Gemischte Gefühle in Punta Arenas
February 18 in Chile ⋅ 🌬 9 °C
In Punta Arenas soll es alles geben, was das Overlander -Herz begehrt, wird uns Wochen vorher schon von allen erzählt. Stimmt auch! Da gibt es eine Zona Franca, in der es Hunderte von Geschäften für einfach alles gibt. Und es ist auch eine unerwartet hübsche und große Stadt hier so am Ende des südamerikanischen Kontinents. Wir machen einen Stadtbummel, besuchen das völlig durcheinander gewürfelte, aber interessante Museo Salesiano und essen im Mercado Municipal ein sehr leckeres Ceviche.
Die Stadt gefällt uns wirklich gut, aber wir sind auch etwas traurig, denn hier endete für unsere Kinder vor ein paar Jahren ihre eben begonnene Reise wegen der ausgebrochenen Corona - Pandemie. Alles war so toll geplant, viel Geld hatten sie investiert und verzweifelt ließen sie ihren eben erworbenen Camper mit kompletter Ausrüstung stehen, in der Annahme, in ein paar Wochen wieder zurück zu sein und nahmen den letzten möglichen von der deutschen Regierung organisierten Flug nach Hause. Der Camper verrottete und die beiden konnten nicht wieder hierher zurück kommen.
Am nächsten Tag fahren wir zum befahrbaren Ende des südamerikanischen Festlandes. Unterwegs besuchen wir die Fuerte Bulnes, eine hölzerne Befestigungsanlage, die 1843 erbaut wurde, jedoch schon 5 Jahre später verlassen wurde, weil es an Nahrung und Trinkwasser fehlte.
Wir fahren bis zum Ende der Straße, lassen dort das Wohnmobil stehen und laufen 4 Kilometer zum südlichsten kontinentalen Leuchtturm der Welt, den Faro San Isidro. Für die Wanderung dahin soll man hin- und zurück zusammen 3 Stunden einplanen (häh? Für 4 Kilometer)..Da denken wir: "Pah, wir sind eh viel schneller!' Haste dir gedacht!! Der Weg dahin führt an einem Kiesstrand entlang und das Gehen im Kies erweist sich als sehr mühselig. Der Weg wird aber belohnt, denn immer wieder tauchen gleich in Strandnähe Delfine aus dem Wasser. Endlich, nach genau 1,5 Stunden am Leuchtturm angekommen, wäre nun eine Besichtigung von diesem möglich, aber da wir gerade für die Fuerte Bulnes schon einen unverhältnismäßigen Eintrittspreis bezahlt haben, sparen wir uns das.
Genau 1, 5 Stunden später sind wir erschöpft zurück am Wohnmobil und suchen uns für die Übernachtung ein nettes Plätzchen an einem Fluss.Read more


















