Bambi
March 26 in Japan ⋅ ☁️ 17 °C
Osaka / Nara // Wir setzen heute um nach Nara. Allerdings nur für eine Nacht. Das Wochenende werden wir in Kanazawa verbringen. Aber wir haben in Nara noch Dinge zu erledigen. Zum Beispiel Hirsche kuscheln. Jaja, wir wissen, dass wir sie eigentlich nicht anfassen dürfen... 😎
Damit wir nicht mit dem ganzen Gepäck von A nach B in tausend Zügen unterwegs sein müssen, bemühen wir heute das Transportunternehmen Yamato mit der Verschickung unserer großen Taschen. Man kann sich von diesem Unternehmen seine Siebensachen innerhalb von ein bis zwei Tagen überall in Japan bis an die nächste Unterkunft bringen lassen. Sehr praktische Angelegenheit. Wir werden sehen, ob unsere Sachen morgen in Kanazawa angekommen sind.
Bevor wir den Zug nach Nara besteigen, wollen wir ein kleines Revival starten: Wir hatten uns letztes Jahr zum Frauentag mit Julia und Familie in Osaka zum Abendessen verabredet und dort hervorragende Ramen gegessen. Das soll heute unser "Frühstück" werden. Wir haben Glück, um halb elf ist das Restaurant noch nicht allzu stark frequentiert. Die Wartezeit beträgt NUR 20 Minuten. Als wir später wieder gehen, müssen die Gäste vermutlich eine Stunde oder länger warten. Wir essen diesmal am "Schalter" (also sie nennen es Counter). Man zieht am Automaten seine 20 Coupons - für jede Zutat einen - und füllt anschließend noch ein Formular für Geschmacksintensität, Nudelweichheitsgrad, Schärfe usw. aus. Und schwupps, schon sind die 20 Minuten um. Cleveres Konzept, um die Wartezeit zu verkürzen. Am Platz übergibt man die Coupons, Vorhang runter, 5 Minuten später Vorhang wieder hoch, die Suppe wird mit Verbeugung überreicht, essen, fertig. Das war auf jeden Fall eine neue Erfahrung. 😊
Wir bummeln noch eine kleine Weile in Richtung völlig überfülltes Dotonbori, dorthin wo die schrille Reklame einen wahnsinnig macht, trinken noch einen Kaffee und verschwinden Richtung Bahnhof Namba. Die Bahn bringt uns in ca. 45 Minuten nach Nara. Sachen im Hotel abwerfen und schleunigst mit unserem Seightseeingprogramm beginnen. Die Zeit rennt.
Zunächst geht es zum Daianji Tempel. Ich hatte Fotos mit vielen kleinen Darumas gesehen, die dort aufgestellt wurden und fand das witzig. Dazu müssen wir mit dem Bus an den Stadtrand. Hier wird es von jetzt auf gleich dörflich. Wir sind dort fast die einzigen Besucher. Eine Wohltat nach dem völlig überlaufenen Osaka.
Bis zum Tempel stehen schon 15.000 Schritte auf unserem Tacho. Weitere 10.000 kommen noch dazu. Denn jetzt folgt das absolute Highlight: Die Hirsche von Nara. Mhhhhh, hier könnte ich bleiben. Tierpfleger im Park. Den ganzen Tag Hirschen in der Frisur rumwuscheln... 😆
Aber erstmal bricht leichte Panik aus. Alle Kekse ausverkauft! Neinnnn! Genauso schauen uns die Hirsche an. Man kann bei ihnen nur einen Blumentopf gewinnen, wenn man ihnen mit der Spezialnahrung vor der Nase rumwedelt. Wir finden schließlich einen Automaten, der uns sackteure Kekse ausspuckt. Was tut man nicht alles. Die Fellknäule sollen schließlich nicht verhungern. 😉 Es wird langsam dunkel, der Park leert sich, wir müssen jetzt auch zurück. Leider, leider, leider... Hier könnte ich echt mal ein paar Tage auf einer Bank verbringen und Hirsche beobachten.
Vorerst letztes Revival: Abends wollen wir wieder zu dem alten Ehepaar, das uns letztes Jahr mit dem besten Sushi ever glücklich gemacht hat. Eigenlich sollte offen sein, aber die ganze Bude ist verrammelt. Es wird doch hoffentlich alles in Ordnung sein bei den beiden? Was machen wir denn jetzt? Weil Hasi es sich so sehr wünscht, darf er noch einmal Tantan-Ramen in der Einkaufspassage essen. Somit sind alle zufrieden. 🙂 Was für ein schöner Tag!Read more


















Traveler
hat was Ostereiern
TravelerJa, genau das habe ich auch gesagt. 👍
Traveler
Cookies & Cream mal anders... erst Kekse gefüttert und dann bekommt jede Hirsch noch ein Eis 😄
TravelerDie sind auf strenger Hirschkeksdiät. Kein Eis und keine unfreundlichen Gesten. Sonst bekommt man sofort Ärger mit der Premiereministerin.
Travelerwas anderes habe ich auch nicht erwartet.... Zucker ist nicht gut 😉