• Gerhild Artelsmair
  • Brigitte Lauber
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Le fleuve, la Loire et 2 amies font du velo

Et 18-dags eventyr af Gerhild & Brigitte Læs mere
  • Start på rejsen
    15. juni 2026

    L'aventure commence....

    15. juni, Østrig ⋅ ☁️ 14 °C

    Um 8 Uhr besteigen wir- Brigitte und ich den Zug nach Salzburg. Von dort geht es nach Stuttgart und weiter nach Paris.
    Hier müssen wir ein wenig tricksen weil es keinen grenzübergreifenden Schnellzug mit Radtransport gibt. Frechheit und Charme siegt und ohne Probleme mit a bissal Schmäh mit der französischen Zugchefin aus dem Elsass erreichen wir in Höchstgeschwindigkeit Paris. Gut 20 Minuten zu spät, die schon von der Vorreise stammten. Daher unsere kluge Entscheidung. Wir übernachten in Paris. Der letzte Zug nach Nevers ist um 19.00.
    Radl ausladen, zusammen bauen, alles aufladen, radln... geht sich einfach nicht aus.
    Ganz in der Nähe des Bahnhofs finden wir ein günstiges Hotel. Supercool dann die 30 Minuten Fahrt mit den ganzen wahnsinnigen Parisern.... Paris und Rad, eine Liebesgeschichte! Eigene Radstraßen, klare Abgrenzungen, große Pickerl auf der Straße. Und trotz des vermeintlichen Chaos funktioniert beides: Auto und Rad.
    Nach einem Snack im Hotelresti, wir haben keinen Bock mehr auf mehr, schlaaaaaafen... wie wunderbar!
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  • Der 1. Arbeitstag

    16. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 26 °C

    Paris - Poully-sur-Loire

    Da wir in Paris geblieben sind, hatten wir Glück mit Fahrradtickets um.9 Uhr vom naheliegenden Bahnhof Bercy weg nach Nevers.

    Also wenn Frankreich scheinbar ein Fahrradland ist, der öffentliche Verkehr ist es nicht! SNCF Tickets zu buchen ist so extrem user unfreundlich, dass ich auf eine externe Plattform omnia umgestiegen bin und dafür 6 Euro Servicegebühr investiert habe. Auch fie Preise für Regionaltickets haben es in sich. Paris - Nevers 43 Euro und 10 Euro pro Person.

    War es in Paris bewölkt und recht komot mit den Temperaturen, empfängt uns mit Nevers mit Hitze und keinem Lift. Also auf der provisorischen Rampe, wieder Taschen runter, nach wieder Taschen rauf, geschoben und gleich geschwitzt...

    Es ist so unglaublich wie Frankreich so eine andersartige, eigene Architektur entwickeln konnte. Due grauen Häusern, die grauen Dächer, die hohen Fenster, die unglaublich verwinkelten Dächer. Gässchen und Straßen. Wenig Schmuck und trotzdem schön. Aber, es ist auch eine Geisterstadt. Keine Geschäfte, keine Bewohner, keine Caféhaussitzer, alles irgendwie tot.
    Wir schauen uns noch fie vielgepriesene Kathedrale an bevor wir den ersten Blick auf die Loire erhaschen.

    Dann geht es endlos lang einigen Kanälen entlang, manchmal passieren wir ein Dörfchen- auch alles ausgestorben- ein paar Bauernhäuser- viele leere, teilweise verfallende Herrenhäuser. Ein bisschen woe meine jüngste Erfahrung in Kroatien. Niemand wohnt mehr am Land. Schade!!
    Kilometer um Kilometer radeln wir auf sehr gut befestigtem Untergrund. Ich bin froh, dass ich meine Muskeln ein bisschen fordern kann. Was mir zu schaffen macht ist die unglaubliche Hitze. Viel fahren wir ungeschützt und nachmittags bei 30 Grad im Schatten ist das herausfordernd. Es wird noch schlimmer. Bis 40 Grad. Da brauchen wir eine Strategie!

    Nach circa 50 km machen wir einen Abstecher nach Le Charité sur Loire.

    Zum Thema Sprache muss ich ganz stolz sagen: Merci, Nicolas. Je comprand toutes! Et je n'ai pas un problem de parle et de bavard avec les gents!
    Auch Brigitte hat ihr französisch parat und die Leute sind sehr kooperativ und freuen sich über uns! Sie sind genauso stolz wie wir zuhause, wenn wir unsere Gegend anpreisen können.

    Noch 15 km und wir haben nach ca. 65 km unsere erste Etappe erledigt. Pouilly sur Loire. Berühmt für den lokalen Wein.
    Unsere Unterkunft ist ein Zelt auf einem Campingplatz.

    In einem extrem originellen Beisl trinken wir diesen wunderbaren, trockenen, süffigen Weißwein und schnabulieren was uns die Wirtin bringt. Es ist köstlich!

    Nun genießen wir den kühlen Abend.
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  • Perfekte Einteilung

    17. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 18 °C

    Poully- sur- Loire nach St. Aignan- le- Jaillard

    Früh schmeiß ich Brigitte aus dem Bett und schnell sind wir auf der Route. Es ist herrlich kühl und in dieser wunderschönen Morgenstimmung kommen wir schnell voran.

    Die Landschaft und die Orte haben sich verändert. Es ist belebt, bewohnt, aus eintönigem Dahinradeln ist Schauen und Entdecken geworden.

    Zum Frühstück, schnell haben wir 40 Kilometer bewältigt, biegen wir nach Cogne Cours sur Loire ab. Wir genießen einen fluffigen, himmlischen Brioche und Kaffee. 1,90 Euro für 1 Kaffee und 1/2 Baguette ist ein Schnäppchen!

    Es ist Markttag. Unglaublich welche Köstlichkeiten hier angepriesen werden.

    Ich erstehe mein neues Radausfit. Sonnenkompatibel.

    Schnell noch Elektrolyte und 50er Sonnencreme gekauft und dann geht es weiter.

    In Briare hat mich der Hunger fest im Griff. Am Hauptplatz genießen wir eine wunderbare plât du jour. 2 Gänge 19 Euro.
    Ich esse Ei mit Mayo - sehr pikant- und viel Salat und ein Stockfischgratin mit viel Salat. Brigitte Avocado- Crevetten Salat und fish'n Chips. Trinken ist relativ teuer- für uns sehr ungewöhnlich 1/2 Bier 8,80 Euro ist ein bisschen hardcore.

    Das Essen bisher frisch, leicht, sehr gschmackig, sehr französisch- überraschend bodenständig und dich ein bisschen raffiniert- sehr nach meinem Geschmack.

    Völlig platt suchen wir uns ein schattiges Plätzchen. Zeit für Siesta! Nach 2 Stunden Rast und Schlaf sind die Kräfte zurück. Es hat um 16 Uhr immer noch 33 Grad im Schatten.

    Gien lassen wir rechts liegen, können einem Einheimischenbeisl im Nachmittagsschatten an der Brücke aber nicht widerstehen. Hier kosten Cocktails mit und ohne Alkohol wieder nur ca. 4 Euro.

    Eiskalten café frapé mit chantily verträgt unser Kalorienbedarf leicht. Es sind einige herausfordernde bergauf und recht schwierige Untergründe mit den schweren Taschen zu bewältigen.

    Unsere Devise heute...so weit wir kommen...
    Das wird ein Ort abseits der Route sein. Google maps legt mir noch ein Ei und so grasen wir im der Pampas herum bis meine Geduld zu Ende ist weil seit gefühlten 30 Minuten die Ankunft immer noch in 16 Minuten sein soll. Ich such einen Weg zur Hauptstraße und im Nu werden aus 16, 4 und 3 und 1 Minute und wir sind da.

    Knapp 100km geschafft. Ohne Stress und gut eingeteilt mit der Hitze!

    Bedauernswerterweise haben wir keinen Wein eingekauft. Unser heutiges Zuhause liegt idyllischst am Teich unter riesigen Bäumen mit Holzterrasse.

    Na ja. Dann halt Wasser 🥵. Mir tut es gut. Durch die Mittelchen im Wasser und das in scheinbar ausreichender Menge habe ich meine durch Dehydration und Elekrolyverlust bedingten mega argen Krämpfe im Griff. Keine Essiggurkerl beim Liegen 🤣.

    Unsere Pläne für die nächsten 2 Tage sind auch fixiert. Na dann. Gute Nacht! 😴
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  • Still und heimlich vermehren sie sich...

    18. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 19 °C

    St. Aignan- le- Jaillard nach Orleans

    Geplant ca. 60km. Absolviert 70.

    Nach einer sehr gelungenen Nacht ohne Krämpfe- danke Pharmaindustrie- sausen wir wieder früh los, es wird noch heißer als gestern.
    Die gewonnene Zeit investieren wir in den Besuch einer unglaublichen Kirche. 849 erbaut und mit einem byzantinischem Deckenmosaik ist die Kirche in Germigny-des-Prés ein Schmuckstück am Weg. Ganz anders als die gedrungenen Dorfkirchen oder im gotischen flamboyant (flammende Gotik) Stil gebauten Stadtkirchen ähnelt diese einer kleinen Trutzburg.

    Den Rest der gewonnenen kühlen Stunden verbringen wir in einer Bäckerei in Châteauneuf-sur-Loire. Diesmal brunchen wir ausgiebig, gestern wurde ohnehin ordentlich gefastet... Eine Quiche und Flan für mich, Croque Monsieur und Croissant für Brigitte.

    Und dann büßen wir. Gnadenlose Hitze. Null Schatten, langweiliges Abspulen am Damm. Erinnert mich sehr an den Donauradweg.
    Hin und wieder einfach stehen bleiben im Schatten. Auch wenn es nichts nutzt, weil es einfach 37 Grad im Schatten hat. Meine Muskel schreien nach Salz!

    Aber, die Aussicht, dass wir, sobald wir in Orleans ankommen und nicht erst um 16 Uhr ins Zimmer dürfen, gibt Hoffnung. Ich habe einen KI Bot solange bearbeitet, bis ein echter Mensch mir die Codes für Haustür und Zimmer geschickt hat! 🤣🤣🤣

    Sehnsüchtig betrachte ich ein paar Kilometer lang den plage von Orleans, extra hinfahren und kurz Baden macht auch keinen Sinn. Lieber in die Unterkunft und eine herrliche Dusche und dann ein Bier.

    Die Lage des kleinen Hotels ist genial. Direkt hinter der Basilika.

    Ein bisschen Auslüften im Kühlen und dann hinaus in die Sauna. Es besteht Hoffnung auf ein Gewitter. Leider bleibt es bei der Hoffnung, auch wenn dunkelgraue Wolken schwer drücken.

    Richtig Lust auf Besichtigung haben keine. Wir hanteln uns von Schatten zu Schatten bis wir ein Beisl finden, das 0,5l um knapp 6 Euro anbietet. Es gibt auch Essen, denn wir wollen nicht bis 19 Uhr warten. Bier hier ist bei knapp 10 Euro/1/2. Verrückt!

    Nach 2 Bier und schmackhaftem Pub Essen, denn so etwas ist dieses Ding, gut ausgekühlt latschen wir zum Verdauen noch ein wenig herum.
    Sauber- übrigens ist es überall makellos. Es gibt keine Tschick, Kaugummis, Essens-Getränkeverpackungen negativ. Selbst bei den Clochards in Paris herrschte penibelste Ordnung unter der Brücke.

    Für mich, Balkanreisende, eine Wohltat.
    Was auch noch sehr positiv auffällt. Es gibt keine grauslichen Anhäufungen von Kik, Tedi und Co. Kleine Lebensmittelläden im Ort, wie Spar, auch hin und wieder ein Aldi. Keine gleichlautenden Geschäfte wie C&A, H&M usw.

    Was noch und am Allerbesten auffällt. Die Leute sind SEHR!!! höflich, halten gute höfliche Distanz. Sind trotzdem interessiert und reden, auch mit mir 🤣🤣🤣, gerne.

    Nach einem kurzen Schreckmoment- das Ebike ist im Freien angesteckt und fette Topfen bringen uns zum Laufen... besorgen wir uns noch ein Fläschchen und Chips.

    Gemütlich mit ein bisschen Navigationstraining auf Komoot und der Flasche Vin légèr beschließen wir den Tag.
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  • Unterstützung

    19. juni, Frankrig ⋅ ⛅ 29 °C

    Orleans nach Blois

    Da wir ja nicht nur radeln wollen, sondern auch was ansehen, ist das Zeitmanagement täglich zu checken. Und für heute fassten wir den Entschluss mit dem Zug nach Blois zu fahren und weiter zum Schloss Chambord zu radeln. Das ist eines von dreien die wir besichtigen wollen.
    Die ganze Strecke radln, dann Schloss, dann noch Blois erkunden.... brrr, klingt wie Stress bei 37 Grad.

    Mit dem Zug ist es super einfach und wir sind im Nu in Blois. Der Weg vom Bahnhof zur Route ist ein Highlight. Blois scheint bisher die schönste Stadt zu sein. Um so froher sind wir, dass wir abends noch Zeit haben.

    Die Fahrt führt uns ca. 16km weit ins Land hinein und ist eine sehr angenehme Abwechslung zum faden "Dammeln".

    Chambord ist unglaublich bekannt durch seine vielen Türmchen und Dächer.
    Diese Chateaux haben jeweils sehr bewegte Geschichten und schrammen oft auch am Abriss oder der Auflassung vorbei. Es muss ein Horror sein so ein Ding zu besitzen!

    Chambord ist riesig. Der Staat trägt die Erhaltung,
    Wir spazieren durch alle Räume, sehen einen Film über den Bau, die Veränderungen im Laufe der Zeit und erfahren, dass vermutet wird, dass DaVinci möglicherweise seine Hand im Spiel hatte bei den Plänen. Vieles deutet drauf hin, was Treppen, die Anordnung der einzelnen Gebäudeteile betrifft. Und! Er war Gast von Franz 1, als dieser das Schloss im 16 Jhd plante. Immerhin ist er in Amboise bestattet, was ganz in der Nähe liegt- und wir durch die Zugfahrt bewusst ausgelassen haben.

    Lange wandern wir am Dach zwischen all diesen wunderlichen, märchenhaften Türmen und Kuppeln und Pyramiden herum. Eine ganz eigene Welt ist das da oben. Es gastronomisch zu nutzen wäre ein Hammer!

    Nach einer Schattenpause im Schlosspark radeln wir gemütlich wieder nach Blois.
    Ein beinahe Unfall lehrt uns wieder mehr auf die anderen zu achten! Bei einer 90 Grad Ecke, rechts von mir ist Steinmauer, der Radweg in 2 Spuren unterteilt, fahre ich ganz langsam in die Kurve ein und mit einem glaublichem Karacho steuert ein E-Scooter direkt auf mich zu- Kurve schneidend. Ich reiß mein Rad die 30cm, die ich Platz habe nach rechts, das Mädchen den Scooter aus der Schusslinie- puhhhhh. Nochmals Glück gehabt. Im selben Moment kracht es ganz furchtbar. Sie ist Vollgas in eine Lichtsäule gekracht. Meine Frage ob sie verletzt ist verneint sie, steht auf, putzt sich ab. Lange beschäftigt uns der Anblick noch. Klugerweise war Brigitte mit Abstand hinter mir und wir tragen konsequent unsere Helme.

    In Blois beziehen wir unser schreckliches Zimmer. In einem mittelalterlichen Fachwerkhaus logieren wir we in einem Verließ. Aus der Idee selber Salat zu basteln und ein Fläschchen dazu zu genießen wird nichts. Wir flüchten uns in diese schöne Stadt.

    Was es so besonderes macht ist sicher die lockere, entspannte Atmosphäre. Und natürlich die Architektur, die Anlage der Stadt.
    Der richtige Ort um diesen weiteren heißen Tag ausklingen zu lassen. Als Betthupferl kühlt uns ein kleiner Cocktail mit Wassermelonensaft und viel Eis. Wunderbar!
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  • Schloss #2 von 3

    20. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 22 °C

    Blois nach Tours

    In der Höhle in Blois "verschlafen" wir eine frühe Abfahrt. Aber es macht nichts. Ein Stück der Loire entlang, radeln wir heute zur Cher, dem Fluss der bei Tours in die Loire mündet. Unser Ziel das Schloss Chenonceau.
    Leider müssen wir Abstriche machen und an Chaumont vorbeifahren. So schade. Hier ist gerade ein Gartenausstellung. Aber, Chenonceau ist auf der Liste der schönsten Schlösser das 1. Und es soll herrliche Tapisserien beherbergen.

    Die Route ist oft schattig, sogar einige Wolken gibt es. Kleine Dörfer, viele stattliche Maisons und kleine Chateaux erfreuen uns sehr. In einem lokalen Lebensmittelladen jausnen wir.

    In Chenonceau, wir sind schon länger an der Cher entlang gefahren, ziehen wir uns um und nehmen erstmal eine Sprühdusche. Herrlich!
    Das Schloss ist entzückend. Es hat einen angenehme Größe und ist beinahe voll möbliert.
    In allen Räumen finden sich unglaublich schöne und gut erhaltene Wandteppiche.
    Das Schönste sind Blumengestecke aus den wilden Blumen, die im Garten wachsen und jeden Raum extrem aufwerten.

    Da es zwar heiß ist, aber angenehm, oder sind wir schon akklimatisiert?, radeln wir weiter Richtung Tours wo wir zwei Nächte bleiben werden.

    Irgendwann reicht es mir. Ständig sehe ich Wasser und war noch nie drinnen. Also Klamotten runter und hinein in die 28 Grad warme Suppe. Aber fein und frisch fühlt es sich doch an.

    Nach einem kurzen Einkaufstopp in einem Supermarkt, das Wasser ist uns ausgegangen, erreichen wir Tours. Noch einmal hüpfen wir in Wasser und suchen dann unsere Unterkunft.

    Ohne Klima ist es unerträglich, also wieder hinaus. Mit dem Rad sind wir gleich im Zentrum.
    Weil es so viel Angebot gibt, enden wir letztlich bei Salat und Käse. 🙈

    Wir müssen morgen nicht aufstehen und lassen es ein bisschen "krachen"... ins Bett gehen, wenn es 30 Grad hat oder so, sinnlos!
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  • La canicule dévore leurs enfants

    21. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 37 °C

    Tours

    Tours... endlich ein bisschen ausschlafen. Aber... keine Klima. Es ist in der Früh erträglich, 25 Grad. Hinausziehen tut es uns nur, weil wir uns ein bisschen umschauen wollen und das Zimmer anstrengend klein ist.
    Also aufs Radl und die paar Meter in die wunderschöne Stadt.

    Recht erschöpft, nach einem leichten Mittagessen, brauchen wir einen Mittagsschlaf. Immerhin ist heute Fête de la musique in ganz Frankreich. Das bedeutet Musik an allen Ecken und Enden. Das können wir uns nicht entgehen lassen.

    Wieder viel zu früh, aber deutlich erholt, sausen wir zurück in die Stadt. Noch sind Wenige unterwegs. Ein paar Stunden später ist es völlig verrückt. Teilweise eine Kakophonie der vielen Gruppen und DJ Anlagen in den Straßen, überall Essen und Tausende von Leuten. Alle sind gut drauf und trotz der enormen Hitze,es hat noch immer 32 Grad um 22 Uhr, ist die Stimmung super.

    Der Vernunft folgend und vermutlich gesteuert durch die Erschöpfung, radeln wir wieder in unser Zimmer.

    Noch haben wir den Zenit der Hitzewelle nicht überschritten... Horror vor dem was noch kommt!
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  • Ab jetzt ist Klugheit angesagt... Schloss #3

    21. juni, Frankrig ⋅ 🌙 29 °C

    Tours nach Saumurs

    Tours verlassen wir erst um ca. 7 Uhr, bei gut 25 Grad... Jipeee... Eiszeit!
    Weil Schloss #3 und damit das letzte der 30000000000 Loire/Cher/Indre/Vienne Chateaux geplant ist und es erst um 9 öffnet und wir nur 20km zu fahren haben. Natürlich wird das meinen Gesundheit erhaltenden Plan durcheinander schmeißen, aber es ist eh Wurst, weil es sowieso über 40 Grad bekommen wird.
    Der Weg nach Villandy bekannt für seine französischen Gärten ist wunderschön am Cher entlang. In einer Boulangerie gönnen wir uns Kaffee und ich bekomme mein "religieuse", ein köstliches Kaffeecreme Krapferl, das wie eine Nonne aussieht.

    Hier haben wir mit dem ersten unfreundlichen Franzosen zu tun. Er scheißt uns zusammen, weil wir in einer grindigen Einfahrt am Rand parken und auf der Mauer sitzend Kaffee und Gebäck essen. Ich kann die Finessen des Schimpfens auf französisch üben. Herrlich. Er mag keine "Touristen".

    Villandry ist ok, aber warum das soooo berühmt ist, keine Ahnung. Viel Gemüse wird angebaut und wegen Nichtnutzens entsorgt. Schade.

    Ab nun ist Haushalten angesagt. Das Thermometer klettert auf 42 Grad. Die Straßen sind flirrende Backöfen, das Wasser in der Trinkflasche heiß.

    In Rigny-Ussé gibt es den nächsten Halt. Kalte sprudelnde Getränke helfen wieder ein bisschen weiter.

    Die nächste Rast unter einem Baum im "Schatten". Dann ein schönes Rastplätzchen an der Vienne in Candes-St. Martin um sich im 28 Grad warmen Wasser nass zu machen und zu hoffen, dass der Wind ein paar Minuten Linderung bringt.

    Der Abstecher nach Torquai, den ich vermeiden wollte um so schnell als möglich nach Saumur gelangen stellt sich dann aber als Glücksfall heraus, da hier unglaubliche Tuffsteinhäuser in den Berg gegraben/gebaut wurden.

    Überhaupt sind hier alle Häuser ganz weiß, mit den Blumen und dem vielen grünen Wein so hübsch!

    Die Radlerei ist superleicht, einzig die Hitze macht es zum Abenteuer! Das Blut pocht wie verrückt wenn ich stehen bleibe, Trinken hilft nur bedingt, da müssten es, bei dem was wir bereits verloren haben, mehrere Liter sein.

    Aber irgendwie setzt auch so ein Automatismus ein. Einfach radeln, radeln, radeln...

    Vom Bad und Kaffee nach Saumur sind es nur mehr 16 km.

    Und... plötzlich ist sie da, das Lycee und die eindrückliche Kuppel von Notre Dame des Ardilliers und das hoch aufragende Schloss von Saumur! 🥵🤸‍♂️🤸‍♂️🤸‍♂️

    Schnell über die Loire gesaust... Bar! Wie wunderbar. Fin d'etappe Bier ist angesagt und dann kurz einkaufen und dann in die Unterkunft. Alles ohne Klima oder Ventilator macht Brigitte ein herrliches Abendessen. Es ist 23 Uhr und hat 38 Grad. Schlafen wird heute schwierig!
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  • Schöner ist schwer

    23. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 24 °C

    Saumurs nach Angers

    Früh verlassen wir Saumur. Leider ohne es angesehen zu haben. Aber eine Nacht mit 35 Grad und ohne Ventilation raubt einem alle Lust. Unsere Etappe ist sehr kurz, knapp 65 km nach Angers. Wieder sehr früh radeln wir los da die Nacht einem Backöfen glich und unser hübsches appartement leider keine Vorkehrungen für die Hitze, wie einen Ventilator hatte.

    Es ist zum ersten Mal Rückenwind, die Straße glatt und ich fliege nur so dahin! Vorbei an traumhaften Maisons mit uralten Baumbeständen, Vinobles, jedes Haus ein Schmuckstück. Wo sind all die grässlichen Neubauten, die unser Land verunstalten?

    Es ist eine wilde, ursprüngliche Schönheit diese grauen und weißen Steinhäuser, die dicken Hortensien, Rosen, Stockrosen.
    Entlang des Cher, das ruhige Licht am Wasser. Noch ist es erträglich.
    Wie wunderschön es hier ist.

    Quer durchs Land steuern wir die letzten 15 km direkt unsere Unterkunft an. Diesmal mit Klimaanlage. Ich habe vereinbart, dass wir unser Gepäck abstellen dürfen. Einchecken ist bisher immer erst um 16 Uhr möglich. Das ist bei der Hitze und unserem Zustand ein bisschen bitter.
    Die junge Frau, die unsere Behausung reinigt, lässt uns trotzdem hinein und wir können uns zumindest umziehen. "Gewaschen" wird im Brunnenbiotop.

    Terra Botanica, der erste botanische Garten in Frankreich, wurde auf einen Vergnügungs- und Lehrpark erweitert. Den besuchen wir.

    Es hat 42 Grad und an eine Stadtbesichtigung ist nicht zu denken.

    Wir haben super viel Spaß und durch die Pflanzen ist es halbwegs aushaltbar. Der Park ist riesig, überhaupt nicht verkitscht und es sind kaum Besucher.
    Absolut sehenswert! Es gäbe so viele Plätzchen mit Sitzsäcken oder Hängematten... ziemlich matt holen wir uns ein Doserl Mineralwasser um je 3,50€ am Ausgang, rasten und vielleicht fallen uns auch die Augen ein wenig zu im Schatten...

    Hunger und die Neugier treiben uns um die 30 Minuten Fahrt in die Stadt anzutreten. Angers ist eine Studentenstadt und liegt auf mehreren Hügeln an der Loire und der Maine. Geprägt ist das Stadtbild von einer unglaublich beeindruckenden Burg. Schwarzweiß gestreift, dick und fett prangt sie da und ist Star eines jeden Fotos.

    Um den ersten wilden Durst zu stillen holen wir uns Getränke aus dem Supermarkt. Perrier 0,5 kostet 0,68 c und im Lokal das Vielfache. Wir brauchen so viel zu trinken, dass wir uns das so angefangen haben. Bei Preisen wie 7-10 Euro für Bier, mindestens 5 Euro für AA, ist das ein Weg ein bisschen zu Haushalten.

    Natürlich freuen wir uns dann trotzdem sehr über das obligatorische Abendbier- heute in einer Craftsbierbar. 5 Euro/0,5l ist ein Schnäppchen. Also trinken wir zwei. Und dann sind wir ohnehin ein bisschen ivré und suchen etwas zu essen. Das ist heute Thai.

    Essen tun wir, ausser vielleicht etwas beim Bäcker in der Früh, untertags nichts. Drum ist das Abendessen sehr wichtig für uns. Auch wenn es ganz schön anstrengend sein kann.

    Bierschwere Beine plagen sich zur Herberge hinauf und wir freuen uns unendlich auf ein klimagekühltes Zimmer. Bei der "Budget"bucherei gar nicht leicht zu finden. Bisher haben wir immer so ca. 70 Euro/Nacht für ein Zimmer bezahlt. Abstriche sind da natürlich.
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  • Der Atlantik kommt näher

    24. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 23 °C

    Angers nach Nantes

    Angers verlassen wir natürlich wieder früh. Heute sind knapp 120km nach Nantes zu fahren. Wieder Temperaturen um 42, 43 Grad zu erwarten.
    Inzwischen ist Brigitte für das Navigieren zuständig und sie macht das sehr gewissenhaft und ich fürs Verfahren. Und darum vergeuden wir 30 Minuten unserer kostbaren Frühstunden weil ich falsch abbiege am Weg zur Route.
    In der Nacht sind die Temperaturen nur mäßig gesunken, es hat um 5 Uhr 33 Grad und ein ist superschwül. Eine Wolkendecke drückt extrem.
    Bei der Ausfahrt aus Angers geht es lange an einem Stausee vorbei mit Ruderklubs, Sportanlagen, Badeplätzen. Hier Student sein, kein Fehler!
    Trotz der bedrückenden Hitze rennen schon viele.
    Wir passieren wunderschöne Orte, fahren über Weinberge. Bouchemaine, le Point... Namen zum Merken. Und überall Wein. Wein. Wein.
    Auch wenn wir es immer wieder versuchen. Es ist für uns anstrengend am Abend Wein zu trinken. Was schade und voll arg ist 🤣🤣🤣

    Nach ca. 40 km suchen wir uns einen Bäcker.
    Heute rinnen wir aus wie noch nie. Bäche hinterlassen wir beim Stehen. Auf einem Bankerl trinken wir Kaffee und ich labe mich an einer Miniquiche. Die sind sooooo köstlich!

    Die Strecke ist super abwechslungsreich. Oft wissen wir nicht was wir gerade überqueren bei diesen vielen Flüssen und Armen der Loire.

    Unser Wasser hat beinahe Siedepunkt. Es ist grässlich, aber wir müssen trinken!

    Irgendwo an einer Promenade gehen wir uns abduschen- kühlen geht bei körperwarmen Wasser ja nicht.

    Wolken verhindern zwar die stechende Sonne, aber die Hitze ist gnadenlos. Spinningrad in der Sauna... einfach so zum Vorstellen...

    Schwarzer, relativ frischer Asphalt und der weiße staubige Untergrund sind am Allerschlimmsten.
    Immer wieder muss ich stehen bleiben. Das Blut ist in Aufruhr. Irgendwie als würde es kochen. Natürlich habe ich den Helm immer auf und die knoelange Shorty gegen die Sonne, das wärmt auch. Es schützt aber auch.

    In Oudon lockt ein mächtiger Turm kurz innezuhalten. Wir versorgen uns mit allerlei guten Sachen zum Trinken und erholen uns.

    Ca. 15 km vor Nantes machen wir eine lange Pause an einem kleinen Strand mit künstlichem Schatten.
    Hier erkennt man die Gezeiten schon deutlich. Lange nur Sandbänke ist jetzt viel Wasser drinnen. Das Schwimmen ist verboten, ein paar Jungs- juhu sie verstehen mich und ich sie- meinen das wäre wegen der Strömung. Ich verbringe gefühlt 1 Stunde im Wasser. Frisch ist es nicht, aber nass. Wenn ich mich hinein lege gehe ich nicht unter, allerdings salzig kommt es mir nicht vor.
    Brigitte schläft inzwischen und wacht komplett damelig auf. Unorientiert. Gut durchgekocht.

    16 km noch. 8, ich muss wieder stehen bleiben. Heute ist wahrlich Nanga Parbat! Das kann auch nicht anstrengender sein. Und da gibt es Menschen, die haben lange!!! Hosen beim Radfahren an. Oder Leggins. So oarg

    Rund um die Städte joggen die Leute was das Zeug hält. Wie geht das?

    Und dann sind wir in Nantes! Yipeee.
    Dass wir in unser Apartment kommen ähnelt einer escaperoom Aufgabe. 3x Telefon, 400 Euro Kaution. Ellenlange Anweisungen, aber den Schlüsselcode finde ich nicht. Mon Dieu!

    Grauenvolle Umgebung, mega Baustelle direkt vor der Haustür. Jules Verne, Industrial Stil. Sehr cool aber völlig unpraktisch. Wascheständer gibt es keinen. Licht im Bad wie zu Jules Vernes Zeiten. Fenster in der Früh auf um ein bisschen zu lüften. Bagger.
    Preis. Das teuerste, bisher, weil weit und breit einzige mit Ventilator. Ich würde sagen schlechter Deal. Der Preis des Zentrums. Dafür dinieren wir ganz in der Nähe um 23 Uhr köstlich. Mit Cocktail. Enzino oder so. Gin, Campari, Limette, roter Traubensaft, Mineral und irgendwelche Blüten. Herrlich frisch und nicht süß.
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  • In Nantes

    25. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 37 °C

    Lange schlafen, den Körper ein bisschen runterholen im kühlen Appartement und etwas anschauen...
    Nantes, die Stadt Jules Vernes, die Stadt an der Loire wo Gezeiten einen Fluss prägen. Die Stadt der Studenten. Die Stadt der verrückten Projekte. Hier werden auf einmal 3 neue Straßenbahnlinien gebaut. Die halbe Stadt ein Maulwurfshaufen. Und alle sind geduldig und glücklich damit.

    Erst spät nachmittags wagen wir uns hinaus. Es ist unmenschlich heiß.

    Die Ausstellung "Les machines d'ile" hat heute wegen der Gluthitze geschlossen. Das verschieben wir auf morgen vormittag.
    Na gut. Wir radeln ein bisschen im glühenden Wind herum ins Centre Ville.

    Obligatorischer Blick auf und in die Peter und Paul Kathedrale, Umrundung des Schlosses der Bretagnen, Keksfabrik LU, Passage Pommeray. Einfach schlendern und schauen.

    Ich hab ein bisschen Kulturschock nach diesen vielen Tagen am Land und kleinen Städtchen. Viele bettelnde Menschen, jung, weiß, lungern herum oder baggern jeden an.
    Fast alle haben einen Hund. Arm dran in der Hitze, beide.

    Viel Spaß macht das ganze nicht, es ist eher "Pflicht" und Neugier. So viel gäbe es hier zu entdecken, dieser eigene Witz, der sich in den Statuen zeigt, die Empathie und Wahrnehmung der eigenen Geschichte, z.B. gibt es ein Mahnmal gegen die Sklaverei oder natürlich das Geburtshaus Jules Vernes.

    An einem der vielen belebten Plätze trinken wir ein Bierchen.

    Inzwischen ist die Sonne untergegangen, das ist hier nach 22 Uhr und die Stadt gleicht einem Bienenstock. Die Quais und Avenues entlang der Loire wurln, unzählige Kinder und Erwachsene spielen in einem Brunnen.

    Nantes bleibt so wie Blois, Saumur, Tours und Angers als offener Punkt für einen 2. Anlauf über. Vielleicht im Winter 😂😂😂
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  • On a réussi!

    26. juni, Frankrig ⋅ ⛅ 24 °C

    Nantes nach St. Nazaire

    Punkt 10 Uhr sind wir auf der Ile Nantes bei den berühmten Maschinentieren. Und für alle, die das lesen und ein bisschen Kind, Jules Vernes in sich tragen, technikaffin sind. Es ist Pflicht. Riesige mechanische Tiere in Phantasieausführungen in dieser Traum- und Phantasiewelt einer ehemaligen Werft können nur begeistern. Wo andere Communities 1000e Wohnungen hingepflanzt hätten, gibt es hier ein Museum für die Hakler und damit Gestalter der Stadt, Experimentierorte, Plätze zum Aushängen... Nantes ist sehr kohärent sich als Ort der Technik und Phantasie zu zeigen. "Industrial" ein Lebensstil.

    Mühselig klamüseln und lavieren wir uns durch die Megabaustelle der neuen Straßenbahnen wieder auf die richtige Fährte. Eine kleine detour meinerseits kostet uns eine halbe Stunde und bringt Kilometer 🤣.
    Dann rollen wir dem Meer, dem Atlanik entgegen.
    Unser letzter Radltag.

    23 Grad hat es in der Früh gehabt und wir fühlen uns wieder "normal". Es ist herrlich!

    Die Gegend und Orte sind deutlich anders als vor Nantes. Man spürt die Nähe des Ozean deutlich. So geht es auf und ab durch hübsche Orte. Eine lustige abwechslungsreiche Fahrerei. Der Gegenwind wird immer mehr und ich hab in Brigitte eine verlässliche Mauer.
    Unsere Räder sind inzwischen so grauenvoll verstaubt, dass meine Schaltung nur mehr kracht und knirscht. Oft ist feinkorniger Schotter, fast schon fester Sand der Belag und alles ist staubig. Die Taschen von Brigitte komplett grau.

    In einem Super U versorgen wir uns mit einer Jause und schnabulieren sie an der Loire in "Pembœuf". Jetzt haben diese Namen eine Bedeutung. Bei der Planung bleiben sie als Wegpunkte haften. Leer. Da weiß ich nur... es sind nur mehr ca. 15 km zum Meer...

    "Unsere" Brücke kommt in Sicht. Dann Brevins les Pins. Wieder so ein Name. Er ist das Ende der Komoot Tour. Des offiziellen Loireradwegs. Wir haben es geschafft. Schon ist es schwierig zu rekapitulieren welcher Ort auf welchen folgte. Von vielen Kilometern sind nur ein paar eindrückliche geblieben.
    Die einzelnen Tage verschwimmen zu einem Gesamterlebnis.

    Für uns geht die Reise ein Stückchen weiter nach St. Nazaire. Über die berühmte Loirebrücke. Ca. 4 km lang, 5,6% Steigung war sie 1975 bei der Eröffnung die Schrägseilbrücke mit der weltweit größten Stützweite von 400m . Der PendlerVerkehr wird in der Früh Richtung Norden mit 2 Streifen, abends nach Süden mit 2 Streifen reguliert.

    Glücklich, verschwitzt und staubig empfängt uns unser Host Im Appartement.

    Abends gehen wir zu Fuß 🏃‍♂️‍➡️🏃‍♂️‍➡️ feiern an den Strand. Es ist so cool weil es einfach so lange nicht finster wird.

    Jetzt stehen ein paar Tage Kontemplation vor uns. Mal sehen was wir damit anfangen.
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  • Aprés le fin de la voyage

    26. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 28 °C

    Rauf auf die Brücke, rüber über die Loire, Quartier beziehen und feiiiiiiernnnn!

    Alles ist gut gegangen. Keine groben Reparaturen nötig, kein Platter, kein Sturz, keine unangenehmen Situationen Im Verkehr.

    Frankreich ist ein Radlerparadies. Ohne Kompromisse sind überall Radstraßen, Radstreifen, farblich markierte Bereiche. Die Führung der Radwege ist lückenlos genauso wie die Markierungen.

    Die Menschen sind extrem liebenswürdig, höflich, respektvoll. Im Verkehr vorausschauend, zurückhaltend und geduldig bei Radfahrern und Fußgängern.
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  • Schelm ist wer denkt...

    27. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 25 °C

    Dass wir heute faul in der Sonne gelegen sind. Ha! Wir haben Pläne. Große Pläne!

    Als erstes: Aufstehen.
    Dann: Nachdenken.
    Grundsätzlich: Entscheiden.

    Ok. Dann fahren wir halt einmal los.

    Es ist bewölkt. 23 Grad. Quasi Winter. Also Sightseeing mit vorheriger Radwäsche. Die stehen vor Dreck und zum Handhaben unmöglich!

    Am Weg nach St. Nazaire, da war doch eine Autowäsche... ok. Aber, wenn wir einen Bäcker sehen...

    Frühstück. Die Autowäsche finden wir so spontan 🤣🤣🤣 nicht.

    Wir kurven in die Stadt. Brigitte hat ihre dicke Jacke an 🥵🙈🤣.

    Schauen wir uns den gare an. Dann kennen wir uns aus.
    Quasi schlendern mit dem Rad. Pläne. Rad waschen. Morgen. Vielleicht.

    Wunderbar ist es ohne Ziel und Zeitdruck ein bisschen herumzugondeln.

    Kramen im Laden, ein Bier trinken. In der nächsten Freiluftkneipe essen und ein Fläschchen Wein.
    Pastellfarben ist der Abend schon. Crêpes und Cîdre als Dessert...

    Finster ist es erst um halb elf. Ich finde einen kurzen Weg zum Quartier.

    Savoir vivre!
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  • Deux jours au board d'ocean ❣️

    28. juni, Frankrig ⋅ ⛅ 23 °C

    Endlich geschafft! Die Radln sind vom ärgsten Staub befreit. Allerdings ist eine ordentliche Wäsche und viel Schmiere wichtig.

    Es ist richtig schön warm und der Strand lockt. Monsieur Hulot, hier haben Strände Namen ist wunderschön mit seinen eisenfarbenen Felsen. Das Wasser hat 24 Grad und ist richtig salzig. Ungeübte Binnenlandler wie wir haben großen Respekt vor den hohen und starken Wellen.

    Schlafen, Lesen, anziehen- windig- ausziehen- im Wechsel.
    Und weil die Sonne hier erst um 22 Uhr untergeht, fällt es einfach nicht auf wie spät es ist.
    Zum Abendessen treffen wir eine schlechte Entscheidung. Wir nehmen eine Pizza mit ins Appartement. Wein und Wasser haben wir eingekühlt. Dieses Ding ist zwar super voll belegt, wir bekommen auch eine tolle Pizza Tragetasche zum Radln, aber es ist ein komischer schlappriger Lappen. Ein undefinierter Teig mit viel drauf. Na ja. Es ist, bis auf Paris, das erste Mal, dass wir nicht besonders zufrieden sind.

    Tag 1 am Atlanik geht unspektakulär zu Ende.

    Unsere Haxn verlangen nach so viel Ruhe gestern ein bisschen Bewegung. Wie gut ist es ohne Packtaschen einfach loszuradeln. Es gibt in der Nähe eine riesige Salzanlage und Brigitte möchte alle Strände sehen.
    Es ist wunder- wunderschön hier! Steilküsten mit sandigen Badebuchten wechseln sich mit enormen Sandstränden ab. Grober Sand, ganz feiner Sand. Und das alllllllerbeste! Alles ist für jeden frei zugänglich. Es gibt keine Liegen und Schirme. Keine brüllenden Strandbars.
    Jeder hat sein Zeug mit und so dezent wie wir sie die ganze Zeit erlebt haben, so respektvoll und höflich sind sie auch hier. Gut verteilt klebt man nicht aufeinander. Niemand hinterlässt auch nur ein Fuzelchen Mist. Überall gibt es Klos, Parkplätze, Stellplätze, Radabstellplätze.
    Bei Monsieur Hulot einen Teppich, damit Rollifahrer und Kinderwagen zum Stand können.
    Viele Strände sind mit life guards - saveurs ausgestattet.

    Ich bin unglaublich begeistert wie schön es hier ist! Die Häuser, Dörfer unglaublich! Selbst die "Croisette" von La Baule- sehr ähnlich der in Nizza ist interessant und schön. Zwischen den kargen Baubauten kleben kleine alte Villen.
    Den restlichen Tag verbringen wir auf einem Strand mit einem Guinguette (🥂 neues Wort gelernt) - also einem Schönwetterkiosk.

    Unseren traurigen Abschluss feiern wir mit einem Abendessen am Strand.
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  • 2 Tage Heimreise

    30. juni, Frankrig ⋅ ☁️ 15 °C

    Damit wir nicht wieder in die Schnellzugbredullie kommen- hin hat es uns ja auch getrieben- heim eher nicht so 😂, fahren wir über Strasbourg und Kehl...
    Aber es ist eine logistische Höchstleistung!
    Denn Frankreich ist ein Radland. 1000% und unbedingt. Aber kein Zugland- also regional zum Pendeln schon.
    Weitere Strecken wie St. Nazaire- Paris bedürfen 3er Züge und eine Radstrecke on Paris von Bahnhof zu Bahnhof.
    Alle Züge müssen geprüft werden auf Radticket nötig oder nicht, Reservierung oder nicht. Alle Menschen auch. Es gibt keine durchgängigen Tickets... 🙈
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  • Das wars dann... Au revoir...Aurevoir!

    30. juni, Frankrig ⋅ ⛅ 25 °C

    Einen überwarmen Abend verbrachten wir nach unserem völlig unproblematischem Zugmarathon in dieser lebendigen EU und Studentenstadt Straßburg.
    Nach einem kleinen Abendessen schlendern wir noch ein bisschen herum. Die Stunde, die die Sonne früher untergeht ist komisch. Da sind wir nun echt verwöhnt.

    Entzückend ist das La petite France mit seinen Gässchen und Winkeln. Alles ist auch in dem lustigen deutsch angeschrieben, teilweise reden die Leute elsässisch.
    Es wurlt, alle Beisln sind gut besucht. Ein Volk des Genusses, das kann man behaupten.
    Natürlich haben Bars und Kneipen auch Schirme aufgestellt. Heute spielt Frankreich wieder.
    Beim Zurückgehen gibt es einige Regentropfen. Wie herrlich!
    Recht erschöpft schlafen wir sofort ein und bekommen trotz des weit offenen Fensters das 3:0 der les bleus gegen die Schweden nicht mehr mit.

    Bei angenehmen Temperaturen radeln wir wunderschön über die Grenze nach Kehl.
    Wir versorgen uns mit Getränken und ein bisschen Jause.

    Ab jetzt sind wir der Deutschen Bahn ausgeliefert. Das spare ich mir.
    Liebe resümiere ich ein wenig über diese erlebnisreichen Wochen und über das Gastland.
    Unglaublich höflich, freundlich, zuvorkommend sind die Leute. Sie freuen sich über unser französisches "Gestammel", die jungen versuchen englisch zu sprechen.
    Die Unterkünfte in unserem Budgetbereich sind recht günstig, teilweise weniger, meist sehr gut.
    Essen ist wie bei uns, teilweise günstiger. Plat du jour, was wir nur 1x hatten ist immer günstig und das nutzen die Einheimischen gut. Das Essen war, bis auf 2 "Pizze" immer frisch und schmeckte wunderbar.
    Günstig und sehr fein kann man in Bäckereien essen, Kaffee ist wesentlich billiger als bei uns.
    Es gibt überall Märkte wo man traumhafte Früchte und Gemüse bekommt.
    Das Land ist supersauber, supersicher, nicht grauslich verbaut, oft sehr elegant, übersichtlich.
    Radfahren ist ein Hochgenuss. Und die Verkehrsteilnehmer sind extrem zurückhaltend im Verkehr. Radwege sind immer gut markiert und logisch. Und es gibt immer einen Radweg.

    Fazit: J'adore la France! ❤️❤️❤️
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    Slut på rejsen
    2. juli 2026