• Sprung ins kalte Wasser & Kurs auf Oslo

    September 3 in Norway ⋅ ☀️ 12 °C

    Der Tag startete irgendwo im Nirgendwo – genau dort, wo man am besten schläft, wenn man einfach der Straße folgt.
    Mein erstes Ziel für heute war Hamar. Der ursprüngliche Plan: auf einer der Inseln dort übernachten, ganz entspannt und vor allem kostenlos. Vor Ort stellte sich allerdings ziemlich schnell Ernüchterung ein. Die Innenstadt von Hamar ist überschaubarer als gedacht, und nach einer kurzen Runde war das Thema eigentlich auch schon abgehakt. Manchmal spürt man einfach direkt, ob ein Ort zum Bleiben einlädt oder ob der Kompass schon weiterzieht.
    Also: Planänderung. Warum trödeln, wenn Oslo schon ruft? Da mir aber klar war, dass die kommenden ein, zwei Nächte autark und ohne Dusche ablaufen werden, brauchte es noch ein kurzes Frische-Upgrade. Kurzerhand ging es am Stadtstrand von Hamar mit einem beherzten Sprung ins eiskalte Wasser des Mjøsa-Sees. Nichts schlägt dieses glasklare, prickelnde Gefühl auf der Haut – danach ist man auf einen Schlag hellwach und sauber für die nächsten Tage im Bus.
    Frisch durchgepustet ging es dann die letzten Kilometer bis an den Stadtrand der norwegischen Hauptstadt. Jetzt stehe ich hier oben auf dem Parkplatz oberhalb des Holmenkollen, mit der Schanze im Rücken und einem herrlich ruhigen Abend vor mir. Kein Trubel, nur die Vorfreude auf die Stadt. Das Tagesticket für Bus und Bahn ist schon auf dem Handy gebucht. Morgen früh geht’s direkt rein ins Getümmel – ich habe richtig Bock auf Oslo.
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