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  • Day3

    Masada und das Tote Meer

    November 16, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 26 °C

    In der Nacht hat es ganz schön geblitzt und gedonnert und bis in die Morgenstunden geregnet. Das soll's aber auch gewesen sein, laut Vorhersage scheint die nächsten Tage nur noch die Sonne 😊
    Da ich eine Tour gebucht hatte, bin ich nach wenig Schlaf schon um kurz nach 6uhr aufgestanden. Hat dann erst nicht geklappt mit dem Abholen, aber an der Rezeption im Nachbarhotel wurde mir geholfen. Nach ein paar Minuten kam ein Taxi und brachte mich kostenlos zum Bus (der war schon am ganz anderen Ende der Stadt..). Wir waren 17 Leute aus 5 Ländern, + Fahrer + Guide. Alles in Englisch. Es ging dann aus Tel Aviv raus Richtung Westen, nördlich an Jerusalem vorbei (man konnte die Mauer um das arabische Viertel sehen, erinnert sehr an die Berliner Mauer, ohne Graffiti). Die Stadt liegt 600m hoch. Dann ging es ca. 1000m immer bergab. Richtig - bis etwas mehr als 400m unter dem Meeresspiegel, dem Toten Meer oder the Dead See, tiefster Punkt der Erde. Es ist jedenfalls ein See, ohne Zu- und Abfluss. Die Straße ging von Nord nach Süd immer direkt an dem See lang. Hier stoßen die Afrikanische (Israel) und die Arabische (Jordanien) Platten aufeinander. Die Grenze zwischen den beiden Ländern geht mitten durch den See. Der ist auf beiden Seiten von Felsen bzw. Bergen eingerahmt, bis auf ein paar wenige grüne Flecken alles kahl, Wüste. Das sieht alles so krass aus, ich hab andauernd aus dem Fenster gefilmt und geknipst. Der Guide hat noch viel mehr erklärt, da müsste man hier aber einen Roman schreiben. Fakt ist jedenfalls: 74% Salzgehalt!! An der südlichen Spitze des Sees sind wir dann nach Masada abgebogen (liegt nur 2, 3km vom See weg). Was ist das: ein einzelnes 400m hohes Felsplateau (oben 650x300m). Dadrauf wurde ca. 70 v.d.Z. unter dem damaligen jüdischen König Herodes eine Festungsanlage mit Palast gebaut. Das ganze hat man erst vor knapp 200 Jahren entdeckt, ausgebuddelt und teilweise restauriert. Die Geschichte dazu: Als die Römer Judäa mit Hauptstadt Jerusalem ca. 40 n.d.Z. eroberten, flohen die letzten jüdischen Rebellen (um die 960 Leute) dahin. Die Römer belagerten Masada mit 8000 Mann und bauten eine Rampe, deren Reste man auch noch sieht. Kurz vor ihrem Sieg wurden per Los 10 Mann ausgewählt, die die anderen 950 (also auch alle Frauen und Kinder) und dann sich selbst umbrachten. Sie wollten lieber ehrenvoll sterben als von den Römern versklavt zu werden. Ist wohl alles tatsächlich so passiert.
    Mit einer Seilbahn sind wir hoch gefahren und haben uns alles (inklusive dem fast unwirklichen Blick rundum und zum Toten Meer) angesehen.
    Danach ging es dann zurück zur wohl einzigen Stelle, an der man in's Wasser darf. Baden ist das nicht, eher liegen auf dem Wasser. Man braucht sich wirklich nicht bewegen. Das pure Salz (selbst das Gesicht muss man schützen). Siehe Beweisfoto 😊
    Mit drei Slowenischen Schwestern bin ich dann bei deren Hotel ausgestiegen. Wir haben noch zusammen Kaffee getrunken und dann bin ich wieder zu meiner schönen Wohnung gelaufen.
    Es war einfach toll, unglaublich, einzigartig.
    Morgen wollten wir eigentlich zusammen eine Tour nach Jerusalem machen, ich war dann aber zu spät, ausgebucht. Vielleicht hole ich mir aber auch einen Mietwagen und fahren die Küste hoch nach Haifa und nach Nazareth und dem See Gallilea. Entscheide ich morgen, es gibt noch soo viel..
    Shalom 😊
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