5. Oktober
October 5, 2023 in South Africa
Die Nacht ist wieder zeitig vorbei. Zum Glück sind wir Frühaufsteher.
Noch bei Dunkelheit werden wir abgeholt und zu einem Ballonfahrtunternehmen gebracht und damit verrate ich auch schon was heute auf dem Programm steht. Wir fahren etwa eine halbe Stunde bis zum Startplatz.
Um den Wind steht es nicht gut. Eine Stunde lang wird immer wieder die Windrichtung geprüft und ich hoffe inständig, dass diese Prüfung mit Verantwortungsbewusstsein durchgeführt wird, denn wenn die Fahrt ausfällt, hat das Unternehmen einen nicht unerheblichen finanziellen Verlust. Es sollen zwei Ballons mit je acht Passagieren steigen.
Dann kommt das Startsignal und wir klettern in die Körbe.
Den Sonnenaufgang verpassen wir jetzt leider. Aber der Aufstieg ist fantastisch. Wir schweben über den sattgrünen Obstplantagen hinweg.
Sie sind quadratisch angelegt und mit Zypressen sozusagen eingezäunt.
Die hohen Bäume sollen vor Wind und Sonne schützen und halten diverse Schädlinge fern.
Hauptsächlich werden Zitrusfrüchte angepflanzt, aber auch Mangos Papayas und Avocados.
Dieses üppige Grün vermittelt das Gefühl über dem Paradies zu schweben .
In der Ferne sehen wir die Lembobo- Berge und unter uns liegt ein Fluss der sich wie ein blaues Band in die Landschaft legt, am Ufer gesäumt von saftig grünen Bäumen.
Wir hören Vogel zwitschern, sehen einzelne Antilopen und im Fluß spiegelt sich unser Ballon.
Die Aussicht ist magisch.
Bei der Landung rasieren wir allerdings ein paar Baumkronen. Als Plantagenbesitzer wäre ich darüber nicht entzückt. Wir fürchten schon, in den Baumkronen hängen zu bleiben und über die Bäume runterklettern zu müssen.
Aber der Pilot schafft es doch noch, dass wir ganz sanft auf dem Anhänger des Transporters landen. Hat er super hinbekommen.
Ich möchte aber lieber nicht wissen, ob er nicht selbst mit einer Landung in den Baumkronen gerechnet hat.
Das war fantastisch! Jetzt werden wir zu einer Farm gefahren wo wir auf einer wunderschönen Terrasse mit Blick über einen gepflegten Garten bis zu den Bergen, in aller Ruhe frühstücken können.
Danach werden wir wieder in die Lodge gefahren, wo wir in trauter Zweisamkeit unseren tollen Pool genießen, chillen und lesen.
Beim Game Drive sehen wir heute mehrere Nashörner mit Jungtier und einige Löwen die so nah sind, dass wir sie fast anfassen könnten.
Einer legt sich neben unseren Jeep, rollt sich auf den Rücken und zeigt uns was er einer Löwendame anzubieten hat. Er gehört zu den drei Brüdern im Park. Einer von ihnen sieht aus als käme er von einer Schlägerei zurück.
Ein wenig später finden wir wahrscheinlich seinen dritten Bruder. Wir beobachten ihn beim Trinken und können sogar das schlappern hören.
Als er aufsteht und vom Wasser wegläuft, bemerken wir dass er stark humpelt. Äußerlich sehen wir keine Verletzung, aber er scheint ordentlich was abbekommen zu haben.
Das Leben der Wildtiere ist brutal hart und die Verletzung könnte für ihn den Hungertod bedeuten oder ihn selbst unten auf die Liste der Nahrungskette setzen.
Dieses brutale Gesetz des Lebens ist die Schattenseite des faszinierenden Wildlifes.
Löwen haben wir bisher noch nie so nah gesehen. Das empfinden wir jetzt schon als etwas besonderes.
Zurück in der Lodge lassen wir uns heute etwas mehr Zeit, weil wir im Dining Room a la Carte essen. Da muss niemand auf uns warten und wir haben die Möglichkeit uns ein bisschen aufzuhübschen.
Das Ambiente ist fantastisch und die Tische sind sehr edel eingedeckt. Wir genießen jeden Augenblick und natürlich ein hervorragendes Essen das auch fürs Auge was her macht.
So lassen wir einen schönen Tag gerne ausklingen.Read more





















