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  • Day35

    Cordoba

    May 23, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 31 °C

    Die Sonne scheint, es gibt heute wieder einen heissen Tag. So wie gestern, soll die Temperatur Richtung 35° marschieren.
    0930 "marschieren" wir los. Es geht zu Fuss in die Altstadt ( ca 3 Km vom Camping bis zur Moschee-Kathedrale; es gäbe auch einen Bus, aber wir nehmen es sportlich🙂). Ein wenig Info im Touristenbüro und dann zur Hauptsehenswürdigkeit in Cordoba, die Moschee-Kathedrale (Mezquita Catedral). Relativ unscheinbar von aussen und auch vom Vorgarten aus, aber einfach gigantisch von innen. Man läuft zuerst durch ein Säulenmeer (852 maurische Säulen und Rundbögen unterteilen den Raum) bis man in der Mitte dann die Kathedrale erreicht. Diese wurde über mehrere Jahrhunderte in die 400 Jahre alte Moschee hineingebaut ( zum Glück wurde die Moschee für den Bau nicht abgerissen) nachdem die Mauren ihre Macht verloren hatten. Geweiht wurde sie 1236, das Hauptschiff im 16 JH unter König Karl V erbaut. Viele maurische Elemente wurden im Dekor integriert und auch in tragenden Elementen eingearbeitet ( zB die riesigen Säulen der Kathedrale, in die die filigranen maurischen Säulen integriert sind). Es ist einfach gigantisch, die Schlichtheit und Schönheit der maurischen Elemente, gepaart mit der Schwere und Reichtum der Struktur und des religiösen Dekors der Kathedrale aus dem 13-16JH. Überwältigend diese einmalige Kombination, und schwer in wenige Worte zu fassen. Für uns persönlich ist die schlichte Schönheit des maurischen Teils, der im Mihrab voll zur Entfaltung kommt, der schönere Teil im Vergleich zum Prunk und Pomp des christlichen Teils.
    Die Zeit verfliegt, im nu sind 2 Stunden vorbei. Nach einem Aufstieg auf den Glockenturm ( ehemaliges Minarett) der einen tollen Rundblick über die Alstadt ermöglicht, sind wir voller Eindrücke wieder in der Altstadt.
    Weg vom Rummel haben wir eine einfache kleine Taverne gefunden, wo wir super zu Mittag gegessen haben. Danach ging es in die Juderia ( dem Judenviertel) mit ihren verwinkelten Gassen und schönen alten Häusern.
    Die Juden genossen über viele Jahrhunderte, sowohl unter den Mauren wie auch später unter den Christen, einen hohen Stand.
    Raus und wieder rein durchs Almodovar Tor, kurz die maurischen Bäder besucht (etwas enttäuschend, nach dem wir die Hamams im Iran gesehen haben), den Alcazar der christlichen Könige besucht ( tolle Aussicht vom Turm und sehr beindruckende römische Mosaike, die an der Plaza de la Corredera ausgegraben wurden und die im Alcazar ausgestellt sind).
    Danach ging es noch über die römische Brücke zum Turm von Calahorra, von wo man einen schönen Blick auf die Brücke, den Guadalquivir und die Altstadt hat.
    Voller toller Eindrücke sind wir von dort durch die Altstadt und die Stadt zum Camping gelaufen, wo wir, "tot", gegen 19 Uhr angekommen sind.
    Ein langer Tag, viel gelaufen(20-25 Km) und viel gesehen ( aber doch nur an der Oberfläche gekratzt).
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