• Gerhild Artelsmair
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  • Gerhild Artelsmair

Die Entdeckung Kroatiens

Private Gründe sind für eine Reiseplanänderung verantwortlich. Unbekanntes und bekanntes Kroatien werden wir erkunden und mit dem Rad und zu Fuß erkunden. Natürlich ist unser Reisekater Howdie wieder mit dabei. Read more
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    🇭🇷 Salonä, Kroatien

    Die Eisheiligen

    May 10 in Croatia

    Haben uns zur Flucht in den Süden gezwungen. Gott-sei-Dank!
    Zwar nicht Gerhilds Paradiese dieses verbaute, verkommene Kommerzlanf Dalmatien, aber wenn 12 Grad und Dauerregen drohen, dann ist es besser man nimmt die Gegend Split in Kauf.
    Von Obravac weg ums nächste Eck an einen Platz wo wir herrlich gestanden sind und eine sehr beschauliche Zeit inmitten des Olivenhains mit Blick aufs Beinahe-Meer hatten; wo Howdie den ganzen Tag Falter und Käfer jagte, ich am Kies vor mich hingenoß, oder im Wasser abkühlte. Wo es einfach Paradies ist, die Schildkröte und der fette Scheltonbusik herumrascheln...
    Holte uns die Realität ein. Das Wetter. Kurz unschlüssig, war es schnell klar. Ab in den Süden. Natürlich mussten wir wieder zwei Stunden auf unseren Prinzen warten. Warum sollte er auch kommen? Er wollte genau da bleiben...
    Endlich hatten wir ihn und alles andere gepackt. Ziel: Trogir. Der Ort mit Schönwettergarantie.
    Unterwegs mussten wir noch Wasser kaufen. Für uns recht ungewöhnlich, denn bisher waren wir von Quellen und in Griechenland von unzähligen Trinkwasserbrunnen verwöhnt. Es gibt keine "alten" Dorfstrukturen mehr. Aus. Weg. Jenseits des Auto Put auf der D27, der Landstraße ist alles verkommen und verweist. Es gibt keinerlei Infrastruktur. Zu nahe am Meer und doch nicht am Meer.
    Lange versuchten wir einen Ort mit Essbarem zu finden. Erst nach Šibenik, aus dem kleinen Fischerdorf der 60er ist eine moderne Stadt geworden, kehrten wir ein. Wie immer war das Essen sehr gut und auch günstig.
    Inzwischen regnete es schon aus Kübeln und das sollte bis zu unserem Stellplatz auch so bleiben. Hoch auf einem Berg über Trogir und dem Spliter Flughafen nächtigten wir unbehelligt. In der Früh eine neue Entscheidung. Wir wechseln auf einen Campingplatz bis es im Norden, also Gegend Rijeka wieder schön wird. Auf der Insel vor Trogir stehen wir jetzt also schon brav auf dem Campingplatz. Wir haben es gut erwischt. Und nur auf einer Seite sind Nachbarn möglich.
    Das Wasser ist wunderbar! 18 Grad. So herrlich. Ganz sauber und ich bin sehr glücklich, dass ich da einfach hinein hüpfen kann.
    Wir waschen und putzen unser Gefährt gründlich und abends gehen wir noch auf ein Bierchen und was zu Essen.

    Für morgen habe ich wieder eine sehr knackige Runde geplant. Die Umrundung der Insel.
    Unser Kater tut ein bisschen dumm. Er sitzt beim unbewohnten Dauercamper unter der Plane und checkt erst einmal alles ab. Höchsten Respekt hat er vor dem vielen Wasser. 🙈🤣
    Ich denke er wird sich schnell angewöhnen. Er ist ja so ein kluger Kater!
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  • Sonne, Wasser, Faul sein

    May 9 in Croatia ⋅ ☀️ 19 °C

    Franzi hat beschlossen, dass er die Straße, die wir hinunter gesaust sind, hinaufradln will. Da ich keine Asphaltfresserin bin, fahre ich ein paar Kilometer weiter und verbringe einen herrlich entspannten Tag am Wasser. Vor mir liegen unzählige Miesmuschelbänke. Den ganzen Tag arbeiten Fischer dran die großen zu ernten.
    Auf dem kleinen Strand teilweise mit feinem Kiesel habe ich guten Schatten, denn es ist heiß.
    Wieder sehe ich zwei Scheltonbusiks und eine große Schildkröte, die sich an einer Minibuche labt. Diese Buchenbuschen sind so entzückend. Sie haben minikleine Blätter und sind richtige Büsche. Unser Auto steht inmitten von Oliven. Kater hat den ganzen Tag Spaß beim Versuch Grillen und so Viecher zu fangen...
    Weil die Eisheiligen anstehen und uns scheinbar auch erwischen werden, wollen wir morgen weiter in den Süden statt in den nördlichen Velebit. Wir möchten verhindern, dass wir zu viel Regen abbekommen. Mal sehen. Morgen noch ein bisschen hier in der Einöde. Ausserdem müssten wir auch ein bisschen einkaufen 😂
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  • Eine super Radltour

    May 8 in Croatia ⋅ ☁️ 19 °C

    Ich habe am Abend noch eine Tour geplant, die auf Komoot gefallen mir nicht. Ich möchte eigentlich so viel als möglich von diesem Wunderfluss Zrmanja sehen. Das heißt Bike and Hike und einige Höhenmeter.
    Wir haben auf meinem Rad leider nicht gewechselt, jetzt fahr ich mit Gravelreifen, aber es wird schon gehen.
    Es ist perfektes Wetter, auch wenn es teilweise schon ziemlich warm ist.
    Sehr abenteuerlich und abwechslungsreich erradeln wir einen Teil des Flusslaufs. Durch kleine Dörfer mit vielen Farmen die alle Jaja und Sir anbieten. Eselsmilch und Honig. In den Wacholderwäldern sind die Glocken der Kühe zu hören, die nur herzhafte Kräuter fressen. Sie sind recht zart und geländegängig und genauso hübsch wie bei uns 🐄🫶.
    Ganz angetan von einer Art Feengras muss ich einmal kurz stehen bleiben um ein Foto zu machen. Mit einem Riesensatz- genauso erschrocken wie ich, saust ein Scheltonbusik an mir vorbei und ich kann mich vor Entzücken gar nicht beruhigen. In der Volksschule bei der Schlangenschau habe ich ihm kennengelernt und seitdem nie wieder gesehen. Das Mischwesen zwischen Schlange und Echse ist wunderschön. Glänzend, kupferfarben, mit einem freundlichen Gesicht.
    Am Weg trinken wir etwas, später gönnen wir uns vor dem letzten Anstieg ein Eis.
    Und als wir unsere knapp 1200hm geschafft haben, fetzen wir 15 km bergab zu unserem fahrenden Haus. Howdie, der aus dem offenen Fenster springen hätte können, wartet brav im Auto und dreht seine Runde erst, als wir daheim sind. Mit ein wenig Aufwand basteln wir eine Duschkabine, immerhin stehen wir mit Rundumeinsicht und genießen es wieder sauber zu sein. Wieder gehen wir ins "M" und essen gut. So ein wunderschöner Tag!
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  • Wieder ein Rasttag, wegen dem Wetter

    May 7 in Croatia ⋅ 🌧 17 °C

    Wir stehen wunderbar ruhig und haben im der Nacht ein Megagewitter über uns ergehen lassen. GottseiDank kein Hagel. Es ist nicht besonders kalt am Vormittag, irgendwann machen wir uns auf das Städtchen zu erkunden. Viele kaputte Orte haben wir schon gesehen, aber das toppt wirklich alles. Einst eine der wichtigsten Handelsmetropolen zwischen Meer und Binnenland durch den Fluss, fallen jetzt im Kern die alten, venezianischen Häuser zusammen. Ausser ein paar Bars an der Flussseite gibt es einen Haufen neue Wohnblöcke entlang des Flusses, eine kleine Marina, einen großen Supermarkt. Keinen Bäcker, quasi kein Restaurant, Arbeit??? Vermutlich keine.
    Nachdem wir in 10 Minuten alles abgecheckt haben.... wo wohnen die über 3000 Einwohner??? essen wir gleich normal. Das ist wirklich gut. Es gibt zwar nicht besonders viel, aber es schmeckt super. Am nächsten Tag werde ich ein lustiges Erlebnis haben. Ich frage den jungen Mann ob er mir aus den Zutaten Tomaten, Gurken, Zwiebel, Mais... einen Salat machen kann. Nix Salat... steht ja nicht auf der Karte 🙈🙉🙊

    Mit vollem Bauch erklimmen wir den Rest eines Forts. Von hier haben wir einen guten Überblick über die Anlage der Stadt. Im Mittelalter sind hier alle Waren durchgeschleust worden so weit es am Fluss ging und dann über Mulisteige weiter transportiert worden.
    Herrlich wieder die vielen Blumen. Es duftet nach Kräutern, besonders das Currykraut dominiert. Ich liebe es!
    Später treffen wir einen reisenden Schweizer, quatschen ein bisschen und zurück geht's zu unserem Howdie.
    Die Wetteraussichten für morgen sind gut.
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  • Borderline

    May 6 in Croatia ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute geht es wieder weiter. Zurück nach Kroatien. Dazu fahren wir genau an der Grenze. Diese ist schnell passiert, kurz nach Bihac ist ein kleiner Übergang. Wenige Kilometer bringen uns zur ehemaligen Flughafenanlage der Jugoslawischen Volksarmee.
    Den ganzen Tag bewegen wir uns auf dem Gebirgskamm der das Una Tal nach Osten begrenzt und die Grenze zu Kroatien bildet. Alpine Wälder mit gelben Teppichen von Aurikeln, Kiefern, Hochweiden, teilweise Schneereste. Es ist kalt draußen. Dann ändert sich das Bild. Saftige Laubwälder in allen grün Facetten. 1x, 2x, 3x werden wir mitten im Wald von der Polizei in diesem Niemandsland angehalten und kontrolliert. Wieder die Bestätigung, dass all die verlassenen Dörfer und Höfe auf den Krieg zurückzuführen sind. In ein paar Jahren wird der Wald alles verschlungen haben.
    Wir überqueren eine gigantische Hochebene, hier zeigt sich schon der Karst. In der Nähe zweigt die Straße zu den Plitwitzer Seen ab.
    Es regnet momentan in Strömen und wir machen an einer gemütlichen Gostionica halt. Es ist warm eingeheizt. Obwohl, kalt ist es eh nicht, nur so ungemütlich wegen dem Regen. Der ist immer gleich so sinnflutartig.
    Unser Ziel Obravac am Zrmanja Fluss ist nicht mehr weit. Tief unten liegt die Schlucht als wir die ganze Höhe der Dinaren hinunter fahren.
    Das Wetter ist wieder fein und Howdie und ich können noch ein wenig herum streunen. Wir stehen wieder ganz schön. Ein heftiges Gewitter um 2 Uhr weckt mich auf. Die nächsten zwei Tage soll es schlecht sein. Mal sehen... wir haben 2 Radltouren vor. Hier im Gebiet der Apachen und des wunderschönen Häuptling Winnetou, Pierre Brice...
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  • Flugzeugkaverne Ževalja

    May 6 in Croatia ⋅ ☁️ 20 °C

    Auszug aus Wikipedia
    Die Flugzeugkaverne Željava an der bosnisch-kroatischen Grenze bei Bihać war die größte militärische Flugzeugkaverne Europas.

    Westlich von Bihać, beim Dorf Željava und am Fuß des Bergrückens Plješevica, wurde zwischen 1957 und 1970 Europas größte Flugzeugkaverne erbaut. Der unter dem Namen Klek oder Objekat 505 bekannte Komplex kostete den jugoslawischen Staat bis zur Fertigstellung zirka 6 Milliarden Dollar. Er fasste bis zu 80 MiG-21-Kampfflugzeuge, 110 Piloten sowie 1400 Luftwaffensoldaten. Die Konstruktion sollte einem Atomangriff mit einer Sprengkraft von 20 bis 30 Kilotonnen standhalten. Zum Schutz der Anlage wurde außerhalb der Kaverne eine Garnison mit 5000 Soldaten errichtet und bis zum Ausbruch der Jugoslawienkriege genutzt.

    Mit dem Rückzug der Jugoslawischen Volksarmee aus Bosnien 1991 wurde die Kavernenanlage und die Pisten mit insgesamt 56 Tonnen Sprengstoff gebrauchsunfähig gemacht. Einige Bereiche im Inneren sind mit PCB kontaminiert.[2] Teile der Pisten und des Außengeländes sind immer noch stark vermint.[1]

    Schon die Zufahrt zeigt die Wunden des Kriegs. Alle Gebäude sind verlassen. 1, 2 Sacherl nicht aufgegeben. Die Anlage liegt auf einem wunderschönen Hochplateu mit Birkenheinen und viel Gegend. In drei Kavernen kann man hinein. Wir sind nur ein paar Meter hinein gefahren. Es riecht noch stark nach Kerosin und Metall.
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  • Ned immer laufts wie erhofft

    May 5 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☁️ 17 °C

    Noch ist es mucksmäuschenstill und finster. Hin und wieder ein kleiner Quaker einer schlafenden Ente. Manchmal plantscht etwas auf dem Wasser. Und unmittelbar, wie auf ein Signal, legen ein bisschen später alle gemeinsam los: Ein Vogelgezwitschergetöse, Frösche quaken... die Flussbevölkerung gibt Gas. Es ist beginnende Dämmerung. So spannend.
    Fur mich, später in der Sonne, ein zweites Aufwachen am nassen Bettzeug. Na bravo. Meine Wasserflasche ist ausgeronnnen. Also alles zerlegen, aufhängen- auch die Matratzen- und warten. Rundherum bauen sich Wolken auf und es ist heftiger Wind. Trotzdem starten wir zu Mittag mit dem Rad nach Martin Brod. Ca. 50 km sollen es werden.
    Die Tour verläuft auf der einzigen Straße, trotzdem gibt es kaum Verkehr.
    Bald erreichen wir Kulen Vakuf, das einzige Dorf im Una Tal neben Orašac und Martin Brod. Es ist, wie alles hier in diesen Grenzregionen hässlich, supertrist. Überhaupt fehlt überall der ländliche Charme, den wir von Italien, Österreich, Schweiz und Deutschland kennen. Die Häuser sind lieblos und wenn sie geschmückt sind, dann mit Plastik, alten Reifen... und es ist vielfach chaotisch und schmutzig. Traurig und irritierend sind natürlich auch die vielen Kettenhunde bei den Häusern.
    Im Nationalpark, keine Ahnung was hier Gesetz ist, wird wie überall wild herum gebaut. Campingplatz ist grad die modernste Errungenschaft und jeder, der ein Fleckerl Land an diesen abartig schönen Flüssen hat, betreibt einen. Sonstige typische NP Infrastruktur wie Müllsystem- damit meine ich schon Mülleimer-, Informationen, Preisliste, Ausschilderung, ev. ein Leitsystem fehlt. Bei den Wasserfällen gibt es zwar Eintritt zu bezahlen, aber das ist auch eher Daumen x pi.
    In Kulen Vakuf trinken wir auf dem verwahrlostem Dorfplatz einen Kaffee. Am Nebentisch ein Mann mit Namensschild und grünem NP Leiberl. Also dürfte es doch eine Struktur geben.
    Der Wirt, wie viele Männer bilingual, entweder mit Englisch oder Deutsch oder sogar mit beiden vertraut, erzählt uns auf Nachfrage warum auf der Gedenkstätte alle Verewigten an wenigen Tagen gestorben sind.
    Am 11.6.92 zum Beispiel. Die serbische Polizei hat alle männlichen Bewohner zusammengefasst und erschossen.
    Wie stark, auch nach 30 Jahren diese Tristesse ist! Unglaublich! Und welche Veränderungen die Gesellschaft aushalten muss und musste! Totale Entvölkerung von 100en von Gemeinden.
    In Martin Brod radeln wir ein wenig herum und wollen wieder umdrehen. Es beginnt zu tröpfeln. Ein Blick in unsere Richtung und das WetterApp genügt und wir lassen es bleiben. Also zurück zu einem Gasthaus und einkehren. Dann gießt es aus Eimern und ein Weiterfahren auf Stunden sinnlos. Trotz Jacke unmöglich.
    Wir lernen Peter und Luise kennen. Er Deutsch-Bosnier und Luise Altadelige ohne Adelstitel aus dem Schwarzwald.
    Mit seiner Hilfe organisieren wir die Abholung durch unseren CP Besitzer.
    Wir haben es kuschelig, denn die vier Wittfrauen, die das Gasthaus betreiben, haben den Ofen eingeheizt. Natürlich rauchen sie alle und wir stinken nach Tschik. Aber was solls. Bald geht die Fahrt zurück zum Van. Howdie, schon nass wie ein Frosch, freut sich unendlich uns zu sehen. Wir rattern los und holen die Räder in Martin Brod ab.
    Viel Wasser heute ... 😉
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  • So nahe am Paradies

    May 3 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 19 °C

    Gestern faul. Definitiv. Nur ins Wasser, dem einkalten Kolkot l, springen, ein bisschen lesen, schlafen, schauen, weiter schauen... so war mein Tag. Franzi hat sich aufgerappelt und ist in der trägen Hitze des Tages auf einen Kaffee geradelt.
    Und haben wir bisher fast nie gekocht und ich deshalb den Kelomat, das wichtigste in meiner Küche, zuhause gelassen habe, tun wir es hier schon fast täglich. Sonst würden wir uns nur von Jause ernähren...
    Fest entschlossen, dass wir weiter fahren, packten wir noch alles um in der Früh wieder weiter zu ziehen. 50k kostet ein Haus mit Seegrund hier. Ein Schnäppchen. Aber wer will in der Pension schon Arbeit?
    Am Morgen geht's los zum Einkaufen und Richtung Una Nationalpark. Den haben wir bald erreicht und einen paradiesischen Stellplatz gefunden. Ich habe mir die Una als wilden, ungezähmten Fluss vorgestellt. Sie ist ein wunderschöner türkiser träge fließender Strom. Wir stehen direkt am Wasser und ich entdecke gleich eine kleine Würfelnatter. Eine der gefährdesten Schlangen in Europa, in Deutschland praktisch ausgestorben. Sie wohnt unter dem Steg und den ganzen Nachmittag kann ich sie immer wieder beobachten. So genial!
    Wir rappeln uns dann doch auf und schwingen uns aufs Rad. Die nächsten Tage ist das Wetter fraglich. Es wäre so schade, wenn es uns hier vertriebe, wo wir gerade beschlossen haben 2 Nächte zu bleiben.
    Wir fahren ein Stück und wollen zum Wasserfall Strbacki Buk. Ein Wächter will 8 Euro/Person Eintritt und das zahlen wir nicht, weil es offiziell 6/pers sind und es uns sehr viel vorkommt! Im Vergleich kostet ein Stritzel Brot 1€ und 1 Kaffee auch 1€.
    Also radln wir in den Ort Orašak auf ein Bier. Die Straße entlang des Flusses ist neu asphaltiert und ein Traum zum Radln.
    Das Wasser ist frisch, aber wärmer als der Kolkot.

    Nach dem Essen starte ich mein mega Gelsenabwehrteil für outdoor und hoffe, dass es wirkt... weil hier sind sie fett und riesig!
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  • So a schene Gegend!

    May 2 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 18 °C

    Großartiger Tag nach großartiger Nacht. Scheinbar war es richtig kalt. Ich hab nicht mitbekommen. Franzi hat eingeheizt, ich geschlafen wie ein Mehlsack.
    In der Früh wird es schnell bekömmlich warm und ich freu mich aufs Radln. Der Kater hat neue Fisematenten. Er will partout nicht hinaus. Also Badfenster offen, Dachluke für den Luftzug offen und wenn er mag, kann er raus. Dann sausen wir los.

    Am Ursprung des Kolkot wäre ich sehr interessiert gewesen, aber man kann nicht zu der Karstquelle, es ist scheinbar alles abgesperrt. Es gibt dort am Ursprung eine riesige Kartsquelle aus der ein Fluss in Gröse der Traun entspringt (nach dem Traunsee). 6, 7 Grad kalt, von bester Wasserqualität da er nach nur 5 Kilometern in den/die Una mündet. Es gibt keine Firmen, keine Häuser direkt am Wasser und es finden sich so ziemlich alle Arten von Fischen. Sogar den Huchen gibt es noch. Wasserschildkröten, sämtliche Wasservögel, Bisamratten... tummeln sich in dem glasklaren Wasser.

    Entlang von kleinen Asphalt- und Schotterstraßen passieren wir Dörfer, es geht stets auf und ab. Herrliche grüne Wiesen, immer mit Blick auf das ca. 1700m hohe Plesevica Bergmassiv, die den Kessel von Bihac bilden.
    Ungewohnt für uns schallt weit übers Land der Muezzin. Die Häuser sind gepflegt, aber auch recht schmucklos. Recht kitschig finde ich den Glitzerverputz. So funkeln, weiße, dunkelgraue, blitzblaue Hausfassaden wie mit Edelsteinen verziert. Wer etwas auf sich hält hat einen silberglänzenden Edelstahlzaun mit 1000 Verzierungen. Die Krönung, glänzende Mercedessterne...
    Franzi hat bereits ein kleines "rosa" Trauma. Rosa kommt in allen Facetten. Knallpink, schweinchenrosa, fleischrosa, orangerosa, dunkelrosa...

    Ungefähr in der Hälfte unserer Komoottour finden wir nach 25km endlich eine Bäckerei und ein Café. Diese Pause ist auch notwendig. Wir haben bereits viele Höhenmeter in den Beinen und viel Staub in der Nase.
    Dort erfahren wir die Geschichte der 1000enden Rohbauruinen. Und das ist die Schlüssigste. Im "alten" Jugoslawien lebten hier alle Ethnien als Nachbarn. Als die Grenzen fixiert wurden, durften Serben nicht mehr zurück zu ihren Häusern in Kroatien und Bosnien. Damit gehören diese Ruinen "niemandem" und werden, sobald sie zusammen gefallen sind, planiert.
    Das Zitat aus google KI ist eine Mischung aller Informationen, die wir bisher am Balkan gesammelt haben:

    1. Kriegsfolgen (1991–1995):
    Viele Gebäude wurden während des Kroatienkrieges und des Bosnienkrieges zerstört. Besonders im Bosnienkrieg wurden durch ethnische Säuberungen ganze Dörfer und Stadtviertel vernichtet. Viele dieser Häuser wurden nie wiederaufgebaut.

    2. Ungeklärte Eigentumsverhältnisse:
    Nach der Flucht oder Vertreibung der ursprünglichen Bewohner (oft Serben aus Kroatien oder Kroaten/Bosniaken aus bestimmten Teilen Bosniens) sind viele Immobilien nun herrenlos oder rechtlich umstritten. Der "Haus-Tausch" zwischen den Volksgruppen hat oft nicht zu einer langfristigen Nutzung geführt, sondern zu rechtlichem Stillstand.

    3. Wirtschaftliche Schwäche:
    Nach dem Krieg fehlten und fehlen oft die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau. Dies betrifft sowohl Privatpersonen als auch die öffentliche Hand.

    4. Schwarzbauten und Baugenehmigungen: Insbesondere an der kroatischen Küste gibt es viele unfertige Gebäude, die als "Schwarzbauten" (ohne offizielle Genehmigung) errichtet wurden, oft im Zusammenhang mit der Tourismusentwicklung. Diese wurden gestoppt oder können wegen laufender Gerichtsverfahren nicht fertiggestellt werden.

    4. Minengefahr:
    Nach dem Krieg verblieben große Mengen an Landminen in der Erde, besonders in ehemaligen Kampfgebieten. Dies verhindert in vielen Fällen die Rückkehr der Bewohner und den Wiederaufbau von Häusern.

    5. Migration und Bevölkerungsrückgang: Durch die andauernde Abwanderung (Migration) in wirtschaftlich stärkere Länder fehlen die Menschen, die die Häuser bewohnen oder reparieren würden.

    Angesichts der 3 freien Tage hat man hier das Gefühl, dass es mehr Auslandsbosniaken als Einheimische gibt.

    Nach dem köstlich starkem Kaffee sausen wir hinunter ins Tal der Una. Da thront hoch drüber eine Burg. Ostrawez.

    Nach dem Gegenanstieg kehren wir in einem Café ein. Kein Bier. Muslemisches Café. Na schade.
    Bihac ist nur eine kleine Runde in der Fuzo und ein bisschen Gemüse kaufen für das Abendessen wert. Wir freuen uns schon auf "daheim".
    War die Tour bisher ein Renner- Danke Komoot- wird es jetzt kompliziert. 🙈🙈🙈

    Wir landen im Nirwana. Bleiben im Gebüsch stecken, füllen uns beim Ausweg suchen die Schuhe an. Grauslich. Meine Beine sind völlig gebrennesselt. Franzi schlägt eine andere Richtung ein, ich geh den Weg zurück. Puhh. Das musste so sein. Alles zugewachsen. Na ja. Letztendlich erreichen wir unser Auto und Howdie. Wir schmausen glücklich unser Abendessen und beschließen den Sonntag in Frieden am Klokot zu verbringen.
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  • Heute ist gestern

    April 30 in Croatia ⋅ 🌙 9 °C

    Sisak. So weit sind wir, als unser Sauviech dann doch "heim" kam, noch gefahren. Es war bereits Abend und wir dachten, dass wir uns ein Bierchen verdient hätten. Geendet sind wir in einer hübschen Pizzeria und verspeisten doch noch so ein Trumm. Viel zu viel. Viel zu spät. Park4nite führte uns zu einem supertollen Parkplatz. Null los. Null Verkehr. Unglaublich friedlich. Eine herrliche Nacht mit einem beleidigten Kater. Auf kleinsten Sträßchen geht es dann am Vormittag los Richtung Bihac in Bosnien. Zwar sind es laut google nur 2,5 Stunden aber es ist so interessant im Schneckentempo durch diese wunderschönen Landschaften zu kriechen. Alles ist klein, Vieles unberührt. Es gibt nur wenig Kulturlandschaften. Äcker und Wiesen handtuchgroß, die Traktoren und Geräte uralt. Teilweise passieren wir extrem triste Dörfer. Jedes 2. Haus eine Ruine. Später erzählen mir Einheimische, dass das die Reste des Kriegs sind. Viele sind gestorben, viele ausgewandert und nicht mehr gekommen. Während wir in Kroatien das Gefühl haben "das Ende" erreicht zu haben, ändert sich das Bild unmittelbar als wir die Grenze passieren. In Bosnien gibt es auch diese Neubauruinen, aber auch unglaublich viele sehr schicke (aber nicht schöne 🫣) Häuser. Auch hier ist 1. Mai Feiertag und Freitag. Totaler Partytag. Die fetten Autos aus Österreich und Deutschland oder Italien brausen herum, in jedem Garten große Familiengruppen beim Essen und Trinken...
    Großartige Ausblicke in diesem hügeligen grünen Land!
    Kurz vor Bihac finden wir einen traumhaften Campingplatz an einem türkisen Fluss, dem Kokot, der wenige 100m von uns direkt aus dem Berg rinnt. Unser Kater darf wieder ausgiebig Gassi gehen und kommt, ganz brav und entspannt am Abend zum Dinner zurück.
    Ich werde bei einem Spaziergang entlang des Flusses in die Fänge einer feiernden Gesellschaft und muss noch ein Bier trinken. Wir singen ein bisschen Karaoke und haben viel Spaß...

    Morgen geht's mit dem Rad auf eine Erkundungsreise! Yipeee!
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  • So ein sinnloser Tag

    April 30 in Croatia ⋅ ☀️ 6 °C

    Also, aus meinem Mund? Die Superoptimistin ist sauer. Sehr sauer. Unser Herr Kater veräppelt uns gewaltig!
    Aber langsam. In der Nacht direkt vor dem Spomenik schlafend in kompletter Finsternis und Ruhe- ohne Empfang- hört irgendwann der Regen auf. Es ist saukalt und um 5 heizen wir ein. Ich lasse Howdie hinaus, das ist hier ohne Tracker auch ok.

    Um 8 sprintet er schon wie ein Wilder und schläft noch eine Runde. Es ist strahlend blauer Himmel aber windig.
    Unser Frühstück werden wir später in mehr Wärme einnehmen. Lieblich ist die Landschaft hier, allerdings muss sie voller tapferer Frauen und Männer sein. Molslavonien so heißt die Gegend war maßgeblich am Ausbau des Partisanenheeres beteiligt. So gab es in den Wäldern hier zwei Partisanenkrankenhäuser, in den auch strategisch geplant wurde.
    Unweit von wo wir jetzt stecken geblieben sind gibt es ein weiteres Spomenik aus der Zeit.
    Enge Hügel, tiefe Taleinschnitte machten es für Ustasha und Faschisten sicher hart. Ganz kleine Bauernsacherl, kein Prunk und Protz. Alles abgeschieden und einsam.
    Entlang der Route nach ca. 1 Stunde Fahrt findet Franzi einen Platz neben der Bundesstraße und in der Sonne.
    Wir wollen nur ein paar Minuten für ein Kniefruhstück bleiben. Heute wollen wir ja noch den Una Nationalpark in Bosnien erreichen oder zumindest Bihac.

    Das Fliegengitter ist zu, die Schiebetür offen. Bisher hat Howdie das immer als Barriere respektiert. Wir packen also schnell wieder zusammen. Einiges an Strecke liegt vor uns.
    Ich steh da, bereit zum Wegfahren und... wer saust geradewegs durch das Gitter und weg ist er. Da war es 10??? Jetzt ist es 18.30. Er ist immer ca. 15 bis 30m weg im Gebüsch. Hat den Nachmittag mit Schafen verbracht und macht keine Anstalten zurück zu kommen. So geärgert hat er uns noch nie. Das heißt für ihn Hausarrest für zumindest zwei oder drei Tage.
    Für uns ein komplett sinnloser Tag 😡😡😡

    Vielleicht müssen wir hier auch noch übernachten! 🤢
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  • Weiter, noch weiter ins Hinterland

    April 29 in Croatia ⋅ ☁️ 12 °C

    Beim Abfahren, am Vormittag, lange waren wir im Bett weil es so kuschelig ist, wenn es keinen Mucks ausser den Vögeln gibt, regnet es noch nicht. Aber es ist kalt. 12 Grad. Also Bäcker mit Kaffee suchen und dann einfach langsam Richtung Hlebine gondeln. Lange geht es der Drau, dem Stausee von Plodine entlang. Störche und Reiher staksen uber die Wiesen. Schön wäre es hier in der Sonne.

    Allmählich nieselt es immer mehr. Franzis App wird letztlich gewinnen! 90% Regen heute.

    Kilometerweit breiten sich wieder Felder aus. Raps, Mais, Getreide. Teilweise wird etwas geschnittert, das wie junger Hafer/Weizen aussieht und vielleicht als Grünfutter dient? Kilometerweit durch unscheinbare verschlafene Ortschaften. Jedes 2, 3. Haus unbewohnt. Jedes Stadium des Verfalls ist vorhanden. Teilweise gibt es in diesen trostlosen Straßendörfern ohne Zentrum noch eine Schule.
    Meine These führt mich in die Kolchosenwirtschaft des Kommunismus zurück. Warum sonst sollte sich irgendjemand da ansiedeln wo nichts ist. Gar nichts. Nur Felder. Und je eine Kirche. Dann zwei gesellschaftsverändernde Ereignisse. Der Zerfall Yugolslaviens und der Balkankrieg. Und damit waren die Arbeitsplätze in der staatlichen Landwirtschaft weg. Industriealisiert wurde hier nie. Menschen wanderten ab, flohen, kehrten nicht mehr zurück. Viele Häuser dürften noch ein bisschen gewartet/bewohnt werden, vielleicht von den Nachkommen im Urlaub. Anders als in Albanien, Türkei etc. sind das keine neuen Prestigebauten von Auswanderern.
    Völlig unbekannt und unbeworben finden wir in Hlebine das Museum für Naive Bauernkunst. Seit den 1930ern wird hier Alltags- und bäuerliches Leben farbenfroh dokumentiert. Eine wunderschöne Ausstellung mit Werken bis in die 50er Jahre. Vielfach auf Glas. Grobe, übergroße Holzfiguren ergänzen die künstlerische Arbeit des Dorfs und der Umgebung.
    Die Museumsfrau erwähnt, dass das Museum und die Werke einst sehr berühmt waren und sehr viele Besucher aus dem Inland hatte. Im Besucherbuch sind die letzten Einträge vom März.
    In einer Dorfbar trinken wir ein Nachmittagsbier. Es ist typisch Feierabend und ständig kommen Hakler jeden Alters um ein Bier, einen Kaffee zu trinken herein. Wie überall wir fleißig geraucht. Schlimm. Zitat nach Franzi: Wie bei uns vor 30 Jahren..."

    Als Tagesziel habe ich mir ein Monument im typischen jugo Brutalstil ausgesucht. In ganz Yugo verstreut gibt es diese extremen Monumente, die an die Schreckensherrschaft der Nazis und das Heldentum der Partisanen erinnern. Tito enthüllte unzählige davon. Alle wurden von renommierten Künstlern entworfen und die Diskussion über die Erhaltung ist voll im Gang. So einzigartig wie die 3 Riesenfäuste- ich glaub so um die 60 m hoch- in Niš, ist auch dieses, das an die tapferen Kämpfer/innen eines Dorfes im Partisanenkrieg erinnern soll. Ich möchte alle sehen. So großartig finde ich sie. Leider habe ich bei unserer Balkanreise schon das eine oder andere verpasst, weil sie teilweise so abgelegen stehen.
    Auch dieses hier ist völlig im Nirgendwo. Es gibt nicht einmal Handyempfang. Die Landschaft und Gehöfte sind bezaubernd. Aber wer kommt jemals hier herauf?
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  • Varaždin er- und umradelt

    April 28 in Croatia ⋅ ☁️ 17 °C

    So eine ruhige, angenehme Nacht! Es rührt sich nichts! Wir parken irgendwie mitten in der Stadt am Land. Uns gegenüber das städtische Freibad. Öffnet am 1.5. Ausser einem Haufen Spaziergänger, Radler, Läufer und Innen, ist hier nichts los. Keinen stört es, dass wir uns hier niedergelassen haben. Sehr cool. Und so mützeln wir gemütlich bis spät in der Früh. Wie sonst auch radeln wir ohne Frühstück los. Meinen Geschmack trifft sie nur zum Teil, weil wir circa die Hälfte mit viel Verkehr fahren. Wir sind einfach einer Komoot Tour nachgefahren. Interessant am Weg die vielen leeren Häuser und Häuschen, oft nicht ganz fertig, aber typisch schon 30, 40 Jahre alt. Ich denke mir: "Verstehe ich. Wer mag neben der grässlichen Straße wohnen?". Franzi meint, dass es vielleicht ehemalige Gastarbeiter sind, die dann doch lieber im Ausland geblieben sind. Entlang der Straße werden Unmengen von Äpfel, Kartoffeln, frische Zwieberl, Pflänzchen aller Art von Privaten angeboten..... ein kleines Zubrot für die fleißigen Gärtner und Gärtnerinnen.
    Schließlich biegen wir dann doch ab. Bereits erfahren, balkanerfahren 😂... kaufen wir Guzzis in einer Bäckerei und gegenüber den Kaffee.
    Es ist genau richtig zum Radfahren. 20 Grad, leicht bewölkt, kaum Wind. Durch ein hübsches Tal, einst war da jedes Haus eine Mühle bewältigen wir knapp 200 hm. Ich freu mich, dass die Tour ganz hinauf zu einem Sender geht, aber leider... plötzlich geht's wieder bergab. Nun durch hübsche, sehr grüne, kleinstrukturierte Dörfer. Jedes hat jedoch einen Wirt und einen Laden. Fast jedes Sacherl Hendl und ein Hausgarterl. Schön sind sie nicht, die Häuser, so wie bei uns. Irgendwie ist keine alte Struktur mehr erhalten oder diese Gegend würde erst spät besiedelt? Auch die Kirchen, hier herrscht strenge Marien- und Jesusverehrung- sind nicht alt.
    Nach circa 60 km erreichen wir wieder die Stadtmitte und trinken ein kühles Pan. Herrlich!
    Ganz frech- Franzi hat da wenig Hemmungen- heizt er unsere Dusche und ein wenig von der Öffentlichkeit abgewandt genießen wir später das "Sauber sein". Wunderbar speisen wir im, gefühlt einzigem Speiselokal. Sonst finden wir nur Bars und Cafés.
    Mein Wetterfrosch Franzi hat Regen angesagt. Mal sehen ob mein App oder seins Recht hat. Vielleicht ist unsere Zeit in dieser unglaublich beschaulichen, gepflegten, hübschen Stadt zu Ende. Irgendwie treibt es uns weiter. 🤸🤸🤸
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  • 3 Länder auf 2,5 Stunden

    April 27 in Hungary ⋅ ☀️ 14 °C

    Sehr gemütlich haben wir heute gestartet. Ich bin mit dem Radl ins unglaublich liebenswerte Köszeg um Brot und Fotos. Dann haben wir endlos im Windschatten gefrühstückt. Es ist grundsätzlich ja warm, aber leider immer grauslich windig. Dann fahren wir kerzengerade nach Süden Richtung Varaždin. Ungarn- durch, Slowenien- durch, Kroatien... Unser Zielland erreicht. Endlos weite Felder, knallgelber Raps, blitzsaubere Dörfchen mit kaiserlichem Touch. Einfach dahin rollen. Wenig Verkehr. In Slowenien Feiertag? Selbst Hofer war geschlossen. In Varaždin steuern wir sofort einen Schlafplatz an. Immerhin wollen wir, solange es gutes Wetter hat, hier drei Tage radln. Der Platz direkt am Ortsanfang an der Drau ist perfekt und wollte unser Dummkopf heute gar nicht raus in der Fruh, ist er jetzt bereits seit Stunden im blühenden Bärlauch auf Pirsch. Wenn es so bleibt hier im Naturschutzgebiet dann ist es ein Lotto 5er!Read more

  • So isses genau richtig 😂

    April 26 in Hungary ⋅ ☁️ 12 °C

    Vormittags schön langsam abgehauen nach Wien. Unsere Kiddies sehen. Und dann auf Richtung Süden. In Liebing oder Liebling...keine Ahnung, auf jeden Fall ein Ort im Mittelburgenland hinter vielen Hügeln versteckt, mit Kastanienbäumen als Sehenswürdigkeit, ahnten wir- dem park4nite- folgend- nicht, dass dieser Ort die größte Dichte an Hochsitzen - vermutlich - der ganzen Welt hat. Eine schlechte Idee als Katzenbesitzer. Beim Erkunden der Gegend fand sich auch gleich ein- um unser Wohl 🙈🙈🙈- besorgter Jäger ein, der uns vor den wilden Rehen im Wald schützen wollte- oder doch vor seinen Kumpels. Pfui! Alle 5 Meter ein Hochstand. Viele Tiere kann es da nicht mehr geben. Alle am Stresssyndrom gestorben.
    So unsympathisch vertrieben, passierten wir die ungarische Grenze und erreichten Közseg. An einem kleinen Teich mit riesem Spielplatz und einer witzigen Bar oder Beisl oder Buffet... stehen wir für diese Nacht. Howdie, heute ganz tapfer, darf nicht mehr hinaus, obwohl es perfekt wäre. Sein Tracker ist nicht genug aufgeladen. Aber wir holen uns noch ein Bierchen im Buffet. Und haben gleich viel Spaß mit Kitty, einem recht illuminierten Gast/Freund und einem jungen sympathischen Mann, der perfekt deutsch spricht. 2 Bier, ein Haufen Chips und viele Geschichten später geht's ab ins Bett.

    Es ist muckmäuschenstill und due erste Nacht, nach so langer Zeit in unserem Vadrouille wird sicher wunderbar!
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    Trip start
    April 26, 2026