• 6. Oktober

    October 6, 2023 in South Africa ⋅ ☀️ 29 °C

    Das Frühstück wird hier höchst ansprechend am Tisch serviert. Zum Standart gehört ein süẞer Teil mit Marmelade, Joghurt und Früchten und zusätzlich kann man sich Eierspeisen bestellen. Der Kaffee schmeckt wunderbar.

    In dieser Region gibt es übrigens den besten Orangensaft den ich je getrunken habe.
    Vielleicht weil die Früchte hier angebaut und sowohl reif gepflückt werden, als auch ganz frisch sind.

    Nach dem Frühstücksschmaus werden wir abgeholt. Wir machen eine Fahrt auf dem Blyde River. Unsere Chauffeurin ist ein toller Guide, die mit ihrem Wissen bereits die Fahrt sehr interessant macht.

    Sie parkt das Fahrzeug und läuft mit uns zum Check-in Schalter. Sie kümmert sich für uns um die Formalitäten und holt uns nach der Bootstour auch hier wieder ab.

    Der Formularitätenaufwand, der überall in Afrika betrieben wird ist schon nervig. Ich dachte immer, dass nur wir Deutschen so viel "Freude" an der Bürokratie haben. Aber nein, Afrika toppt uns in dieser Hinsicht.

    Wahrscheinlich dient das alles nur der Klarstellung, dass wir selbst schuld sind falls wir sterben.

    Wir steigen in das Boot auf dem sicher zwanzig Leute Platz hätten.
    Es sieht mehr aus wie ein Floß mit Sitzbänken. Wir fahren etwa eineinhalb Stunden um den Staudamm herum.

    Vom Wasser aus kommen die Felsformationen des Canyons noch einmal ganz anders zur Geltung, als von oben betrachtet.

    Es gibt dort einen bewachsenen Felsen der in seiner Umgebung aussieht wie ein Totenkopfschädel. Er trägt den Namen Kadishi Tufa und aus einer "Augenhöhle" fließt ein Wasserfall. Dieser Felsen wird auch als "weinendes Gesicht" bezeichnet.

    Im Wasser sehen wir nur ein Krokodil. Es gibt hier auch Flusspferde, die sich heute aber nicht zeigen.

    Der subtropische üppig grüne Wald bietet zwar auch Antilopen und Leoparden ein Zuhause, doch wir sehen heute nur einige Paviane und Raubvögel.

    Wir sind sowieso nicht hier um Tiere zu sehen, sondern wegen dem unfassbar schönen Landschaftsbild.

    Einige Bäume ragen aus dem Wasser und dienen den Vögeln als Aussichtsspot.

    Die Sonne scheint, es ist angenehm warm und über uns steht ein stahlblauer Himmel.
    Dieser Ausflug könnte nicht schöner sein.

    Die bewachsenen Felsen die uns umgeben, bieten ein Panorama zum Dahinschmelzen.
    Am liebsten würde ich eine zweite Runde drehen.

    Wir werden am Schalter wieder abgeholt und zurück gefahren.

    Während einer anderen Fahrt ist uns in Hodespruit direkt an der Straße die "Warren Cary Wildlife Gallery" aufgefallen. Da möchten wir gerne mal reingehen und bitten unsere Chauffeurin einen Stopp einzulegen.

    Diesen Gefallen tut sie uns gerne.
    Hier gibt es etliche Kunstwerke, die ganz und gar unseren Geschmack treffen, allerdings unsere finanziellen Möglichkeiten übersteigen.

    Deshalb werden es nur drei Bleistiftzeichnungen im Format 30x40 cm.
    Sie passen gut in unseren Koffer und hängen später mit Passepartout gerahmt bei uns im Wohnzimmer in einer Reihe.

    Ich frage die Galeristin ob ich Fotos machen darf und sie erlaubt es.

    Der restliche Nachmittag wird wieder unserem Pool gewidmet.

    Zum Game Drive am Nachmittag werden wir heute von einem Guide betreut, der sich ausschließlich um einen einzigen Gast kümmert. Wir anderen scheinen für ihn nicht zu existieren. Viel zu sehen gibt es heute auch nicht.

    Aber wir finden wieder die Hyänen mit ihren Welpen. Ich bin so angetan von diesen Tieren. Sie haben wirklich ein schönes Gesicht, sofern sie nicht im Jagdmodus sind.
    Tüpfelhyänen sehen ganz anders aus als die langhaarige Verwandtschaft der Streifenhyänen.

    Ansonsten geben uns noch ein paar Zebras die Ehre. Das war es dann auch. Landschaftlich haut uns die Fahrt heute auch nicht um.

    Beim Dinner wird mir zur Vorspeise eine Suppe serviert, deren Schärfe mir die Tränen in die Augen treibt. Meine Speiseröhre fühlt sich an wie verätzt und die Lippen werden taub. Ich esse sehr gerne schärfer als jeder den ich kenne, aber diese Suppe geht gar nicht.

    Ich lasse sie stehen und werde natürlich gefragt, ob sie mir nicht schmeckt. Meine Antwort lautet: "Zu scharf für mich".
    Eine Dame am Nebentisch mischt sich ein und meint, "die sei doch nicht scharf..."

    Die Service- Dame gibt dem Koch Rückmeldung und der kommt nun auch an den Tisch.....meine Güte, so viel Aufhebens wollte ich doch gar nicht machen.

    Für mich ist sie halt zu scharf. Meine Lippen fühlen sich nicht grundlos taub an.

    Der Koch entschuldigt sich, hat aber das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen und erklärt mir, er hätte die Chilis extra weggelassen.

    Ist ja gut, ich will doch gar nichts, außer nicht noch mehr "Brandbeschleuniger" zu schlucken.

    Vom restlichen Essen schmecke ich nicht mehr viel. Das gibt sich aber bis zum nächsten Tag wieder.

    Den restlichen Abend verbringen wir in unserem schönen Zimmer.
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