Hinter dem nächsten Eck...
25. maj, Kroatien ⋅ ☁️ 17 °C
Ich denke, man wird neugierig geboren- wie sonst würden wir alles lernen- und dann trennen sich die Wege. Ich wurde weiter neugierig gemacht. Auf unseren vielen Entdeckungsreisen, seien es die Blumen beim Wandern, die wöchentlichen Besuche der Bücherei- es gab den genialen Büchereibus, der 1x/ Woche in die Stadtteile kam, unsere Erfahrungen mit fremdsprachigen Kindern auf den Campingplätzen, beim ewigen Lösungen suchen weil unsere Ausstattungen so mickrig waren. Meine Neugier entstand später vorwiegend durch spannende Abenteurergeschichten. Und diese Neugier bestimmte heute Tagesablauf, Tempo und Erfahrungen.
IZOR KUPA
Um 5 Uhr früh packte ich mich zusammen, zu herrlich die kühle, frische Luft und ich fuhr zum Abstieg zur großen Karstquelle der Kupa. Irgendwie kommen hier immer gleich große Flüsse auf die Welt, keine Rinnsale.
Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen in dem 7 Grad kalten Wasser mein Morgenbad zu nehmen. Türkisblau entspringt es aus erforschten 140m Tiefe, der Rest- bleibt geheim.
Natürlich war um 6, 6.30 noch keine Seele unterwegs, ausser ein Bär. Der werkte und grub sich bergauf sodass ich Anfangs eine Steinlawine vermutete. Ganz deutlich jedoch würde gekratzt und geschnaubt. Sehen konnte ich ihn nicht, er mich vermutlich auch nicht. Nach dem 2. Akt war Schluß und es war wieder ruhig.
Die Stimmung war durch den Morgendunst absolut magisch.
LOVKE JEZERO
Der nächste Stopp war notwendig, weil ich dringend tanken musste. Dass Slowenien ums Eck ist, merkte ich in der Bäckerei, die Cremeschnitten anbietet und alle Caféhaussitzer gegenüber hatten eine Cremeschnitte vor sich stehen 🤣
Mein Frühstück, verbrachte ich bei einem dieser unzähligen Stauseen, die es im Nationalpark gibt. Von hier prächtig mein Gipfel von gestern zu sehen.
ROSWELL
Am Weg- an sich googlemapte ich mich nach Rijeka- brachte mich noch in eine liebreizende Gegend in der ich gerne länger Pause gemacht hätte, weil ich schon sehr müde war. Leider blockierten Holztransporte meinen Weg nach Rosswell. Dem Dorf in dem Szenen von Winnetou gedreht wurden. Die Gebäude sind vermutlich nicht mehr original, aber die Lage ist ein Traum.
SPOMENIK
Spomenik Podhumskim žrtvama, wieder eines der so interessanten Partisanen Memorials.
Zufällig habe ich es beim Vorbeifahren entdeckt. Es ist neu renoviert. In einem riesigen Kreis sind alle Namen der 91 von den Faschisten 1942 in einer Aktion Getöteten angegeben.
RIJEKA
Den Nachmittag und Abend verbrachte ich radelnd in meiner Kindheitslieblingsstadt Rijeka. Ich denke Marseilles und Rijeka und Triest sind gleich auf. Groß, schmuddelig durch die Häfen und Werften, nicht offensichtlich schön, aber unglaublich spannend. Das elende Manko an diesen Städten, egal ob groß oder klein, egal in welchem aland- sie entsorgen ihre Kanäle direkt ins Meer. An den Kaimauern wird zerfleddertes Klopapier in größeren Stückchen und als Mikronahrung genauso ins Meer geschwappt wie Binden, Gummis, und natürlich der ehemalige Inhalt. Tausende Fische, die aussehen als würden sie ersticken haben sich angewöhnt wie Schneefräsen mit offenem Maul diesen gustiösen Cocktail zu fressen. Meine Entscheidung. Fisch esse ich hier sicher keinen. Wie unglaublich grauslich ist das denn? Und warum fällt das in den EU Gremien niemandem auf?
Der Abglanz der Monarchie ist noch erkennbar, dadurch, dass nichts abgerissen wird, lässt sich die Industriegeschichte an unzähligen Ruinen ablesen. Wenig glamourös, wuselig und ein bisschen "dirty" ist es genau mein Ding.
TRÜFFELLAND
Im Abendrot verließ ich die Stadt und bin nun in der Nähe von Hum. Der angeblich kleinsten Stadt der Welt. Dahin mache ich morgen einen kleinen Radausflug, frei stehen ist sich nicht ausgegangen. Die Plätze sind rar, die istrische Polizei handelt und ich hab einen nagelneuen CP gefunden der schon mitten in der Trüffelgegend ist.
Ein beharrlich gut aufgelegtes Nachtigallmännchen tirilliert mir wunderhübsche Ständchen. Wann schläft der Nachtigall eigentlich?Læs mere


























Rejsende
Tolle Lichtstimmung
Rejsende
Es war absolut mystisch!