• Das Ende der Welt

    23. januar, Argentina ⋅ ☁️ 14 °C

    Nun halten wir es nicht mehr aus. Wir wollen endlich in der südlichsten Stadt der Welt ankommen. Und dann stehen wir euphorisch vor dem Stadttor Ushuaias. Hier am Ende der Welt, nach über 3000 Kilometern Fahrt beginnt eigentlich erst unsere Reise.
    Wir bummeln wie die vielen anderen Touristen durch die Stadt, fotografieren uns vor dem "Ende der Welt -Schild", erkundigen uns in den unzähligen Reiseagenturen nach Reisen in die Antarktis und gehen am Abend mit Thomas und Sihong in einen der vielen Restaurants viel zu teure Königskrabbe essen.
    Die nächsten zwei Tage bleiben wir im Nationalpark Tierra del Fuego. Unsere Vorstellung von Feuerland wird überhaupt nicht bestätigt. Wir erwarteten eine unwirtliche, kalte, trockene Gegend, über die ständig eiskalte Winde dahin wehen. Die Realität sieht anders aus: es ist sehr grün, überall laufen Vögel und Pampas-Füchse herum, die gar keine Angst vor Menschen zu haben scheinen und das Wetter ist auch eher wie ein strahlender Frühlingstag in Deutschland. Wir machen kürzere und längere Wanderungen, aber von einsamen, abenteuerlichen Wanderwegen ist man hier weit entfernt. Es gleicht eher einem Spaziergang durch den Harz an einem sonnigen Wochenende. Aber die schöne moorreiche Landschaft mit den vielen Seen und Lagunen trösten darüber hinweg. Wir besuchen das Postamt am Ende der Welt, fahren mit unserem Womi zum Ende der Ruta 3 und damit zum Ende der Panamericana und dürfen nach kurzem Bitten sogar noch direkt vor das Schild fahren, obwohl es davor eine Absperrung gibt und übernachten auf dem Campingplatz der Estacion Tren del fin del mundo.
    Und dann entscheiden wir uns auch noch mit unseren Schweizern zusammen nach langem Hin- und Her für eine Reise in die Antarktis.
    Was für eine aufregende Zeit!
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