• 1. Oktober

    October 1, 2023 in South Africa ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Nacht endet wieder kurz vor fünf.
    Als wir uns dem Jeep nähern, bemerken wir, dass ein Pärchen fehlt.
    Ich freue mich riesig auf gute Sicht.... ungefähr für zwei Minuten. Dann kommt ein Hühne von Mann mit seiner Liebsten und setzt sich..... vor uns!
    Yippie, ganze zwei Minuten Freude.

    Los geht es, wir sehen wieder- mehr oder weniger gut, viele Tiere und manche von ihnen sehr nah, allen voran Elefanten.
    Von diesen sanftmütigen Geschöpfen kann ich gar nicht genug bekommen. Ich liebe es wenn sie zufrieden vor sich hin brummen.

    Auch ein paar kleine Dumbos sind dabei. Diese werden von ihrem Clan immer schön beschützend in die Mitte genommen.

    Immer wieder begegnen uns kleine Elefantenherden.
    Es macht Spaß zuzusehen wie sie sich am Salat-Buffet bedienen.

    Einer versucht einen Baum zu fällen. Er wackelt sogar. Aber weil ihm ein Zahn fehlt, muss er nach einigen Versuchen aufgeben.

    Antilopen wie Oryx, Nyalas, Springbockis, Kudus oder Impalas, alle sind vertreten und huschen uns ab und zu ins Bild.

    Auch eine Rhinofamilie finden wir.
    Ein Bodygard von Papa versucht immerzu seinen Junior vor unseren Blicken abzuschotten, während das Kleine permanent versucht hinter seinem mächtigen Hinterteil vorbei, einen Blick auf dieses seltsame Ungetüm auf vier Rädern zu werfen.

    Für die Kaffeepause finden wir wieder einen schönen Platz mit Aussicht, vor allem auf die vielen üppigen Büsche, die einladend winken und Deckung bieten wenn man mal kurz unbeobachtet sein möchte.

    Wir dürfen uns allerdings nicht weit weg bewegen, denn hier lebt so manches Tier mit dem wir auf Nahkontakt verzichten sollten.

    Backstage hinter meinem Busch des Vertrauens erkenne ich an den Hinterlassenschaften am Boden, dass ich nicht die erste bin, die hier vor hat in die Knie zu gehen.

    Vorher wird aber gründlich nachgesehen, ob es sich nicht schon ein Schlängerl hier bequem gemacht hat.

    Die Fahrt geht in die zweite Runde.

    Wir treffen einige Zebras an, die es eilig haben.

    Auf dem Hügel vom "König der Löwen" ist gerade niemand Zuhause.
    Okay, dann eben wieder Elefanten. Auf die ist im Karongwe Verlass.

    Zurück in der Lodge frühstücken wir gemütlich.
    Auf dem Weg zum Chalet entdecken wir einen Naturpfad, der zu einem Vogelbeobachtungsplatz führen soll.

    Oh, da gehen wir doch direkt mal hin, war unser Gedanke.

    Wir kommen keine zehn Schritte weit, als mich die erste Ameise attackiert. Ihre aggressiven Kollegen tun sich zusammen und beißen ebenfalls beherzt zu.

    Uwe wird auch angegriffen. Wir schauen, dass wir Land gewinnen und festen Boden unter die Füße bekommen.
    Wir legen, fest auf den Boden stampfend, einen Sprint hin wie ein Storch im Salat, begleitet von: Au...Au...Drecksviech....Au... Au...Au, Mistviecher...Au, Au, Au.....

    Das tut richtig weh. Meine Güte, wie groß ist die Armee, die unsere Beine zum Feindesland erklärt hat?
    Das war es dann mit unserem Interesse an der Vogel- Exkursion.

    Am Parkplatz der Safari Jeeps ist uns ein kleiner See aufgefallen.

    Unser Guide Sami, der ein echt witziger Kauz ist und uns so gut wie jeden Mitarbeiter als seinen Sohn oder seine Tochter vorstellt, sagt uns, dass es in dem Tümpel Hippos gibt. Seine angebliche Verwandtschaft ist höchst fragwürdig. Dem Mann sitzt der Schalk im Nacken. Ob das mit den Hippos stimmt?

    Wenn ja, wollen wir sie unbedingt sehen.
    Man kann einen Ausguck übers Lodgelände erreichen und wir finden ihn auch.

    So klein ist dieser Tümpel aber gar nicht und die Flusspferde sind auch tatsächlich da, aber genau auf der anderen Seite, also maximal weit weg.
    Blöd gelaufen.

    Wir warten eine halbe Stunde und hören sie angeregt Grunzen. Ab und zu erlauben sie uns, ein bisschen von ihrem Kopf zu sehen.
    Alles in allem nicht der Brüller.
    Na gut, dann halt heute nicht.

    Es ist schon wieder Mittag. Wir gehen eine Kleinigkeit essen. Mein Liebster bleibt weiterhin vorsichtig und isst wie ein Spatz.

    Uwe vermutet, dass seine Magenprobleme eine Nebenwirkung von den Malaria Tabletten sind. Er will sie ab morgen absetzten. Ich hoffe, das ist kein Fehler.
    Für Schnaken ist er von uns beiden normalerweise das leckerere Sahneschnittchen. Wenn er bei mir ist, bleibe ich meistens verschont. Hoffentlich stehen die Malarialieferanten nicht auf seinen Sirup.

    Zum Sundowner Drive steigen auch wieder der Hühne und seine Verlobte mit in den Jeep. Uwe überlässt mir den Außenplatz.
    Während der Fahrt teile ich mein Fernglas mit den anderen Gästen und so kommen wir mit ihnen und insbesondere mit dem Hühnen ins Gespräch. Er ist ein gefragter Football Spieler und stellt sich samt seiner Verlobten als ein echter Herzensmensch heraus.

    Während wir stehen und vor uns eine Gruppe Elefanten beobachten, kommt seitlich aus dem Busch ein recht großer Bursche mit beeindruckenden Stoßzähnen auf uns zu.

    Das ist vielleicht ein respekteinflößendes Exemplar.
    Wir haben keine Ausweichmöglichkeit wenn er auf Krawall gebürstet ist.

    Der schiebt uns mühelos durch den Busch und wickelt uns um den Baum wenn er will.

    Aber wir haben Glück, er kommt in Frieden, begrüßt uns neugierig, biegt neben uns ab und läuft seitlich am Wagen vorbei, so nah, dass wir ihn anfassen könnten.

    Uiuiui, das hat unseren Puls beschleunigt. Aber genau das möchten wir ja auch erleben. Es fühlt sich nur bedeutend aufregender an, wenn man es sich nicht nur vorstellt, sondern auch real erlebt.

    Den Lion Mountain besuchen wir auch wieder und jetzt scheinen alle Zuhause zu sein. Wir zählen sicher acht Löwen.

    Unser Fahrer und Guide Sami lenkt den Wagen an mehrere Stellen um uns die bestmögliche Sicht zu bieten. So ein Rudel zu beobachten macht echt Spaß. Wir bleiben eine ganze Weile, auch weil wir hoffen, die Kleinen zu sehen. Aber das wird uns heute leider nicht vergönnt

    Adlerauge Sami entdeckt wieder einen Leo, der auf einem dicken Ast eines Baumes liegt und alle vier Pfoten baumeln lässt. Wir sind leider wieder sehr weit weg. Der Busch bietet keine Möglichkeit ihm näher zu kommen. Aber selbst ich erkenne die Katze im Chill- Modus.

    Ansonsten sehen wir einen schönen Toko, Antilopen, Gnus, Giraffen und Zebras. Über mangelndes Wildlife können wir uns hier im Karongwe absolut nicht beschweren.

    Heute Abend ist es wieder empfindlich frisch.
    Wir essen im Speisesaal wo im Kamin ein behagliches Feuer knistert und ich freue mich sehr, in der Nähe sitzen und mich aufwärmen zu dürfen.
    Das Dinner schmeckt uns ausgezeichnet.

    Dann werden wir wieder zum Chalet begleitet und sagen gute Nacht.

    Wie gesagt, kann ich hier nur Handyaufnahmen zeigen. Wegen dem Zoom sind sie leider alle nicht sonderlich gut.
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