• Auf nach Lissabon

    October 14 in Portugal ☀️ 20 °C

    Von Petra habe ich mich so verabschiedet, dass wir uns in Lissabon noch einmal treffen wollen.
    Heute geht's bei strahlendem Sonnenschein los. Die ersten 40km sind die mit den Höhenmetern.

    Es ist noch fein kühl. Ich liebe diese feuchte Morgenkühle am Meer!
    Meine Rippe, die ich mir vielleicht angeknackst habe ist heute wieder beruhigt nachdem sie gestern wirklich sehr weh getan hat und ich nur halb einatmen konnte! Danke Schmerzmittel.

    Also steht einem schönen Radltag nichts im Weg. Meine Beine haben sich auch an die täglichen Strampeleinheiten gewöhnt und es fällt mir sehr leicht diese, zum Teil extrem steilen Rampen mit >12% zu erradeln. Immerhin hab ich ja immer 3 Liter Wasser mit und Notproviant. Die Packtaschen merkt man durchaus. Und mein kleines 26 Zoll Rad ist halt auch kein Straßenrenner. Der Unterschied zum Tourenrad von Petra ist deutlich erkennbar.

    Meinen obligatorischen Kaffee trinke ich in einem hübschen Bauerndorf mit einer unglaublichen Kirche! Sao Joao.

    In Cortesia entdecke ich wieder einen dieser hübschen Dorfbrunnen mit angeschlossener Waschanlage. Teilweise sind sie noch jung, aus den 60er Jahren. Ergo dürfte die Wasserversorgung damals noch nicht individuell gewesen sein. In diesem Becken schwimmen zwei riesige Goldfische herum.

    Solange ich "in der Höhe " eher Inland fahre sehe ich eine dicke Nebelwalze entlang der Küste. Als ich dann in Azenhas wieder ans Meer komme, frisst sie mich auch. Gewaltig! Die Stimmung ist mystisch und unheimlich.
    Plötzlich klingelt es hinter mir und Petra ist wieder da.
    Immer wieder verabschieden wir uns voneinander bis Lissabon und treffen uns doch immer wieder 😂😂😂

    Atemberaubend finde ich diese Etappe und genau das was ich mir vom dem Radln in Portugal erwartet- mir vorgestellt habe! Ich liebe den Atlanik und seine Küsten. Egal ob in GB oder Teneriffa, ich bin immer ganz weg geblasen!

    In Cresmina stößt Petra wieder zu mir und nach ein paar philosophischen Minuten über der herrlichen Dünenlandschaft sinierend radeln wir gemeinsam weiter. Höhenmeter haben wir keine mehr, aber noch >40km.

    Der Bocca do Inferno ist die Grenze zur Behaglichkeit. Ab hier in Cascais wird die Radlerei zur Herausforderung. Überall wird für ein Sportivent aufgebaut. Millionen von Touris versperren Radweg und die einfache schnelle Durchfahrt zum Hindernisparcour.
    Wir trennen uns wieder. Einzeln ist es doch einfacher.

    Viel Kopfsteinpflaster, rumpelnde Gehsteigkanten machen es nicht leicht.
    Und es ist verdammt heiß.

    Endlich dann der erste Blich auf die grandiose Brücke des 25.April.
    Weiter geht der Slalom. In Belem muss ich trotzdem fotografieren. So viel Zeit ist immer 🤣🤣🤣
    Dort werde ich kurz zum Fotomodel indem mich ein Fotograf bittet dekorativ und gaaaaanz langsam am Kriegerdenkmal vorbei zu radeln.

    Kurz bevor ich in die Gassen einbiegen muss, am Praca do Comercio taucht Petra wieder auf. Sie hat noch eine Pause eingelegt. Wir wohnen ganz in der Nähe in der "Unteren Altstadt".

    Nach einer kleinen Rast schlendern wir ein Stückchen und essen hervorragend gut in einem der 100000 Restaurants. Ich bekomme endlich meinen Bacelhau. Und. Ja. Es schmeckt mir unheimlich gut.
    Ab morgen sind 3 Tage Stadt mit einem Besuch in Sintra angesagt. Wäsche waschen. Erholen. Genießen.
    Read more