• Zeit verbummeln in Ushuaia

    January 28 in Argentina ⋅ ☁️ 15 °C

    Geplant war, dass wir in Ushuaia an dem Ende- der Welt -Schild anschlagen und wieder weg fahren. Am Ende verbringen wir den längsten Zeitabschnitt, nämlich 10 Tage, von unserer bisherigen Reise hier an diesem Ort. Denn wir müssen Zeit bis zu unserer Abfahrt in die Antarktis verbummeln. So bleiben wir zwei Tage auf dem Stellplatz an der Estacion del Tren del mundo stehen, was uns dann aber zu laut wird, weil immer wieder Jugendliche dort zelten und durchgehend Party machen. Dann fahren wir mit Thomas und Sihong zur Laguna Esmeralda. Wir erwischen für diese Wanderung den Tag mit dem besten Wetter. Bei blauem Himmel und 25 Grad erscheinen die Moorlandschaft und die umliegenden Berge in einem fantastischen Licht. Und die Laguna Esmeralda ist auch richtig "Esmeralda". Aber das schöne Wetter bringt den Nachteil mit sich, dass wir nicht die einzigen sind, die diese Idee hatten und so wandern wir mit hundert anderen Touristen auf den Pfaden zur Laguna. Auf dem Rückweg will ich eine Brücke über einen kleinen Fluss ausprobieren, da da ein Schild steht, dass man nicht die Brücke betreten soll. Das reizt mich und so überquere ich diese, um auf eine kleine Insel im Fluss zu gelangen, aber als ich mich gerade fragend, warum diese Brücke nicht betreten werden darf, wieder auf den Rückweg machen will, breche ich ein. Aha, jetzt habe ich den Grund der Sperrung am eigenen Leib gespürt. So traue ich mich nur noch auf allen Vieren kriechend den Rest der Brücke zu überqueren.
    Die nächsten Tage fahren wir den Beagle - Kanal entlang nach Puerto Amanza, einem kleinen Fischerdorf, in dem die Königskrabbe gezüchtet und in den zahlreichen Restaurants in der Umgebung serviert wird. Und wir fahren am Beagle-Kanal über 60 Kilometer auf einer Schotterpiste, um den südlichsten befahrbaren Punkt zu erreichen. Pünktlich bei unserem Eintreffen am wirklichen Ende der Welt fängt es an zu hageln. Das Wetter passt zu der 'Ende der Welt Atmosphäre', die hier herrscht. Die einzigen drei Fahrzeuge, die wir hier treffen, sind, wie sollte es anders sein, von Deutschen und Schweizern.
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