• Kotor - Stadt der Katzen 🐱

    September 15 in Montenegro ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute hieß es nach der wunderschönen Einfahrt durch die Fjorde: Festmachen in Kotor, Montenegro – ein Ort, an dem wir schon 2018 einmal waren.
    Für den heutigen Tag hatten wir uns bereits vorab für eine Bootstour über „Meine Landausflüge“ entschieden. Gegen 8:30 Uhr ging es los – nur wenige Minuten vom Schiff entfernt wartete schon der Anbieter auf uns. Ein paar weitere Ausflügler standen ebenfalls bereit und so konnten wir pünktlich an Bord gehen.
    Zunächst führte unsere Fahrt vorbei an kleinen, malerischen Orten zur mitten in der Bucht gelegenen Insel „Our Lady of the Rocks“. Auf der künstlich aufgeschütteten Insel steht eine kleine Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die wir besichtigen konnten.
    Anschließend ging es weiter vorbei an Herceg Novi, dem „Eingangstor zur Bucht“, und der benachbarten Insel Mamula. Unser nächster Stopp war eine ehemalige Militärstation, bei der wir mit dem Boot sogar ein Stück in einen alten U-Boot-Schutzbunker hineinfahren konnten. Ein ziemlich spannender Anblick – und ganz nebenbei wurde hier auch ein Teil eines James-Bond-Films gedreht.
    Weiter ging die Tour zur berühmten Blauen Grotte, wo wir einen kurzen Badestopp einlegten. Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Kotor.
    Insgesamt eine wirklich schöne und kurzweilige Tour von etwa drei Stunden – genau die richtige Länge, denn so blieb uns anschließend noch reichlich Zeit, durch die wunderschöne Altstadt von Kotor zu schlendern.
    Und natürlich begegneten uns auch diesmal wieder jede Menge Katzen. Sie lagen gemütlich auf Treppen, dösten in Hauseingängen oder spazierten völlig unbeeindruckt durch die Gassen. Kotor trägt schließlich nicht umsonst den Beinamen „Stadt der Katzen“.
    Die unzähligen streunenden Katzen gehören längst zum Stadtbild der historischen Altstadt und gelten als eine Art inoffizielles Wahrzeichen. Ihre Geschichte reicht weit zurück: Kotor war jahrhundertelang ein bedeutender Hafen an der Adriaküste. Seeleute brachten Katzen auf ihren Schiffen mit, damit sie an Bord Jagd auf Ratten und Mäuse machten. Wenn die Schiffe im Hafen anlegten, gingen manche der kleinen „Schiffsbesatzungsmitglieder“ an Land – und blieben einfach da.
    So wurden die Katzen zu fleißigen Schädlingsbekämpfern und halfen dabei, Nagetiere und damit auch Krankheiten in Schach zu halten. Die Bevölkerung schätzte sie bald als Glücksbringer und Beschützer.
    Bis heute leben die Katzen frei in den Gassen von Kotor, sitzen auf Treppen, sonnen sich vor Cafés oder suchen sich irgendwo ein gemütliches Plätzchen für ein Nickerchen. Viele werden von den Anwohnern gefüttert und versorgt – und gehören damit genauso zu Kotor wie die alten Stadtmauern, die engen Gassen und die beeindruckende Bucht.
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