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PanAmericana

Juhu , wir gehen auf große Reise. Für geplant 2 Jahre verlassen wir Freiburg und wollen durch 16 Länder von Alaska bis nach Feuerland mit unserem Wohnmobil 'Seven' reisen. Read more
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    🇵🇪 Carhuaz, Peru

    Los Organos - Wale zum 2.

    Aug 25–27 in Peru ⋅ 🌬 25 °C

    Die Whale-Watching-Tour in Salango ist uns noch als so beglückend in Erinnerung, dass wir in Los Organos unbedingt noch einmal die Gelegenheit nutzen wollen, unter etwas anderen Bedingungen allerdings - keine private Tour, sondern mit 14 anderen zusammen in einem Boot - für's Fotoshooting manchmal schwierig...
    Startzeitpunkt ist 6:30 Uhr morgens, also 5:00 Uhr aufstehen, Kaffee trinken und 20 Minuten zum Treffpunkt laufen. Und dann: kaum haben wir abgelegt, geraten wir schon in die erste Gruppe Buckelwale (Humpback whales, die so heißen, weil sie beim Abtauchen einen Buckel - humpback machen 😉). Unser Guide erklärt, ein Weibchen voraus motiviert mehrere Männchen zu einem Rennen, bei dem Schnelligkeit und Wendigkeit getestet werden 😏 ... Mit dieser Gruppe sind wir eine Weile unterwegs, bis zu viele andere Boote mitfahren.

    Auf der Suche nach anderen Exemplaren sind wir plötzlich in Begleitung einer riesigen Delfinschule (geschätzt mehr als 100 Tiere), die ihre so lebensfröhlichen Sprünge rund um das Boot vollführen 🥰.

    Und dann kommt's: Wir finden weit draußen eine weitere Gruppe Humpback whales, die ein außerordentliches Spektakel zelebrieren. Wir sehen eine ganze Reihe von Walsprüngen unterschiedlichster Intensität. Einer geht fast vollständig senkrecht steil aus dem Wasser, scheint einen Moment zu stehen, dreht sich, um dann mit dem Rücken mit einem großen Platsch auf dem Wasser aufzuschlagen (leider nicht filmen können 🫤). Selbst die Crew ist ganz aus dem Häuschen ...
    Unser Guide nennt verschiedene mögliche Gründe für die Sprünge: Es ist eine Form der nonverbalen Kommunikation der Wale über große Entfernung, das Splashen ist auch eine Art der Reinigung von Parasiten, Imponiergehabe der Männchen oder Aufmerksamkeitssuche der Weibchen kann auch eine Rolle spielen ... oder einfach aus Spaß an der Freud 🤣 - die Wissenschaft legt sich da nicht so ganz fest 🧐😜
    Warum auch immer, für uns war es DAS Highlight der Tour. Und zum Schluss hat die Crew noch ein Unterwassermikrofon ins Wasser gehängt, so dass wir echte Walgesänge in der Bucht hören konnten - abgefahren sphärisch 🫨
    Wieder an Land ging es noch zum Walmuseum unseres Anbieters - ein toller, spektakulärer Vormittag.

    Allerdings gibt es noch eine weitere Begebenheit aus Los Organos zu berichten. Unser internes Ladegerät ist buchstäblich abgeraucht. Nach 16 Monaten in Kanada, Nord-, Mittel- und Südamerika mit 110-Volt-Anschlüssen hat Peru jetzt plötzlich wieder flächendeckend 220 Volt (in Swiss Wassi dachten wir noch, oh, schöne Ausnahme 🙄). Das hat Micha leider nicht bedacht und zwischen Van und Stromanschluss wie immer unseren Transformator angeschlossen. Es hat nur kurz, aber heftig geraucht ... und das Ladegerät war hopps. Zu unserem riesengroßen Glück konnte am nächsten Übernachtungsort Piura eine Werkstatt ein neues besorgen und einbauen ... Wunder gibt es immer wieder!
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  • Peru und Swiss Wassi

    Aug 19–24 in Peru ⋅ ☀️ 28 °C

    Am 19. August reisen wir in das dreizehnte Land auf unserer Reise ein, PERU. Der Grenzübertritt verläuft unkompliziert und zügig, wir fahren gleich noch ein Stück weiter zu einem Platz, der von einem Schweizer und seiner peruanischen Frau Melba betrieben wird, Swiss Wassi. Die beiden sind sehr herzlich und hilfsbereit und haben einen wunderbaren Platz direkt am Strand geschaffen - außerdem noch mit richtig herrlichem Pool 👏.
    Es scheint eine allgemein bekannte Anlaufstelle für insbesondere europäische Overlander zu sein ... wir treffen dort überraschend Hans und Linda aus Bern wieder sowie danach Heiko, Ursula und ihre drei Kinder aus dem Westerwald, lernen Andreas und Silke aus Regensburg kennen und haben zusammen eine richtig nette Zeit voller Austausch ❤️.

    Als wir ankommen, haben wir die Hoffnung aufgegeben, dass sich unser DPF von selbst regenerieren wird - einen Großteil der Strecke haben wir wieder im Notlauf absolviert 🙄, der sich nur kurzzeitig durch Pausen beruhigen lässt. Wir sind wild entschlossen, dieses DPF-Ding endlich vollständig zu eliminieren, brauchen aber eine geeignete Werkstatt. Der entscheidende Tipp und gleich auch eine Terminvereinbarung kommt von Melba, auch wenn sie nicht genau verstanden hat, was wir genau wollen und brauchen - in Peru gibt es gar keine Autos mit DPF. Auf jeden Fall ist die Werkstatt genau richtig un nu isser draußen und wir fahren seitdem ohne Motordiagnose-Meldung oder Notlauf 👍🤓.

    Nach dieser erfolgreichen Werkstatt-Tour und den angenehmen Tagen in bester Gesellschaft wollen wir dann doch auch mal wieder weiter ... denn Peru ist ganz schön lang, ca. 2000 km. Also verabschieden wir uns am Montag und starten durch nach Los Organos ... auch ein bekannter Wal-Hotspot 🐳.
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  • Cuenca - fast wie Freiburg

    Aug 13–17 in Ecuador ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Fahrt nach Cuenca ist so richtig sch...schrottig. Erst qualmen vom vielen Bergabfahren die Bremsen, dann tuckern wir im Notlauf und mit leuchtender Motordiagnose-Warnmeldung ca. 150 km bis nach Cuenca (das bedeutet, wenn es bergauf geht, ca. 20 km/h). Und vermutlich war der Leistungsverlust schon die Ursache für die Quälerei auf dem letzten Stückchen zum Chimborazo ...
    Am nächsten Morgen hat sich dann in einer Remote-Diagnosesitzung mit O-M-Services (Offroad Motor Services) in Deutschland geklärt, dass zwei Ursachen für den Fehler verantwortlich waren.
    1. Ein Fehlercode betrifft das Motoröl und
    2. unser DPF ist voll.
    Und weil Fehler 1 die automatische Regeneration des DPFs verhindert hat, gab's diese permanenten Warnhinweise mit Wechsel in den Notlauf. Noch dazu war Fehler 1 eigentlich gar nicht zutreffend, wir hatten nur nach einem Ölwechsel in Ibarra vergessen, das Intervall elektronisch zurückzusetzen ... Autos sind kompliziert 🙄.
    Markus von O-M hat das Zurücksetzen nachgeholt und die Fehlercodes gelöscht, nun sollte die automatische DPF- Regeneration eigentlich wieder anlaufen ... eigentlich ... Auch ein Fachmann einer großen Citroën-Niederlassung in Cuenca versichert uns das ... Also erstmal Entspannen ...

    Da uns ein Besuch im nahen Cajas-Nationalpark wegen schlechter Wetterprognose nicht lohnend erscheint, entschließen wir uns zu einem Stadtbummel im historischen Zentrum von Cuenca ... und das finden wir richtig klasse ... aufgeräumt, studentisches Flair, hat eine sehr beliebte Universität, kulturelle Prägung, moderne Ecken ... auch ein Spaziergang am Fluss Tomebamba entlang weckt Erinnerungen an Freiburg 🥰. Die Puente Roto - zerstörte Brücke - wurde von einer Überschwemmung abgerissen und nicht wieder aufgebaut, als Mahnmal für die so viel stärkere Kraft der Natur 🍀.

    Am nächsten Morgen dann ... wir wollen gerade Richtung Peru aufbrechen, entdeckt unser argentinischer Nachbar zufällig, dass einem unserer Hinterräder ein ganz schön großes Stück Gummi fehlt 🫣 - wohl mal zu nah an einem spitzen Stein entlanggeschrabbert 😮‍💨. So können wir nicht fahren. Also muss erst das Hinterrad demontiert werden, der Reifen von der Felge gezogen werden (in kleiner Werkstatt) und der Reifen zum Vulkanisieren gebracht werden (in kleiner Werkstatt). Nach vier Stunden können wir ihn wieder abholen (...), Reifen wieder auf Felge (...) und Rad wieder an Auto - das kann dann schon mal nen Tag kosten ... Aber morgen geht's dann bestimmt weiter 😏 ...
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  • Ganz nah am Chimborazo

    Aug 10–13 in Ecuador ⋅ ⛅ 5 °C

    Eigentlich wollten wir noch eine Tour am Cotopaxi machen ... wir treffen Yannik und Eva auf dem Parkplatz zum Parkeingang, große Freude ❤️ ... es ist Sonntag ... ganz schön viel los ... kurz nach'm Parkeingang staubigste rumpelige Schotterpiste ... wir quälen uns einige Kilometer mit vielen anderen hinauf, bis wir dann weiter oben schon die Schlange zum Parkplatz der Hütte sehn, die noch 500 m höher liegt ... ... und kehren um 😑. Zu viel Autos, zu viel Staub ...

    Am nächsten Morgen fahren wir dann lieber weiter Richtung Chimborazo und installieren uns erst mal in San Juan im Castillo de Altura, einer Finca mit ganz vielen Kühen, mit Zimmern und kleinem Campingplatz, auf der man z.B. auch Melken lernen kann 😏. Das lassen wir uns aber ausnahmsweise entgehen und machen nur einen kleinen Spaziergang durchs Dorf. Der Host Juan und sein Vater Juan sind so gastfreundlich und herzlich und willkommen-heißend, wir fühlen uns sehr besonders wohl dort!

    Der nächste Tag ist ein abenteuerlicher Ausflugtag. Der Chimborazo mit seiner Höhe von 6.263 m bietet schon wieder die Gelegenheit zu einem Perspektivwechsel:
    Er ist nicht nur der höchste Berg Ecuadors, sondern seine Spitze ist der Punkt der Erde, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist – der Ort, an dem man der Sonne näher sein kann als von jedem anderen Berg der Welt, einschließlich Mount Everest. Nice to know ... die Erde ist zwar keine Scheibe, aber auch keine kugelrunde Kugel ... ist doch a bissl gestaucht und am Äquator bissl dicker 🫨.

    Ein guter Tipp für einen Besuch des Chimborazo lautet: früh anreisen, unabhängig von der Jahreszeit, der Berg ist auch bei den Ecuadorianer:innen ein beliebtes Ausflugsziel. Also 6 Uhr aus den Betten, einen Kaffee zum Wachwerden und los geht's.
    Die Straße zum 'Reserva de Producción de Fauna Chimborazo' (Eingang zum Nationalpark auf 4.200 m) ist zwar löchrig, aber zunächst mal kein Problem ... nur das letzte Stück der Einfahrt ist für unseren Seven wegen gerölliger Steilheit schon eine Herausforderung, irgendwie zieht er gar nicht so richtig (näheres zur wahren Ursache im nächsten Footprint ... hier führen wir's noch auf die Höhe zurück).
    Und es soll noch ca. 7 km auf einer Wellblechpiste auf eine Höhe von 4.800 m so weitergehen. Zum Glück gibt es Anbieter mit Jeeps, die eine Fahrt für gutes Geld mit zwei Stunden Aufenthalt anbieten. Da steigen wir spontan um und lassen uns aufs Refugio Carrel (4.800 m) kutschieren, um von dort zum Refugio Whymper (5.045 m) aufzusteigen - eine sehr richtige Entscheidung, wie wir dann angesichts der Strecke feststellen ...
    Zum Glück sind wir schneller wieder unten, als uns die High Altitude Sickness (Höhenkrankheit) erreichen kann, aber gespürt haben wir den schnellen Anstieg schon seehhr deutlich 😵‍💫. Aber so viele Körner es gekostet hat, so beeindruckend war es auch. Der Aufstieg hat uns ein bisschen an unsere letzte Nepaltour rund um den Manaslu erinnert ... und die war auch sehr, sehr schön 🤩.
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  • Salango - die Wale lieben es

    Aug 4–7 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir möchten noch so gerne Wale sehen und die sollen sich zu dieser Zeit an der Pazifikküste vor Ecuador aufhalten. Von Mai bis Oktober ist Paarungszeit und außerdem gebären die Wal-Weibchen hier - im warmen Wasser der Buchten vor Ecuador.

    Wir quartieren auf einem schönen Camping hoch über dem Meer auf den Klippen bei Salango und schauen den Walen jeden Tag bei ihren Sprüngen und heftigen Flossen-Schlägen aufs Wasser zu, mit denen sie das weibliche Geschlecht zu beeindrucken suchen. Faszinierend ist das , selbst auf die große Entfernung, die leider keine Fotos lohnt.

    Im Örtchen Salango werden Whalewatching-Touren angeboten. Also buchen wir für uns Zwei eine zweistündige Tour mit 100% Sichtungsgarantie ... es ist ja Hauptsaison 🤞. Nach einer Stunde Kreuzen ist weit und breit noch immer kein Wal zu sehen ... Aber dann dreht der Käptn bei und donnert mit allem, was die Motoren hergeben, raus aus der Bucht ins offene Meer. Wir glauben schon, gleich sind wir in Amerika oder Peru oder sonstwo ... Aber der Käptn hat den richtigen Riecher ... plötzlich sind wir mitten in einer ganzen Gruppe und fahren eine halbe Stunde mit den Walen mit ... Diese RIESENgeschöpfe zu sehen, wie sie mühelos und elegant durchs Wasser gleiten, ist richtig mindblowing. Noch Tage danach sind wir ergriffen bei der Erinnerung an dieses Erlebnis ...
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  • Freundlich weltoffenes Quito

    Jul 30–Aug 2 in Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C

    Zurück von den Inseln landen wir zunächst wieder in Quito auf dem herrlich gelegenen und unter Overlandern bekannten Coda Vista Campingplatz (liegt auf >3.000 m), hoch über der Stadt und mit herrlichem Blick auf den Cotopaxi (wenn nicht in Wolken) und mit Glück in der Ferne auch auf den Chimborazo, zweithöchster und höchster Vulkan Ecuadors.
    Wir richten uns wieder ein - einkaufen, Wäsche waschen, Reise planen - und besuchen das im historischen kolonialen Zentrum so schöne Quito.

    Mit einer Lage auf 2.850 m ist Quito immerhin die zweithöchstgelegene Hauptstadt der Welt ... die Luft wird dünner. Trotzdem erklimmen wir noch zusätzliche Höhenmeter ... die Basilica del Voto Nacional lädt mit ihren hohen Türmen dazu ein und ist überhaupt ein imposantes Bauwerk, die größte neugotische Basilika von Amerika. Ganz besonders haben uns die Wasserspeier in Form von einheimischer Tierwelt gefallen sowie die riesige bunte Glasrosette mit einheimischen Blumen. Der Ausblick von den Türmen über die Stadt ist ebenso grandios.

    Bei einem netten Bummel durch das Zentrum rund um den Plaza Grande genießen wir das freundliche Flair, zwar touristisch, aber nie aufdringlich. Ein leckeres Mittagessen und ein Cappuccino mit Maracuja-Törtchen runden den Besuch durch die historische Innenstadt auch kulinarisch ab.
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  • Galapagos #noch was Schönes zum Schluss

    July 28 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    In diesem letzten Footprint zur Galapagos Cruise wollen wir euch noch zwei Video-Highlights zeigen, das eine hat uns die liebe Mitreisende Isabell zur Verfügung gestellt - unsere GoPro ging ja erst am letzten Tag wieder - und das andere hat unser wunderbarer Guide Wilo als Zusammenfassung erstellt - ganz lieben Dank!! ❤️Read more

  • GALAPAGOS #7

    July 27 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Und schon beginnt der letzte der wunderbaren sieben Tage ... und zwar mit einem Besuch von Lobos Island, der San Cristóbal Insel vorgelagert, noch vor dem Frühstück um 6:00 Uhr 😳. Der Besuch ist nur bis 8:00 Uhr erlaubt und morgens ist außerdem die ideale Zeit für Tierbeobachtung!!

    Wir sehen zahlreiche köstliche blue-footed boobies (Blaufußtölpel - die sind sooo knuffig 😍), Seelöwen, Fregattvögel und Meeresleguane.
    Dann folgt noch ein Highlight: Schnorcheln mit Seelöwen 💥, der totale Hammer 🦭!

    Danach zurück aufs Boot und ein letztes gemeinsames Frühstück genießen, danach mit dem Boot zum Puerto Baquerizo Moreno, San Cristóbal Island und weiter zum Flughafen.

    Eine Reise, die sich keine:r im Vorfeld so spektakulär hatte vorstellen können, geht zu Ende. Selbst heute, ca. 14 Tage später, bin ich, Micha, noch beim Schreiben der Zeilen sehr berührt. Es war die beste Entscheidung, diese Reise zu buchen und erleben zu dürfen.
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  • GALAPAGOS #6

    July 26 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Sonntag, schon der vorletzte Tag dieser wahrlich wundervollen Reise 😥
    Wir landen auf der Isla Santa Cruz an, wo wir anfangs mit dem Flieger gelandet sind. Insgesamt zählen etwa 19 größere und kleinere benannte Inseln zum Galapagos Archipel, dann gibt es noch ein paar kleine Felsen und Inselchen...

    Ein Spaziergang durch den größten Ort Puerto Ayora (ca. 12.000 Einwohner, Seelöwen nicht mitgezählt 😏) führt uns zur Charles Darwin Forschungsstation. Hier wird u.a. Nachhaltigkeit gelehrt und natürlich die Evolutionstheorie vertieft wie auch eine weitere Spezies von Riesenschildkröten geschützt aufgezogen. Wir erfahren, dass es auch die ganz seltenen Pink Iguanas gibt, aber nur an den Hängen des Wolf Vulcano auf der Isla Wolf, und dass sich die Färbung zum Teil durch transparente Haut erklären lässt, durch die die Blutgefäße durchscheinen 🤔.

    Beeindruckend waren wieder die mächtigen Riesenschildkröten! Eine ganz besondere wurde nach ihrem Ableben sogar konserviert und ausgestellt: Lonesome George.
    Obwohl er der letzte seiner Art war (spezielle Subspezies Pinta-Riesenschildkröte) und trotz intensiver und aufwendiger Bemühungen nicht mehr zur Fortpflanzung ermuntert werden konnte, gilt er doch als Symbol der Hoffnung. Gerade durch sein Aussterben wurde die Gefährdung deutlich und zahlreiche Rettungsprogramme für die anderen Riesenschildkröten-Arten auf Galapagos ins Leben gerufen ... mit Erfolg konnte weiteres Artensterben gestoppt werden.

    Zum Abschluss dieses Tages unternehmen wir noch eine kleine Wanderung zum Tortuga Strand ... der feinste weiße Sand, den ich jemals unter den Füßen gespürt habe ... vor lauter Badespaß keine Fotos geschossen 😑

    Am Abend verabschiedet sich die Crew - Schichtwechsel - mit einem Abschlusscocktail - das Ende der Reise rückt näher 🥲
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  • GALAPAGOS #5

    July 25 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Am Samstag heißt es früh aufstehn (Frühstück um 6:15 🥱), damit wir das reichhaltige Tagesprogramm schaffen 😁.

    Zuerst geht es zu einer der Las Tintoreras Inseln, kleine der großen Isla Isabela vorgelagerte Lavaflecken, auf denen wir vor allem junge Leguane, einen Seelöwen-Kindergarten und gleich nebenan eine Paradiesbucht für Seelöwen beobachten dürfen. Die häufig hier anzutreffenden Riffhaie haben sich heute leider versteckt 😏.

    Dann fahren wir - zurück auf der Isabela Insel - mit dem Bus ein Stück bergan, um auf den Vulkan Sierra Negra (1.124 m) zu wandern. Er ist der aktivste der vielen Galapagos-Vulkane - die letzte Eruption war 2018 - und hat eine der größten Calderen weltweit aufzuweisen, um die 10 km in die eine, um die 9 km in die andere Richtung. Der Caldera-Boden ist vollständig mit Lava bedeckt, wir wandern ein Stück auf dem Rand entlang und genießen die weite Aussicht bis zum Ozean.

    Nach dem wie immer köstlichen Mittagessen geht's noch zum Giant Tortoise Breeding Center, also zum Aufzuchtzentrum für Riesenschildkröten und wir sind alle ganz schön beeindruckt, wie viele Schildkröten hier bis zur Freilassung in die Wildnis gehegt und gepflegt werden. Das Ziel ist natürlich, dass die Population auch ohne menschliche Unterstützung stabilisiert wird, aber es sind noch zu viele eingeschleppte Fressfeinde vor allem für Eier und Jungtiere im Umlauf, so z.B. Ratten, Katzen, Hunde und auch verwilderte Schweine.

    Unser Weg führt uns dann noch ins Städtle, nach Puerto Villamil, wo die so schön gefärbten Flamingos ganz stadtnah nach Futter suchen. Wir lassen den Tag und die vielen Eindrücke bei einem Getränk der Wahl ausklingen ...
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  • GALAPAGOS #4

    July 24 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach nicht ganz so, aber immer noch bewegter Nacht auf See ankern wir in der Elizabeth Bay, an der Westseite von Isabela Island. Heute steht unsere erste (und einzige 😏) Kanutour auf dem Programm, die frühe Gruppe (zu der wir uns gemeldet haben) startet schon um 6!!

    Fast lautlos gleiten wir an einem verzweigten Mangrovenwald entlang, friedliche Stille, Reiher, Fregattvögel, Kormorane, glasklares Wasser, durch das wir bunte Fische und vor allem wieder Meeresschildkröten im warmen Morgenlicht beobachten dürfen 🥰.

    Nach der Kanufahrt geht's nochmal mit dem Zodiac los, Wilo kennt einfach die besten Stellen ... Pinguine kreuzen unseren Weg, ein Seelöwe hat sich ein schattiges Schlafplätzchen gesucht.
    Auf dem Rückweg zur Letty erwartet uns dann der Höhepunkt des Morgens ... ein Orca taucht ganz nah am Boot auf ... wir sind alle total geflasht von dieser sehr seltenen Sichtung 🤩.

    Während der Mittagszeit schippern wir zum nächsten Ankerplatz an der Isla Isabela Westseite, zur Punta Moreno, wo der Landgang über pittoreske Lavaformationen führt, die von grün bewachsenen Teichen wie Oasen unterbrochen werden.
    Hier begegnen uns Pinguine, Kormorane und sich sonnende Meeresleguane. In einer kleinen Lagune können wir Flamingos bei der Futtersuche beobachten.

    Ein letztes Bild dieses herrlichen Tages: Pinguine vor einer Leguan-Kolonie warten an ihrem Lieblingsplatz auf den Sonnenuntergang 🥰.
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  • GALAPAGOS #3

    July 23 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C

    Die fast 10stündige Nachtfahrt bei sehr (!) unruhigem Seegang hat mein Magen dank Pille überstanden, aber die Bewegungen des Schiffes haben einen ruhigen Schlaf trotzdem unmöglich gemacht 🫩 ... Micha ist super-seefest, hat einfach durchgeratzt 😴.

    Aber was für ein Wildlife-Tag!!
    Am Vormittag ankern wir vor dem Fernandina Island, das als eines der ursprünglichsten des gesamten Archipels gilt, Punta Espinoza Visitor Site ist der erlaubte Inselbereich.

    Bei Ankunft erwartet uns gleich eine Gruppe von Meeresleguanen, die auf den Mangrovenstämmen zum Aufwärmen regelrecht "abhängen" 😉, und um diejenigen auf den Wegen müssen wir aufmerksamst drumrumnavigieren.
    Am weiteren Küstenverlauf sind ganze Kolonien der Meeresechsen zu beobachten, die als einzige Echse der Welt schwimmen und tauchen gelernt hat. Als Kaltblüter müssen sie nach den kalten Tauchgängen schnell wieder aufwärmen, ihre schwarze Farbe und das schwarze Lavagestein sind da optimal.

    Die Insel ist auch äußerst beliebt bei den Galapagos-Seelöwen, wir begegnen ganz Kleinen, Müttern mit Kleinen und Jungspunden 🥰.
    Auch die Galapagos-Pinguine treffen sich hier gerne zum Landgang, sie sind die am nördlichsten lebenden Pinguine 🥰.
    Der flugunfähige Kormoran (auch endemisch) hat sich ebenfalls auf das Schwimmen und Tauchen verlegt, im Wasser gab es einfach mehr zu essen. Nach dem Beutegang muss sorgfältig getrocknet und geputzt werden. Und ein Amerikanischer Austernfischer (auch endemisch) läuft uns auch noch vor die Linse 🥰.
    Leider keine Bilder 😥 vom wunderbaren Schnorchelgang (mit Meeresschildkröten geschwommen 🤩👌).

    Die Mittagspause wird für das Übersetzen zur Urbina Bay Visitor Site auf der Isla Isabela genutzt, wo wir beim Landgang nicht nur einen schmausenden Landleguan sondern sogar eine Riesenschildkröte in freier Wildbahn entdecken können 🥰🥰.

    Was für ein herrlicher Tag!!
    Und zu guter Letzt entdecken wir abends noch nette Handtuchgestalten in unsrer Kajüte ... von der allerbesten Crew 👍😂.
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  • GALAPAGOS #2

    July 22 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Über Nacht schippern wir zur nächsten Insel, mit einer prophylaktischen Reisetablette schaffe ich es ganz gut, Micha hat keine Probleme mit dem (noch) leichten Geschaukel ...

    Ziel ist am heutigen Mittwoch die an der Isla Santiago gelegene Bahía Bucanero, Buccaneer Cove, die Piratenbucht, in der in früheren Zeiten tatsächlich Piraten, Freibeuter und Walfänger gerne anlandeten. Die Bucht ist gut vor Wind und Seegang geschützt, Süßwasser gibt's in der Nähe und außerdem wurden die zahlreich vorhandenen Riesenschildkröten als lebender Nahrungsvorrat auf die Schiffe geschleppt 🥺😱😡.

    Wir dagegen können - nach Ausgabe der Schnorchelausrüstung - den Ausflug mit dem Beiboot genießen und die spektakulären Feldformationen der Küste bewundern. Folgende Tiere kommen uns vom Boot aus und auf dem folgenden Landgang vor die Linse: Lavareiher, Blaufußtölpel, Galápagos-Seelöwen, Meeresleguane, Landleguane (alle endemisch), Pelikane und ganz viele Rote Klippenkrabben 🦀.

    Auch die Klippen und Lavaformationen sind einmalig, besonders bekannt ist der vulkanische Felsturm "Monk".

    UND, NICE TO KNOW:
    In dieser Bucht ging Charles Darwin im Oktober 1835 an Land und schlug für neun Tage sein Lager auf. Gestartet war die HMS Beagle 1831, Charles war da 21 Jahre alt (what an adventure 😳), September und Oktober 1835 hat er sich auf dem Archipel aufgehalten.

    Unser erster Schnorchelgang - vom Beiboot aus - findet hier an diesem historischen Plätzchen statt - einfach nur herrlich 🤩.
    ABER: So ein Sch... Bei ihrem ersten Einsatz schluckt unsere neue GoPro Wasser 🫣😱😡.
    Wilo spült sie gleich mit Süßwasser aus und verordnet 3 bis 4 Tage Trocknung ... zum Glück hat das am Ende geholfen, immerhin konnten wir noch am letzten Tag unter Wasser filmen 😮‍💨.
    Die wunderschöne Unterwasserwelt müsst ihr euch daher auf anderem Wege zu Gemüte führen ... Besonders zu empfehlen: eine Galapagos-Doku von dem genialen David Attenborough!! Eine der bekanntesten Land-Szenen: der dramatische Wettlauf eines jungen Landleguans gegen eine ganze Schlangen-Horde (YouTube: Attenborough Galapagos snakes) 😵‍💫.
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  • GALAPAGOS #1

    July 21 in Ecuador ⋅ 🌬 27 °C

    Ga-la-pa-gos - wir gönnen uns einen Galapagos Cruise Trip für 7 Tage und 6 Nächte auf der Letty - einfach nur herrlich 🤩. Die außerordentliche und einmalige Flora und vor allem Fauna der Inselgruppe gehören zum Weltnaturerbe der UNESCO und sind als Nationalpark geschützt. Etwa 97% der Inselfläche und 99% der umgebenden Gewässer stehen unter strengem Naturschutz, d.h. nur 3% sind besiedelt.
    Der Artenreichtum auf den und rund um die Galapagosinseln ist so faszinierend. Rund 40% der Arten sind endemisch, d.h. kommen nur dort, nirgendwo sonst auf der Erde vor.

    Ein Leben auf Galapagos heißt auch, mit Limits und strengen Regeln zu leben. Die Anzahl der Schiffe wie auch die Einfuhr von Waren ist beschränkt, dafür eine saubere Umgebung, kein herumliegender Müll (!) und eine stabile bzw. wachsende Artenvielfalt. Einer der beiden Airports ist sogar der erste klimaneutral zertifizierte Flughafen der Welt (nachhaltige Baustoffe, fast 100% erneuerbare Energie, durchdachtes Ressourcenmanagement).

    Der Trip mit 6 anderen Reisenden und dem witzigen und erfahrenen Guide Wilo, einer aufmerksamen Schiffscrew, leckerem Essen und abwechslungsreichen Aktivitäten (Wandern, Schnorcheln, Kajak fahren) und Anlegestellen ist ein absolutes Highlight
    👍🥰.

    Nach dem Flug (mit schönen Ausblicken auf die Vulkane Cotopaxi - 5.897 m, zweithöchster - und Chimborazo - 6.268 m, höchster) geht's gleich aufs Schiff, wir legen am Cerro Dragón an und begegnen erster Fauna - Landleguan, Galapagos-Meeresleguan (weltweit einzige Echsenart, die gelernt hat, ihre Nahrung im Meer zu suchen), Rote Klippenkrabbe (sally lightfood crab), farbenprächtig und kann sich in alle vier Richtungen ganz schön schnell bewegen - wie auch typischer Flora in vulkanischer Landschaft - der Feigenkaktus (prickly pear cactus) und der Balsambaum (Palo Santo tree), dem vielfältige Heilwirkungen nachgesagt werden.

    Nach dem ereignisreichen Tag stellt sich abends die Crew bei einem Willkommenscocktail vor - in Vorzeige-Uniform 🫡.
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  • Am und auf dem Äquator

    July 15 in Ecuador ⋅ ☀️ 20 °C

    Ein Tagesausflug führt uns von der Finca aus Richtung Cayambe, Stadt der Rosen, vorbei am Vulkan Cayambe, der mit seinen 5.790 m der dritthöchste Berg Ecuadors ist - sogar mit Gletscher, der sich für uns aber meist in Wolken hüllt.

    Unser Ziel ist das Museo Solar ...
    "Das Sonnenmuseum in Cayambe, das sich genau auf dem Breitengrad 0º 0′ 0″ am Äquator befindet, ist das erste Museum, das die wahre Bedeutung des Äquators in der Mitte der Welt vermittelt. (...) eine Sonnenuhr mit 54 m Durchmesser, 10 m hoher Pfosten in der Mitte. Der Pfosten wirft Schatten und dieser zeigt einerseits die Uhrzeit und andererseits die Monate an.
    Das Denkmal funktioniert gleichzeitig wie ein Kalender und wie eine Sonnenuhr und ist somit der beste Ort der Welt, um die scheinbare Bewegung der Sonne zu verstehen. (...) Verschiedene Aspekte der Geographie und der Astronomie werden veranschaulicht und machen aus diesem Ort "Die Mitte der Welt"".

    Wir genießen eine höchst interessante Führung, die unsere Vorstellung davon, dass Nord-Süd doch irgendwie was mit Oben und Unten zu tun hat, gründlichst durcheinanderwirbelt! Wer sich näher informieren möchte:
    https://quitsato.org und dort v.a.:
    https://quitsato.org/cosmovision-andina-ecuator…

    Die Sonnenuhr ist außerdem noch von einem herrlichen Agaven- und Kakteengarten umgeben, um die 110 verschiedene Arten sind zu bewundern 🤩
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  • Ecuador - Finca Sommerwind

    Jul 11–18 in Ecuador ⋅ ☁️ 22 °C

    Sieben Tage verbringen wir beim deutschen Hans, der seit 16 Jahren in Ecuador lebt und einen willkommenen Platz für Overlander geschaffen hat, eine rettende Anlaufstation mit Currywurst, Schnitzel, Pommes, diversesten deutschen Biersorten und vor allem unglaublich hilfsbereiter Unterstützung bei allen erdenklichen Fragen, Lebenslagen oder der Reiseplanung.
    Aber soweit sind wir noch gar nicht 😏. Zunächst geht's von Popayan Richtung Süden, auf herrlicher Strecke immer weiter in die Anden hinein, immer höher die Berge und tiefer die Schluchten, bei Pasto zwei nette Übernachtungen wegen (erfolgloser) Werkstattsuche, dann über die Grenze (echt easy) nach Ecuador und dann erst Hallo Finca 🤤.
    Dort haben wir in der Woche umfangreiche Auto- und sonstige Action zu erledigen, bei denen uns Hans mit Tipps und Kontakten sehr unterstützt - von gutem Zahnarzt über gründliche Autowäsche bis zum Öl- und Dieselfilterwechsel. Eine Citroën Werkstatt wechselt die Bremsbeläge vorn für schlappe 15 $ - irgendwie sehr beruhigend vor den noch höheren Bergen, die vor uns liegen ...
    Schon bei der Ankunft auf der Finca Sommerwind ist (leicht verzweifelter) Notfall angesagt ... die Wasserpumpe streikt ... nix geht mehr 😫. Hatten wir doch schon zwei Mal 😑. Während wir mit demontierter Pumpe besser beleuchtete Bereiche aufsuchen, kommt spontane Hilfe von Nachbar Arielle, der feststellt, dass die Pumpe zu wenig Druck aufbaut ... durch die vielen Kilometer Wellblechpiste hatte sich wohl ein Schräubchen verstellt ... gewusst welches!
    Heute haben wir übrigens noch drei gelockerte Schräubchen in einer Schublade gefunden 🫣😱 ...
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  • Eine 3-Tage-Runde auf Dirt Road 🥵

    Jul 2–6 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Wir wollten es so, aber es war eine heftige Belastung für Mensch und Material. Zuerst von Silvia nach Inzá und noch 20 km weiter bis Tierradentro bei Regen und auf über 3.500 m Höhe über ca. 15 km Dirt Road. Jetzt wissen wir, warum die so heißt 😮‍💨. Wir können im Durchschnitt nur 15 km/h fahren und der Van sieht danach aus wie ein Wildschwein im Spätherbst. Dann am nächsten Tag, wir verzichten wegen anhaltendem Regen auf einen Besuch im archäologischen Park von Tierradentro, geht's weiter wieder über lange Dirt Road-Abschnitte und ab Mittag im Regen nach San Agustin. Am Nachmittag klärt es etwas auf und wir erhaschen ein paar spektakuläre Blicke in die Schlucht, die der Rio Magdalena hier gegraben hat.
    In San Agustin besuchen wir dann tatsächlich ein archäologisches Areal mit Museum (Unesco-Weltkulturerbe), das "die größte zusammenhängende Gruppe von Megalithskulpturen Südamerikas" beherbergt, ca. 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. entstanden. Das Monumentale der Statuen, die zum großen Teil für Bestattungen und Verehrung der Ahnen geschaffen wurden, und mit welchem Aufwand Grabanlagen errichtet wurden, hat uns sehr beeindruckt. Aber auch diese Kultur ist aus nicht geklärten Gründen verfallen ...
    Nach zwei Übernachtungen (und zusammen mindestens 20 Stichen 😖) wagen wir uns auf die letzte Etappe dieser wilden Tour - zurück nach Popayan - 34 km davon Dirt Road 😤😡😰. Nur für dieses Stück gehen um die 3 Stunden drauf. Aber alle Beteiligten sind (für's erste ... mehr dazu im nächsten Footprint) unbeschadet angekommen - außer unserem Fahrzeugfunkschlüssel, der hat vor lauter Geruckel die Synchronisation zum Fahrzeug verloren 🤨. Jetzt müssen wir eine Citroen Vertragswerkstatt finden, die den Funkschlüssel neu anlernen kann, in Popayan gibt's leider keine. Aber immerhin stehen wir auf einem rundum netten Camping bisschen außerhalb und können einen Stadtbummel in der historischen Altstadt von Popayan unternehmen ... mit lecker Kaffee trinken 👍😋☕🍰
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  • Kika, Silvia und die Misak

    Jun 29–Jul 2 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    La Bonanza heißt der wunderschön blühende Campingplatz in der Nähe der Gemeinde Silvia und wird von dem marokkanischen Ehepaar Kika und Anouar mit ganz besonderer Herzlichkeit und Empathie geführt. Wir verbringen dort drei Nächte, essen köstliche marokkanische Tajine, plaudern mit den anderen Overlandern, u.a. zwei französischen Familien mit drei und vier Kindern in Womos, nicht viel größer als unseres - puhh, können wir uns nur schwer vorstellen 😯 ... aber geht 😉.

    Dienstags ist immer Markttag, weithin bekannt vor allem wegen dem indigenen Volk der Misak, auch Guambiano-Indianer genannt, die ihre Feldfrüchte und Kunsthandwerk feilbieten und ihre kulturelle ethnische Zugehörigkeit durch eine bestimmte Tracht lebendig erhalten (unschwer zu erkennen) und wohl auch eine eigene Sprache pflegen (glaub ich jetzt mal 😉). Auf jeden Fall ging's im Örtchen recht munter zu, das Angebot reichte von kleinen Kälbchen bis zur Perlenhalskette, ganz bestimmte sind auch Teil der Tracht. Und die Busse waren dem Warenangebot entsprechend zahlreich und schwer bepackt ...
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  • Cali - Stadt voller Salsa

    Jun 27–29 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Vom Valle de Cocora fahren wir weiter nach Cali und quartieren uns in einem charmanten Airbnb ein, im hübschen Altstadtviertel San Antonio und damit in fußläufiger Nähe zum historischen Zentrum. Für ein Airbnb entscheiden wir uns, weil es keinen Campingplatz in der Stadt gibt und weil wir hier nicht "frei" stehen wollen ... Cali ist immer noch ein bisschen gefährlich, der Vermieter warnt uns gleich vor den zu meidenden Vierteln.
    Das Departamento Valle del Cauca - Cali ist die Hauptstadt - gilt immer noch als unsicher. Die Farc-Guerilla hatten (oder haben) in den umliegenden Bergen ihre Hochburgen, von Reisen in die südwestliche Ecke - traditionelles Kokabauern-Gebiet - wird dringend abgeraten.
    Aber davon kriegen wir in der Stadt nicht viel mit. Am Abend hat Kolumbien gegen Portugal unentschieden gespielt, ist damit weiter und das wird natürlich gefeiert wie ein Sieg 🎉✨💛💙❤️. Quasi alle haben das gelbe Trikot an und tanzen in den Straßen ... und das können die Caleños 👍🥳
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  • Valle de Cocora

    Jun 24–27 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem wir bei Stephan abgereist sind, führt uns der Weg zunächst wieder 50 km nach Norden ... wir wollen noch das Valle de Cocora sehen.
    Das Cocora-Tal ist ein Naturreservat in der Nähe von Salento im kolumbianischen Hochland auf 2.400 m Höhe (Kaffeezone). Und was wächst dort so? Richtig ... Wachspalmen 😅. Und die sind ziemlich berühmt, weil sie sooo hoch wachsen - bis zu 60 Meter - und damit haben es die Quindío-Wachspalmen zum Nationalbaum Kolumbiens gebracht und zur höchsten Palmenart der Welt. Wachspalmen heißen allerdings nicht wegen ihres Wachstums so, sondern aufgrund einer dicken Wachsschicht auf ihrer Rinde, aus der früher Kerzen hergestellt wurden.
    Wir finden dort einen sehr schönen Standplatz, gehen viel wandern und feiern unseren 16. Hochzeitstag 🎉. Besonders staunen wir über den ausgeprägten kolumbianischen Tourismus, auch an Wochentagen. Alle paar Minuten trifft ein Willy aus Salento ein, vollgepackt mit Besuchern, sehr viele reisen mit dem eigenen Auto oder Motorrad an und noch mehr lassen sich dann auf einem Pferderücken die steilen Wege hinaufschaukeln ... Das Tal ist aber auch wirklich zu schön ☺️.
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  • Café Río Lejos - Finca La Esmeralda

    Jun 21–24 in Colombia ⋅ 🌧 22 °C

    Fast vier Tage sind wir auf der Finca La Esmeralda am Río Lejos zu Gast bei Stephan, der nicht nur ausgewiesener Islam-Experte ist, sondern sich auch zum Öko-Kaffeebauern entwickelt hat. Wir gewinnen einen intensiven Einblick in ökologischen Kaffeeanbau, lernen Schatten spendende Baumpflanzungen und Urwald-Regenerierung kennen, bekommen verschiedene Kaffeesorten und alle weiteren Schritte von der Ernte bis zur Trocknung erklärt ... und last but not least dürfen diesen besten Kaffee ausgiebig probieren 😋👌.

    Die Anfahrt in die Finca hat mal wieder ihre Tücken ... Diesmal ist's nicht die Steilheit, sondern eine unter harmlosem Gras versteckte Wurzel, an der wir uns so gründlich festfahren, dass anderthalb Stunden Tricks und Mühe nicht helfen 🫣.
    Zum Glück kann Stephan einen Willy-Fahrer anrufen, einen Allrad-Jeep, der uns ganz easy wieder rauszieht. Mal wieder großes Glück gehabt!!

    Zur Finca ist noch zu ergänzen: Wer nähere Infos über das Projekt und Stephans Arbeit möchte oder vielleicht auch mal den Spezialitäten-Kaffee probieren möchte, kann sich auf der Website ausführlich informieren:
    https://cafe-rio-lejos.com/de/

    Hinweis für andere Overlander: Stephan hat keine Struktur, um Overlander als Gäste aufzunehmen. Besucher für eine geführte Kaffeetour sind sehr willkommen und sollten vorher über die Website Kontakt aufnehmen. Stephan ist gerne auch behilflich bei der Unterbringung in Pijao (20 Min. zu Fuß von der Finca entfernt), einem herrlich entspannten und beschaulichen Städtchen mit vielen Cafés und dem Begrüßungsmotto "Pueblo sin Prisa" (Städtchen ohne Eile 😇).
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  • St. Elena, Medellin, Comuna 13

    Jun 18–20 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Santa Elena - herrlich, Medellin - chaotisch, Comuna 13 - herrlich chaotisch visionär 💖. Das sind die Schlagworte zu dieser Etappe.
    In Santa Elena wohnen wir in 2.600 m Höhe oberhalb von Medellin auf einem schönen ländlichen Camping und schlafen bestens bei wunderbarer Kühle, um am nächsten Tag mit dem öffentlichen Bus eine Stunde den Berg runter in die City zu fahren - schon diese Fahrt ein gewisses Erlebnis.
    Es erwartet uns ein lautes, buntes Durcheinander, enge, oft steile Straßen, dichter Verkehr, Gestank und soo viele Menschen, mit 2,5 Millionen die zweitgrößte Stadt Kolumbiens.
    Zu Fuß geht's weiter in den zentral gelegenen Plaza Botero. Der Künstler hat seiner Geburtsstadt 23 (!) seiner voluminösen Bronze-Skulpturen geschenkt, der frei zugängliche Platz ist quasi eine Dauerausstellung, auch mit dem Ziel, mehr Besucher in die als gefährlich und drogen-kriminell verschriene Stadt zu locken - durchaus mit Erfolg!
    Mit der Metro schlagen wir uns durch zum Treffpunkt für die Comuna 13-Führung. Und die ist höchst beeindruckend, geht uns nahe und wirkt noch einige Zeit nach 🥰🤩. Die Comuna 13 ist ein Stadtteil von insgesamt 16, am dichtesten besiedelt, in steilster Hanglage und besonders bekannt als Zentrum von gewalttätigen Kämpfen rivalisierender Kokain-Drogenkartelle, es heißt, dass viele der minderjährigen Auftragsmörder (für 10 $) von Pablo Escobar hier rekrutiert werden konnten.
    Doch Wandel ist möglich!
    Zum einen haben städtische Maßnahmen beigetragen: Zum Beispiel konnte eine riesige, mehrteilige Rolltreppe, insgesamt 350 m lang, die Anbindung an städtische Infrastruktur ganz wesentlich erleichtern - Schüler, Schwangere, Mütter mit Kleinkindern, alte Menschen, Arbeitende können damit Schulen, Kindergärten, Ärzte, Krankenhäuser, Arbeitsplätze etc. um ein Vielfaches einfacher erreichen, als ca. 28 Stockwerke zu Fuß überwinden zu müssen, u.U. täglich...
    Und Alex, unser wunderbarer Guide, 27 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in dieser seiner Hood, kennt gefühlt fast jeden hier, erzählt seit 11 Jahren voller ganz persönlicher Erfahrungen und Geschichten von diesem Wandel ... vor allem von den Visionen und Ambitionen der Jugend!
    Mit Rap, HipHop, Breakdance, Graffiti hat sie eine eigene Sprache, Ausdrucksform und Identität entwickeln und zeigen können - und damit einen Ausweg aus Stigmatisierung und den alten Pfaden von Drogensucht und Kriminalität gefunden ... zumindest 70 zu 30 schätzt Alex optimistisch 😏.
    Mit viel Engagement, Leidenschaft und selbst erlebter Geschichte hat uns Alex "sein" Projekt näher gebracht. Unser Fazit: es gibt sie noch, die gelebten Visionen 🤜🤛 👏👏.
    Voller intensiver Eindrücke finden wir den Weg zurück zur Busstation. Eine Stunde später und rund 1.000 Meter höher befinden wir uns wieder im kühlen, ruhigen und friedlichen Santa Elena.
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  • Guatapé - 700 Stufen hoch hinaus

    Jun 16–18 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Wir machen uns auf nach Guatapé, Richtung Medellin, lassen Bogota "links liegen" (Großstädte sind ganz schön anstrengend) und kommen nach einer geräuschvollen Übernachtung in einem Truckstopp-Dorf auf dem herrlich gelegenen Campingplatz von Daniel an - vorher natürlich nach Steilheit gefragt und vor Ort auch nochmal vor der Fahrt hinauf per pedes erkundet ... gemeinsames Fazit: zwar steil, aber machbar 😏.
    Hat sich wieder gelohnt: Daniel ist extrem nett und hilfsbereit und wir können einen grandiosen Weitblick genießen, u.a. auf den El Peñon, auch La Piedra genannt, einen ganz schön auffälligen Granit-Monolithen, touristisch bestens erschlossen, der am nächsten Tag erklommen wird.
    Nach ca. 700 Stufen (659 am Berg, die restlichen auf dem Weg zum Eingang) bietet sich wieder ein weiter Blick über die Umgebung, von hier aus vor allem über den stark verzweigten Stausee Peñol-Guatapé. Beim Bau in den 70ern wurde die Stadt Peñol komplett überflutet und an anderer Stelle neu errichtet (mit entsprechenden sozialen "Kollateralschäden" eines so gigantischen Umsiedlungsprojektes).
    Der Stausee gehört zu den wichtigsten Wasserreservoiren und Wasserkraftzentren Kolumbiens, das um die 70% (!) seines Strombedarfs durch Wasserkraft abdeckt. Die Region um den See ist außerdem ein beliebtes Tourismusziel geworden, entlang des weitläufigen Ufers wurden viele exklusive Villen (mit privatem Seezugang) errichtet - eine der bekanntesten war die Villa "La Manuela", die Pablo Escobar für seine Tochter errichtet hat. 1993 von einer rivalisierenden Gang fast vollständig mit 200 kg Spengstoff in die Luft gesprengt, können die erhaltenen Teile heute besichtigt werden - anscheinend suchen viele Besucher immer noch nach Geldverstecken 🤑. Pablo Escobar - anlässlich der Gegend um Medellin haben wir Wikipedia u.a. über ihn gelesen ... echt heftiges Leben!
    Das hübsche Touristenstädtchen Guatapé wird auch besucht, ist bekannt für seine bunten Häuser mit aufwendig reliefkünstlerisch gestalteten Häusersockeln, den sog. Zócalos ... sogar das Fußballschauen ist hier schon verarbeitet 🌐😆
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  • Los Farallones de Sutatausa

    Jun 14–15 in Colombia ⋅ ⛅ 18 °C

    Diese Etappe ist zwischendrin fahrtechnisch die Hölle - aber auch eine Erfahrung, aus der wir gelernt haben. Wir folgen Google und 2 km vor Erreichen des Ziels hängen wir auf einer extrem steilen Gravelpiste in einer Kurve fest, aus der wir aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Hilfreiche Anwohner sind schnell zur Stelle 🙏🙏🙏. Aber selbst 6 starke Männer können unsren Seven nicht aus der misslichen Lage pushen 🫣😱😫. Daraufhin macht sich tatsächlich einer auf den Weg und organisiert im Dorf einen LKW, der uns - vor den Augen einer inzwischen nicht unbeträchtlichen Zuschauerschar, willkommene Sonntagnachmittag- Unterhaltung 😏 - rausziehen kann. Puuhhh!!! 👍👍👍
    Was wir gelernt haben: Kolumbien ist seehhr bergig, kennt keinen Winter, Straßen werden extrem steil gebaut, da es nie Glatteis gibt!
    Wir fahren nie mehr in steile Passagen rein, ohne vorher zu Fuß geprüft zu haben ... Und hier in den Cordilleras fragen wir bei unsrem Ziel-Camping nach Möglichkeit vorher an, ob er mit einem 2x2 Fahrzeug erreichbar ist!

    Inzwischen sind auch José und Andrees vom Campingplatz am Ort des Geschehens angekommen und fahren uns auf einer alternativen, deutlich flacheren Route voraus. Und die Aufregung hat sich gelohnt 😁. Ein tief im Tal versteckter Platz, weitgehend von Wildnis umgeben ... aber doch so viel Infrastruktur, dass wir abends nach kurzem Fußmarsch noch ein Bierchen beim Kiosk-Nachbar zusammen trinken können 😋. Dabei erfahren wir, dass José geprüfter Führer in den Los Farallones ist und verschiedene Touren anbietet, also verabreden wir uns spontan für den nächsten Morgen, auch weil die steile Felsformation ganz schön spektakulär aussieht. Und die Tour ist grandios und gefüllt mit Geschichte.
    "Im 16. Jahrhundert, als die spanischen Konquistadoren das Gebiet eroberten, leistete das indigene Volk der Muiscas erbitterten Widerstand. Der Überlieferung nach zogen sie sich in die unzugänglichen und hohen Felsformationen der Farallones zurück, um sich der Unterwerfung und Versklavung durch die Spanier zu entziehen. Um der Gefangennahme zu entgehen, sollen sich bis zu 5.000 indigene Männer, Frauen und Kinder von den Klippen in den Tod gestürzt haben."
    Heute sind die Farallones ein beliebtes Wander- und Klettergebiet...

    José hat 30 Jahre in einer dortigen Kohlemine gearbeitet, bevor er sein "Campo Hermoso" - sein wunderschönes Camp - für Gäste ausbauen konnte. Die Kohlemine wurde inzwischen geschlossen, da bereits mehrfach aufgrund von Gasexplosionen Arbeiter zu Tode kamen ... José hat Glück gehabt.
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