Schöner ist schwer
June 23 in France ⋅ ☀️ 24 °C
Saumurs nach Angers
Früh verlassen wir Saumur. Leider ohne es angesehen zu haben. Aber eine Nacht mit 35 Grad und ohne Ventilation raubt einem alle Lust. Unsere Etappe ist sehr kurz, knapp 65 km nach Angers. Wieder sehr früh radeln wir los da die Nacht einem Backöfen glich und unser hübsches appartement leider keine Vorkehrungen für die Hitze, wie einen Ventilator hatte.
Es ist zum ersten Mal Rückenwind, die Straße glatt und ich fliege nur so dahin! Vorbei an traumhaften Maisons mit uralten Baumbeständen, Vinobles, jedes Haus ein Schmuckstück. Wo sind all die grässlichen Neubauten, die unser Land verunstalten?
Es ist eine wilde, ursprüngliche Schönheit diese grauen und weißen Steinhäuser, die dicken Hortensien, Rosen, Stockrosen.
Entlang des Cher, das ruhige Licht am Wasser. Noch ist es erträglich.
Wie wunderschön es hier ist.
Quer durchs Land steuern wir die letzten 15 km direkt unsere Unterkunft an. Diesmal mit Klimaanlage. Ich habe vereinbart, dass wir unser Gepäck abstellen dürfen. Einchecken ist bisher immer erst um 16 Uhr möglich. Das ist bei der Hitze und unserem Zustand ein bisschen bitter.
Die junge Frau, die unsere Behausung reinigt, lässt uns trotzdem hinein und wir können uns zumindest umziehen. "Gewaschen" wird im Brunnenbiotop.
Terra Botanica, der erste botanische Garten in Frankreich, wurde auf einen Vergnügungs- und Lehrpark erweitert. Den besuchen wir.
Es hat 42 Grad und an eine Stadtbesichtigung ist nicht zu denken.
Wir haben super viel Spaß und durch die Pflanzen ist es halbwegs aushaltbar. Der Park ist riesig, überhaupt nicht verkitscht und es sind kaum Besucher.
Absolut sehenswert! Es gäbe so viele Plätzchen mit Sitzsäcken oder Hängematten... ziemlich matt holen wir uns ein Doserl Mineralwasser um je 3,50€ am Ausgang, rasten und vielleicht fallen uns auch die Augen ein wenig zu im Schatten...
Hunger und die Neugier treiben uns um die 30 Minuten Fahrt in die Stadt anzutreten. Angers ist eine Studentenstadt und liegt auf mehreren Hügeln an der Loire und der Maine. Geprägt ist das Stadtbild von einer unglaublich beeindruckenden Burg. Schwarzweiß gestreift, dick und fett prangt sie da und ist Star eines jeden Fotos.
Um den ersten wilden Durst zu stillen holen wir uns Getränke aus dem Supermarkt. Perrier 0,5 kostet 0,68 c und im Lokal das Vielfache. Wir brauchen so viel zu trinken, dass wir uns das so angefangen haben. Bei Preisen wie 7-10 Euro für Bier, mindestens 5 Euro für AA, ist das ein Weg ein bisschen zu Haushalten.
Natürlich freuen wir uns dann trotzdem sehr über das obligatorische Abendbier- heute in einer Craftsbierbar. 5 Euro/0,5l ist ein Schnäppchen. Also trinken wir zwei. Und dann sind wir ohnehin ein bisschen ivré und suchen etwas zu essen. Das ist heute Thai.
Essen tun wir, ausser vielleicht etwas beim Bäcker in der Früh, untertags nichts. Drum ist das Abendessen sehr wichtig für uns. Auch wenn es ganz schön anstrengend sein kann.
Bierschwere Beine plagen sich zur Herberge hinauf und wir freuen uns unendlich auf ein klimagekühltes Zimmer. Bei der "Budget"bucherei gar nicht leicht zu finden. Bisher haben wir immer so ca. 70 Euro/Nacht für ein Zimmer bezahlt. Abstriche sind da natürlich.Read more


























Traveler42 Grad, unvorstellbar! Ich bewundere euch, uns plagen hier im Piemont schon.36 Grad. Super Fotos!!!
TravelerDanke. Es ist mega anstrengend. Und schade, dass es so einschränkt. Hier ist alles sehenswert! Aber nicht machbar. All die unglaublichen romanischen Kirchen, nicht gotisiert, Barock, ganz spärlich. Renaissance Überall. Ein herrliches Land!
TravelerDas sieht man an den Fotos. Über die romanischen Kirchen in dieser Gegend haben meine Eltern schon geschwärmt!