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    19. juni, Frankrig ⋅ ⛅ 29 °C

    Da wir ja nicht nur radeln wollen, sondern auch was ansehen, ist das Zeitmanagement täglich zu checken. Und für heute fassten wir den Entschluss mit dem Zug nach Blois zu fahren und weiter zum Schloss Chambord zu radeln. Das ist eines von dreien die wir besichtigen wollen.
    Die ganze Strecke radln, dann Schloss, dann noch Blois erkunden.... brrr, klingt wie Stress bei 37 Grad.

    Mit dem Zug ist es super einfach und wir sind im Nu in Blois. Der Weg vom Bahnhof zur Route ist ein Highlight. Blois scheint bisher die schönste Stadt zu sein. Um so froher sind wir, dass wir abends noch Zeit haben.

    Die Fahrt führt uns ca. 16km weit ins Land hinein und ist eine sehr angenehme Abwechslung zum faden "Dammeln".

    Chambord ist unglaublich bekannt durch seine vielen Türmchen und Dächer.
    Diese Chateaux haben jeweils sehr bewegte Geschichten und schrammen oft auch am Abriss oder der Auflassung vorbei. Es muss ein Horror sein so ein Ding zu besitzen!

    Chambord ist riesig. Der Staat trägt die Erhaltung,
    Wir spazieren durch alle Räume, sehen einen Film über den Bau, die Veränderungen im Laufe der Zeit und erfahren, dass vermutet wird, dass DaVinci möglicherweise seine Hand im Spiel hatte bei den Plänen. Vieles deutet drauf hin, was Treppen, die Anordnung der einzelnen Gebäudeteile betrifft. Und! Er war Gast von Franz 1, als dieser das Schloss im 16 Jhd plante. Immerhin ist er in Amboise bestattet, was ganz in der Nähe liegt- und wir durch die Zugfahrt bewusst ausgelassen haben.

    Lange wandern wir am Dach zwischen all diesen wunderlichen, märchenhaften Türmen und Kuppeln und Pyramiden herum. Eine ganz eigene Welt ist das da oben. Es gastronomisch zu nutzen wäre ein Hammer!

    Nach einer Schattenpause im Schlosspark radeln wir gemütlich wieder nach Blois.
    Ein beinahe Unfall lehrt uns wieder mehr auf die anderen zu achten! Bei einer 90 Grad Ecke, rechts von mir ist Steinmauer, der Radweg in 2 Spuren unterteilt, fahre ich ganz langsam in die Kurve ein und mit einem glaublichem Karacho steuert ein E-Scooter direkt auf mich zu- Kurve schneidend. Ich reiß mein Rad die 30cm, die ich Platz habe nach rechts, das Mädchen den Scooter aus der Schusslinie- puhhhhh. Nochmals Glück gehabt. Im selben Moment kracht es ganz furchtbar. Sie ist Vollgas in eine Lichtsäule gekracht. Meine Frage ob sie verletzt ist verneint sie, steht auf, putzt sich ab. Lange beschäftigt uns der Anblick noch. Klugerweise war Brigitte mit Abstand hinter mir und wir tragen konsequent unsere Helme.

    In Blois beziehen wir unser schreckliches Zimmer. In einem mittelalterlichen Fachwerkhaus logieren wir we in einem Verließ. Aus der Idee selber Salat zu basteln und ein Fläschchen dazu zu genießen wird nichts. Wir flüchten uns in diese schöne Stadt.

    Was es so besonderes macht ist sicher die lockere, entspannte Atmosphäre. Und natürlich die Architektur, die Anlage der Stadt.
    Der richtige Ort um diesen weiteren heißen Tag ausklingen zu lassen. Als Betthupferl kühlt uns ein kleiner Cocktail mit Wassermelonensaft und viel Eis. Wunderbar!
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