• Sightseeing again

    2 Kasım 2024, Singapur ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach den aufregenden und ereignisreichen Tagen, die wir bereits in Singapur verbracht hatten, war es heute Zeit, etwas langsamer zu machen. Wir gönnten uns einen ausgiebigen Schlaf, denn der gestrige Tag mit seinem 24 Kilometer langen Fußmarsch hatte uns doch ziemlich erschöpft zurückgelassen. Der Wecker klingelte zwar, aber anstatt uns gleich in die nächste Entdeckungstour zu stürzen, entschieden wir uns, den Morgen ruhig zu starten. Frühstück im Bett – frische Früchte, Croissants, und ein paar lokale Spezialitäten, während wir den Blick auf die Skyline von Singapur genossen. Die Ruhe tat uns gut, und es war der perfekte Auftakt für einen entspannten, aber dennoch aufregenden Tag.

    Nach einer erfrischenden Dusche, die uns langsam wieder in den aktiven Modus versetzte, machten wir uns auf den Weg – heute sollte es nach Sentosa Island gehen, einem der bekanntesten Freizeitziele Singapurs. Unser erstes Ziel war der Mount Faber, der zweithöchste Berg Singapurs, von dem man einen traumhaften Ausblick über die Stadt und die Küste hat. Der Weg dorthin führte uns zunächst mit der berühmten Seilbahn, der Cable Car, die uns in luftiger Höhe über den Hafen und das grüne Hinterland der Insel führte. Es war atemberaubend, Singapur aus dieser Perspektive zu sehen, als die Stadt langsam unter uns verschwand und die weiten Ozeane und grünen Hügel uns umgaben.

    Oben angekommen, genossen wir den Panoramablick auf die Stadt und das funkelnde Meer, bevor wir uns auf den Weg zum Strand machten. Ein kurzer Spaziergang entlang des Strandes brachte uns auf eine andere Seite von Sentosa, die uns ein wenig an tropische Paradiese erinnerte. Doch dann passierte das Unvorhergesehene: Das Wetter, typisch für Südostasien in der beginnenden Regenzeit, drehte auf – plötzlich zogen dunkle Wolken auf, und ein kräftiger Sturm brach los. Der Regen prasselte nieder, die Wellen am Strand wurden höher, und der Wind riss die Palmen herum. Es fühlte sich fast wie ein Naturereignis an, so intensiv war der Wetterumschwung. Doch kaum 15 Minuten später war alles vorbei, der Regen hatte sich verzogen und die Sonne kam wieder zum Vorschein, als wäre nie etwas gewesen.

    Nach diesem kleinen Abenteuer ging es zurück aufs Festland, und unser nächstes Ziel waren die Gardens by the Bay – die berühmten Gärten, die direkt an der Marina Bay liegen und eines der Wahrzeichen Singapurs darstellen. Die SuperTree Grove, diese futuristischen Baumbauten, die wie riesige, leuchtende Bäume aus der Erde schießen, waren noch beeindruckender, als wir sie uns vorgestellt hatten. Leider setzte der Regen hier wieder ein, doch wir ließen uns nicht entmutigen und entschieden, später noch einmal vorbeizuschauen, wenn das Wetter wieder besser war.

    Zurück im Hotel, wo wir uns nach der kleinen Regenpause trocken und frisch machten, gönnten wir uns ein kurzes Nickerchen, um wieder zu Kräften zu kommen. Heute Abend wollten wir uns ein besonderes Erlebnis gönnen: ein Abendessen im "Ce La Vi", einem Restaurant, das sich in der obersten Etage des berühmten Marina Bay Sands Hotels befindet. Hier hat man einen spektakulären Ausblick auf die Bucht mit den gigantischen Containerschiffen, die im Hintergrund vorbeiziehen, und die imposante Skyline von Singapur, die nachts im Licht erstrahlt. Das Ambiente war wirklich einzigartig, und auch das Essen war gut – aber der Preis, nun ja, das musste man eben für die Aussicht zahlen. 😉 Es war also weniger das kulinarische Erlebnis, das uns begeisterte, sondern der unglaubliche Blick auf die Stadt, die uns von oben wie ein leuchtendes Lichtermeer entgegenstrahlte.

    Nach dem Abendessen machten wir uns wieder auf den Weg zurück zu den Gardens by the Bay, um das, was uns den Tag über entgangen war, in der Nacht zu erleben. Dort angekommen, wurden wir mit einer fantastischen Lasershow und einer Musik- und Lichtillumination begrüßt, die die gigantischen „Bäume“ der Gardens by the Bay in ein magisches Licht tauchte. Es war ein visuelles Meisterwerk, das in Kombination mit der Musik und dem nächtlichen Himmel einfach nur wow war.

    Und wie es der Zufall wollte – auf dem Rückweg durch die Shopping Mall des Marina Bay Sands Hotels kamen uns plötzlich die Miss World-Kandidatinnen aus den verschiedensten Ländern entgegen! Ein Moment wie aus einem Film – wir hielten kurz inne und schauten, als ob auch sie ein wenig über den zufälligen Lauf der Dinge staunten. Der glamouröse Zufall des Abends brachte noch eine zusätzliche Portion Überraschung, als wir durch die Mall schlenderten. 🤣

    Mit all diesen Eindrücken und etwa 15 Kilometer zurückgelegtem Weg war der Tag ein voller Erfolg. Der Kopf war voll, der Magen ebenfalls, und unsere Füße taten ein wenig weh. Morgen wartet jedoch schon das nächste Abenteuer: Kambodscha, wir kommen! Doch bevor es dorthin geht, legten wir uns müde, aber glücklich ins Bett und ließen den Tag in unseren Gedanken noch einmal Revue passieren.
    Okumaya devam et