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Südliches Afrika

Ein 36-Tage Abenteuer von Melina & DoemuuLive Weiterlesen
  • Day 17 🇳🇦

    2. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 13 °C

    Früh fahren wir Richtung Solitaire aus dem Sesriem Campsite ab. Erst müssen wir aber tanken. Um mit Karte bezahlen zu können, müssen wir in den Shop hinein. (Sonst muss man das Auto nicht verlassen und die Tankwarte kommen mit Kartenlesegerät ans Fenster.) Hier kann ich einen Tankwart sagen überhören: "Fcking germans", wobei er bereits mehr sagen will und dann bemerkt, dass ich neben seinen Kollegen stehe so bricht er seinen Wutausbruch noch einmal ab. Er regt sich anscheinend darüber auf, dass die Deutschen, die er so nebenbei erwähnt, verstehen kann (Deutsch ist immer noch eine Landessprache Namibias) sich über seine Arbeit lustig machten und sich lauthals darüber unterhielten, wie sie ihm nicht trauen können. Sie dachten wohl nicht daran, dass er sie versteht... Laut seiner Reaktion und meinen persönlichen Erfahrungen mit Deutschen ist dies eben nicht der Einzelfall an Ignoranz und Arroganz. Eben diese Deutschen können sich dann auf der Strasse auch nicht an die Gegebenheiten anpassen und ihr regelkonformes Verhalten hindert eine ganze Kolonne an Autos daran sie zu überholen. Später an Solitaire vorbei und in Richtung Walvis Bay fahren wir über das Naukluft Gebirge, ein Faltengebirge, welches bekannt für Autounfälle ist und es wird schnell klar wieso. Enormes Gefälle, starke, ungekenntzeichnete Kurven, lose Kiesstrassen und holprige "Speed humps" (durch hohe Geschwindigkeit entstandene Bodenwellen). Hier sind die 3 Tonnen Auto sehr deutlich zu spüren, aber mit schweizer Pässen bestens bekannt ist auch dies für uns vergleichsweise einfach zu meistern. Jedoch sieht man in den Leitplanken oft Einbuchtungen von Autos oder Bussen, die die Kurven nicht vollständig schafften. Nach Walvis Bay geht es noch knapp 40km nach Swakopmund. Hier werden wir wieder in einem Hotel übernachten. Als zweitgrösste Stadt Namibias nach Windhoek ist Swakopmund, als ehemalige deutsche Kolonialstadt direkt an der Skeletoncoast. Diese heist so, da sie in den frühen Jahren der interkontinentalen Schiffahrt unzählige Opfer forderte, denn die Namib, die hier direkt an der Küste liegt fördert zusammen mit dem Benguelastrom für viel Nebel an und um die Küste, sodass die Seefahrer unmöglich die Küste oder Steine davor erkennen können. Dazu kommt, dass ohne Städte wie Swakopmund oder Lüderitz die erste Möglichkeit Wasser, Essen und so weiter zu laden nach dem Ablegen in Luanda (Angola) erst Kapstadt ist, welches 3500km südlich liegt. Was damals mit dem Schiff welches maximal 14kmh fahren kann bereits 10 Tage dauert, wenn man falsch plant oder kein Wind hat man damals schnell keine Vorräte mehr wobei man auch an Land nichts finden kann, da es ausschliesslich Wüste ist... Jetzt kann es zu der Zeit aber sogar noch schlimmer kommen, wenn man beispielsweise schlechte Beziehungen zu Portugal hat, darf man in Luanda nicht anlegen muss also bereits in Sao Tome das letzte mal "auftanken", was diese Strecke fast verdreifacht, lustiger ist es dann noch wenn man weder zu Portugal noch zum UK gute Beziehungen führt, weil man beispielsweise deren Bevölkerungen als Sklaven verkauft, dann kann man weder in Kapstadt noch in Luanda noch in Sao Tome (Spanisch) anlegen, was diese Reise absolut unmöglich macht und erklärt, wieso beispielsweise das Osmanische Reich (heute Türkei) keine Kolonien hatte. So viel zur Geschichte und ihren Dimensionen. Wider in Swakopmund finden wir in einem Souvenirshop einen Sticker mit der Flagge von DeutschSüdwestafrika wieder. Wir fragen daher die Verkäuferin, ob dies denn tatsächlich gekauft werde, da Namibia doch sehr unter der Kolonialherrschaft Deutschlands gelitten hat. Sie scheint zu verstehen, dass wir es nicht gut heissen und sie erzählt das es ein sehr kontroverses Produkt sei, dass sie selbst nicht vertreten könne aber es sei halt ihre Geschichte. Interessante Worte die sich auch in der sich direkt nebenan befindenden Statue zu ehren der deutschen Soldaten, der Schutztruppe Südwestafrikas wiederspiegeln. Die Plakette der Statue erwähnt die Tapferkeit der Deutschen in der Schlacht am Waterberg, dieser Schlacht folgt der erste Genozid des 20sten Jahrhunderts in dem 4/5 der einheimischen Bevölkerung getötet oder bewusst verdursten lassen werden. Wir können uns beim besstenwillen nicht denken, wieso dieses Monument noch steht, doch sie bestehen darauf, dass es ihre Geschichte ist. Aus Respekt bleibt dieses Monument unfotografiert. Doch es erklärt die Reaktion des Tankwartes auf die "Deutschen"Weiterlesen

  • Day 18 🇳🇦

    3. September 2023 in Namibia ⋅ 🌬 15 °C

    Wir machen uns zur Mitte des morgens auf den Weg, wir haben vor Walvis Bay, eine alte Walfängerstadt zu besuchen. Wir wissen nur sporadisch was uns erwartet, denn so reisen wir eben. Wir haben eine generelle Idee wohin wir wollen aber nicht was wir da tun werden. Auch heute kommen wir in Walfischbucht (alter deutscher Name) an. Etwas unterwältigend kommt uns die Hauptstrasse vor und wir sehen ein Schild nach "Waterfront", ein Quai ist immer mindestens schön. So fahren wir erst einmal dorthin. Darauf entdecken wir eine Strasse, die entlang dem Meer zu etwas industriellem führt. Wir denken uns, dass wir immer noch umkehren können als uns bereits jemand vom Strassenrand zuwinkt, wir sollen zu ihm fahren. Der Mann steht an einem Infopoint Häusschen, daher halten wir an und hören uns an worauf wir gestossen sind. Er erklärt uns wohin wir fahren müssen um an den Pelican Point zu gelangen. Tönt alles ganz interessant und wir machen uns dahin auf. Auf dem Weg fahren wir an einer riesigen Salzmine vorbei, daher der industrielle Weg... Wie bereits am Sossusvlei gibt es auch hier wieder einen "Parkplatz" für 2x4 Fahrer. Beim Vorbereiten für die 4x4 Fahrt haben wir einige beobachten können, die die 4x4 "Strasse" nicht fanden und eimfach wieder umkehrten. Nagut es ist keine Strasse... Man fährt einfach den Strand entlang egal wo hauptsache nicht im Ozean. Dieser Sand hat es wirklich in sich zu fahren... Wir fahren uns sogar einmal fest, bis ein Einheimischer vorbei kommt und uns rät beinahe alle Luft aus dem Reifen zu lassen um über den Sand zu fliegen, also tun wir das und die restliche Strecke des ca 12km langen Strandes fahren wir ohne Probleme. Gegen Ende treffen wir auf zwei Familien an Robben, die sich wirklich wenig beeindruckt von der Gegenwart des Autos zeigen. Wir können sogar aussteigen und bis ca 5m an sie heran treten bevor sie Angst kriegen und ins Wasser flüchten. Auch hier treffen wir wieder auf Schakale, die offensichtlich ein Buffet an Robben sehen. Auf dem Strand laufen wir wortwörtlich auf KNOCHEN, denn soviele Robben sind hier bereits gestorben. Wie der Name auch sagt, treffen wir neben Flamingos auch auf den Pelikan, der natürlich wieder einfach alles essen will...Weiterlesen

  • Day 18 🇳🇦 Pt. 2

    3. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 18 °C

    Auf den Nachmittag fahren wir wieder nach Swakopmund zurück. Der Rezeptionist des Hotels hat uns die Aktivitäten von Desert Explorers empfohlen. Hier mieten wir Quads und fahren an eine Düne an der wir Sandboarden können. Eine einzigartige Erfahrung.Weiterlesen

  • Day 18 🇳🇦 Pt. 3

    3. September 2023 in Namibia ⋅ 🌬 18 °C

    Sandboarding...

  • Day 19 🇳🇦

    4. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir verlassen das Hotel heute früh. Ein sehr zuvorkommendes Erlebnis und eines der besten Hotels in denen wir bisher waren, das Giardino ist zwar als zwei Stern Hotel markiert aber unser Reisebüroagent kennt sich bestens aus und weiss wie wir nun auch, dass diese 2 Sterne nichts aussagen. Falls also jemand nach Swakopmund reisen will ist das Giardino Boutique Hotel wärmstens zu empfehlen. Auch weil es mir langsam zu bunt wird und ich meine Flaggensammlung ohne nach zu fragen wo ich eine herbekomme nicht vervollständigen kann... Doch mit dem Tipp des Rezeptionisten finden wir endlich endlich endlich die Flaggen und ich kann auch gleich SA kaufen, welche es nirgends in SA zu kaufen gab... Genug der Vexillologie. Es geht entlang der Skeletoncoast bis kurz vor Torra Bay und man sieht hier wahrhaftig kein einziges Lebewesen mehr. Wir drehen aber ab und kehren landeinwärts zurück. Die Temperaturen nehmen wieder zu und bald ist es wieder deutlicher näher an den 30 Grad wie an den 15 der Küste. Einmal durch Australien gefahren befinden wir uns im Damaraland das Land des Damaravolkes und einem spezifischen Volk namens Himba einer Untergruppe der San. Ein bisschen ein Kulturschock, dieses nomadische Volk am Strassenrand in traditioneller Kleidung zu sehen, aber unheimlich freundlich, jeder winkt uns enthusiastisch und nichts erwartend zu, weniger enthusiastisch beobachtet uns die erste Giraffe unseres Trips. Zum Abend auf dem neuen Camping richten wir uns ein und wir werden von dem ersten Big 5 unserer Reise willkommen geheissen. Dem Afrikanischen Wüstenelefanten, dieser ist zusammen mit seiner Herde direkt neben dem Platz am Abendessen... Fun Fact. Elefanten stossen das selbe Endorphin im Hirn aus, wie wir Menschen, wenn wir Hundewelpen sehen, wenn sie uns sehen. Das heisst, sie finden uns "härzig".

    Wir müssen dafür zum "Znacht" das erste Mal die Malariaprophylaxe einnehmen...
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  • Day 20 🇳🇦

    5. September 2023 in Namibia ⋅ 🌙 12 °C

    In einer Gruppe fahren wie bereits um 7 Uhr in den Palmwag Consession Park. Ein Wildnisgebiet ohne Zäune. Also pure Wildnis. Tatsächlich liegt auch die Lodge darin, daher war es ein grosser Zufall, die Elefanten gestern so gesehen zu haben, denn sie haben 550'000 Hektare Platz hier. Mit ihnen leben hier Zebras, Giraffen, Antilopen, Hyänen, Leoparden, Löwen und Nashörnern. Jedes dieser Tiere ist auf einer so riesigen Fläche (etwas grösser wie das Wallis) sehr selten anzutreffen. Vor allem das Nashorn, welches bekanntlich vom Aussterben bedroht ist sieht man selten. Die knapp 4200 Tiere die in der Region leben bedeuten auf den National Park ausgeweitet 1 Nashorn alle 127 Hektare. Man finde mal ein unter einem Baum liegender grauen Brocken in einer Halbwüste alle 127 Hektare. Das ist beinahe unmöglich alleine... daher wollten wir ein Rhino Tracking Tour machen, doch diese kostet 150 $ nicht N$ nein das wären 3000, 150 US$ pro Person. Das ist uns dann doch einfach zu viel also machen wir eben die geführte Tour mit dem Auto durch den Park.

    Wir finden einiges über die Tiere und auch die Pflanzen heraus, so beispielsweise gewinnen die San koffeinfreien Kaffee aus dem "Hirtenbaum". Das Getränk nennen sie dann "White Bum" (Weisser Po) Coffee, denn die Frauen der Hirte fragten abends immer wieso sie weisse Abdrücke am Hintern hatten, diese antworteten dass sie den ganzen Tag an diesem Baum der eben weiss abfärbt sassen und den Kaffee tranken.

    Andere Pflanzen sind auch der Stinky Bush, der tut was der Name sagt und zwar so richtig. Er wird von den Buschmännern benutzt um bei der jagt zu stinken um so andere Jäger von sich abzulenken...

    Der Milky Bushtree ist ein hochgiftiges Gebüsch. Es anzufassen führt zu Hautausschlag, wenn die weisse Flüssigkeit die er absondert in eine Wunde gelangt, kann sie sogar Knochen und andere Zellen auffressen... Laut unserem Guide haben vor nicht allzulanger Zeit vier Deutsche ein Feuer gemacht und assen dann Fleisch, dass sie darauf gegrillt haben. Das war das letzte, dass sie taten, denn sie nutzten einen Ast dieses Busches, wobei der Dampf der Flüssigkeit sich im Fleisch festsetzte und sie über Nacht umbrachte... Zum Glück grillen wir heute.

    Anders so die Giraffen, die interessiert es kaum wenn ein Mensch in der Nähe ist. Die hellen sind die jungen und die dunkeln die alten in Freiheit werden sie an die 29 Jahre alt. Im Etosha Nationalpark sogar 32.

    Die Springboks wiederum hüpfen durch die Gegend, da sie sich wohl fühlen und demonstrieren wollen, dass sie ohne Probleme entkommen können.

    Die Elefanten heben ihre Ohren über den Kopf um bedrohlicher zu wirken, wenn sie wütend werden, so kommunizieren sie gleichzeitig auch mit den anderen der Herde, dass eine mögliche Konfrontation bevorsteht. Auch kommunizieren sie mit ihrer Anführerin, wo sie hin möchten und wie schnell durch Bewegung der Ohren und der Vibration des Bodens, wenn sie stampfen...
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  • Day 21 🇳🇦

    6. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Das erste Mal haben wir eine Panne... Aiden, der von der Autovermietung, hat uns gesagt, dass wir immer 250 kilopascal vorne und 300 in den hinteren Rädern brauchen, wenn wir 4x4 fahren sollen wir auf 180 ablassen. Bisher haben wir von einem guten Samariter gelernt dass bei 4x4 Strecken 80 bis 120 gut ausreicht. Nun haben wir gelernt, dass bei einem Temperaturunterschied von 20 Grad und auf Kies es Sinn macht von Aidens Massen abzugehen und auf 220 abzulassen. Naja den geplatzten Reifen bezahlt Britz, die Autovermietung daher sind uns die 3700 Dollar beinahe egal...

    Wir fahren heute in den Etosha National Park. Einmal am Anderson Gate angekommen melden wir uns an, sprechen mit einer Polizistin darüber wieso sie Halbmast fliegen. Ein Freiheitskämpfer und Gründungsvater Namibias ist gestorben.

    Einmal im Park fahren wir keinen Kilometer bis wir die ersten Tiere sehen. Springboks, Zebras, einen Riesentrapp, Singhabicht, Steppenadler und sogar eine Kuhantilope... Diese Antilopen sind echt riesig...
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  • Day 21 🇳🇦 Pt. 2

    6. September 2023 in Namibia ⋅ ☁️ 34 °C

    Einmal am Wasserloch des Campings angekommen entdecken wir direkt Impalas und auch eine Elenantilope, typisch auch Giraffen und Zebras sind durstig. Später stösst auch ein Elefant dazu. Diesmal ein afrikanischer Elefant kein Wüstenelefant wie zuvor...

    Wir erwischen im Sonnenuntergang direkt die Giraffen beim Trinken und es gibt wahrhaft spektakuläre Bilder.
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  • Day 21 🇳🇦 Pt. 3

    6. September 2023 in Namibia ⋅ ☁️ 33 °C

    Wir konnten im Guide zum Etosha lesen, dass Okaukuejo in der Nacht oft Besuch von Nashörnern kriegt, so gehen wir nach dem Abendessen nocheinmal kurz ans Loch. Nichts aber auch gar nichts hätte sich mehr lohnen können... Wir treffen nicht nur eines der bedrohten Nashörner, wir treffen insgesamt 6. Können sogar einem Kampf zwischen zwei Männchen beobachten und ein kleines von seiner Mutter trinken sehen. Auch trafen wir auf eine Herde von über 50 Elefanten. Wobei die Kleinen sich mit den Nashörnern anlegen wollten und es zu ordentlich getröte kam.

    Schade ist es nur, dass im Etosha nicht schlecht gewildert wird... 2022 beispielsweise wurden 33 Nashörner getötet für das Horn, welches in Asien Wunderheilkräfte besitzt... Dieses Horn ist wortwörtlich das gleiche Material wie ein verdammter Fingernagel und diese absoluten Vollidioten töten diese prächtigen Tiere für etwas das a) absolut wertlos sein sollte und b) SOGAR NACHWÄCHST... Da Etosha ein eingezäuntes Gebiet ist, ist es sehr deutlich, dass dies nur durch Bestechung der lokalen Behörden möglich ist, was es unglaublich traurig macht...
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  • Day 22 🇳🇦

    7. September 2023 in Namibia ⋅ 🌙 17 °C

    Als erste fahren wir aus den Toren, die zum Sonnenaufgang aufgehen und in den Etosha hinein. Als Ziel haben wir heute nur möglichst alles zu sehen. Dafür haben wir aber keinen richtigen Plan gemacht, wir fahren einfach von Wasserloch zu Wasserloch....

    Mit der aufgehenden Sonne fotografieren wir direkt ein Wilderbeast (Gnu). Weiter fahren wir zum Okondeka Wasserloch, ein natürliches, welches das Jagdgebiet einer Gruppe Löwen ist. Zum morgen kann es sein dass sie noch an einer Mahlzeit sind, die sie in der Nacht gerissen haben. Leider haben wir heute überhaupt kein Glück und treffen nichts am Wasserloch an... Weiter fahren wir eine Runde bis in den Spookiewoud. (Eng: Spookywoods, dt: Geisterwald). Hier ist alles weiss von Strasse bis Bäume, daher der Name. Wir fahren kurz an das sich darin befindende Wasserloch aber wieder kein Glück... Wir beenden die Rundfahrt wieder beim Camp, wo wir kurz am Wasserloch des Camps halten um zu sehen was sich tummelt. Hier treffen wir Elefanten, Zebras, Impalas und Springboks. Hunderte von Springboks...

    Am Nachmittag geht es weiter in den Osten... an die Etosha Salzpfanne für ein Panoramablick auf die Salzfläche. Weiter ins "Hinterland" zum Aus, Olifantsbad und Gemsboksvlei Wasserloch immer auf der Suche nach dem König der Tiere jedes mal haben wir kein Glück. Wir entscheiden uns schlussendlich einfach beim Okondeka Loch auf den Sonnenuntergang zu warten. Dann sollten die Löwen auftauchen um Wasser zu trinken und sich zur Jagd zu legen.
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  • Day 23 🇳🇦

    8. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute Morgen fahren wir zum Sonnenaufgang wieder vom Okaukuejocamp los. Wir machen uns auf den Weg zum Okondeka Wasserloch in der Hoffnung dort wieder auf die gestrigen Löwen zu treffen. Leider ohne Erfolg. Somit entscheiden wir uns in Richtung Namutoni zu unserem nächsten Camp im Osten des Parks aufzubrechen. Das nächste Camp liegt zwar nur 115km entfernt, jedoch brauchen wir dafür den ganzen Tag, da wir an den meisten Wasserlöchern einen Stopp einlegen. Insgesamt sind wir heute 450km gefahren. Als wir ca. nach einem Drittel des Weges für einen Pippistopp anhalten treffen wir auf ein britisches Paar. Dieses Paar wollte gestern als die Löwen auftauchten gerade verschwinden als wir sie darauf aufmerksam machten. Sie bedankten sich nochmals bei uns und erzählten uns, dass etwa 10km weiter ein Löwenpaar direkt an der Strasse im Gras liegt und das wir unbedingt dort vorbeifahren sollen. Anschliessend machen wir uns auch sofort auf den Weg dahin. Dort angekommen treffen wir auch gleich auf das genannte Duo und weiter hinten entdecken wir gleich noch ein zweites.Weiterlesen

  • Day 23 🇳🇦 Pt. 2

    8. September 2023 in Namibia ⋅ ⛅ 33 °C

    Unsere Fahrt geht weiter bis wir plözlich auf eine Gruppe Antilopen treffen, welche den Blick nicht mehr vom Gebüsch wegbekommen. Nicht einmal unsere Motor oder die Musik des Autos lässt sie wegschauen. Wir werden aufmerksam und nehmen unseren Feldstecher aus der Tasche. Nach langem Suchen entdecken wir ihn. Niemals hätten wir damit gerechnet ihn zu sehen. Den Leoparden. Etwas weiter treffen wir nochmals auf ein Löwenmännchen, welcher nur etwa 2m von unserem Auto entfernt lag. Mit heruntergelassenem Seitenfenster konnten wir ihn aus nächster Nähe fotografieren.Weiterlesen

  • Day 23 🇳🇦 Pt. 3

    8. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 35 °C

    Kurz vor unserem Camp treffen wir nochmals auf ein Löwenpaar welches sich gerade am Wasserloch vergnügt. Anschliessend geniessen wir den Sonnenuntergang bei der Heimfahrt.

  • Day 24 🇳🇦

    9. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute morgen brechen wir zum letzen Mal in den Etosha Nationalpark auf. Gleich als erstes treffen wir erneut auf 3 Löwen am Wasserloch in Klein-Namutoni. Bei einer erneuten diesmal etwas kleineren Runde treffen wir auch noch auf einige Warzenschweine. Ein neues Tier auf unserer Liste. Anschliessend machen wir uns kurz vor dem Mittag auf den Weg zu unserem nächsten Ziel in Rundu. Unterwegs (etwas zu schnell) geraten wir in eine Polizeikontrolle. Für 6km/h zu viel hätten wir eine Busse von 2'000 Namibian Dollar bezahlen müssen. Jedoch schlug der Polizist vor, das wir ihm etwas Bargeld geben können und dann sei es für ihn in Ordnung und wir werden nicht ins System aufgenommen. Somit bezahlen wir ihm 300 Namibian Dollar und er gibt sich damit zufrieden und lässt uns nach einem Faustschlag weiterfahren. (Hier merkt man wie korrupt der Staat ist 😅). Seine Kollegin lacht bereits im Hintergrund, da ein Franzose mit 25km/h zu schnell kam. Sie sagte ihm nur "Don't be scared". In Frankreich wäre dies ein Raserdelikt, eine grobe Straftat und somit Knast. Kurz vor Rundu fühlen wir uns als hätten wir eine Zeitreise ins Mittelalter gemacht. Am Strassenrand tümmeln sich Wellblechhütten und ebensoviele Lehm- und Strohdachhütten. Esel, Kühe, Ziegen usw. laufen frei auf der Autobahn herum (Geschwindigkeitsbegrenzung: 120km/h!). Wir sehen Ochsengespanne die mit strohbeladene Holzwagen ziehen. Surreal ist es auch die Modernität ab und an in einer solchen Welt zu sehen. Beispielsweise findet man am Strassenrand einen kleinen Kiosk von MTC, dem Mobilfunkanbieter für Datenpakete. In Rundu angekommen werden wir erstmal sehr positiv überrascht. Beim Check-in des Campings erhalten wir als erstes einen Welcome-Drink und werden extrem herzlich von einer Dame begrüsst. Eine 180Grad Wendung zu den staatlich geführten Plätze der letzten Tage. Anschliessend fahren wir auf unseren zugeteilten Platz und stellen fest, das jeder Stellplatz mit einem eigenen WC-Häuschen (inklusive Dusche und Abwaschtrog) ausgestattet ist. Ebenfalls befindet sich der Platz direkt am Okavango River, dem Grenzfluss zu Angola. Somit können wir Kindern aus Angola beim Baden zuschauen. Hier sprechen sie wie so oft in Afrika auf beiden Seiten der Grenze die selbe Sprache, denn die Grenze wurde beim Berliner Kongress festgelegt. Wieso also genau hier? Eigentlich ganz einfach... Es ist die einzige natürliche Grenze weit und breit und man muss keine Brücken bauen, wenn die andere Seite jemand anderem gehört... Der Okavango entspringt im Hochland Angolas erreicht aber niemals das Meer. Er wird 1800km weiter in der Kalahari Wüste Botswanas versickern und verdunsten...Weiterlesen

  • Day 25 🇳🇦

    10. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 34 °C

    Gestern Abend als wir im dunkeln noch draussen sassen hörten wir auf einmal Fussstapfen und ein merkwürdiges rascheln. Aus Angst, dass ein Mensch oder ein gefährliches Raubtier auf uns zulaufen könnte klettert Dömu aufs Dach um die Taschenlampe zu holen. Als wir das Licht dann einschalten können wir uns kaum mehr halten vor lachen, da uns nur 3 Kühe auf dem Platz besuchten die friedlich das Gras ums Auto herum weg frassen.

    Früh kommen wir im nächsten Ziel an. In Divundu. Eine Stadt am Caprivi Strip. Dieser Streifen Land wurde Deutschland und somit heute Namibia zugesprochen um den Deutschen eine schnellere Verbindung zwischen Ost und West zugewähren. Zwischen Deutsch Südwestafrika (Namibia) und Deutsch Ostafrika (Tansania) Am Ende des Streifens befindet sich dann nämlich der Sambesi Fluss, der dann in den indischen Ozean fliesst, also Richtung Tansania... Einmal angekommen hätte Bouldi, der inzwischen ja wieder von Google Maps als Navigator abgelöst wurde besser aufgepasst, denn die Technik weiss eben doch nicht alles. Maps wollte uns über den Okavango laufen lassen, da die nächste verzeichnete Strasse am andern Ufer war... Daher fuhren wir einen engen Feldweg Richtung Fluss hinab, bis Dömus Erkenntnis, dass sich die Lodge ja auf der anderen Flussseite befinden müsste uns zum Umkehren brachte... Diese Aktion war gefährlicher als es den Anschein hätte, denn auf solch engen Feldwegen in dieser Region sind gewisse Überbleibsel der Grenzkonflikte Südafrikas zufinden. Landminen aus dem Angola-Südafrika Krieg... Ja Südafrika ist zwar 4000km weit weg aber die waren hier mal im Krieg, als Namibia noch zum Apartheidregime gehörte...

    In Divundu selbst finden wir wieder einige für uns sehr groteske Bilder. Beispielsweise hängen so ca alle 100m an einem Baum frisch geschlachtete Tiere von denen wortwörtlich noch das Blut tropft und sich in einer riesen Lache darunter sammelt... Ideal dafür ist natürlich das Klima denn es sind nur winterliche 40 Grad, daher bestimmt gut für die Konservierung des Fleisches. Naja wir haben Hepatitis A geimpft...

    Einmal in der Lodge, wollen wir für einen Tag mal ein wenig chillen, denn die letzten Tage wurde sehr wenig geschlafen. Auch Dömus Sonnenallergie macht sich seit Etosha ziemlich bemerkbar, so finden wir also den Pool um uns abzukühlen und den Schatten zu geniessen. Während Krokodile im Fluss schwimmen, hören wir schweineähnliches Gegrunze. Die Flusspferde machen sich auch noch bemerkbar...
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  • Day 26 🇳🇦

    11. September 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 32 °C

    Mit Mühe aufgestanden merken wir bereits früh, dass es ein Tag an dem Dinge schieflaufen werden ist. Als erstes machen wir uns auf in den Mahango National Park er ist Teil des Okavango Deltas, das eben gerade hier beginnt und noch 1000km nach Botswana reicht. Durch die Konstante an Wasser durch den Fluss und die daher gebildete Grenze zwischen Wüsten und Tropenklima gibt es hier Tierarten, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Vor allem an Vögeln mangelt es nicht. 2/3 aller Vogelarten Namibias findet man in diesem eher kleinen Gebiet (ca 1/160 der Fläche Namibias). Auch bisher ungesehene Antilopen treffen wir an, wie die Roan und die Säbelantilope und in grossen Massen das Kudu.

    Nun zu den Teilen, die schief gingen. Früh bemerken wir, dass wir wahrscheinlich mit einer kleinen Mahlzeit am Tag die letzen Tage eher zu wenig gegessen haben und darauf auch zu wenig trinken. Wir beide kriegen daher Müdigkeitsschübe und Schächeanfälle. Dazu wie auch schon die letzten Tage hält Dömu es kaum an der prallen Sonne aus und kriegt sofort Ausschläge und brennende Schmerzen durch die Allergie. So viel zu der Gesundheit...

    Dann hören wir ein lautes Krachen als wir eben gerade das Auto aus dem Sand befreien konnten durch Ablassen von mehr Luft. Die Unterboden Getriebeabdeckung hat alle Schrauben durch das Geholpere verloren. Ebenso die Tischverstauvorrichtung im Auto drin, bei der auch alle Schrauben rausgefallen sind. Daher schleift diese nun dem Boden entlang... Auf einer 4x4 Strecke gibt es auch so gut wie keine Möglichkeit abgeschleppt zu werden oder ähnliches... So probieren wir es einfach mit dem Wagenheber in Position zu drücken und die vorhandenen Haken in die dafür vorgesehenen Löcher zu hämmern. Dies funktioniert dann sogar einige zeitlang. Später müssen wir aber trotzdem an die Tankstelle und nach Hilfe fragen. Wir haben im Baumarkt die Schrauben kaufen können aber brauchen natürlich auch Schraubenschlüssel um diese anzuziehen... Die Tankstellenwarte rufen einen Freund an, der sich mit Autos auskenne. Er ist theoretisch kein Mechaniker ist aber der einzige in der Stadt der es kann... Der taucht auf und hat selbst nicht das korrekte Material dabei, also fahren wir ihm von der Videoüberwachten Tankstelle an einen unbekannten Ort nach... Es kommt aber alles gut und wir geben noch einen Cookie an die beiden Jungs und können dann wieder auf den Camping fahren.

    Eine andere Geschichte aus dem Park ist, dass wir von Elefanten am Strassenrsnd überrascht wurden, die die Strasse überqueren wollten als wir vorbei fuhren. Auch die Tiere schienen überrascht und trampelten hastig ein wenig zurück. Wir dachten uns, dass bevor eine Panik bei den Riesen ausbricht wir schleunigst über alle Berge sein sollten... Also fahren wir zügig weiter nur um ca 100m später von einem in der Strasse stehenden Elefantenbullen blockiert zu werden. Jetzt haben wir ein riesen Problem, den neben uns befindet sich vielleicht 2m vom Auto entfernt ein Junges... Der Bulle ist sichtbar angepisst und hinter uns überqueren die anderen Elefanten nun auch wiederum näher die Strasse. Wir können also nichts tun ausser abzuwarten. Vorsichtshalber haben wir aber bereits die Sicherheirsgurte gelöst um schnell aus dem Auto springen zu können falls der Bulle uns angreift...

    So in etwa war der Tag... aber trotzdem hat es sich auch gelohnt, da wir die Big 5 mit dem Wasserbüffel komplettiert haben und einige Pumbas getroffen haben...

    Lustige Geschichte wie vielleicht in Zukunft Warzenschweine nicht mehr Warzenschweine heissen werden sondern Pumbas nach dem Film König der Löwen... Denn am Pool hat eine Italienerin das Wort Warthog nicht gekannt und sagte Pumbas und für alle am Pool war klar was gemeint war. Also Deutsche, Schweizer, Italiener und Australier können sich so also verständigen, was für einen Wechsel im Sprachgebrauch deutet.
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  • Day 27 🇳🇦

    12. September 2023 in Namibia ⋅ 🌬 13 °C

    Zum Sonnenaufgang machen wir uns aufs Boot auf, denn wir machen eine Bootsfahrt mit den Hippos und Krokodilen zu den Popa Falls. Eine Reihe an Steinen im Flussbeet die einen länglichen Wasserfall zur Folge haben. Es ist eine natürliche Barriere zur Schifffahrt und daher der Grund wieso eben dieses kleine Stück Land an Deutschland gegeben wurde, da es sowieso niemand nutzen konnte und für die Briten daher unintersssant machte. Auch die Portugiesen hatten wenig Interesse daran, da sie hauptsächlich an der Küste ihre Stützpunkte aufschlagen wollten und nur ins Landesinnere kamen um den Christentum zu verbreiten. (Dies ist einer der Gründe, wieso es den Angolern heute vergleichsweise gut geht und eine der besten erhaltensten Kulturen Afrikas aufzeigt.) Die Briten oder in diesem Falle viel mehr die Boer (Holländer) siedelten kurz vor dieser Abtretung des Caprivi Streifens an die Deutschen die störenden Stämme in die Caprivi Region um um sie des Deutschens Problem zu machen.Weiterlesen