• 3. Oktober

    October 2, 2023 in South Africa ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute werden wir um acht Uhr zur Panorama Tour abgeholt. Wir können also etwas länger schlafen und bei Tageslicht ohne Begleitung zum Frühstück gehen.

    Pünktlich steht unser sehr sympathischen Guide und Fahrer am Empfang.
    Wir haben eine private Tour gebucht, sind also allein mit ihm unterwegs, können Wünsche äußern und unser Tempo selbst bestimmen.

    Die Sonne scheint und der Himmel strahlt im schönsten Blau.
    Unser Guide ist unaufdringlich unterhaltsam und liegt mit seinem Humor ganz auf unserer Wellenlänge.

    Wir genießen die Fahrt durch Dörfer, an Obstplantagen vorbei und immer mit Bergpanorama.

    Einige der Sehenswürdigkeiten auf dieser Route sind die
    Berlin Falls, Lisbon Falls, God Windows,
    Bourke's Luck Potholes
    der Pinnacle Rock, die Three Rondavells und der Blyde River Canyon.

    Unsere ersten Anlaufstationen sind die Wasserfälle. Sie stürzen sich in idyllischer Umgebung in die Tiefe.

    Unser Guide führt uns teilweise Wege abseits der Touristenmassen, wobei gar nicht so viele unterwegs sind.
    Ich kann kaum beschreiben wie schön hier alles ist. Da sprechen die Fotos am Besten für sich selbst.

    Wir sind an einem relativ schmalen, mehr Bach, als Fluss namens "Ngwaritsane Stream" den Namen kann sich kein Mensch merken geschweige denn aussprechen.

    Wir geben diesen Wässerchen später einen passenderen Namen.
    Der Wasserlauf scheint nicht mehr als knietief zu sein. An der Abbruchkante stürzt es in die Tiefe.
    Wir springen von Stein zu Stein bis zur vordersten Front.

    Uwe trägt sein Handy in der Hosentasche. Als wir die Kante erreichen, fällt es ihm beim letzten Sprung ins Wasser und das unmittelbar an der Kante

    Uwe fällt für einige Sekunden in eine Schockstarre.
    Es braucht nur ein bisschen Srömung und das Handy verabschiedet sich in die ewigen Wassergründe.
    Jeder der sein Handy schon mal suchen musste, kann sich vorstellen welcher Datenverlust damit zusammenhängt, wenn es jetzt absäuft.

    Gerade als er sich verrenken will um mit geringstmöglichen Risiko
    das Handy aus dem Wasser zu fischen, bemerkt unser Guide was los ist und überredet Uwe dazu, diese Aktion besser ihm zu überlassen.

    Ich bin durchaus erleichtert, dass ihm Uwe diese todesmutige Aktion überlässt und hoffe und bete, dass der Guide nicht zu viel riskiert.
    Ich kann gar nicht hinsehen. Aber es geht alles gut.

    Das Handy reagiert nichteinmal beleidigt und stellt seine Dienste uneingeschränkt weiter zur Verfügung.
    Für uns trägt dieser Wasserfall jetzt den Namen "Handy Falls"😄 kann man sich doch eindeutig besser merken.

    Nachdem der Schreck nachgelassen hat, haben wir wieder ein Auge für die traumhaft schöne Naturkulisse die uns umgibt.

    Von hier sehen wir den Pinnacle Rock, eine dreißig Meter hohe Granit-Felsnadel die sich in Szene setzt.
    Die Aussicht über diese grüne Schlucht ist atemberaubend.

    Am meisten beeindrucken uns allerdings die Bourke's Luck Potholes, der Blick in den Blyde Canyon und die Rondevals.

    Hier halten wir uns am Längsten auf und verlieren uns in den späktakuleren Ausblick.

    Während wir in aller Ruhe das sagenhafte Panorama genießen, packt jemand trotz Verbotsschild seine Drohne aus.

    Fassungslos entgleisen mir die Gesichtszüge. Die Vorstellung, in diesem schönen Moment auf den wir uns seit Monaten freuen, vom nervigen Krach einer Drohne beschallt zu werden, ärgert mich sehr.
    Aber weil ich einen Streit genauso doof finde, sage ich nichts.

    Da kommt ein Angestellter und weißt die Drohnenbesitzer auf das Verbot hin. Widerwillig und motzend packen sie sie darauf hin wieder ein.

    Gott sei Dank. Mein magischer Moment ist gerettet.

    Unser Lunchpaket verputzen wir hoch oben mit Blick über den Canyon.

    Dieser Ausflug ist ein Highlight auf unserer Reise und wir wünschen uns, hier nocheinmal herkommen zu dürfen. Das Wetter hätte auch nicht schöner sein können. Wir haben beste Sicht.

    Auf dem Rückweg zum Parkplatz führt eine Mädchengruppe leidenschaftlich und mit Stolz einen traditionellen Tanz auf. Begleitet werden sie von zwei Frauen die wir für Lehrerinnen halten.
    Sie sind ebenfalls traditionell gekleidet und geben den Rhythmus mit Trommeln vor. Dazu lassen sie zum Ausdruck ihrer Freude jauchzende Töne hören. In Bayern würde man jodeln😄.

    Es macht Spaß, ihnen eine Weile zuzusehen. Sie erhalten ordentlich Beifall und die Touris einschließlich uns, unterstützen dieses Projekt mit einer Spende.

    Für uns wird es Zeit die Rückfahrt anzutreten.
    Gegen 15.00 Uhr sind wir wieder in der Lodge.

    Wir werden gefragt, ob unser Ausflug gut war. Natürlich war er das.
    Er hätte gar nicht schöner sein können.
    Wir sind voll des Lobes über den engagierten und sympathischen Guide und maßlos begeistert von allem was wir gesehen haben.

    Am Spätnachmittag steigen wir wieder in den Jeep für den Sundowner Drive und bekommen drei der Big Five zu sehen. Leopard und Büffel verstecken sich heute vor uns. Dafür war ein hübscher Mähnenlöwe dabei und Hippos, die sehen wir auch nicht alle Tage.

    Das Dinner wird heute wieder unter einem schönen Sternenhimmel auf der Terrasse serviert.
    Per Escort Service schlendern wir gemütlich zum Chalet und packen schon mal das meiste für die Abreise morgen zusammen.

    So schön es hier auch ist, freuen wir uns dennoch darauf, morgen wieder ein neues Stück Afrika zu entdecken.
    Gute Nacht 🌛
    Read more