• Ein langer Weg und viele liebe Menschen

    19. januar, Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Vom Nationalpark Monte Leon bis Ushuaia, unserem nächsten Etappenziel sind es fast 800km. Und es ist eine langweilige, eintönige Strecke. In Rio Gallegos am Rio Gallegos übernachten wir und gehen Pizza essen, weil Micha vor 25 Jahren schon einmal genau dort Pizza gegessen hat. Dort versuchen wir bei einer Werkstatt unseren kaputten Kompressor reparieren zu lassen. Leider erfolglos, aber bei einer anderen Werkstatt können wir unsere Reifen durchtauschen, was schon lange überfällig war.
    Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach Chile und gut vorbereitet wie wir sind, haben wir alles, aber auch wirklich alles an kritischen Lebensmitteln aufgegessen, denn man darf, weil Chile frei von der Fruchtfliege ist, kein Obst, kein Gemüse, kein Fleisch usw. einführen. Wir haben von ganz strengen bis Durchwink-Kontrollen alles gehört und gelesen. Unsere Kontrolle verläuft harmlos. Nach einem kurzen Blick in den Kühlschrank und ein paar Fragen verabschiedet sich der freundliche Kontrolleur wieder. An der Passkontrolle treffen wir Thomas und Sihong, die Micha von der Abholung des Wohnmobiles in Montevideo kennt, denn ihr Fahrzeug war auf demselben Schiff. Wir fahren mit ihnen zusammen zum nächsten Ort, wo sich Thomas nochmal unseren Kompressor anschauen will. Den restlichen Tag verbringen die Männer mit dem Ausbau des Kompressors. Dann kommt eine sehr nette argentinische Familie, die uns ihre Hilfe anbietet und eine brasilianische Familie, die uns wegen ihres markanten Autos schon seit mehreren Tagen immer wieder auf der Straße aufgefallen ist. Hier in diesem Niemandsland hätten wir einen so kommunikativen Tag mit so vielen freundlichen Menschen am allerwenigsten erwartet.
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