Day 1 🇦🇹 / 🇭🇺
April 20 in Austria ⋅ ☀️ 12 °C
Spontanst ergab sich für uns die Möglichkeit ein paar Tage wegzufahren. Also entscheiden wir uns kurzerhand für etwas, das seit Jahren in den Toppositionen auf unserer Bucketlist steht. Nämlich Budapest.
Direkt nach der Nachtschicht fahren wir also los, den typischen Weg über München und Wien bis schlussendlich in die Hauptstadt Ungarns.
Zirka genau in der Mitte der Strecke machen wir eine kleine Mittagspause und mehr zufällig als geplant ergibt es sich, dass es sich genau um Braunau am Inn handelt. Den Geburtsort Adolf Hitlers. Wir vertreten uns in der Altstadt etwas die Beine gönnen uns eine Currywurst von der Imbissbude und sind eigentlich schon bald wieder unterwegs. Eigentlich schade, denn die Stadt ist doch sehr anschaulich aber es begleitet uns natürlich immer das Gefühl von "Wer kommt nach Braunau als Tourist -> Pilgernde Neonazis" weswegen wir doch schnell weiterfuhren.
Nach insgesamt 1057km und wiedermal unglaublich engen Parkverhältnissen, kommen wir dann pünktlich fürs Abendessen an.Read more
Day 2 - Budapest 🇭🇺
April 21 in Hungary ⋅ ☁️ 13 °C
Heute haben wir einiges vor. Mit der U-Bahn fahren wir zuerst ins Stadtzentrum. Wer es nicht weiss: Budapest ist eigentlich eine vereinte Stadt – entstanden 1873 aus den zuvor eigenständigen Städten Buda, Pest und Óbuda. Buda, auf der hügeligen Westseite der Donau gelegen, war historisch eher königlich und ruhig geprägt, während Pest auf der flachen Ostseite zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum wurde.
Eigentlich wirkt es fast ironisch: Ein Volk, das historisch stark vom ländlichen Leben und einer gewissen Distanz zur Urbanität geprägt war, erschafft mit Budapest eine der beeindruckendsten Metropolen Europas. Ganz ohne äussere Einflüsse geschah das allerdings nicht – besonders im 19. Jahrhundert spielte die enge Verbindung zur Austria innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn eine entscheidende Rolle. Deutsche und österreichische Einflüsse prägten Architektur, Infrastruktur und Verwaltung nachhaltig und gaben der Stadt ihren heute so markanten, mitteleuropäischen Charakter.
Unser erster Stopp ist die Altstadt von Buda – mit der Burg und einem der wohl bekanntesten Ausblicke der Stadt auf das imposante Hungarian Parliament Building. Von hier oben wird einem erst richtig bewusst, wie majestätisch sich die Donau durch die Stadt zieht.
Danach schnappen wir uns den Scooter und düsen einmal quer durch die Stadt, immer entlang der Donaupromenade. So bekommen wir ein Gefühl für die Dimensionen Budapests – und landen schliesslich auf der Margaret Island, besser bekannt als „Sziget“ für alle, die dem berühmten Sziget Festival etwas abgewinnen können.
Am Nachmittag geht es zurück nach Pest. Hier bestaunen wir das Parlament noch aus der Nähe – ein architektonisches Meisterwerk im neugotischen Stil, dessen Bau fast zwei Jahrzehnte dauerte. Nicht weniger beeindruckend ist die St. Stephen's Basilica (István-Dom). Beide Gebäude sind nicht nur optisch gewaltig, sondern auch voller Symbolik: Sie sind exakt gleich hoch (96 Meter) – eine bewusste Entscheidung, um das Gleichgewicht zwischen Staat und Kirche zu verdeutlichen. Die Zahl 96 selbst ist ebenfalls kein Zufall, sondern verweist auf das Jahr 896, die sogenannte „Landnahme“ der Magyaren im Karpatenbecken – ein zentrales Ereignis der ungarischen Geschichte.
Weiter geht es ins jüdische Viertel, das heute als Herz des Nachtlebens gilt. Hier befinden sich die berühmten „Ruin Bars“ – Bars, die in verlassenen Gebäuden, Hinterhöfen oder halb verfallenen Häusern entstanden sind. Statt diese Orte zu renovieren, wurde ihr ursprünglicher, roher Zustand bewusst beibehalten und kreativ genutzt. Herausgekommen ist ein einzigartiger Mix aus Chaos, Kunst und Atmosphäre, den man so wirklich nur in Budapest findet.
Zum Abschluss steigen wir nochmal auf den Scooter und fahren zum Heroes' Square (Heldenplatz). Dieser monumentale Platz gehört zu den wichtigsten historischen Orten des Landes. Im Zentrum steht das Millenniumsdenkmal mit den Anführern der sieben magyarischen Stämme sowie bedeutenden Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte. Der Platz symbolisiert nicht nur nationale Identität, sondern auch Stolz, Geschichte und die lange Reise dieses Landes durch die Jahrhunderte.Read more
Day 2 - Budapest Part 2
April 21 in Hungary ⋅ ☁️ 13 °C
Night 2 - Budapest 🇭🇺
April 21 in Hungary ⋅ ☁️ 9 °C

TravelerScho sehr speziell. Ech fende d stadt sehr london ähnlech. Emmer weder macht mer de vergliich zu london segs bi de ubahn, parlament, de fluss, d viertel, emmer weder halt. Dementsprechend each ws halt au en stadt wo mer persönlech recht zueseit. Sie esch au sehr lebendig. Zerst weiss mer wie so ned was mache ond nachane chonnt alles so natürlech. Gseh guet ihh wieso es eini vo de beliebtiste städt vo europa esch.
Day 3 Bratislava 🇸🇰
April 22 in Slovakia ⋅ ⛅ 13 °C
Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die Stadt über den ehemaligen Grenzübergang zu Ungarn. Was früher einmal eine klare Trennung war, wirkt heute fast unscheinbar – ein stiller Hinweis darauf, wie sehr sich Europa verändert hat.
Die Slowakei selbst ist ein Land mit bewegter Geschichte. Über Jahrhunderte war das Gebiet Teil des Königreichs Ungarn, später der Habsburgermonarchie und damit eng mit Wien und Budapest verbunden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Slowakei Teil der Tschechoslowakei, einem Staat, der zwei Kulturen vereinte – bis zur friedlichen Trennung im Jahr 1993, der sogenannten „Samtenen Scheidung“. Seitdem ist die Slowakei ein eigenständiger Staat und heute Mitglied der EU und des Schengen-Raums. Trotz ihrer vergleichsweise jungen Eigenständigkeit spürt man hier Geschichte an jeder Ecke.
In Bratislava angekommen, sind wir ehrlich gesagt überrascht. Wir hatten erwartet, hier fast alleine unterwegs zu sein – doch das Gegenteil ist der Fall. Vor allem entlang der Donau legen zahlreiche Flusskreuzfahrtschiffe an und spucken regelrecht Touristen aus, die sich durch die Altstadt treiben lassen. Ein unerwartet lebendiger Ort.
Bratislava selbst hat eine besondere Rolle in der Geschichte gespielt. Als Pressburg bekannt, war die Stadt lange Zeit Krönungsstadt der ungarischen Könige, nachdem Budapest unter osmanischer Herrschaft stand. Viele der Sehenswürdigkeiten hängen genau mit dieser Zeit zusammen. Die imposante Burg von Bratislava thront über der Stadt und bietet nicht nur Aussicht, sondern auch einen Einblick in die strategische Bedeutung der Region. Unten in der Altstadt findet man barocke Gebäude, enge Gassen und den Martinsdom, in dem einst die ungarischen Könige gekrönt wurden.
Auch die Zeit der Tschechoslowakei hat ihre Spuren hinterlassen – weniger romantisch, dafür umso sichtbarer. Sozialistische Architektur trifft hier direkt auf historische Bausubstanz, was der Stadt einen eigenen, fast widersprüchlichen Charakter verleiht.
Bratislava wirkt auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, aber genau das macht den Reiz aus. Eine Stadt zwischen Ost und West, zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und definitiv mehr als nur ein kurzer ZwischenstoppRead more
























































































Traveler
E Guete 👍
Traveler
Ja, da fuhren wir vor 3 Jahren auch vorbei... (sind aber nicht ausgestiegen...., ungefähr aus denselben Gründen wie du genannt hast)
Traveler
Der Turul, ein Fabelwesen dass die Seele Ungarnsverkörpert. Er spiegelt, Freiheit, Stärke und Entschlossenheit wieder. Diese Statue hat eine Flügelspannweite von 15M und ist insgesamt 8M hoch. Sie trägt die ungarische Stephanskrone und das Schwert Arpads. Dem Gründer Ungarns (er vereint die Abkömmlinge der hunnischen Stämme unter den Magyaren)