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Revival: Philippinen & Japan

Manchmal hält doppelt einfach besser. Wir hatten nach der großen Reise das Gefühl, auf der anderen Seite der Welt noch ein paar Vorhänge zu haben, hinter die wir nochmal genauer gucken müssen. Read more
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    🇯🇵 Kyōto, Japan

    Ist das schon Kunst?

    Yesterday in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Kanazawa // Es gibt ja sone und solche Tage. Auch beim Reisen. Heute ist einer dieser Tage, wo eigentlich gar nichts passt...

    Wir starten am Vormittag mit dem 21st Century Museum of Contemporary Art. Wir sind extra deshalb nach Kanazawa gekommen, in der Hoffnung auf gute neumodische Kunst. Vermutlich fehlt uns das Verständnis für die zeitgenössische japanische Kunst. Kaum ein Ausstellungsstück spricht uns auf irgendeine Weise an. Die Anzahl der Exponate ist an sich erstaunlich übersichtlich. Die bekannteste Installation ist wohl The Swimming Pool von Leandro Erlich. Hier muss man sich echt vorher eine Reservierung besorgen, um ihn komplett besichtigen zu können. Das haben wir natürlich weder gewusst noch gemacht. Dieser Besuch ist leicht frustrierend. Da hätten wir uns eigentlich den Eintritt sparen können und nur die Außenobjekte für lau angeschaut.

    Hätte, hätte, Fahrradkette... 😉 Hätte ja auch gut werden können. Wir bringen unsere Reisetaschen zu Yamato und schlendern anschließend über den Omicho Fischmarkt. Hier erstaunen uns die Preise, die uns sogar höher als in Osaka erscheinen. Wir bestellen uns gegrillte Austern und Tintenfisch. Die Austern wollten wir gegrillt mal probieren. Naja, wird alles etwas überbewertet. An sich ist der Fischmarkt eine einzige Touri-Schubse. Wie man sieht, nimmt der Tag Fahrt auf. 😉

    Wir kommen auf dem Rückweg am Oyama-Schrein vorbei. Hier werden gerade auf dem ganzen Gelände Kerzen aufgestellt. Abends soll eine Candle Night stattfinden. Da kommen wir später noch einmal zurück. Klingt spannend. Wir laufen in der Zwischenzeit kurz ins alte Samurai Destrict, das von vielen Besuchern als sehr sehenswert beschrieben wird. Außer "naja, ganz nett hier" können wir uns zu keiner weiteren Lobhudelei hinreißen lassen. Was issn heute los hier?

    Wir laufen zurück zum Omaya-Schrein, wo schon alles voller Menschen ist. Also, die Anlage ist wirklich schön. Allerdings verliert die Veranstaltung durch die Menschenmassen sehr an Atmosphäre. Wir machen uns aus dem Staub und hoffen, dass morgen ein schönerer Tag wird.

    Was vielleicht erwähnenswert ist: Es ist Sonntag und zu den vielen Touristen sind heute auch noch die Einheimischen unterwegs. Es ist überall unangenehm voll. Und nun genug geschmollt. 😊

    Anmerkung Hasi: "Ich fand den Tag gar nicht so schlimm..."
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  • Kenroku-en & Higashi Chaya Destrict

    March 28 in Japan ⋅ ⛅ 17 °C

    Kanazawa // Da uns in japanischen Hotels immer wieder gern suggeriert wird, dass wir ganz früh beim Frühstück sein müssen, weil es sonst nichts mehr geben könnte und wir uns auch immer wieder gern von solchen Aussagen beeinflussen lassen, stehen wir bereits um 08:00 Uhr geschniegelt und gebügelt im Frühstücksraum. Was für eine Auswahl! Wir sind begeistert.

    Entsprechend gesättigt starten wir mit dem Loop-Bus in Richtung Higashi Chaya Destrict. Bereits hier fällt auf, wie viele Touristen am Wochenende in Kanazawa unterwegs sind. Die Busse sind brechend voll. Das Higashi Chaya Destrict ist das größte historische Unterhaltungsviertel in Kanazawa mit vielen alten Holzhäusern. Wer mag, kann in ein traditionelles Teehaus einkehren oder eine Geiko-(Geisha-)Show buchen oder wie wir einfach nur seine Nase in alle möglichen Souvenirläden stecken. In Kanazawa wird seit Jahrhunderten Blattgold hergestellt. Deshalb werden die Souvenirs gern mit einem gewissen Blattgold-Anteil angeboten. Wir gönnen uns ein Eis mit einem Blättchen obendrauf. Anders als anderes Eis schmeckt es auch nicht, aber es wirkt irgendwie exklusiver. 😉

    Es geht weiter in den Kenroku-en Park, einen der drei bedeutendsten Gärten Japans. Wir hatten uns Nummer eins bereits letztes Jahr in Okayama angeschaut und sind nun gespannt auf Nummer zwei. Auf dem Weg dorthin kommt man wieder an etlichen Souvenirshops vorbei. Einer davon erregt meine Aufmerksamkeit. Hier werden alte Kimonos zum Kilopreis verkauft, genauer gesagt: 1 g = 1 Yen. Unschlagbarer Preis! Ich werde fündig und ca. 4 m Kimonobauchbinde dürfen mit nach Hause fahren.

    Zum Park: Die Freude über die überragende Gartenbaukunst wird leider von einem unangenehmen Geruch im ganzen Park getrübt. Dieser kommt offenbar aus den kleinen Wasserkanälen, die den Park durchziehen. Der Wasserstand ist sehr niedrig. Vermutlich verursacht das die fauligen Ausdünstungen. Wir gehen deshalb etwas eher als geplant.

    Gleich neben dem Park liegt die Seison-kaku Villa. Schönstes "Ausstellungsstück" ist der Nachtigallenboden. So wie auch in der Burg Nijo in Kyoto gibt der Boden zwitschernde Geräusche von sich, wenn man darüberläuft.

    Auf dem Rückweg zum Hotel finden wir fast zufällig den Ishiura Jinja Schrein. Wie eine Miniatur des Fushimi Inari Taisha in Kyoto schlängelt sich eine lange Torii-Kette den Berg hinunter, nur etwas kürzer und kleiner. Da brauchen wir ja eigentlich gar nicht mehr nach Kyoto fahren... 😉 Die Füße sind platt und wir gönnen uns ein kleines, aber feines chinesisches Abendessen im Einkaufszentrum gleich um die Ecke.
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  • Nach Norden

    March 27 in Japan ⋅ ☀️ 14 °C

    Nara / Kanazawa // Bevor wir weiterfahren, haben wir noch etwas zu erledigen. Als es uns das letzte Mal nach Nara verschlagen hat, war leider das Naramachi Shiryo-kan Museum geschlossen. Es handelt sich um ein altes Stadthaus im historischen Stadtkern, in dem Herr Minami ein kleines Privatmuseum betreibt und dort Buddhastatuen, Volkskunst und Alltagsgegenstände ausstellt. Aber er verkauft auch diese roten Affen-Glücksbringer, die in der Altstadt vor fast jedem Hauseingang hängen. Die Freude ist groß, dass er heute geöffnet hat. (Na gut, wir hatten uns vorher im Internetz informiert, wann er anzutreffen ist.)

    Herr Minami fragt den Besucher nach seinem Namen. Diesen schreibt er in den drei japanischen Schreibweisen auf ein Stück Papier und dann kann man sich ein Glücksymbol aussuchen und die Äffchen damit beschriften lassen. Als wir ihm erzählen, dass wir letztes Jahr schon einmal vor seiner Tür standen, freut er sich ein Loch in den Bauch und legt noch diverse Kleinigkeiten mit in die Einkaufstüte.

    Hach, Nara! Es war wieder toll und viel zu kurz hier. Es geht hier wesentlich beschaulicher zu als in den großen Städten und die Leute sind so nett! Falls wir noch einmal nach Japan kommen sollten, wird Nara mit Sicherheit wieder auf unserem Tourplan stehen. Auf dem Weg zum Bahnhof sehen wir, dass die Sushi-Bar, die gestern geschlossen hatte, jetzt offen ist. Na ein Glück! Da können wir beruhigt weiterfahren.

    Es geht mit dem flotten Vorortzug nach Kyoto, von dort aus mit dem Thunderbird nach Tsuruga und weiter mit dem Shinkansen nach Kanazawa. Unser Domizil ist das Henn na Hotel. Wir wollten diese Kette mal ausprobieren, weil an der Rezeption beim Self-Check-in gerne mal ein Samurai oder Saurier hilft. Der Dino bemüht sich zwar redlich, unsere Pässe können trotzdem nicht gelesen werden. Kein Problem: Im Hintergrund gibt es richtige Menschen, die sich schnell und effizient um solche Problemfälle kümmern. Und unsere aufgegebenen Reisetaschen haben auch ihr Ziel erreicht. 😊
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  • Bambi

    March 26 in Japan ⋅ ☁️ 17 °C

    Osaka / Nara // Wir setzen heute um nach Nara. Allerdings nur für eine Nacht. Das Wochenende werden wir in Kanazawa verbringen. Aber wir haben in Nara noch Dinge zu erledigen. Zum Beispiel Hirsche kuscheln. Jaja, wir wissen, dass wir sie eigentlich nicht anfassen dürfen... 😎

    Damit wir nicht mit dem ganzen Gepäck von A nach B in tausend Zügen unterwegs sein müssen, bemühen wir heute das Transportunternehmen Yamato mit der Verschickung unserer großen Taschen. Man kann sich von diesem Unternehmen seine Siebensachen innerhalb von ein bis zwei Tagen überall in Japan bis an die nächste Unterkunft bringen lassen. Sehr praktische Angelegenheit. Wir werden sehen, ob unsere Sachen morgen in Kanazawa angekommen sind.

    Bevor wir den Zug nach Nara besteigen, wollen wir ein kleines Revival starten: Wir hatten uns letztes Jahr zum Frauentag mit Julia und Familie in Osaka zum Abendessen verabredet und dort hervorragende Ramen gegessen. Das soll heute unser "Frühstück" werden. Wir haben Glück, um halb elf ist das Restaurant noch nicht allzu stark frequentiert. Die Wartezeit beträgt NUR 20 Minuten. Als wir später wieder gehen, müssen die Gäste vermutlich eine Stunde oder länger warten. Wir essen diesmal am "Schalter" (also sie nennen es Counter). Man zieht am Automaten seine 20 Coupons - für jede Zutat einen - und füllt anschließend noch ein Formular für Geschmacksintensität, Nudelweichheitsgrad, Schärfe usw. aus. Und schwupps, schon sind die 20 Minuten um. Cleveres Konzept, um die Wartezeit zu verkürzen. Am Platz übergibt man die Coupons, Vorhang runter, 5 Minuten später Vorhang wieder hoch, die Suppe wird mit Verbeugung überreicht, essen, fertig. Das war auf jeden Fall eine neue Erfahrung. 😊

    Wir bummeln noch eine kleine Weile in Richtung völlig überfülltes Dotonbori, dorthin wo die schrille Reklame einen wahnsinnig macht, trinken noch einen Kaffee und verschwinden Richtung Bahnhof Namba. Die Bahn bringt uns in ca. 45 Minuten nach Nara. Sachen im Hotel abwerfen und schleunigst mit unserem Seightseeingprogramm beginnen. Die Zeit rennt.

    Zunächst geht es zum Daianji Tempel. Ich hatte Fotos mit vielen kleinen Darumas gesehen, die dort aufgestellt wurden und fand das witzig. Dazu müssen wir mit dem Bus an den Stadtrand. Hier wird es von jetzt auf gleich dörflich. Wir sind dort fast die einzigen Besucher. Eine Wohltat nach dem völlig überlaufenen Osaka.

    Bis zum Tempel stehen schon 15.000 Schritte auf unserem Tacho. Weitere 10.000 kommen noch dazu. Denn jetzt folgt das absolute Highlight: Die Hirsche von Nara. Mhhhhh, hier könnte ich bleiben. Tierpfleger im Park. Den ganzen Tag Hirschen in der Frisur rumwuscheln... 😆

    Aber erstmal bricht leichte Panik aus. Alle Kekse ausverkauft! Neinnnn! Genauso schauen uns die Hirsche an. Man kann bei ihnen nur einen Blumentopf gewinnen, wenn man ihnen mit der Spezialnahrung vor der Nase rumwedelt. Wir finden schließlich einen Automaten, der uns sackteure Kekse ausspuckt. Was tut man nicht alles. Die Fellknäule sollen schließlich nicht verhungern. 😉 Es wird langsam dunkel, der Park leert sich, wir müssen jetzt auch zurück. Leider, leider, leider... Hier könnte ich echt mal ein paar Tage auf einer Bank verbringen und Hirsche beobachten.

    Vorerst letztes Revival: Abends wollen wir wieder zu dem alten Ehepaar, das uns letztes Jahr mit dem besten Sushi ever glücklich gemacht hat. Eigenlich sollte offen sein, aber die ganze Bude ist verrammelt. Es wird doch hoffentlich alles in Ordnung sein bei den beiden? Was machen wir denn jetzt? Weil Hasi es sich so sehr wünscht, darf er noch einmal Tantan-Ramen in der Einkaufspassage essen. Somit sind alle zufrieden. 🙂 Was für ein schöner Tag!
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  • Namba

    March 25 in Japan ⋅ 🌧 12 °C

    Osaka // Wir gehen es heute gemütlich an. Der Jetlag steckt uns offenbar etwas in den Knochen und Hasi kriegt einen Schnupfen. Osaka hat ja ohnehin kaum noch Sehenswürdigkeiten, die wir noch nicht besucht haben. Außerdem regnet es. Da passt das schon.

    Wir fahren nach Namba und gönnen uns auf dem Markt ein leckeres Frühstück in Form von Okonomiyaki und Sushi. Das Sushi ist mit 30 EUR zwar recht teuer, aber wer die Aal- und Seeigelpreise an den anderen Ständen gesehen hat, stellt dazu keine weiteren Fragen mehr. Der Preis ist absolut gerechtfertigt. Und lecker ist es ohnehin. Kuidaore!

    Das Internetz hatte uns erzählt, dass es fast um die Ecke einen interessanten Schrein zu besichtigen gibt. Der Namba Yasaka-Schrein wurde in Form eines Löwen gebaut. Leider bekommen wir keinen Stempel in unser Stempelbuch, weil angeblich gerade sehr viel zu tun ist. Aha, wahrscheinlich gedanklich. Vor dem Schalter steht nämlich gar keine lange Schlange. Aber wenn das Schild erstmal hängt, dann kann man es auch nicht einfach mal schnell wieder wegnehmen. 😉

    Auf dem Rückweg kehren wir in der Deli-Abteilung des Takashimaya-Kaufhauses ein. Hier bekommt man wirklich jede japanische Spezerei, die man sich wünschen kann. Immer wieder gern jede Portion einzeln verpackt, um sie nach dem Kauf in eine weitere dekorative Verpackung zu sperren. Das Auge isst schließlich mit. Das ist übrigens nicht nur bei Lebensmitteln so, sondern jedes noch so kleine Souvenir wird erst in eine kleine Papiertüte gelegt und dem Kunden dann in noch einer Plastiktüte drumherum feierlich überreicht. Dies ist verbunden mit einer bis mehreren Verbeugungen und vielmaligem Danken. Der Kunde wird hier sehr gewertschätzt.

    Wir entscheiden uns fürs Abendbrot für Bento-Boxen und Kartoffelsalat von Dallmayr. An diesem Stand wird sogar deutsch gesprochen. Das ist Service!
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  • [A-ri-ga-toh Goh-zai-mass]

    Mar 23–24 in Japan ⋅ ☀️ 17 °C

    Osaka // So, jetzt haben wir es endlich geschafft, in Japan anzukommen. Mittags noch im brüllend heißen Manila, abends bereits in der Kühle Osakas. Der informierte Japan-Reisende weiß, dass Osaka die kulinarische Hauptstadt Japans ist. Nach dem Motto: "Essen, bis man umfällt" wollen auch wir es in den nächsten zwei Tagen so richtig krachen lassen. Es gibt dafür sogar einen japanischen Begriff: Kuidaore.

    Da wir bei unserer Ankunft eine kleine Runde "Japanische Unflexibilität" drehen müssen (ohne Bargeld keine Aufladung unserer SUICA-Karten), kehren wir verspätet und unterzuckert im erstbesten Nudelrestaurant gleich neben unserem Hotel ein. Der ganz große Wurf ist es nicht. Zumindest bei mir. Die Brühe wurde mit Meeresfrüchtesud zubereitet und schmeckt auch so. Stand aber auch so auf der Karte. Also soll dies keine Beschwerde sein. Hasis Nudeln sind scharf, nach taiwanesischer Art und offenbar recht lecker.

    Wir haben in Osaka wieder ein kleines Appartment. Eigentlich sollte es ein anderer Stadtteil sein. Dort gab es allerdings einen Wasserschaden und wir wurden nach Namba umquartiert, direkt an den Bahnhof. Klingt nach unruhigen Nächten. Die Züge fahren praktisch durch unsere Wohnung und auf der Straße ist auch Remmidemmi. Erstaunlicherweise schlafen wir recht gut.

    Revival 1: Gegen Mittag startet unser kulinarisches Abenteuer. Wir fahren zum Kuromon-Markt und stürzen uns ins Getümmel. Die Auswahl fällt schwer und man ist viel zu schnell satt. 😉

    Moeka hatte uns beim letzten Mal auch den Weg zum Markt für Gastronomiebedarf gezeigt und wir wollen dort unbedingt noch einmal hin. Ein Shopping-Paradies! Und diesmal wandern alle Dinge, die beim letzten Mal nicht in unseren Koffer gepasst haben, in unsere neue, schicke Kimmidoll-Einkaufstasche. Und die darf diesmal voll werden!

    Blöderweise kommt uns unterwegs eine der zahlreichen Einkaufstaschen abhanden. Kein Problem! Wir sind ja in Japan. Einfach nur alle Läden rückwärts abklappern. Die kleine Tasche findet sich sehr schnell wieder an.

    Revival 2: Wir sind bereits im Sabbatical auf den Asakura-Grillmeister in Kujo aufmerksam geworden. Leckeres Wagyu-Fleisch zum Selbergrillen zu sehr moderaten Preisen. Wir hatten vorsichtshalber reserviert. Eine gute Entscheidung. Der Laden hat nur elf Plätze und ist voll. Das Essen ist wieder köstlich. Alles richtig gemacht!

    By the way: Es fällt mir wirklich schwer, das höfliche japanische Danke (Arigato gozaimasu) unfallfrei auszusprechen. Große Denkpausen inklusive. Wenn es dann aber raus ist, sieht man die Freude und Anerkennung auf der anderen Seite, dass man sich wirklich sehr bemüht hat. Allein das ist es wert. 😊
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  • Intramuros & Binondo

    March 22 on the Philippines ⋅ ⛅ 31 °C

    Manila // Wenn man sich im Vorfeld über die Philippinen informiert, wird man immer wieder von Podcastern oder Buchautoren angehalten, einen großen Bogen um Manila zu machen. Man soll so schnell wie möglich raus aus dem Moloch. Das wollen wir heute mal antesten.

    Wir bestellen uns ein Grab und lassen uns in die Altstadt nach Intramuros fahren. Es handelt sich hier um die Überreste des historischen Stadtkerns, der im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört wurde. Bis auf Teile der Kirche San Agustin war dieses Gebiet ein einziges Trümmerfeld. Was innerhalb der alten Stadtmauer wiederaufgebaut wurde, ist trotzdem recht nett anzuschauen und versprüht einen Hauch des kolonialen Charmes, der hier wohl einmal geherrscht haben mag. Wer es noch nicht wusste: Die Philippinen gehörten ca. 3 Jahrhunderte zum spanischen Kolonialreich.

    Wir laufen weiter in Richtung Chinatown, die in Manila Binondo genannt wird, und hoffen auf gutes Essen. Leider wickelt sich um das Restaurant, das wir eigentlich besuchen wollen, ein lange Schlange. So kehren wir um die Ecke in eine andere Lokalität ein. Dass dort niemand auf einen Tisch wartet, hätte uns stutzig machen können. Das Essen ist wirklich nicht lecker. Wir belassen es dabei und treten den Rückzug an.

    Abends machen wir einen kleinen Abstecher in die Mall of Asia. Die kennen wir ja schon von unserem letzten Besuch. Wir wollen eine Kleinigkeit essen. Zur Auswahl stehen das Hong Kong-Style Restaurant, in dem wir bereits sehr leckere Wantan-Suppe hatten oder Wendy's. Zielsicher liegen wir auch heute Abend mit dem Burger daneben, der anderswo auf der Welt definitiv leckerer zu haben ist. Die Mall ist voll mit Leuten, die hier ihrem Hobby Malling frönen. Bummeln, essen, shoppen, Freunde treffen. Wir mischen uns einfach mit unters Volk.

    Fazit unseres Ausflugs: Es war ganz okay. Der ganz große Jubel bleibt aus. Aber wir haben uns sehr sicher gefühlt. Stopover gut genutzt.

    Was aber wieder einmal unschlagbar ist, ist die Freundlichkeit und die Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht werden. Sogar die Straßenkehrer grüßen hier. Und immer wieder liegt beim Grüßen eine Hand auf dem Herzen.

    Morgen geht es weiter nach Osaka.
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  • Lange Anreise

    Mar 19–21 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Dresden / Berlin / Amsterdam / Istanbul / Manila // Und dann stand trotzdem wieder Manil(l)a auf den Tickets. Wie konnte das passieren? Nachdem ich nach unserer Rückkehr aus dem Sabbatical mindestens ein halbes Jahr glaubhaft jedem versicherte, dass es in naher Zukunft keine Fernreise geben würde, flatterte uns plötzlich dieses unschlagbare Angebot ins Postfach... Ursprünglich hatten wir in Richtung Rumänien, den Balkan oder Armenien / Aserbaidschan geschaut. Wie man sich so irren kann. Und eigentlich sollten es auch nur die Philippinen werden. Aber dann rückte ganz schnell wieder Japan mit in den Fokus.

    Wir wollen in den nächsten 4 Wochen Orte besuchen, die uns bei der letzten Reise gefallen haben und so gut waren, dass man sie auch noch ein zweites oder drittes Mal sehen kann. Und wir wollen Orte besuchen, die wir beim letzten Mal aus Zeitmangel weglassen mussten.

    Aber vor dem Genuss müssen wir uns eine lange Anreise gefallen lassen. Wir erreichen Manila nach fast 2 Tagen Reisezeit. In der aktuellen Situation sind wir einfach nur froh, dass unsere Flüge überhaupt stattfinden. Auf dem Flughafen in Istanbul werden den Passagieren 600 EUR angeboten, wenn sie auf ihren Flug verzichten. Krass! Dieser Krieg wirft alles durcheinander.

    Turkish Airlines versüßt uns die Anreise mit sehr leckeren Speisen. So fürstlich wurden wir seinerzeit nicht mal bei Etihad bewirtet.

    Leicht übermüdet kommen wir schließlich in Manila an. Die Einreiseprozedur ist zäh. Wir wollen nur noch schnell ins Hotel und tappen doch tatsächlich in die erste Touristenfalle. Ein supernetter junger Mann spricht uns an und erzählt uns, dass wir zu unserem Hotel nicht laufen können, weil ... Blablabla (eine kleine Kurzgeschichte folgt)... Er hat ein Schildchen um und sieht somit offiziell aus. Weil er so hilfsbereit ist (wie man die Filipinos kennt), organisiert er uns auch gleich ein Taxi. "Der Service ist kostenlos, Maam." Und schon sind wir 45 EUR los. Der kleine Halunke! Ab morgen nur noch Grab! Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl. Man muss einfach auf seinen Bauch hören.

    Wir gehen jetzt schlafen. Morgen geht es richtig los. Wir freuen uns. 😊
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    Trip start
    March 19, 2026