• 21. Tag 01.05.2026 2. Tag in Mestia Höhe: 1.350 m

    1 Mayıs, Gürcistan ⋅ ☁️ 12 °C

    Aufstehen, heute wollen wir zum Chalaati Gletscher. Mit dem Defi (KM Stand 133.963) die rund 9 km zur Hängebrücke am Café. Alles geschlossen. Links ein Wegweiser in den Wald hinein. Dijana meint, dass müsse der Weg sein, ich nicht. Also gehen wir die Straße hinauf (ist auch das einzige was fast schneefrei ist) entlang an teils fertiggestellten teils wohl noch in Erweiterung befindlichen Wasserkraftwerken. Bis zum Ende. Interessant. Auch ich habe inzwischen bemerkt, dass dies nicht das eigentlich heutige Ziel gewesen ist und möchte noch schnell zum Gletscher hinauf, Heist zurück zum Ausgangspunkt. Dijana meint, lauf ruhig, wir treffen uns am (nicht geöffneten) Bistro. Ich also los, nach 200 m steht dort ein Pickup mit zwei finster dreinschauenden Gestalten mit Ferngläsern, und meinten zu mir: *hier Grenze!“. Upps, ein kleiner Grenzübertritt in russisches Reich (obwohl; nachvollziehen konnte ich das nicht, ich hätte gemeint das sind noch ein paar Kilometer). Ich meinte noch, meine Frau kommt auch noch, worauf die fragten, wieso ich diese denn allein lassen würde. Die können aber auch Fragen stellen. Na ja, am Ausgangspunkt angekommen stelle ich fest, dass der Weg durch den vollkommen verschneiten Wald zum Gletscher nicht zu finden ist, außerdem habe ich heute ja meine neuen Wanderschuhe an. Also setze ich mich erst mal auf die Veranda des Bistros, geschlossen aber sehr witzig aufgemacht. Dijana kommt später, kleines Picknick und zurück nach Mestia.
    Jetzt erstmal etwas Kultur: rein ins hochmoderne Ethnografische Museum. Sehr interessant!
    Was war noch, ach ja getankt (35 Liter 135 GEL), laut Reiseführer in der einzigen Tankstelle in Mestia, stimmt aber nicht mehr, jetzt gibts drei. Mestia hat auch einen Flughafen, der stylische Tower, das moderne Rathaus und auch das Museum alles von einem deutschen Architekten geplant.

    Wollen danach wieder in dem Restaurant, in dem wir gestern waren das Nationalgericht (gefüllte Nudelteigtaschen) essen, haben aber dort die Begegnung der dritten Art mit zwei Eingeborenen, die offenkundig etwas Alkohol zu sich genommen hatten. Finden dann ein erst im Mai 2025 eröffnetes Bistro, vollkommen aus Holz mit einem witzigen Eigentümer. Dort ein Weilchen und bleiben dann doch noch in einem weiteren Bistro direkt bei unserer Unterkunft hängen. Ein schöner Tag, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat.
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