Der letzte "Aktivtag"
28 Mei, Croatia ⋅ ☀️ 18 °C
Wieder um 5 Uhr richte ich mich zusammen um einen kleinen Teil zu erradeln. Es ist herrlich frisch und ich habe nur ca. 500 hm vor mir. Diese sind sehr sanft und verteilen sich auf 45 km. Ich radle durch die Dörfer dorthin zurück wo ich gestern geendet habe, nach Završje und an der Parenzana zurück nach Grosnjan und dann Buje.
Kurz nach Završje überquert ein kleines Tier den Weg. Dann noch eines. Trotzdem ich massig Lärm auf dem Schotter mache, will eine Wildschweinfamilie auf die andere Seite. Also warte ich in guter Distanz- ich schätze 30m auf die Mama. Immer mehr Frischlinge tummeln sich da. Ein bisschen aufgeregt bin ich, denn ich habe keine Ahnung wie verhalten falls sie mich erschnuppern. Oder wie eine Bäche reagiert. Natürlich vergesse ich in meiner Anspannung Fotos zu machen, weil ich unbedingt sehen will ob die Bäche schon vorbei ist. Nach einer Ewigkeit, die Kinderlein schnüffeln herum, taucht sie auf. Ein riesen Trum! Hinter ihr noch Babies...
Ich denke es werden so um die 7, 8 gewesen sein.
Ich warte noch 5 Minuten, packe mein Bärenglöckchen aus und fahre wie der Teufel los, hoffend, dass sie sich fürchten und weiter in den Wald hinein laufen. Als ich die Stelle passiere, startet links von mir irgendein Viech parallel gleich schnell wie ich im Gebüsch zu laufen. Es ist schwer es zu beschreiben, aber, ich hab richtig Gas gegeben. Ob es ein Kleines war, oder ob der Papa mit der Rotte mich verfolgt hat? Keine Ahnung. Ich bin irgendwann stehen geblieben und da war es wieder still. Na bravo! Wenn ich wirklich einmal einem Bären begegne hat ich null Kompetenz, das weiß ich jetzt! 🙈
Grosnjan ist ein völlig authentisches, aber wunderschön restauriertes Stadtchen mit unzähligen Gallerien und bezaubernden Ecken. Alleine die Pflasterung der Gassen! Noch bin ich die einzige Touristin, ein paar Leute arbeiten schon. Natürlich ist noch alles geschlossen, nur ein kleines Lebensmittelgeschäft hat offen. Mit einem Kaffee lehne ich mich an die warme Steinwand und scherze ein bisschen mit den Katzen.
Ein Detail darüber ist, dass Streuner grundsätzlich kastriert werden, da gibt es irgendein Programm und es in beinahe jedem Ort Leute es wert finden kleine Häuschen aufzustellen, Wasser-und Futterstellen bereitstellen und auch betreuen! In diesem Laden gibt es eine Sparbüchse für Katzenfutter. Dadurch ist die Katzenpopulation deutlich überschaubarer als in anderen Ländern.
Ich habe vermutlich auch von einer Katze Besuch bekommen in der Nacht. Da die Vadrouilleschiebetüre offen ist, wenn es sich gut anfühlt und heiß ist, können neugierige mutige Wesen nachsehen ob sie was finden bei mir. Jedenfalls war das Fliegengitter offen, typisch mit einer Nase aufgedrückt. Bei Michele am Stellplatz schleichen einige Katzen herum. Die meisten sind ziemlich scheu.
Nicht lange und eine Kärntnerin, Claudia gesellt sich zu mir. Auch sie eine fleißige Frühaufsteherin, ist mit dem Gravelbike schon von Novigrad gekommen.
Aus Respekt vor der Hitze setzen wir dann unsere Fahrt fort. Für mich geht's auf die Rüttelpiste der Parenzana und weiter nach Buje.
Das ist ein Hauptort der Gegend mit vielen Supermärkten, untouristisch und wie alles hier, vorwiegend italienischsprachig. Es sind auch alle Ortsschilder 2-sprachig. Bis 1947 war Istrien italienisch und unter Tito blieb die Minderheitenanerkennung, die noch aus der Zeit der Venezianer stammt. Italienisch ist somit auch offizielle Amtssprache und bei Behörden, bei Polizeikontrollen haben die Bewohner das Recht auf einen Dolmetsch. Michele vom Eco Gecko Campingplatz hat mir viel dazu erzählt.
Nach einen kleinen Rundgang trinke ich- gegen meine Gewohnheit- zwei langsame Biere in einem schattigen Beisl mit Blick auf due Altstadt. Ich hab nur mehr knapp 4 km zurück.
Den Nachmittag verbringe ich mit Wasserschlauch und Liegesessel sehr gemütlich. Ich bleibe noch eine Nacht bis ich ans Meer zum Reisefinale wechsle. Mein nächstes Ziel ist nicht einmal 15km weg.Baca lagi


























Pengembara
Genial!!☀️
PengembaraIch liebe Grožnjan - immer wieder