Angkor Wat
November 3, 2024 in Cambodia ⋅ ☁️ 26 °C
Es ist 3:00 Uhr nachts, und der Wecker klingelt – ja, wirklich um diese Uhrzeit! 🤣 Die Müdigkeit hängt noch in den Gliedern, aber der Gedanke an das, was uns heute erwartet, lässt uns schnell wach werden. Ein kurzer Blick auf die Uhr bestätigt, dass es wirklich Zeit ist, aufzustehen, auch wenn es draußen noch stockdunkel ist. Sofort fällt mir ein, dass ich ohne meine tägliche Tasse Kaffee wahrscheinlich nicht aus dem Bett komme, also gibt’s erst mal einen schnellen Espresso, um in Gang zu kommen. Schnell anziehen, ein wenig Wasser ins Gesicht spritzen, die Zähne putzen, und schon sind wir mehr oder weniger bereit für den Tag – der natürlich eher wie eine Nacht aussieht!
Pünktlich wie die Uhr erscheint unser Fahrer und holt uns ab. In der Dunkelheit fahren wir durch die ruhigen Straßen von Siem Reap. Der Verkehr ist fast gar nicht vorhanden, und wir können die Stille der Nacht nur in den Blicken der vorbeiziehenden Landschaft spüren. Unser Ziel ist der Angkor Wat, der berühmte Tempelkomplex, der in der Dämmerung genauso mystisch wirkt wie er aussieht. Und obwohl es mitten in der Nacht ist, sind wir nicht allein. Das verstehen wir sofort, als wir ankommen: Der Ansturm von Besuchern ist riesig, und auch hier, in der Dunkelheit, ist der Tempel ein magischer Ort, der die Massen anzieht.
Der Höhepunkt des Morgens – und vielleicht des ganzen Trips – steht kurz bevor: Der Sonnenaufgang über dem Angkor Wat. Wir stellen uns an den See, der vor dem Tempel liegt, und beobachten, wie der Himmel langsam heller wird. Der See reflektiert die Silhouette des Tempels, und während die ersten Strahlen der Sonne die Dunkelheit vertreiben, wird die Atmosphäre nahezu sakral. Jeder will den perfekten Moment einfangen – die Kameras klicken, Menschen schieben sich hin und her, um den besten Blick auf den Tempel zu bekommen. Doch wir sind einfach nur da, um die Stimmung in uns aufzunehmen und den Zauber dieses Augenblicks zu spüren. Zum Glück spielt das Wetter mit: keine dichte Wolkendecke, der Himmel ist klar, und die Sonne beginnt tatsächlich, in sanften Rottönen aufzutauchen. Es ist dieser magische Moment, den jeder, der hierher kommt, erleben möchte – und wir sind so froh, ihn endlich mit eigenen Augen zu sehen.
Auf den Rat unseres Guides hin bleiben wir allerdings ein Stück draußen, wo wir einen wirklich fantastischen Blick auf die aufgehende Sonne haben. Der Tempel zieht alle Blicke auf sich, und der Anblick, wie die Sonne hinter den Türmen von Angkor Wat hervorkommt, ist nicht nur atemberaubend, sondern auch unvergesslich. Es gibt eine gewisse Ehrfurcht, die man nur hier fühlt – die ganze Szenerie ist so grandios und gleichzeitig friedlich, dass einem vor Staunen beinahe die Worte fehlen. Ein Moment, der garantiert Gänsehaut verursacht und den wir immer wieder in unseren Erinnerungen heraufbeschwören werden.
Doch der Tag ist noch lange nicht vorbei. Nach dem Sonnenaufgang geht es direkt weiter – die Tempelanlagen von Angkor sind riesig, und es gibt so viel zu entdecken. Wir brechen auf, um die zahlreichen Tempel auf dem riesigen Gelände zu erkunden, die Geschichten von Jahrhunderten erzählen. Die Tour ist intensiv – über 8 Stunden lang, und wir laufen und fahren von Tempel zu Tempel, erklimmen alte Gemäuer, steigen steile Treppen hinauf und durchqueren weite, von Bäumen gesäumte Alleen. Jeder Tempel hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte – von den majestätischen, fast überirdischen Ruinen von Angkor Thom bis hin zu den filigranen Reliefs des Bayon-Tempels. In den schmalen Gängen und unter den gewaltigen Bauten fühlt man sich plötzlich ganz klein und gleichzeitig Teil dieser unglaublichen Geschichte. Urlaub? Fehlanzeige! Es ist mehr ein Abenteuer, das uns völlig in den Bann zieht, auch wenn der Marsch durch die glühende Sonne und über unebene, steinerne Wege ziemlich anstrengend ist. Doch jeder Schritt fühlt sich richtig an, und mit jedem neuen Tempel, den wir entdecken, wächst die Faszination noch weiter.
Gegen 13:00 Uhr erreichen wir erschöpft, aber unglaublich glücklich, wieder unser Hotel. Der Körper ist durchgeschwitzt und erschöpft, aber der Kopf ist voller Eindrücke und unvergesslicher Erinnerungen. Es fühlt sich an, als hätten wir heute schon ein ganzes Abenteuer hinter uns. Der erste Weg führt mich natürlich sofort zum Pool – ein Sprung ins kühle Nass ist genau das, was ich jetzt brauche. Theresia gönnt sich währenddessen eine wohlverdiente 2-Stunden-Massage, um sich von der ganzen Anstrengung zu erholen und die Muskeln wieder zu lockern. Das haben wir uns nach diesem körperlichen Marathon definitiv verdient! Ich lasse mich im Wasser treiben, genieße die Ruhe und die Sonne, die nun kräftig vom Himmel brennt. Der Luxus, den wir uns hier gönnen dürfen, fühlt sich nach diesem anstrengenden Tag wie ein kleines Paradies an.
Morgen geht es früh weiter, denn der nächste Sonnenaufgang und die nächsten Tempel warten auf uns. Heute war erst der Anfang – die Schönheit und das mystische Gefühl dieser alten Welt hat uns jetzt schon gefesselt, und wir können es kaum erwarten, noch mehr von diesem unglaublichen Ort zu entdecken.Read more



















