• Der 1. Arbeitstag

    16. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 26 °C

    Da wir in Paris geblieben sind, hatten wir Glück mit Fahrradtickets um.9 Uhr vom naheliegenden Bahnhof Bercy weg nach Nevers.

    Also wenn Frankreich scheinbar ein Fahrradland ist, der öffentliche Verkehr ist es nicht! SNCF Tickets zu buchen ist so extrem user unfreundlich, dass ich auf eine externe Plattform omnia umgestiegen bin und dafür 6 Euro Servicegebühr investiert habe. Auch fie Preise für Regionaltickets haben es in sich. Paris - Nevers 43 Euro und 10 Euro pro Person.

    War es in Paris bewölkt und recht komot mit den Temperaturen, empfängt uns mit Nevers mit Hitze und keinem Lift. Also auf der provisorischen Rampe, wieder Taschen runter, nach wieder Taschen rauf, geschoben und gleich geschwitzt...

    Es ist so unglaublich wie Frankreich so eine andersartige, eigene Architektur entwickeln konnte. Due grauen Häusern, die grauen Dächer, die hohen Fenster, die unglaublich verwinkelten Dächer. Gässchen und Straßen. Wenig Schmuck und trotzdem schön. Aber, es ist auch eine Geisterstadt. Keine Geschäfte, keine Bewohner, keine Caféhaussitzer, alles irgendwie tot.
    Wir schauen uns noch fie vielgepriesene Kathedrale an bevor wir den ersten Blick auf die Loire erhaschen.

    Dann geht es endlos lang einigen Kanälen entlang, manchmal passieren wir ein Dörfchen- auch alles ausgestorben- ein paar Bauernhäuser- viele leere, teilweise verfallende Herrenhäuser. Ein bisschen woe meine jüngste Erfahrung in Kroatien. Niemand wohnt mehr am Land. Schade!!
    Kilometer um Kilometer radeln wir auf sehr gut befestigtem Untergrund. Ich bin froh, dass ich meine Muskeln ein bisschen fordern kann. Was mir zu schaffen macht ist die unglaubliche Hitze. Viel fahren wir ungeschützt und nachmittags bei 30 Grad im Schatten ist das herausfordernd. Es wird noch schlimmer. Bis 40 Grad. Da brauchen wir eine Strategie!

    Nach circa 50 km machen wir einen Abstecher nach Le Charité sur Loire.

    Zum Thema Sprache muss ich ganz stolz sagen: Merci, Nicolas. Je comprand toutes! Et je n'ai pas un problem de parle et de bavard avec les gents!
    Auch Brigitte hat ihr französisch parat und die Leute sind sehr kooperativ und freuen sich über uns! Sie sind genauso stolz wie wir zuhause, wenn wir unsere Gegend anpreisen können.

    Noch 15 km und wir haben nach ca. 65 km unsere erste Etappe erledigt. Pouilly sur Loire. Berühmt für den lokalen Wein.
    Unsere Unterkunft ist ein Zelt auf einem Campingplatz.

    In einem extrem originellen Beisl trinken wir diesen wunderbaren, trockenen, süffigen Weißwein und schnabulieren was uns die Wirtin bringt. Es ist köstlich!

    Nun genießen wir den kühlen Abend.
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