Still und heimlich vermehren sie sich...
18. juni, Frankrig ⋅ ☀️ 19 °C
Geplant ca. 60km. Absolviert 70.
Nach einer sehr gelungenen Nacht ohne Krämpfe- danke Pharmaindustrie- sausen wir wieder früh los, es wird noch heißer als gestern.
Die gewonnene Zeit investieren wir in den Besuch einer unglaublichen Kirche. 849 erbaut und mit einem byzantinischem Deckenmosaik ist die Kirche in Germigny-des-Prés ein Schmuckstück am Weg. Ganz anders als die gedrungenen Dorfkirchen oder im gotischen flamboyant (flammende Gotik) Stil gebauten Stadtkirchen ähnelt diese einer kleinen Trutzburg.
Den Rest der gewonnenen kühlen Stunden verbringen wir in einer Bäckerei in Châteauneuf-sur-Loire. Diesmal brunchen wir ausgiebig, gestern wurde ohnehin ordentlich gefastet... Eine Quiche und Flan für mich, Croque Monsieur und Croissant für Brigitte.
Und dann büßen wir. Gnadenlose Hitze. Null Schatten, langweiliges Abspulen am Damm. Erinnert mich sehr an den Donauradweg.
Hin und wieder einfach stehen bleiben im Schatten. Auch wenn es nichts nutzt, weil es einfach 37 Grad im Schatten hat. Meine Muskel schreien nach Salz!
Aber, die Aussicht, dass wir, sobald wir in Orleans ankommen und nicht erst um 16 Uhr ins Zimmer dürfen, gibt Hoffnung. Ich habe einen KI Bot solange bearbeitet, bis ein echter Mensch mir die Codes für Haustür und Zimmer geschickt hat! 🤣🤣🤣
Sehnsüchtig betrachte ich ein paar Kilometer lang den plage von Orleans, extra hinfahren und kurz Baden macht auch keinen Sinn. Lieber in die Unterkunft und eine herrliche Dusche und dann ein Bier.
Die Lage des kleinen Hotels ist genial. Direkt hinter der Basilika.
Ein bisschen Auslüften im Kühlen und dann hinaus in die Sauna. Es besteht Hoffnung auf ein Gewitter. Leider bleibt es bei der Hoffnung, auch wenn dunkelgraue Wolken schwer drücken.
Richtig Lust auf Besichtigung haben keine. Wir hanteln uns von Schatten zu Schatten bis wir ein Beisl finden, das 0,5l um knapp 6 Euro anbietet. Es gibt auch Essen, denn wir wollen nicht bis 19 Uhr warten. Bier hier ist bei knapp 10 Euro/1/2. Verrückt!
Nach 2 Bier und schmackhaftem Pub Essen, denn so etwas ist dieses Ding, gut ausgekühlt latschen wir zum Verdauen noch ein wenig herum.
Sauber- übrigens ist es überall makellos. Es gibt keine Tschick, Kaugummis, Essens-Getränkeverpackungen negativ. Selbst bei den Clochards in Paris herrschte penibelste Ordnung unter der Brücke.
Für mich, Balkanreisende, eine Wohltat.
Was auch noch sehr positiv auffällt. Es gibt keine grauslichen Anhäufungen von Kik, Tedi und Co. Kleine Lebensmittelläden im Ort, wie Spar, auch hin und wieder ein Aldi. Keine gleichlautenden Geschäfte wie C&A, H&M usw.
Was noch und am Allerbesten auffällt. Die Leute sind SEHR!!! höflich, halten gute höfliche Distanz. Sind trotzdem interessiert und reden, auch mit mir 🤣🤣🤣, gerne.
Nach einem kurzen Schreckmoment- das Ebike ist im Freien angesteckt und fette Topfen bringen uns zum Laufen... besorgen wir uns noch ein Fläschchen und Chips.
Gemütlich mit ein bisschen Navigationstraining auf Komoot und der Flasche Vin légèr beschließen wir den Tag.Læs mere



























Rejsende
So süße Häuserl