• 12. Oktober

    October 12, 2023 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Das Wetter hält sich an die Vorhersagen. Schon das klopfen auf dem Dach verrät uns, dass es regnet und ein Blick aus dem Fenster, wirft die Frage auf, ob wir nicht besser noch eine Runde schlafen. Geht aber schlecht wenn man gar nicht mehr müde ist.

    Also in Rekordgeschwindigkeit raus aus dem Bett, Katzenwäsche und beherzt in die wärmsten Klamotten gesprungen, die wir dabei haben.

    Die warmen Sachen tragen wir in diesem Urlaub so oft, dass heute ein Teil zum Wäscheservice wandert.

    Wir drehen die Heizung bis zum Anschlag auf und hoffen, dass das Zimmer nach dem Frühstück kein Frostbeulen Klima mehr hat.
    Die Bungalows haben einen Betonfußboden, ohne Teppich. Da kriecht einem die Kälte an den Beinen hoch. An heißen Tagen ist das bestimmt angenehm.

    Wir marschieren mit Regenschirm zum Frühstück. Die Botanik auf dem Lodgegelände ist saftig grün und überall blüht etwas.
    Der Regen zieht im Wasser des Pools seine Kreise und die Frösche im Teich hatten wahrscheinlich Nachtschicht und schlafen jetzt. Wir hören sie jedenfalls nicht.

    Das Frühstück lässt wieder keine Wünsche offen. Wir stellen uns auf einen ruhigen Lesetag ein und geben der Heizung im Zimmer Zeit.

    Als wir die maximale Frühstückszeit ausgereizt haben, ziehen wir von Dannen.

    Ja, die Temperatur in unserem Zimmer fühlt sich ein bisschen überschlagen an.
    Bevor der Strom wieder weg ist, wird heiß geduscht.

    Danach flüchten wir, in der Hoffnung auf ein Feuerchen ins Kaminzimmer im Haupthaus.
    Ein Mitarbeiter hat Erbarmen mit uns und feuert den Kamin an.

    Kurze Zeit später wird es wohlig warm. Wir lesen und Scrabblen ein bisschen und bestellen uns einen Cappuccino.

    Das ist sehr behaglich und weil wir Zuhause keinen Kamin oder Bollerofen haben, ist das auch etwas ganz Besonderes für uns.

    Wir bedauern und vermissen nichts, sondern genießen das hier und Jetzt.

    Am frühen Nachmittag hört es auf zu regnen und die Sonne verdrängt die Wolken.

    Wir beschließen in Tsitsikamma ein bisschen spazieren zu gehen und fahren zum SANParks- Büro im Storms Village.
    Wir parken das Auto und laufen zur Info Tafel mit den möglichen Trails.

    Gerne wären wir die längere Strecke gelaufen. Aber eine Horde Paviane versperrt uns den Weg.
    Nachdem wir in der Emosheni Lodge sehen konnten, wie die sich aufführen können, und welche Waffen sie im Mund haben, wollen wir sie nicht dazu ermutigen, ihr Revier vor uns zu verteidigen.

    Wir nehmen den anderen Weg und laufen einfach mal drauf zu.

    Es geht in den Plaatbos Wald. Er ist indigen, also naturbelassen, ohne menschliches Eingreifen. Hier können sich einheimische Baumarten und Pflanzen ausbreiten und sind damit ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

    Wir sehen Riesenfarne und etliche verrottete Baumstämme, die dekorativ am Boden liegen und damit dem Ökosystem dienen.
    Es gibt Naturpfade, aber auch Holzstege.

    Ab und zu überqueren wir einen plätschernden Bach über eine kleine Brücke.

    Ein oder zwei Quellen gurgeln vor sich hin und lassen ihr Wasser über moosbedeckte Steine fließen.

    Ab und zu schaffen es ein paar Sonnenstrahlen durchs Blatterdach und lassen Lichtpunkte über den Waldboden tanzen.

    Wir sind ganz allein und freuen uns an dieser stillen Idylle, die nur von Vogelgezwitscher, fließendem Wasser, einen Knacken oder Rascheln unterbrochen wird.

    Es ist sogar angenehm warm.
    Viel zu schnell sind wir wieder am Parkplatz.

    Von hier sehen wir das Marilyn's 60s Diner.
    Ich muss mal...
    Da bietet es sich an, im Diner etwas zu trinken.
    Es ist ein uriger Schuppen, dessen Name schon verrät, was man zu erwarten hat.
    Man fühlt sich wahrlich in die 60er zurück versetzt.

    Leider hab ich nicht dran gedacht Fotos zu machen.

    Wir kehren nach Lili Pont zurück, ziehen uns um fürs Dinner und überbrücken die Zeit vor dem Essen mit einem Cocktail am Kaminfeuer. Passt👍.

    Essen ist lecker, was auch sonst! Anschließend verkriechen wir uns wieder im Zimmer unter unserem warmen Bettzeug.

    Der nächste Tag kann kommen. Der Regen wird es vermutlich auch.
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