26. September Summerfields
Sep 26–27, 2023 in South Africa ⋅ 🌩️ 30 °C
Wir wachen mit Vogelgezwitscher vom Feinsten auf. Unser Panoramafenster gibt uns das Gefühl unser Bett stünde mitten im Wald. Ich bin wirklich höchst angetan und überglücklich wieder in Afrika sein zu dürfen.
Wir starten mit einem tollen a la Carte Frühstück auf der Terrasse, bei herrlichem Sonnenschein und mit angenehmen gefühlt 20 Grad.
Ich probiere zum ersten Mal im Leben ein pochiertes Ei. Naja, kann man essen, haut mich aber nicht um. Der Lachs unter dem Ei ist da schon eher mein Ding😜.
Die gesamte Anlage des Summerfields Rose Retriet liegt im Wald, so auch das Restaurant.
Kleine putzige Äffchen klettern fast auf Armlänge vor uns herum, setzten sich einen guten Meter von uns entfernt aufs Geländer und gucken uns an, mit Augen die definitiv sprechen können. Sie sagen: Schau doch wie süß ich bin und wie brav ich deine Komfortzone respektiere. Ich komme nicht auf den Tisch, aber findest du nicht, dass du dein Frühstück mit mir teilen solltest? Dazu bieten die Äffchen Akrobatik und gucken uns mit ihren drolligen Gesichtern herzerweichend an.
Aber Nö, ich finde trotzdem nicht dass ich mein Frühstück teilen sollte und vorsichtshalber wandern Handy und Schlüssel in die Hosentasche.
Die Äffchen benehmen sich aber wirklich 1A und machen unser Frühstückserlebnis zu etwas Besonderem.
Wir müssen jetzt was man so am Morgen muss und nutzen dafür die Restaurant Toilette, die sich in einer externen Hütte neben dem Restaurant befindet.
Leute, das muss man gesehen haben.
Der Hammer!
Da möchte man sofort einziehen. Geräumig wie ein Kinderzimmer, blitzsauber, und mit Panoramafenster.
Die wissen hier wie man Ambiente schafft.
Wir werden um elf von unserem Fahrer abgeholt. Das Summerfields sollte uns nur als Zwischenübernachtung dienen. Ich würde soooo gerne noch länger bleiben, war auch so angedacht aber unser Urlaub gab leider keine zusätzliche Nacht mehr her.
Wir sehen uns jetzt ersteinmal ein bisschen um und erkunden das Gelände, gestern war das ja nicht mehr möglich.
Eine Terrasse mit Blick auf den Sabie River schafft es, dass wir uns hier nicht mehr weg bewegen bis wir unsere Zelte abbrechen müssen. Es ist paradiesisch schön den Fluss inmitten dieser saftig grünen Landschaft anzusehen und das Vogelkonzert zu genießen. Das ist Ruhe und Entspannung pur.
Kurz vor Abholzeit, gehen wir nochmal in unser Chalet. Als wir gestern nach dem Dinner zurück kamen, fiel mir auf, dass die Badewanne aussah, als hätte jemand etwas Dünnpfiff auf dem Rand hinterlassen. Das war vor dem Dinner definitiv noch nicht. Aber wir waren zu müde um über eine mögliche Ursache nachzudenken.
Jetzt, sehe ich am Boden neben der Terrassentür einen Kackhaufen mit sicher 7 cm Durchmesser und guter Standfestigkeit. 😜
Der war gestern auch noch nicht da und wir halten wegen der Affen immer alle Türen geschlossen.
Da kommt uns zum ersten Mal in den Sinn, dass sich vermutlich ein Tier im offenen Gebälk aufhält.
Wir haben uns gestern ohne Kontrolle, ob ein ungebetener Untermieter bereits unser Laken vorwärmt, einfach ins Bett fallen lassen.
Heute möchte ich gar nicht mehr drüber nachdenken, welches Viech solche Haufen hinterlassen könnte.
Da geht meine Fantasie mit mir durch und dann sehe ich vor meinem inneren Auge eine grüne Baumschlange.
Glück gehabt, dass wir keinen Überraschungsgast im Bett hatten.
Die Uhr verrät uns, dass es Zeit ist auszuchecken. Wir bedanken uns für einen wunderschönen Start in den Urlaub und wünschen uns, dass wir irgendwann hierhin zurückkehren dürfen.
Unser Weg führt uns weiter zur Emosheni River Lodge, wo wir nach zweieinhalb Stunden angenehmer und unterhaltsamer Fahrt entlang vieler Obstplantagen ankommen.
Die Lodge liegt im Balule Reservat am Olifantsriver. Das besondere an dieser kleinen und sehr schönen Lodge ist die Aussichtsplattform mit Blick auf den Fluss und dem regem Tierbesuch dort.
Heute steigt das Thermometer auf 36 Grad und wir schwitzen ordentlich. Unser Chalet gefällt uns sehr gut. Sogar ein Blumenstrauß steht auf dem Tisch.
Das Personal ist überaus herzlich und kompetent, einer wie der andere.
Zum Sundowner begleitet uns ein Ehepaar mit einem erwachsenen Sohn. Alle drei interessieren sich intensiv für jeden Knochenfund.
Es stellt sich heraus, dass wir von einer Mediziner Familie begleitet werden. Sie sind uns sehr sympathisch und wir fühlen uns glatt ein bisschen entspannter. Sollten wir durch einen Nahkampfampf mit einem wilden Tier ein bisschen bluten, wissen die bestimmt wie man ein Pflaster richtig aufklebt.
Leider sehen wir so gut wie keine Tiere. Aber unser Guide ist ein toller Mensch mit einem unerschöpflichen Wissen über die Flora und Fauna, weshalb wir dennoch einen schönen Drive haben.
Wir kommen zurück, machen uns kurz frisch und gehen in den Dining Room, wo uns ein sehr gutes Drei Gänge Menü serviert wird, deutlich leckerer als gestern.
Besagte Familie sitzt am Nebentisch und wir kommen ins Gespräch. Etwas später kommen die früheren Besitzer und der Manager dazu.
Jetzt wird es ausgesprochen unterhaltsam und wir vergessen die Zeit.
Irgendwann fängt der erste an zu schwächeln und kaum ein Augenzwinkern später gähnen wir synchron und schleichen uns ein jeder in sein Bett.Read more








