• SomeWhere Else

    April 7 on the Philippines ⋅ ☀️ 29 °C

    Camiguin // Dafür, dass Cebu Pacific Air uns in den Wochen vor unserer Abreise immer mal wieder mit Flugzeitänderungen geärgert und sich dann doch auf die ursprüngliche Abflugzeit festgelegt hat, erfolgt die Anreise erfreulich reibungslos. Mit uns sind noch 31 andere Personen an Bord des "fliegenden Busses", der nur zur Hälfte gefüllt ist. Ungefähr acht davon sind als Touristen identifizierbar. Das Flugzeug fliegt zweimal täglich von Cebu nach Camiguin. Wenn das Verhältnis an Reisenden immer so ist, dann können wir wirklich auf ruhiges Inselleben hoffen. Die Sitze sind putzig. Sie sehen fast aus wie Sitzbänke. Komfortabel sind sie auch nicht, aber wir fliegen ja nur eine Dreiviertelstunde.

    Am Flughafen werden wir mit einem Schild abgeholt, auf dem mein Name & Friend steht. Hasi kommentiert das entsprechend. 😉 Zehn Minuten später sind wir schon im SomeWhere Else Boutique Resort und werden auch gleich von Jerome, dem Betreiber, in Empfang genommen. Ich wollte unbedingt hierher, weil die Bewertungen super waren. Die Fotos auf Agoda sprachen für sich. Leider gab es nur noch einen 4er Bungalow. Aber auch der war preislich erschwinglich und man wohnt hier wirklich schön und vor allem ruhig. Es gibt nur eine Handvoll Bungalows. Dadurch, dass es keinen Raum für Mahlzeiten gibt (das Frühstück kann man auf der Terrasse oder am Strand einnehmen), hat man auch kaum Kontakt zu den anderen Gäste. Die einzigen Menschen, die man hier trifft, sind Jerome und das Personal. Traumhaft!

    Jerome "sammelt" Hunde und Katzen. Zumindest stellt es sich uns so dar. Hier ist immer ein kleines akustisches Halligalli, aber darauf hatte er vor der Buchung hingewiesen. Die Fellnasen sind zwar ständig präsent, aber völlig ungefährlich und gehen auch nicht auf die Gäste zu. Wir nehmen uns beim Kuscheln raus. Sie scheinen alle eine Vergangenheit zu haben.

    Unser erster Weg führt uns an den Strand. Schwarzer Vulkansand vor dem Hotel, aber weder Korallen noch Fische. Jerome meint, wir sollen mal hundert Meter nach rechts laufen, da gäbe es mehr zu sehen. Das machen wir auch. Naja, wir sehen kleine Fische, allerdings ist das noch nicht ganz das, was wir eigentlich wollen. Auf dem Hin- und Rückweg begegnen uns nur ein paar Einheimische. Kinder, die am Strand spielen und baden, grüßen freundlich. Ansonsten sind wir hier ganz allein. So hatten wir uns das vorgestellt.

    Da hier nicht allzuviel Auswahl an Restaurants besteht, lassen wir uns gern von unserem Herbergsvater beraten und in eine Pizzeria fahren. Jerome bietet abends einen kostenlosen Fahrdienst an. Es gibt echte italienische Pizza von einem echten Italiener. Auch wie Jerome ein Auswanderer, der sich auf Camiguin niedergelassen hat. Heute lassen wir es mal so richtig krachen und bestellen uns - wie die Einheimischen auch - einen Partyeimer Bier. Wir haben beim Einchecken ein Handy bekommen, um Jerome oder Andrew, den Fahrer, jederzeit anrufen zu können. Super Service! Andrew holt uns bereits wenige Minuten nach Anruf beim Restaurant wieder ab. Wir hätten es nicht besser treffen können.
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