–18 in Ecuador ⋅ ☁️ 22 °C

    Sieben Tage verbringen wir beim deutschen Hans, der seit 16 Jahren in Ecuador lebt und einen willkommenen Platz für Overlander geschaffen hat, eine rettende Anlaufstation mit Currywurst, Schnitzel, Pommes, diversesten deutschen Biersorten und vor allem unglaublich hilfsbereiter Unterstützung bei allen erdenklichen Fragen, Lebenslagen oder der Reiseplanung.
    Aber soweit sind wir noch gar nicht 😏. Zunächst geht's von Popayan Richtung Süden, auf herrlicher Strecke immer weiter in die Anden hinein, immer höher die Berge und tiefer die Schluchten, bei Pasto zwei nette Übernachtungen wegen (erfolgloser) Werkstattsuche, dann über die Grenze (echt easy) nach Ecuador und dann erst Hallo Finca 🤤.
    Dort haben wir in der Woche umfangreiche Auto- und sonstige Action zu erledigen, bei denen uns Hans mit Tipps und Kontakten sehr unterstützt - von gutem Zahnarzt über gründliche Autowäsche bis zum Öl- und Dieselfilterwechsel. Eine Citroën Werkstatt wechselt die Bremsbeläge vorn für schlappe 15 $ - irgendwie sehr beruhigend vor den noch höheren Bergen, die vor uns liegen ...
    Schon bei der Ankunft auf der Finca Sommerwind ist (leicht verzweifelter) Notfall angesagt ... die Wasserpumpe streikt ... nix geht mehr 😫. Hatten wir doch schon zwei Mal 😑. Während wir mit demontierter Pumpe besser beleuchtete Bereiche aufsuchen, kommt spontane Hilfe von Nachbar Arielle, der feststellt, dass die Pumpe zu wenig Druck aufbaut ... durch die vielen Kilometer Wellblechpiste hatte sich wohl ein Schräubchen verstellt ... gewusst welches!
    Heute haben wir übrigens noch drei gelockerte Schräubchen in einer Schublade gefunden 🫣😱 ...
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  • Eine 3-Tage-Runde auf Dirt Road 🥵

    Jul 2–6 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Wir wollten es so, aber es war eine heftige Belastung für Mensch und Material. Zuerst von Silvia nach Inzá und noch 20 km weiter bis Tierradentro bei Regen und auf über 3.500 m Höhe über ca. 15 km Dirt Road. Jetzt wissen wir, warum die so heißt 😮‍💨. Wir können im Durchschnitt nur 15 km/h fahren und der Van sieht danach aus wie ein Wildschwein im Spätherbst. Dann am nächsten Tag, wir verzichten wegen anhaltendem Regen auf einen Besuch im archäologischen Park von Tierradentro, geht's weiter wieder über lange Dirt Road-Abschnitte und ab Mittag im Regen nach San Agustin. Am Nachmittag klärt es etwas auf und wir erhaschen ein paar spektakuläre Blicke in die Schlucht, die der Rio Magdalena hier gegraben hat.
    In San Agustin besuchen wir dann tatsächlich ein archäologisches Areal mit Museum (Unesco-Weltkulturerbe), das "die größte zusammenhängende Gruppe von Megalithskulpturen Südamerikas" beherbergt, ca. 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. entstanden. Das Monumentale der Statuen, die zum großen Teil für Bestattungen und Verehrung der Ahnen geschaffen wurden, und mit welchem Aufwand Grabanlagen errichtet wurden, hat uns sehr beeindruckt. Aber auch diese Kultur ist aus nicht geklärten Gründen verfallen ...
    Nach zwei Übernachtungen (und zusammen mindestens 20 Stichen 😖) wagen wir uns auf die letzte Etappe dieser wilden Tour - zurück nach Popayan - 34 km davon Dirt Road 😤😡😰. Nur für dieses Stück gehen um die 3 Stunden drauf. Aber alle Beteiligten sind (für's erste ... mehr dazu im nächsten Footprint) unbeschadet angekommen - außer unserem Fahrzeugfunkschlüssel, der hat vor lauter Geruckel die Synchronisation zum Fahrzeug verloren 🤨. Jetzt müssen wir eine Citroen Vertragswerkstatt finden, die den Funkschlüssel neu anlernen kann, in Popayan gibt's leider keine. Aber immerhin stehen wir auf einem rundum netten Camping bisschen außerhalb und können einen Stadtbummel in der historischen Altstadt von Popayan unternehmen ... mit lecker Kaffee trinken 👍😋☕🍰
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  • Kika, Silvia und die Misak

    Jun 29–Jul 2 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    La Bonanza heißt der wunderschön blühende Campingplatz in der Nähe der Gemeinde Silvia und wird von dem marokkanischen Ehepaar Kika und Anouar mit ganz besonderer Herzlichkeit und Empathie geführt. Wir verbringen dort drei Nächte, essen köstliche marokkanische Tajine, plaudern mit den anderen Overlandern, u.a. zwei französischen Familien mit drei und vier Kindern in Womos, nicht viel größer als unseres - puhh, können wir uns nur schwer vorstellen 😯 ... aber geht 😉.

    Dienstags ist immer Markttag, weithin bekannt vor allem wegen dem indigenen Volk der Misak, auch Guambiano-Indianer genannt, die ihre Feldfrüchte und Kunsthandwerk feilbieten und ihre kulturelle ethnische Zugehörigkeit durch eine bestimmte Tracht lebendig erhalten (unschwer zu erkennen) und wohl auch eine eigene Sprache pflegen (glaub ich jetzt mal 😉). Auf jeden Fall ging's im Örtchen recht munter zu, das Angebot reichte von kleinen Kälbchen bis zur Perlenhalskette, ganz bestimmte sind auch Teil der Tracht. Und die Busse waren dem Warenangebot entsprechend zahlreich und schwer bepackt ...
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  • Cali - Stadt voller Salsa

    Jun 27–29 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Vom Valle de Cocora fahren wir weiter nach Cali und quartieren uns in einem charmanten Airbnb ein, im hübschen Altstadtviertel San Antonio und damit in fußläufiger Nähe zum historischen Zentrum. Für ein Airbnb entscheiden wir uns, weil es keinen Campingplatz in der Stadt gibt und weil wir hier nicht "frei" stehen wollen ... Cali ist immer noch ein bisschen gefährlich, der Vermieter warnt uns gleich vor den zu meidenden Vierteln.
    Das Departamento Valle del Cauca - Cali ist die Hauptstadt - gilt immer noch als unsicher. Die Farc-Guerilla hatten (oder haben) in den umliegenden Bergen ihre Hochburgen, von Reisen in die südwestliche Ecke - traditionelles Kokabauern-Gebiet - wird dringend abgeraten.
    Aber davon kriegen wir in der Stadt nicht viel mit. Am Abend hat Kolumbien gegen Portugal unentschieden gespielt, ist damit weiter und das wird natürlich gefeiert wie ein Sieg 🎉✨💛💙❤️. Quasi alle haben das gelbe Trikot an und tanzen in den Straßen ... und das können die Caleños 👍🥳
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  • Valle de Cocora

    Jun 24–27 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem wir bei Stephan abgereist sind, führt uns der Weg zunächst wieder 50 km nach Norden ... wir wollen noch das Valle de Cocora sehen.
    Das Cocora-Tal ist ein Naturreservat in der Nähe von Salento im kolumbianischen Hochland auf 2.400 m Höhe (Kaffeezone). Und was wächst dort so? Richtig ... Wachspalmen 😅. Und die sind ziemlich berühmt, weil sie sooo hoch wachsen - bis zu 60 Meter - und damit haben es die Quindío-Wachspalmen zum Nationalbaum Kolumbiens gebracht und zur höchsten Palmenart der Welt. Wachspalmen heißen allerdings nicht wegen ihres Wachstums so, sondern aufgrund einer dicken Wachsschicht auf ihrer Rinde, aus der früher Kerzen hergestellt wurden.
    Wir finden dort einen sehr schönen Standplatz, gehen viel wandern und feiern unseren 16. Hochzeitstag 🎉. Besonders staunen wir über den ausgeprägten kolumbianischen Tourismus, auch an Wochentagen. Alle paar Minuten trifft ein Willy aus Salento ein, vollgepackt mit Besuchern, sehr viele reisen mit dem eigenen Auto oder Motorrad an und noch mehr lassen sich dann auf einem Pferderücken die steilen Wege hinaufschaukeln ... Das Tal ist aber auch wirklich zu schön ☺️.
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  • Café Río Lejos - Finca La Esmeralda

    Jun 21–24 in Colombia ⋅ 🌧 22 °C

    Fast vier Tage sind wir auf der Finca La Esmeralda am Río Lejos zu Gast bei Stephan, der nicht nur ausgewiesener Islam-Experte ist, sondern sich auch zum Öko-Kaffeebauern entwickelt hat. Wir gewinnen einen intensiven Einblick in ökologischen Kaffeeanbau, lernen Schatten spendende Baumpflanzungen und Urwald-Regenerierung kennen, bekommen verschiedene Kaffeesorten und alle weiteren Schritte von der Ernte bis zur Trocknung erklärt ... und last but not least dürfen diesen besten Kaffee ausgiebig probieren 😋👌.

    Die Anfahrt in die Finca hat mal wieder ihre Tücken ... Diesmal ist's nicht die Steilheit, sondern eine unter harmlosem Gras versteckte Wurzel, an der wir uns so gründlich festfahren, dass anderthalb Stunden Tricks und Mühe nicht helfen 🫣.
    Zum Glück kann Stephan einen Willy-Fahrer anrufen, einen Allrad-Jeep, der uns ganz easy wieder rauszieht. Mal wieder großes Glück gehabt!!

    Zur Finca ist noch zu ergänzen: Wer nähere Infos über das Projekt und Stephans Arbeit möchte oder vielleicht auch mal den Spezialitäten-Kaffee probieren möchte, kann sich auf der Website ausführlich informieren:
    https://cafe-rio-lejos.com/de/

    Hinweis für andere Overlander: Stephan hat keine Struktur, um Overlander als Gäste aufzunehmen. Besucher für eine geführte Kaffeetour sind sehr willkommen und sollten vorher über die Website Kontakt aufnehmen. Stephan ist gerne auch behilflich bei der Unterbringung in Pijao (20 Min. zu Fuß von der Finca entfernt), einem herrlich entspannten und beschaulichen Städtchen mit vielen Cafés und dem Begrüßungsmotto "Pueblo sin Prisa" (Städtchen ohne Eile 😇).
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  • St. Elena, Medellin, Comuna 13

    Jun 18–20 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Santa Elena - herrlich, Medellin - chaotisch, Comuna 13 - herrlich chaotisch visionär 💖. Das sind die Schlagworte zu dieser Etappe.
    In Santa Elena wohnen wir in 2.600 m Höhe oberhalb von Medellin auf einem schönen ländlichen Camping und schlafen bestens bei wunderbarer Kühle, um am nächsten Tag mit dem öffentlichen Bus eine Stunde den Berg runter in die City zu fahren - schon diese Fahrt ein gewisses Erlebnis.
    Es erwartet uns ein lautes, buntes Durcheinander, enge, oft steile Straßen, dichter Verkehr, Gestank und soo viele Menschen, mit 2,5 Millionen die zweitgrößte Stadt Kolumbiens.
    Zu Fuß geht's weiter in den zentral gelegenen Plaza Botero. Der Künstler hat seiner Geburtsstadt 23 (!) seiner voluminösen Bronze-Skulpturen geschenkt, der frei zugängliche Platz ist quasi eine Dauerausstellung, auch mit dem Ziel, mehr Besucher in die als gefährlich und drogen-kriminell verschriene Stadt zu locken - durchaus mit Erfolg!
    Mit der Metro schlagen wir uns durch zum Treffpunkt für die Comuna 13-Führung. Und die ist höchst beeindruckend, geht uns nahe und wirkt noch einige Zeit nach 🥰🤩. Die Comuna 13 ist ein Stadtteil von insgesamt 16, am dichtesten besiedelt, in steilster Hanglage und besonders bekannt als Zentrum von gewalttätigen Kämpfen rivalisierender Kokain-Drogenkartelle, es heißt, dass viele der minderjährigen Auftragsmörder (für 10 $) von Pablo Escobar hier rekrutiert werden konnten.
    Doch Wandel ist möglich!
    Zum einen haben städtische Maßnahmen beigetragen: Zum Beispiel konnte eine riesige, mehrteilige Rolltreppe, insgesamt 350 m lang, die Anbindung an städtische Infrastruktur ganz wesentlich erleichtern - Schüler, Schwangere, Mütter mit Kleinkindern, alte Menschen, Arbeitende können damit Schulen, Kindergärten, Ärzte, Krankenhäuser, Arbeitsplätze etc. um ein Vielfaches einfacher erreichen, als ca. 28 Stockwerke zu Fuß überwinden zu müssen, u.U. täglich...
    Und Alex, unser wunderbarer Guide, 27 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in dieser seiner Hood, kennt gefühlt fast jeden hier, erzählt seit 11 Jahren voller ganz persönlicher Erfahrungen und Geschichten von diesem Wandel ... vor allem von den Visionen und Ambitionen der Jugend!
    Mit Rap, HipHop, Breakdance, Graffiti hat sie eine eigene Sprache, Ausdrucksform und Identität entwickeln und zeigen können - und damit einen Ausweg aus Stigmatisierung und den alten Pfaden von Drogensucht und Kriminalität gefunden ... zumindest 70 zu 30 schätzt Alex optimistisch 😏.
    Mit viel Engagement, Leidenschaft und selbst erlebter Geschichte hat uns Alex "sein" Projekt näher gebracht. Unser Fazit: es gibt sie noch, die gelebten Visionen 🤜🤛 👏👏.
    Voller intensiver Eindrücke finden wir den Weg zurück zur Busstation. Eine Stunde später und rund 1.000 Meter höher befinden wir uns wieder im kühlen, ruhigen und friedlichen Santa Elena.
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  • Guatapé - 700 Stufen hoch hinaus

    Jun 16–18 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Wir machen uns auf nach Guatapé, Richtung Medellin, lassen Bogota "links liegen" (Großstädte sind ganz schön anstrengend) und kommen nach einer geräuschvollen Übernachtung in einem Truckstopp-Dorf auf dem herrlich gelegenen Campingplatz von Daniel an - vorher natürlich nach Steilheit gefragt und vor Ort auch nochmal vor der Fahrt hinauf per pedes erkundet ... gemeinsames Fazit: zwar steil, aber machbar 😏.
    Hat sich wieder gelohnt: Daniel ist extrem nett und hilfsbereit und wir können einen grandiosen Weitblick genießen, u.a. auf den El Peñon, auch La Piedra genannt, einen ganz schön auffälligen Granit-Monolithen, touristisch bestens erschlossen, der am nächsten Tag erklommen wird.
    Nach ca. 700 Stufen (659 am Berg, die restlichen auf dem Weg zum Eingang) bietet sich wieder ein weiter Blick über die Umgebung, von hier aus vor allem über den stark verzweigten Stausee Peñol-Guatapé. Beim Bau in den 70ern wurde die Stadt Peñol komplett überflutet und an anderer Stelle neu errichtet (mit entsprechenden sozialen "Kollateralschäden" eines so gigantischen Umsiedlungsprojektes).
    Der Stausee gehört zu den wichtigsten Wasserreservoiren und Wasserkraftzentren Kolumbiens, das um die 70% (!) seines Strombedarfs durch Wasserkraft abdeckt. Die Region um den See ist außerdem ein beliebtes Tourismusziel geworden, entlang des weitläufigen Ufers wurden viele exklusive Villen (mit privatem Seezugang) errichtet - eine der bekanntesten war die Villa "La Manuela", die Pablo Escobar für seine Tochter errichtet hat. 1993 von einer rivalisierenden Gang fast vollständig mit 200 kg Spengstoff in die Luft gesprengt, können die erhaltenen Teile heute besichtigt werden - anscheinend suchen viele Besucher immer noch nach Geldverstecken 🤑. Pablo Escobar - anlässlich der Gegend um Medellin haben wir Wikipedia u.a. über ihn gelesen ... echt heftiges Leben!
    Das hübsche Touristenstädtchen Guatapé wird auch besucht, ist bekannt für seine bunten Häuser mit aufwendig reliefkünstlerisch gestalteten Häusersockeln, den sog. Zócalos ... sogar das Fußballschauen ist hier schon verarbeitet 🌐😆
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  • Los Farallones de Sutatausa

    Jun 14–15 in Colombia ⋅ ⛅ 18 °C

    Diese Etappe ist zwischendrin fahrtechnisch die Hölle - aber auch eine Erfahrung, aus der wir gelernt haben. Wir folgen Google und 2 km vor Erreichen des Ziels hängen wir auf einer extrem steilen Gravelpiste in einer Kurve fest, aus der wir aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Hilfreiche Anwohner sind schnell zur Stelle 🙏🙏🙏. Aber selbst 6 starke Männer können unsren Seven nicht aus der misslichen Lage pushen 🫣😱😫. Daraufhin macht sich tatsächlich einer auf den Weg und organisiert im Dorf einen LKW, der uns - vor den Augen einer inzwischen nicht unbeträchtlichen Zuschauerschar, willkommene Sonntagnachmittag- Unterhaltung 😏 - rausziehen kann. Puuhhh!!! 👍👍👍
    Was wir gelernt haben: Kolumbien ist seehhr bergig, kennt keinen Winter, Straßen werden extrem steil gebaut, da es nie Glatteis gibt!
    Wir fahren nie mehr in steile Passagen rein, ohne vorher zu Fuß geprüft zu haben ... Und hier in den Cordilleras fragen wir bei unsrem Ziel-Camping nach Möglichkeit vorher an, ob er mit einem 2x2 Fahrzeug erreichbar ist!

    Inzwischen sind auch José und Andrees vom Campingplatz am Ort des Geschehens angekommen und fahren uns auf einer alternativen, deutlich flacheren Route voraus. Und die Aufregung hat sich gelohnt 😁. Ein tief im Tal versteckter Platz, weitgehend von Wildnis umgeben ... aber doch so viel Infrastruktur, dass wir abends nach kurzem Fußmarsch noch ein Bierchen beim Kiosk-Nachbar zusammen trinken können 😋. Dabei erfahren wir, dass José geprüfter Führer in den Los Farallones ist und verschiedene Touren anbietet, also verabreden wir uns spontan für den nächsten Morgen, auch weil die steile Felsformation ganz schön spektakulär aussieht. Und die Tour ist grandios und gefüllt mit Geschichte.
    "Im 16. Jahrhundert, als die spanischen Konquistadoren das Gebiet eroberten, leistete das indigene Volk der Muiscas erbitterten Widerstand. Der Überlieferung nach zogen sie sich in die unzugänglichen und hohen Felsformationen der Farallones zurück, um sich der Unterwerfung und Versklavung durch die Spanier zu entziehen. Um der Gefangennahme zu entgehen, sollen sich bis zu 5.000 indigene Männer, Frauen und Kinder von den Klippen in den Tod gestürzt haben."
    Heute sind die Farallones ein beliebtes Wander- und Klettergebiet...

    José hat 30 Jahre in einer dortigen Kohlemine gearbeitet, bevor er sein "Campo Hermoso" - sein wunderschönes Camp - für Gäste ausbauen konnte. Die Kohlemine wurde inzwischen geschlossen, da bereits mehrfach aufgrund von Gasexplosionen Arbeiter zu Tode kamen ... José hat Glück gehabt.
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  • Guadalupe, Straße mit Löchern!

    Jun 13–14 in Colombia ⋅ ☁️ 25 °C

    ... und 'Las Gachas' - Fluss mit Löchern.
    Von Barichara aus die Straße Berg runter, easy, aber sehr eng und kurvig, die Nationalstraße auch easy, aber dann... Die letzten 20 km haben es in sich. Zwar meistens relativ flach, ein Glück, aber Rumpelpiste ist gar kein Ausdruck. Eine Stunde für 20 km sagt eigentlich schon alles, die Fahrerin muss mit vollster Konzentration fahren, um nicht in einem sehr überraschenden, dafür umso tieferen Schlagloch zu landen 🫣.
    Aber wir sind früh dran und wandern nachmittags noch zu den 'Las Gachas', einem Fluss, der hier auf Fels fließt und aussieht wie ein Schweizer Käse. Moni geht in dem Natur-Jacuzzi baden (herrlich erfrischend 😋), Micha ist es zu kalt.
    Die runden „Löcher“ im Flussbett sind über sehr lange Zeit durch Strudel entstanden. Kleine Steine und Kiesel wurden von der Strömung in Vertiefungen festgehalten und haben sich dort wie Schleifkörper gedreht. Dadurch wurde das relativ weiche Gestein nach und nach ausgeschliffen, bis die typischen runden Becken entstanden.
    Dieser Prozess wird als Strudeltopf- oder Kolkbildung bezeichnet - 'learing by travelling' 🤩.
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  • Back in Barichara 🥰👌

    Jun 3–13 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

    Auch dieses herrliche Plãtzchen weckt schöne Erinnerungen: Beim Besuch vor sechs Jahren haben wir hier zusammen mit Alina, Simon und Noé auf der Treppe vor der Kathedrale am zentralen Platz Silvester gefeiert. Barichara hat uns schon damals besonders gut gefallen.
    Außerdem steht in fast jedem Reiseführer: ... eines der schönsten Kolonialdörfer Kolumbiens 😁 ... dem können wir uns nur anschließen!
    Wir schlendern durch die mit Natursteinen gepflasterten Gassen, schauen uns die Kathedrale, drei weitere Kirchen und den riesigen Ceiba-Baum an, trinken einen Kaffee aus Barichara an der Abbruchkante mit Blick über den Canyon des Rio Suárez und wandern auf dem "Camino Real" nach Guane, ein kleines, beschauliches Bergdorf, benannt nach dem ursprünglich hier ansässigen indigenen Volk. Um die Wiederherstellung dieses Caminos hat sich ein Deutscher verdient gemacht, Geo von Lengerke hat den alten Handelsweg im 19. Jahrhundert quasi wiederbelebt.
    Zwei Nächte verbringen wir auf einem stadtnahen Campingplatz, drei Nächte in derselben Airbnb-Unterkunft wie vor sechs Jahren und dann - das Beste zum Schluss - fahren wir noch bisschen außerhalb zum Camping Guaimaro und bleiben dort fünf Tage und Nächte, weil es ein so rundum gelungener Platz ist. Joep und Julia aus den Niederlanden haben sich vor 16 Jahren hier niedergelassen und die ehemalige Tabak-Finca - bzw. was von ihr übrig geblieben war - mit Julias architektonischem Sachverstand und einer kunstvollen Mischung aus so viel wie möglich alten Materialien und Bautechniken und modernen Elementen wieder aufgebaut - wunderbar.
    Das vom Tabakanbau erschöpfte Land regenerieren sie ganz erfolgreich nach Prinzipien der Permakultur und in den letzten Jahren gemäß der sog. Syntropischen Agrokultur, einer Bewirtschaftungsmethode, die der Schweizer Agronom Ernst Götsch in Brasilien entwickelt hat. Überall wächst, blüht und grünt es, Kolibris, Schmetterlinge und alle möglichen sonstigen fliegenden Tierchen lassen sich bei unsrem und ihrem Frühstück beobachten 🤩.
    Zum Abschied wünscht uns Joep viele spannende Abenteuer, denn das sei ja ein wichtiger Grund für viele Reisende. Und die Wünsche erfüllen sich schneller, als uns lieb ist. Belag und Steilheit der Straßen in den Cordilleras bringt uns und unser Fahrzeug an so manche Grenze. Dazu ausführlicher in den nächsten Footprints.
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  • Auf nach La Mesa de Los Santos...

    May 28–Jun 3 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    ... zum Tisch der Heiligen 🙏.
    Von der Küste aus machen wir uns auf den Weg Richtung Süden nach Bucaramanga, wo wir vor 6 Jahren Alina, Simon und Noé besucht haben ... kurz vor Corona 🫣.
    Unterwegs zwei unspektakuläre Übernachtungen an der LKW-Strecke, die nahe der Grenze zu Venezuela entlang führt und mit den Gebirgsketten Sierra de Perijá und dem nördlichen Ausläufer der kolumbianischen Cordillera Oriental einen ersten Berührungspunkt mit den Anden bietet. Fast der gesamte Gütertransport wird hier in Kolumbien mit Camiones abgewickelt und wir fahren immer wieder und öfters durch Bergland, dem nicht jeder Laster so wirklich gewachsen ist 😑.
    Ein Stück hinter Bucaramanga liegt auf ca. 1300 Metern Höhe La Mesa de Los Santos, kennen wir noch von damals und liegt vor allem hoch genug, um nachts bei angenehmen Temperaturen gut schlafen zu können 👍😴.
    La Mesa de Los Santos ist eine weitläufige, touristisch und landwirtschaftlich genutzte Hochebene, die mit steiler Abbruchkante am Chicamocha Canyon liegt und damit herrliche Weitblicke über den Canyon bietet.
    Dort haben wir das Glück, einen erst kürzlich eröffneten Campingplatz mit sehr herzlichen Gastgebern und äußerst komfortabler Ausstattung zu finden 😃👌.
    Wir genießen die Zeit mit Schlendern über den Bauernmarkt, Spaziergängen am Rande des Canyons und zu einem Wasserfall "im Dschungel" und gönnen unsrem guten Seven endlich auch mal wieder eine Autowäsche 🧽🚐🚿💎.
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  • Letzte Tage an der Karibikküste

    May 24–27 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    In Minca haben wir für unseren 2x2-Van leider keinen guten Platz gefunden, es war nur ein staubiger Parkplatz mit tagsüber viel Betrieb. Zu einem Umzug in eines der vielen Hostels konnten wir uns auch nicht entschließen ... lieber noch ein bisschen an der Karibikküste schwitzen ☀️🌴🌊
    Wir finden den Casa Grande Surf Campingplatz, der zwar direkt am Beach gelegen ist, allerdings ist die Strömung hier zum Baden zu heftig. Wir müssen unterschreiben (!), dass wir NICHT ins Meer gehen, überall Hinweisschilder, aber in der 10 Minuten entfernten Flussmündung ist's wieder ungefährlich. Trotz "Badeverbot" sind der Platz und der Blick herrlich ...
    Zusammen mit Silke, die vor 30 Jahren von Hannover nach Australien ausgewandert ist und grade auf Kolumbienurlaub ist, besuchen wir den Tayrona-Nationalpark ... wunderschöne Wanderung an der Küste entlang, zur Belohnung mit zugänglichen und geschützten Badebuchten 🏖️, ein herrlicher Tag und Abschluss an der Küste 👋😎
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  • Back On The Road ...

    May 20–23 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    ... weiter nach Santa Marta, Minca und an die Karibikküste. Gleich nachdem wir den Seven aus dem Hafen abgeholt haben, wird er mit Diesel gefüttert, die vor der Verschiffung geleerten Gaszylinder werden wieder befüllt und der Kühlschrank wird auch wieder ausgestattet, so dass wir gleich nach Norden Richtung Santa Marta aufbrechen können. Ein Übernachtungsstop in Barranquilla, nicht hübsch, aber freundliche Gastgeber. Nachdem uns der erste Platz in Santa Marta eher unfreundlich abweist, sind die nächsten Gastgeber umso herzlicher. Anna Maria zeigt uns auf einem Abendspaziergang mit ihrem Hund den Strand und organisiert uns einen Übernachtungsplatz am nächsten Zielort Minca. Herzlichkeit lässt sich schlecht beschreiben, man muss sie erleben und fühlen.Read more

  • Cartagena -

    May 12–20 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    entspannte karibische Lebensfreude und überall kommt Musik her, aus Geschäften, aus Wohnungen, einfach überall. Im heißen, quirligen, bunten, touristischen, grandiosen, chaotischen Cartagena warten wir eine gute Woche auf unsren Seven, wohnen zentral in San Diego und vertreiben uns die Zeit mit diversen Ausflügen in die umliegende historische Kolonialstadt, z. B. nach Getsemani, dem Künstler- und Partyviertel, ins El Centro, historisches Zentrum mit diversen Museen (Historico, Palacio de la Inquisición, Goldmuseum) und mit einem Bummel über die Stadtmauer mit Ziel Café del Mar zum Sonnenuntergang. Am letzten Tag wird noch das monumentale Castillo de San Felipe de Barajas erklommen, belohnt mit herrlichem Blick über die Stadt.
    Und dann können wir am 20.05.26 endlich unseren Seven aus dem Hafen abholen, zusammen mit fünf anderen Reisefahrzeugen, alle ganz unbeschadet! Morgen geht die Reise weiter...
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