Hanami
Apr 5–6 in Japan ⋅ ☁️ 21 °C
Yokohama // Heute haben wir endlich Zeit, uns um die Kirschblüte zu kümmern. Wir hatten kurz überlegt, ob wir einen Abstecher zum großen Buddha nach Kamakura machen sollen. Aber irgendwie ist ein bisschen die Luft raus und am Sonntag wird dort sicher die Hölle los sein. Also gemütliches Programm.
Das Internetz empfiehlt uns den Sankei-en Garten. Es handelt sich um einen traditionellen japanischen Garten, der Anfang des 20. Jahrhundert von Hara Sankei (eigentlich Tomtaro), einem schwerreiche Seidenhändler entworfen und angelegt wurde. Man muss Eintritt zahlen. Heute sind sehr viele Besucher im Park, die Hanami begehen wollen. Das bedeutet das meist gemeinschaftliche Genießen der vergänglichen Schönheit der Kirschblüte. Gern werden in Parks unter den Bäumen Planen ausgelegt, auf denen Picknicks oder kleine Feste veranstaltet werden. Wir hatten diese blauen Planquadrate schon vom Observation Deck des Tokyo Metropolitan Government Building gesehen.
Was für ein schöner Ort! Nach der Umrundung des kleinen Sees und der Besichtigung der ehemaligen Wohnhäuser beschließen wir, den Berg zur Pagode zu erklimmen. Es ist ziemlich windig und der Himmel bedeckt. Das macht es ein wenig ungemütlich. Aber ansonsten lohnt sich der Besuch unbedingt. Wir sehen, dass die Kirschblüte schon weit fortgeschritten ist. Viele Blütenblätter liegen bereits am Boden.
Auf dem Rückweg fahren wir über Chinatown. Hätte ich vorher gewusst, wie spannend es dort ist, wäre das nicht mein einziger Besuch geblieben! Leider sind wir zum großen Shopping schon zu spät dran. Das Kaufhaus, das ausschließlich chinesische Waren verkauft, hat schon geschlossen. Hasi atmet hörbar aus. 😉 Aber man findet auch so noch viele tolle Sachen, die wir bedauerlicherweise alle nicht mitnehmen können, weil das Gepäck schon voll ist. Menno! Als im 19. Jahrhundert ein Seehafen in Yokohama gebaut wurde, kamen viele Chinesen als Händler und Agenten nach Japan und gründeten Chinatown. Wenn man durch eines der bunten Tore tritt, ist man sofort in einer anderen Welt. Viel Farbe, viel Leuchtreklame, viele Geräusche. Das hat man zwar auch gern anderswo in Japan, Chinatown ist aber ein bisschen wie eine Zeitreise. Und die macht sehr viel Spaß.
Zum Abendessen gibt es Ente, Wantan- und Sauer-Scharf-Suppe. Alles ein wenig anders als wir es kennen, aber nicht unlecker. Man merkt auch, dass die chinesischen Bewohner wesentlich zutraulicher und etwas weniger akkurat unterwegs sind als die Japaner, was aber keineswegs despektierlich gemeint ist. Wir nehmen es eher am Rande und sehr wohlwollend wahr. Wir bummeln noch etwas durch das schrille Viertel, finden zwei überaus dekorative Tempel und fahren wenig später zurück ins Hotel. Die Reisetaschen wollen gepackt werden. Morgen geht es zurück auf die Philippinen.
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Tokyo / Cebu // Der Narita Express fährt gegen 13:00 Uhr von Yokohama los. Davor müssen wir noch unsere letzten Yen unters Volk bringen. Es gelingt uns fast. Wir fliegen mit United Airlines. Am Fenster wird man schockgefrostet. Gegen 22:00 Uhr stehen wir schwitzend am Cebu Airport und warten auf ein Grab. Wenn das mal gut geht. Ab morgen können wir uns entspannen. Es geht ans Meer.Read more














TravelerBilderbuchaufnahmen vom Garten - das japanische Fremdenverkehrsamt hätte da sicherlich seine Freude dran - einfach nur wunderschön 🤩
TravelerWir unterstützen, wo wir können. 😉 Yokohama wird zu Unrecht viel zu wenig erwähnt.
Traveler😂