4. Oktober
October 4, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C
Unser letzter Gamedrive in Karongwe wird dominiert von Giraffen, Löwen und Elefanten. Wir genießen die Abschiedfsfahrt in diesem wunderschönen Reservat.
Nach dem Frühstück haben wir noch reichlich Zeit zum Duschen, Koffer packen und um unsere tolle Terrasse noch ein Stündlein zu genießen.
Unsere Koffer werden vom Personal zum Empfang gebracht. Dort warten wir zusammen mit einer Reisegruppe die ebenfalls abreist, in der stylischen und gemütlichen Lounge.
Der Bus der Reisegruppe kommt an und ein Mitarbeiter befördert die Koffer in den Anhänger. Unter anderem auch unsere. Ich bin irritiert. Wir haben doch einen privaten Transfer gebucht. Man hat uns keine Änderung mitgeteilt und ich bin nicht davon begeistert mich in einen vollen Kleinbus zu quetschen.
Da frage ich doch mal höflich nach dem Grund. Die nette Mitarbeiterin kontrolliert ihre Papiere und stellt erschrocken fest, dass unser Gepäck nicht zu diesem Bus gehört. Umgehend sorgt sie dafür, dass es wieder rausgenommen wird.
Das wäre eine schöne Überraschung geworden, wenn wir da mit eingestiegen wären, oder wenn nur unser Gepäck in die falsche Richtung gefahren wäre.
Zum Glück haben wir den Irrtum bemerkt.
Die Gruppe fährt weg und unser Fahrer kommt auch pünktlich.
Zur Safari Moon Luxury Lodge ist es nicht weit. Sie liegt relativ nah am Flughafen Hodespruit, was wir auch so beabsichtigt haben. Wir fahren ungefähr eine Stunde wieder an Obstplantagen vorbei.
Bei der Planung der Reise ist mir gar nicht aufgefallen, dass die Lodge am Rand eines normalen Wohngebietes liegt.
Das begeistert uns erst mal gar nicht.
Im Web schien sie im Reservat zu liegen.
Vielleicht habe ich das nicht wahrgenommen, weil ich von den gezeigten Fotos so angetan war.
Die Moon Lodge ist eine kleine Unterkunft, die alle Aktivitäten extern in Auftrag gibt.
Die Buchungskommunikation mit der Safari Moon Lodge war extrem nervenaufreibend. Vielleicht gab es ein massives Sprachproblem, oder die zuständige Mitarbeiterin war mit ihrem Job überfordert.
Wäre kein finanzieller Verlust damit verbunden gewesen, hätten wir diese Lodge, (die ich eher als Boutique Hotel bezeichnen würde), wieder storniert.
Aber der Empfang vor Ort ist extrem herzlich. Das Interieur sehr luxuriös und der Poolbereich mit Blick in den Busch und mit einem Schweinderl welches sich hier Zuhause fühlt, weil es gefüttert wird, ist wirklich ein Erlebnis.
Wir haben während unseres Aufenthaltes hier unseren
28igsten Hochzeitstag und daher ein kostenloses Upgrade auf die Honeymoon Suite erhalten.
Die hat einen separaten Seiteneingang, eine Außendusche und einen kleinen privaten Pool in einem nichteinsehbaren Bereich. Wir sind schwer angetan.
Heute ist es sehr heiß und wir nutzen den Nachmittag um unseren privaten Pool zu genießen.
Später werden wir zum Sundowner abgeholt. Es sitzen bereits Gäste einer anderen Lodge im Jeep und nach uns werden noch zwei Schicki- Micki Damen eingesammelt, die uns sage und Schreibe locker zehn Minuten warten lassen.
Für uns mit deutscher Pünktlichkeit ist das eine Respektlosigkeit sondergleichen, denn so ein Drive hat ein Zeitlimit und der Sonnenuntergang nimmt auch keine Rücksicht auf Verspätungen.
Ich denke mir die ganze Zeit, dass ich an der Stelle des Fahrers nicht länger als fünf Minuten warten würde und finde es nicht fair, das uns so eine Verspätung zugemutet wird.
Die zehn Minuten werden uns zwar hinterher drangehängt, aber da ist es dann dunkel und außer einigen Nachtfaltern oder Fledermäusen sehen wir nichts mehr.
Wir haben zudem noch den Stress, dass bei der Rückkehr, die anderen Hotelgäste mit dem Braai auf uns warten müssen.
Das ist uns höchst unangenehm. Die wissen ja nicht, warum wir zu spät kommen und empfinden jetzt vielleicht uns als respektlos.
Diese Verspätungen erleben wir übrigens bei jeder einzelnen Fahrt.
Von Safari Moon werden abwechselnd das Timpavati und das Makalali Reservat angefahren.
Hier sehen wir zum ersten Mal Elefanten die sich in einem Wasserloch vergnügen. Es ist eine Freude sie dabei zu beobachten.
Aber mein heutiges Highlight ist eine Tüpfelhyäne mit vier Welpen.
Allerdings sind zwei von den beiden deutlich jünger als die anderen.
Wie ist das möglich?
Unser Guide erklärt, dass sich zwei Muttertiere zusammen getan haben. Während eine die Futterbeschaffung übernimmt, hütet die andere die Jungtiere.
Die Mama lässt uns auf gefühlte sechs Meter herankommen, hat uns aber entspannt auf dem Boden liegend im Auge. Die Jungen sind neugierig und kommen näher. Ab einer gewissen Grenze gibt die Mama den Kleinen zu verstehen, dass sie nicht weiter dürfen und die Jungtiere halten sich daran.
Sie spielen, toben, klettern auf der Muddi herum und werden alle vier in gleicher Weise liebevoll abgeleckt.
Ich bin ganz verzückt von dem Tierfilm der hier vor meinen Augen abläuft und angetan von der zärtlichen Zuneigung der Babysitterin.
Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang und begegnen heute auch noch dem ersten Büffel auf unserer Reise.
Zurück in der Lodge können wir uns nur schnell umziehen, Hände waschen und einmal durch die Haare kämmen. Dafür nehmen wir uns drei Minuten Zeit, denn wie gesagt sind die anderen Gäste bereits in der Boma.
Das Ambiente mit dem Lagerfeuer in der Mitte ist wieder sehr romantisch.
Weil es nach Sonnenuntergang schon recht frisch ist, steht hinter jedem Tisch ein kleiner Feuerkorb. Der gibt so viel Wärme ab, dass ich sogar ins Schwitzen gerate.
Aber lieber so als zu frieren.
Die Eigentümerin der Lodge, die gekleidet ist wie ein Paradiesvogel, begrüßt alle Gäste am Tisch und hält Smalltalk.
Uns ist ihre Art ein bisschen zu viel des Guten. Wir fühlen uns von ihrer Essensempfehlung fast ein wenig bedrängt.
Im Grunde meint sie es aber nur gut und ist auch nett.
Wir sind recht müde und machen uns zeitnah nach dem Dessert vom Acker.Read more





















